Rund fünfzig Wanderer fanden sich ein zur geführten Winter - Wanderung im Ilztal mit dem Titel „Auf den Spuren von Fischotter und Wasseramsel“. Eingeladen hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit dem Gebietsbetreuer des Ilztales, Stefan Poost, der die Tour auch führte. Nach einem Rundgang in der Ilz Infostelle im Schloss Fürsteneck wanderten die Teilnehmer über den Schlossberg hinunter zur Wolfsteiner Ohe und weiter zu deren Mündung in die Ilz. Nach kurzer Zeit kam über dem Wasserspiegel der Ilz eine Wasseramsel angeflogen, landete elegant auf einem Stein, der aus dem Wasser ragte. Gut erkennbar an Ihrem weißen Latz, startete Sie Ihre kurzen Tauchgänge auf der Suche nach Insektenlarven. „Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der tauchen und schwimmen kann und auf dem Gewässergrund die Steine nach Insektenlarven absucht. Als Standvogel bleibt sie auch den Winter über da, und nur in sehr strengen Wintern, wenn die Ilz zugefroren ist weicht sie ein Stück weit aus. Kleine, eisfreie Löcher genügen schon, um auf Nahrungssuche zu gehen. Ansonsten sind Wasseramseln sehr reviertreu und leben ungesellig an einem bestimmten Flussabschnitt“, so der Gebietsbetreuer. Den scheuen und überwiegend nachtaktiven Fischotter bekamen die Wanderer natürlich nicht zu Gesicht. Aber der Hinweis, genauer auf die schneebedeckten größeren Steine, die aus der Ilz ragen, zu schauen, machte den Teilnehmern deutlich, dass hier anscheinend jemand unterwegs ist. „Ins Wasser zu rutschen ist eine Lieblingsbeschäftigung des verspielten Fischotters. Auch bei den gegenwärtigen Minustemperaturen hat der Wassermarder mit seinen bis zu 50.000 Haaren pro cm2 keine Probleme“, erklärte Stefan Poost den Teilnehmern. Nach eineinhalb Stunden traten die Wanderer wieder den Rückweg an und einige nutzten den schönen Nachmittag noch zu einem Abstecher an die Schrottenbaummühle.

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