Rund 30 Einheimische und Urlauber waren auf den Spuren der Holztrift an Wolfsteiner Ohe und Ilz unterwegs. Schon bei der Begrüßung an der Ilz-Infostelle auf Schloss Fürsteneck wies der Naturpark Gebietsbetreuer Stefan Poost auf das deutlich vernehmbare rauschen der Wolfsteiner Ohe hin. Ähnlich müssen die Wahrnehmungen jedes Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze und Holztrift in früheren Zeiten in Fürsteneck gewesen sein. Nach einem kurzen Marsch vom Burgberg hinab ins Tal der Wolfsteiner Ohe konnten die Teilnehmer die Spuren des Hochwassers der letzten Tage anhand der umgeknickten Pflanzen am Ufer erahnen. An der Triftsperre in der Wolfsteiner Ohe wurde das Flusssystem der Ilz erläutert. Von dort wanderten die Teilnehmer von der Wolfsteiner Ohe zur Schönberger Triftsperre in der Ilz. Hier erfolgte anhand historischer Bilder eine detaillierte Erklärung über den Holzeinschlag im Winter und den Holztransport mittels Schlitten an die Bäche. Poost erläuterte anschließend das Ilzer Triftsystem, den künstlichen Bau von Klausen zum Wasserrückhalt in den höheren Lagen und die oft nur mit ganz wenig Querneigung angelegten Kanäle – manchmal nur im Promillebereich liegend - für die Wassersammlung der Klausen. Einige Bilder verdeutlichten die harte und gefährliche Arbeit der Trifter vergangener Zeiten. Das ein oder andere Marterl im Wald und an den Bächen zeugt noch heute von der gefährlichen Arbeit der Holztrift. Nach ca. 2 Std. endete die Führung wieder am Schloss Fürsteneck. Die Teilnehmer wurden auf die bis Ende August geöffnete Ausstellung des Grafikers und Heimatdichters Josef Fruth im Schloss Fürsteneck hingewiesen. Dieser hat sich in vielen seiner Werke unter andrem auch der harten Arbeit der Holzgewinnung und Holztrift immer wieder gewidmet. Auch der neu eröffnete Künstlersteig an der Wolfsteiner Ohe erinnert an das frühere Leben in dieser Bayerwaldregion

Zurück