• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • EU-Fördermittel beim Naturpark im Grenzbahnhof gut angelegt Baustellenführung in Eisenstein liefert interessante Einblicke für Teilnehmer


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte zu einer Baustellenführung in den Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein eingeladen. Der 1. Vorsitzende Heinrich Schmidt konnte ca. 20 Interessierte begrüßen. Zusammen mit dem Geschäftsführer Hartwig Löfflmann wurde dann in einem etwa zweistündigen Rundgang der Sanierungsablauf des historischen Gebäudes erläutert. Der Grenzbahnhof ist ein Stück weit auch ein Musterbeispiel für energetische Sanierung eines geschützten Baudenkmals. Dreifachverglaste Fenster schützen zusammen mit einem Thermodach vor Wärmeverlusten. Im Bereich der Holzfassade im zweiten Obergeschoß und im Dachgeschoß wurde Außendämmung unter die Bretterverschalung eingebracht. Dort wo im Granitmauerwerk eine Außendämmung nicht möglich war, wurde innen ein Dämmziegel der Firma Schlagmann, der mit mineralischen Perlite gefüllt ist, vorgemauert. Bei der Haustechnik wurde auf Wärmerückgewinnung gesetzt. Im Kellergeschoß und im Erdgeschoß laufen Fußbodenheizungen. Über Hackschnitzelheizungen kann Holz aus der Region verheizt werden, das über die Waldbesitzervereinigung Regen geliefert wird. Gefördert wird die Sanierung mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und der Europäischen Union aus dem Fördertopf INTERREG IV. Weitere Geldgeber sind die Bayerische Landesstiftung, der Landkreis Regen, die Gallinger-Max-Stiftung, die Gemeinde Bayerisch Eisenstein, die Landesstelle für die nicht staatlichen Museen in Bayern, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Bayerische Sparkassenstiftung. Für das Fledermauszentrum in den Kellergewölben des 1872 bis 1877 gebauten Grenzbahnhofes ist die Deutsche Bundestiftung Umwelt weiterer Partner. Darüber hinaus entsteht im Erdgeschoß eine Arberausstellung und ein Filmraum. Im ersten Stock ein Skimuseum und Räume für Wechselausstellungen. Nicht zu kurz kommen darf natürlich das Thema Eisenbahnbau und Bahnhofsbau. Diesem Thema wird die größte Fläche im zweiten Obergeschoß gewidmet. Zur Abrundung des Themas Eisenbahn und Mobilität gibt es im Dachgeschoß des höchstgelegenen Grenzbahnhofes der Bundesrepublik eine Modelleisenbahn, die eine der schönsten Bahnstrecken in Bayern und im benachbarten Böhmerwald, von Plattling bis nach Klattau abbilden wird. Im zweiten Bauabschnitt wird auch der historische Warteraum erster Klasse wieder saniert. Die Fertigstellung und Eröffnung ist für Anfang 2013 vorgesehen.

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