Im Rahmen des Naturpark-Bildungsprogramms fand eine naturkundliche Exkursion rund um den Großen Arbersee statt. Gebietsbetreuer Arnold Multerer zeigte den Besuchern die Besonderheiten des eiszeitlichen Sees und das Erwachen der Flora und Fauna aus ihrem Winterschlaf.
Speziell das seit 1939 bestehende Naturschutzgebiet der Arberseewand stand hierbei im Rampenlicht. Bei der 1,5 stündigen Führung wurde der Große Arbersee von der 25 köpfigen Besuchergruppe umwandert. Von besonderem Interesse waren die im flachen Wasser zu Tausenden ablaichenden Grasfrösche. Arnold Multerer berichtet dazu: „Im Vergleich zum vergangenen Jahr findet 2007 das Erwachen der Natur um vier bis fünf Wochen früher statt. Gut zu erkennen ist das am Beispiel der ablaichenden Frösche. Letztes Jahr konnte man das Spektakel der Amphibien erst Mitte Mai beobachten. Zu dieser Zeit waren auch noch die größten Teile des Arbersees mit Eis und Schnee bedeckt. Heuer ist der See bereits Anfang April nahezu eisfrei. Auch blühen bereits die ersten Frühlingsboten wie die Weiße Pestwurz oder die Sumpfdotterblume. Letztes Jahr zu dieser Jahreszeit verharrten sie noch unter einer 1 Meter mächtigen Schneedecke.“
Außerdem erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes zur Entstehungsgeschichte des Arbersees, der in der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren seinen Ursprung fand. Eine weitere Besonderheit des Großen und Kleinen Arbersees sind die „schwimmenden Inseln“, die Ende des 19. Jahrhunderts durch Menschenhand entstanden. Infolge der Anstauung des Seewassers zur besseren Nutzung für die Holztrift, lösten sich Moorfilze vom Randbereich des Sees und blieben bis heute als „schwimmende Inseln“ erhalten.

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