Der Naturpark Bayerische Wald e.V. veranstaltete dem Biologen Karel Kleyn eine Exkursion in das Reschbachtal in Finsterau. Die ca. 2,5 Std. dauernde Führung fand trotz des schlechten Wetters mit witterungsbedingter, kleinerer Teilnehmerzahl, statt. Erläutert wurden die zum Teil nur noch im Reschbachtal vorhandene seltenen Arten, wie z.B. das Läusekraut, Arnika, Schwarzwurzel oder Wollgras. Dabei wurden den Zuhörern nicht nur die Namen nähergebracht, sondern auch die heilende Wirkung bestimmter Pflanzen und deren frühere Verwendung. Das fehlen vieler Arten in der heutigen Zeit führte Kleyn auch auf das fehlen der ehemaligen Wiesenbewässerungsgräben zurück. Eindrucksvoll konnte er den Zuhörern eine völlig andere Vegetation an den noch wasserführenden Gräben zeigen. Die Entwässerung ehemaliger Moore und die dadurch verschwundenen Arten waren weitere Themen der Exkursion. Auch die Verbuschung in vielen Bereichen des Reschbachtales infolge aufgelassener oder sehr stark extensiver Nutzung, und der damit verbundene Artenschwund, wurde angesprochen. Das Aufhalten dieser Entwicklung wäre, laut Karel Kleyn, durch verschiedene Beweidungsstrategien durchaus möglich und wegen der Schönheit und Eigenart des Reschbachtales auch wünschenswert. Am Reschbach selbst wurde die Holztrift kurz angesprochen, und den Zuhörern die historische Nutzung und auch die Eingriffe in die Natur während dieser Zeit näher gebracht. Nachdem die Exkursion nicht mehr durch Regengüsse gestört wurde, waren die Teil-nehmer am Ende doch sehr zufrieden.

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