Der AGENDA - Arbeitskreis Energie und Verkehr und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatten zu einem gemeinsamen Vortrag in das Naturpark-Informationshaus eingeladen. Hartwig Löfflmann betonte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit der Energieeinsparung vor allem in der Altbausubstanz. Mit dem Referenten Georg Dasch aus Straubing, gleichzeitig Vorsitzender des Sonnenhaus-Institutes, konnte ein engagierter Verfechter von Solarhäusern gewonnen werden.

Dasch ging zunächst auf die Situation bei den fossilen Brennstoffen Gas und Öl ein. Alle Länder der Erde zusammen hatten im Jahr 2000 etwa die Hälfte des weltweit vorhandenen Erdöls ausgebeutet. Die Preise werden ständig weiter steigen. Erdöl, so Dasch, wird es noch in Hunderten von Jahren geben, die Menge wird sehr gering werden und damit der Preis sehr hoch. Dass die Kernenergie keine Alternative zur Gebäudeheizung ist, belegt Dasch mit entsprechenden Zahlen. Derzeit macht der Kernenergie-Anteil weltweit gerade einmal drei Prozent aus. Das Uran geht aber noch vor dem Erdöl zu Ende, sagen selbst die Atomexperten. Beim Erdgas ist der Treibhauseffekt sogar um den Faktor 38 höher als bei CO2, also ist auch dies keine vernünftige Alternative, obwohl derzeit sehr für diese „angeblich umweltfreundliche“ Energieform geworben wird.

Die beste Möglichkeit das Klima zu schützen und künftig sein privates, hart erarbeitetes Geld zu sparen, ist deswegen die Gebäudesanierung. Dies eröffnet gleichzeitig neue Arbeitsplätze für das Handwerk und in der Baubranche. Die Förderprogramme des Bundes und der Banken gehen hier in die richtige Richtung. Nähere Informationen dazu gibt es bei den Hausbanken.

Falls feuchtes Mauerwerk vorhanden ist, muss man zunächst die Feuchtigkeit im Mauerwerk von unten her in den Griff bekommen. Dann müssen Fassadendämmung und Dachdämmung in einem vernünftigen Maße angebracht werden, zusammen mit neuen, dichten Fenstern. Thermographieaufnahmen, welche die Wärmeverluste mit Kameras aufspüren oder „Blower - Door“ - Tests, die Winddichtigkeit von Gebäuden zeigen, können als Hilfsmittel dienen. Schwachstellen sind immer alte Rollokästen und auskragende Betonplatten zum Beispiel bei Balkonen oder Garagen. Diese leiten die Kälte in die Gebäude. Die Solarnutzung nach Möglichkeit mit großen Kollektorflächen und großen Pufferspeichern gehört untrennbar zu einer zeitgemäßen Sanierung. Der restliche, noch verbleibende Energiebedarf lässt sich dann mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz in Form von Hackschnitzeln, Pellets oder Stückholz decken. Für private Häuser muss nicht unbedingt eine Lüftungsanlage vorhanden sein. Sie mag aber da und dort in Einzelfällen ihre Berechtigung haben.

Das „Zu-Tode-Dämmen“ von Häusern mit dem befürchteten Schimmel ist nicht in erster Linie ein bauliches Problem, sondern meist durch Nutzerverhalten bestimmt. In gut gedämmten Gebäuden gibt es normalerweise keinen Schimmel, wenn richtig gelüftet wird. Auch hierzu gab es einige Tipps. Wer die warme Luft von der Küche oder die feuchtigkeitsbeladene Luft vom Bad durch offen stehende Türen ins Schlafzimmer oder in weniger geheizte Zimmer ziehen lässt, provoziert sein Schimmelproblem selbst.

Dasch ging anhand einer Reihe von sanierten Beispielobjekten auf die Möglichkeiten bei Altbausanierungen ein.

Zurück