• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • Pilzexkursion in Saldenburg mit Gotthard Grimbs Naturpark und Naturkundlicher Kreis Bayerischer Wald bei gemeinsamer Exkursion


Im Rahmen des Bildungsprogramms 2006 hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Naturkundliche Kreis Bayerischer Wald e.V. zu einer gemeinsamen Wanderung an den Pfennighügel bei Saldenburg eingeladen. Mehr als 50 Interessierte ließen sich vom Referenten Gotthard Grimbs auf sehr sachkundige aber auch anschauliche Art und Weise in das „Reich der Pilze“ verführen. Als sehr gute Pilzkennerin, nicht nur bei den Speisepilzen, erwies sich auch die Schlagersängerin Barbara Clear, die sich ganz unauffällig unter die Teilnehmer gemischt hatte.

Bei der kleinen Wanderung in dem gemischten und stufig aufgebauten Wald konnte man etwa hundert verschiedene Arten an Pilzen, bis hin zu den Baumpilzen auffinden.
Die meisten Arten fand man unmittelbar an den Wegen. Bereits zu Beginn hatte man vereinbart von jeder Art immer nur ein Exemplar mitzunehmen.

Anschließend traf man sich im Gasthaus Klessinger in Hundsruck, um auf einen großen Tisch die gefundenen Pilze zu sortieren und genauer zu bestimmen. Zunächst ging Gotthard Grimbs in seinen Erläuterungen auf die Unterscheidung von giftigen Arten ein. Der weiße Knollenblätterpilz schärfte den meisten Respekt ein. Man soll ihn gar nicht anfassen, denn auch bereits die Sporen sind giftig. Auch der Fliegenpilz gehört zu den Knollenblätterpilzen. Er ist aber nicht ganz so giftig. Von Eigenversuchen mit Pilzen riet Gotthard Krims gründlich ab. Da hat es schon manche böse Überraschung gegeben. Durch den Niederschlagsreichen August mit 70% mehr Niederschläge als sonst gab es Pilzarten zu sehen, die man seit Jahren nicht finden konnte. Für Pilzsammler war dieser Sommer ohnehin eine hervorragende Saison. Die Teilnehmer waren mit großem Eifer bei der Sache, fragten und diskutierten. Erst am frühen Abend trennte sich dann die Gruppe, erfreut über den kurzweiligen Nachmittag.

Für Kinder war das Feuer machen mit Pyrit und Feuerstein ein Höhepunkt. Der Feuerstein ist hart, der Pyrit liefert die Funken. Am besten lassen sich diese Funken im Zunder des an der Buche wachsenden Zunderschwammes auffangen. Dort glimmen Funken schnell weiter und lassen sich mit trockenem Gras oder trockenen Blättern zu Feuer entzünden. Mit großem Interesse wurde auch die Erläuterung der früher üblichen Herstellung von Hüten oder Taschen aus Zunderschwamm aufgenommen. Die Frau des Referenten präsentierte Hut und Handtasche, wie sie heute leider nur noch in Osteuropa hergestellt werden.

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