Zur Pilzexkursion des Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Welchenberg, Gemeinde Niederwinkling, konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann ca. 65 Leute begrüßen. Der Referent Max Kronfeldner erläuterte zunächst Allgemeines zu den Pilzen. Sie sind auf das Zusammentreffen von Feuchtigkeit und Wärme angewiesen. Nur die Fruchtkörper sind sichtbar, der eigentliche Pilz lebt unter der Erde oder beispielsweise im Holz. In Mitteleuropa gibt es ca. 5.000 Arten, die mit dem Auge erkennbar sind. Etwa 500 davon sind interessant. Bei einem Rundgang kann man so etwa 50 verschiedene Pilzarten feststellen. Dabei gibt es Arten, die eher auf sauerem Boden, andere die eher auf Kalkboden wachsen. Neben dem Boden ist das Klima entscheidend. Beispielsweise leben in Italien ganz andere Pilze als in nördlicheren Breiten. Entscheidend ist, dass die Ernährungsgrundlage stimmt.

Vernünftiges Pilzesammeln schadet nicht. Es ist wie „Kirschenessen“, so Max Kronfeldner, man entnimmt die Früchte, der Baum bleibt erhalten.

Den Pilzen kommt eine wichtige Rolle beim Materialabbau zu. Sie besiedeln herabgefallene Blätter oder totes Holz und tragen damit wesentlich zum Stoffabbau bei. Kronfeldner informierte auch über häufige Irrmeinungen. Es gibt auch auf Holz giftige Pilze, die Aussage, dass Pilze, die auf Holz wachsen, nicht giftig sind, stimmt nicht. Der alte Streit Abschneiden oder Herausdrehen von Pilzen beschäftigte ebenfalls die Teilnehmer. Entscheidend ist, dass bei vielen Pilzen das Abschneiden wesentliche Bestimmungsmerkmale vernichtet. Beispielsweise kann man Knollenblätterpilze nur an ihrer unten liegenden Knolle erkennen. Schon aus diesem Grund sollte man die Pilze möglichst vollständig ernten, damit es zu keinen tödlichen Verwechslungen kommen kann.

3 Gruppen von Pilzen gibt es, die Saprophyten, die totes Material abbauen, die Symbionten, hier lebt ein Pilz mit einer Pflanze oder einem Baum zusammen, beide haben einen Nutzen, und die Parasiten, das sind Pilze, die auf lebendem Material vorkommen. Die Vermehrung der Pilze über Milliarden von Sporen ist sehr effektiv. Pilze sind eine sehr alte Gruppe, die älter als Tier- und manche Pflanzenarten sind. Interessant ist auch, dass um 1905 erstmals Pilzfarbstoffe gefunden und genutzt wurden. Nach einem kleinen Rundgang im Lauterbacher Holz und einer Abschlussbesprechung in Welchenberg endete der kurzweilig gestaltete Nachmittag mit einem Dank an den Referenten Max Kronfeldner.

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