Vom Treffpunkt Würzingerhaus Außernzell aus starteten die Exkursionsteilnehmer, um sich mit dem Sternenhimmel im Herbst näher zu befassen. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte als Referenten Werner Wimmer mit seinem Teleskop verpflichtet. Von einer leichten Anhöhe nähe Perling aus, die freie Rundumsicht ermöglichte, konnte man ungestört von Straßenlaternen den nächtlichen Sternenhimmel beobachten. Begonnen wurde zunächst mit dem Mond. Bei Halbmond sind die Krater am Mond sehr viel schöner zu erkennen, bei Vollmond gibt es dagegen kaum Schattenwurf, die Oberfläche erscheint wesentlich einfältiger. Der erste helle Punkt am dämmrigen Abendhimmel war der Jupiter. Er zog das Interesse der Exkursionsteilnehmer als erstes auf sich. Wer durch das Fernrohr blickt, kann die vier Monde sehr deutlich erkennen. Die Sterne Wega, Altair und Deneb bilden das sogenannte Sommerdreieck. Der Radius von Deneb ist schätzungsweise zwei- bis dreihundertmal so groß wie der unserer Sonne. Er gilt als heißer „Überriese“. Seine Strahlungsleistung ist etwa 300.000 mal höher als die unserer Sonne. Mit sehr viel mehr beeindruckenden Zahlen konnte der Referent Werner Wimmer die Teilnehmer zur Sprachlosigkeit bringen. Die Weiten des unendlichen Weltalls sind für gelegentliche Betrachter kaum fassbar. Im Laufe des Abends gab es noch weitere Informationen zu unserer Milchstraße, aber auch zu verschiedenen Sternhaufen am Nachthimmel, sowie zu einem sterbenden Stern. Wenn mit einem Teleskop der Sternenhimmel betrachtet wird, vergessen die Teilnehmer gerne die Zeit. Wenn nicht die Kühle des fortschreitenden Abends allmählich die Teilnehmer zum Frieren gebracht hätte, wäre die Veranstaltungen wohl noch lange weiter gegangen. Nachdem man sich mit den allmählich verschwindenden Sommersternbildern und den auftauchenden Wintersternbildern noch beschäftigt hatte, bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten und bei den Teilnehmern und lud zu den weiteren Naturparkveranstaltungen ein.

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