Zum Schachtenvortrag des Natur- und Landschaftsführers Georg Schröder aus Regen kamen etwa 45 Leute in das Naturparkhaus. Schröder verstand es, die Schachten, die ehemaligen Hochweiden im Bayerischen Wald für Besucher auf interessante Art und Weise vorzustellen. Ausgehend vom Arbergebiet bis hinüber zum Osser und quer durch das Nationalparkgebiet bis in den Lusenbereich stellte er unter Einbeziehung des nahen Böhmerwaldes die Schachtenflächen und ihre Bedeutung vor. Der kurzweilige Vortrag war mit kleinen Filmen, zum Beispiel mit einem Interview mit dem bodenmaiser Hirten gespickt. Im Vortrag fanden sich auch historische Fotos von alten Hirten. Ebenso ging Schröder auf Brauchtum, z.B. das Wolfauslassen ein, das untrennbar mit der Schachtenbewirtschaftung der vergangenen Jahrhunderte verbunden ist. Anders Als die Almen im Hochgebirge wurden die Schachten nur mit Jungrindern und mit Stieren und Ochsen bestückt. Die Michwirtschaft hatte fast keine Tradition. Lediglich am Almschachten gab es in der Vergangenheit auch Kühe die vom Gut Oberfraueneau dorthin aufgetrieben wurden. Auch die musikalische Umrahmung durfte nicht fehlen. Die bedeutsamen Tier- und Pflanzenarten wurden ebenso vorgestellt wie einige kuriose Begebenheiten in der Geschichte der vergangenen Jahrhunderte. Zum Ausklang gab es einige traumhafte Sonnenuntergänge untermalt mit einer Arie.

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