Das Arbergebiet bietet jedem Naturliebhaber etwas: Kürzere und längere Wanderungen aber auch Mountainbikestrecken durch meist unberührt erscheinende Natur. Dass der Arber aber auch ein „Familienberg“ ist, zeigte sich kürzlich bei einer Naturerlebniswanderung zum Arbergipfel, bei der Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer und die beiden Naturpark-Praktikantinnen Cora-Michel Graulich und Veronika Hofmann 39 Teilnehmer, darunter hauptsächlich Familien, am Brennes begrüßen konnten. Bereits zu Beginn zeigte die Gebietsbetreuerin, wie spannend es sein kann, hin und wieder einzelne Sinne bewusst „auszuschalten“: Geht man beispielsweise in einer „blinden Raupe“, also in einer Polonaise und mit geschlossenen Augen durch den Wald, so werden nicht nur der Waldboden, sondern vor allem Geräusche bewusster wahrgenommen, gleichzeitig wird aber auch das Vertrauen in die Mitspieler gestärkt. Auch beim Spiel „Baumfreund“, bei dem ein „sehender“ Wanderer seinen „blinden“ Mitspieler zu einem Baum führt, dessen Besonderheiten der „Blinde“ ertasten muss, um ihn später wiederzufinden, konnten sich die Teilnehmer die unterschiedlichen Baumarten durch Betasten der Baumrinde quasi „erfühlen“. Den nötigen Schwung für den letzten Teil der ungefähr vierhundert Höhenmeter holten sich die jüngsten Teilnehmer beim Fichtenzapfenschießen, bei dem sie nicht nur spielerisch die Unterschiede zwischen Fichten- und Tannenzapfen kennenlernten, sondern auch erfuhren, wie schwer „Zapfenbowling“ ist, bei dem ein in den Boden gesteckter Fichtenzapfen mit Hilfe von geworfenen Zapfen umgestoßen werden muss. Nach ungefähr drei – für Jung und Alt – sehr kurzweiligen Stunden erreichte die Gruppe das Gipfelkreuz.

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