Ein spielerischer Gipfelsieg Mit zunehmendem Alter tendieren manche Menschen, ihre Spontanität und ihre Flexibilität zu verlieren. Leider entgeht ihnen dadurch häufig, wie spannend die Natur rings um sie ist. Nur wer sich jedoch auf einen „Perspektivenwechsel“ einlässt, wird sich immer wieder von den Schönheiten der Natur begeistern lassen können. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald und ihre „Commerzbank-Praktikantin für die Umwelt“ Janica Dainat luden daher kürzlich alle Kinder, die einmal spielerisch den „König des Bayerischen Waldes“ erklimmen wollen, zu einer Naturerlebniswanderung vom Brennes zum Arbergipfelplateau ein. Bereits zu Beginn ließen sich die rund 40 Teilnehmer mit Hilfe zweier Taschenspiegel zeigen, wie die tierischen Waldbewohner - beispielweise Rehe – den Wald sehen. Wie sich der Wald anhört und anfühlt, erlebten die Vier- bis Sechszehnjährigen im Spiel „Blinde Raupe“, bei dem sie - hintereinander aufgereiht - mit geschlossenen Augen von einem sehenden Spielleiter durch mancherorts auch schwierigeres Gelände geführt wurden. Spielerisches Highlight der Wanderung war jedoch das Spiel „Baumfreund“, bei dem man den Weg zu einem Baum wiederfinden muss, zu dem man kurz zuvor mit verbundenden Augen von seinem Partner geführt worden war. Viel Spaß machte auch das abschließende Zapfenwurfspiel, bei dem die Kinder die – gar nicht leicht zu lösende – Aufgabe erhielten, mit Fichtenzapfen einen auf dem Wanderweg aufrecht hingestellten Fichtenzapfen umzuwerfen. Obwohl die Spiele, aber auch die Erzählungen der Gebietsbetreuerin nicht nur den Kindern, sondern auch ihren Eltern und Großeltern sichtlich viel Spaß machten, war der eigentliche „Höhepunkt“ der Wanderung jedoch der jeder Bergtour: das Gipfelkreuz, also das Gefühl, Bayerns höchsten Berg außerhalb der Alpen aus eigener Kraft und fast spielerisch erklommen zu haben: Ein Gipfelsieg, an den sich vor allem die jüngsten Teilnehmer und natürlich deren Eltern noch lange gerne zurückerinnern werden.

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