Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landschaftspflegeverband Straubing - Bogen hatten zu einer gemeinsamen Botanik - Exkursion zum Bogenberg geladen. Diplom Biologe Heribert Kemmer, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, führte die Teilnehmer am reizvollen Lippweg auf den Bogenberg. Die Donauachse ist ein bedeutender Wanderraum für Pflanzen und Tiere bis aus dem Balkangebiet. Der Donaurandbruch mit Welchenberg, Helmberg, Buchberg und Bogenberg beherbergt bedeutende Lebensräume für mager- und trockenheitsliebende Pflanzenarten wie Küchenschelle oder Sonnenröschen. Die Eichen- und Hainbuchenwälder sind eng mit Schlehen- und Ligusterbuschwerk verzahnt. Auf felsigen und steilen Standorten mit wenig Humusauflage finden sich kleine Trockenrasen. Der sonnenreiche Bogenberg ist auch für die Tierwelt etwas ganz besonderes. Hier finden sich wärmeliebende Tierarten wie Zauneidechse, Schlingnatter oder Schwalbenschwanz. Die geschieferten und zerbrochenen Gesteine des Donaurandbruches zeigen sich am „heiligen Berg Niederbayerns“ in markanten Felsen. Der Bogenberg ist deshalb in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen. Bei der Wanderung stellte Heribert Kemmer die vielgestaltige Pflanzenwelt vor. Auf trockenen Felsen konnte der Braunstielige Streifenfarn oder der Felsenmauerpfeffer gefunden werden. Während die typischen Frühjahrsblüher wie die Küchenschelle oder der Blaustern bereits am Verblühen waren, spitzten die rosa farbenen Blüten der Karthäusernelke aus dem Blütenkelch leicht hervor. Fingerkraut und Ruchgras säumten den Weg. Die knorrigen Feldulmen mit ihren typischen Korkleisten an der Rinde ließen sich bei der Wanderung gut zeigen. Mehr als vierzig Arten konnte man an diesem Nachmittag entdecken. Zum Schluss bedankte sich Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. beim Referenten Heribert Kemmer und den Teilnehmern.

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