„Der Schwarze Regen bei Viechtach - Natur und Kulturgeschichte eines Flusstales“ – die Umweltstation des Naturparks bietet einen bildreichen Vortrag über dieses wildromantische Flusstal im Rahmen des Projektes „DonauEinFlüsse“ an. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 7. November um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Referent ist Kulturwissenschaftler Günther Bauernfeind aus Viechtach. Bei seinem Vortrag zeigt er zahlreiche Bilder über den Fluss Regen – darunter auch historische Dias aus dem letzten Jahrhundert vom Fotoklub Viechtach. Der Referent versucht einige interessante kulturgeschichtliche Fragen zu beantworten: Wer war der „Regenkönig“? Wie lange dauerte eine Holztrift von Viechtach nach Regensburg? Was hat die teilweise Vernichtung des Viechtacher Stadtarchivs mit der Flussperlmuschel zu tun ? Der Regen ist Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Bei dem Vortrag geht es um den Namen und den Flusslauf des Schwarzen Regens – so heißt der Fluss von Zwiesel bis Pulling. Die Interessen der Menschen am Fluss waren vielfältig und änderten sich im Wandel der Zeit. Er wurde nicht nur als Naturschönheit und Naturgewalt wahrgenommen, sondern hatte immer eine große wirtschaftliche Bedeutung. Man versuchte, den Fluss zu überwinden, an Furten, mit Fähren oder Brücken. Für die Fischerei und die Perlfischerei war er Existenzgrundlage, für Trift und Flößerei ein geeigneter Transportweg. Auch Mühlen und Sägewerke nutzten die Wasserkraft. Sie sind heute vielfach auf Stromerzeugung umgestiegen. Seit etwa 1900 wurde das Regental als Sommerfrische für Urlauber bekannt. Die Freizeitgestaltung am Schwarzen Regen ist heute vielfältig. Er wird genutzt zum Wandern, Angeln, Kanufahren, Baden, Campen und im Winter als Eislauf- und Eisstockbahn.

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