Eine kleine Gruppe ornithologisch interessierter war der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. und des Landesbund für Vogelschutz in Bayern, Kreisgruppe Freyung – Grafenau zu einer geführten Vogelstimmenwanderung an der Ilz gefolgt. Mit fachkundiger Unterstützung durch Beate Seidel vom Landesbund für Vogelschutz erfuhren die Teilnehmer viel über die Gesänge der verschiedenen Vögel. Interessant war, dass der Buchfink, kurz bevor es zu regnen beginnt, mit einem ganz eigenen Ruflaut singt, was ihm im Volksmund den Namen „Giaßvogel“, abgeleitet von gießen, einbrachte. Ebenso wurde den Teilnehmern anhand einer Vogeluhr gezeigt, welche Vögel zu den Frühaufstehern um 4 Uhr morgens gehören oder als Langschläfer erst später anfangen zu singen. Zu beobachten waren Gebirgsstelze, Rotkehlchen, Eichelhäher, Enten und Gänsesäger. Die Lebensgewohnheiten von Eisvogel und Wasseramsel wurden den Teilnehmern ebenso erläutert, auch ohne diese zu Gesicht zu bekommen. Die durch ihren sehr hohen Ton wahrzunehmenden Goldhähnchen konnte man auch nur in den Baumkronen erahnen. Die Singdrossel mit ihrem typischen, sich mehrmals wiederholenden Gesang, konnte auf ganzer Strecke gehört werden. Über Nisthilfen in Gärten wurde den Teilnehmern auch fachkundiger Rat gegeben. Nach zweieinhalb Stunden endete die Führung wieder an der Schrottenbaummühle, wo sich die Teilnehmer einig waren, dass ohne die Vielzahl der unterschiedlichsten Gesänge der Vögel im Wald, den Wanderer eine sehr unbehagliche Stille begleiten würde.

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