Der Pfahl erreicht bei den hochaufragenden Felsen in Weißenstein mit mehr als 750 m seinen höchsten Punkt. Die Burg thront unmittelbar auf dem weißen Quarzriff. Der Zahn der Zeit nagt nicht nur an den Mauern der Burg. Der dichte Gehölzbewuchs an den Felsen kann regelrecht kleine Felsbrocken umwurzeln und einer weiteren Verwitterung wie der Frostsprengung Tür und Tor öffnen.

„Die Entfernung einiger Gehölze verbessert die Lebensraumqualität für seltene Tierarten“, berichtet Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher, der diese Landschaftspflegeaktion betreut hat. Beispielsweise können Fledermäuse besser die Ritzen und Spalten in den Felsen als Tagesquartier oder Wochenstuben nutzen. Pfahltypische Pioniergehölze wie die „bonsaiartigen“ Kiefern oder schütteren Birken werden bei der Auflichtung stehen gelassen. Mehr Sonne und Licht kommt auch dem Flechtenbewuchs am Felsen und den Zwergstrauchheiden am Felsenfuß zu gute. Das eingewachsene Quarzriff und die Burgfundamente treten wieder deutlicher zum Vorschein.
Die Bergwacht-Bereitschaften Zwiesel und Ruhmannsfelden haben die gefährliche Arbeit am Felsen übernommen. Trotz nieselnden Wetters seilten sich die „Bergwachtler“ von den Burgmauern und Felsenkronen ab und schnitten dabei die wuchernden Gehölze auf der Nordseite der Burg zurecht. Hermann Smetana, Bergwacht - Verantwortlicher für den Naturschutz in der Region Bayerwald, freut sich über das Engagement seiner Kameraden und Kameradinnen. „Dies entspricht dem Leitsatz der Bergwacht: Leben retten – Natur bewahren“.

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