Kürzlich fand sich eine kleine Gruppe Interessierter an der Arberkapelle ein, um mit Gebietsbetreuerin Anette Lafaire vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald einen Rundgang auf dem Arbergipfelplateau zu machen. Bevor die eigentliche Tour startete, wurde noch kurz auf die Entstehung der kleinen Kapelle hingewiesen und die Bedeutung der interessanten Totenbretter erklärt. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Kapelle am vorletzten Augustwochenende bei der Arberkirchweih, die viele Besucher zu einem Ausflug auf den Arber lockt. Auf dem Arbergipfel hatte der Frühling aufgrund der hohen Lage gerade erst begonnen. Trotz Bewölkung hatten die Teilnehmer Glück, denn man konnte den gesamten Alpenkamm sehen, besonders das markante Dachstein-Massiv mit seinen schneebedeckten Gipfeln. Am Richard-Wagner-Kopf wurden die oft unscheinbaren und leicht zu übersehenden Flechten und Moose bewundert. Diese Pioniere haben viel Platz am Arber, besonders die „steinbewohnenden“ Moose und Flechten, dazu gehören viele alpin geprägte Arten, die seit der letzten Eiszeit hier überdauert haben. Dass in den angrenzenden Wäldern das Auerhuhn und Luchs zuhause sind, wurde ebenfalls erwähnt. Bei dem Blick auf den kleinen Arbersee erklärte Anette Lafaire noch dessen Entstehungsgeschichte und was es mit den schwimmenden Inseln auf sich hat. An den beiden Radartürmen wurde noch ein weiterer Halt eingelegt, bevor die Gruppe dann am eigentlichen Arbergipfel mit seinem Gipfelkreuz angelangt war. Hier endete diese interessante Führung, so dass jeder noch die Gelegenheit den höchsten Punkt des Bayerischen Waldes zu erklimmen.

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