Im Rahmen eines von EUROPARC und dem Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen unterstützten Projektes hatten 15 Jugendliche im Alter von 11 bis 14 Jahren aus den Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau und Cham die Möglichkeit zwei Wochen als Junior-Ranger die heimischen Schutzgebiete kennen zu lernen. An diesem EUROPARC Pilotprojekt beteiligten sich außer den Naturparken Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald, dem Nationalpark Bayerischer Wald auch jeweils ein Nationalpark in Polen, in Slowenien und der Tschechischen Republik. Ein Ziel dieses Projektes war es, den Jugendlichen sowohl ihre Heimatschutzgebiete näher vorzustellen als ihnen auch Einblicke in die Aufgaben der dort tätigen Ranger zu geben. Mit diesem Programm sollen Jugendliche angeregt werden, sich im Naturschutz zu engagieren und künftig auch selbst als Fürsprecher für Schutzgebiete in ihren Landkreisen einzutreten. Darüber hinaus soll so auch das Bewusstsein der Teilnehmer für die natürlichen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Werte von Schutzgebieten gestärkt werden. Neben einer Rallye durch das Naturpark-Infozentrum in Zwiesel, einem Luchsvormittag mit dem Dipl. Biologen Manfred Wölfl standen auch Wanderungen ins Tierfreigelände, auf den Lusen und in der Buchberger Leite auf dem Programm. Dort informierte Dipl. Biologe Otto Lendner die Junior-Ranger über Flora und Fauna, Geologie und Dynamik eines Wildbachs. Aber auch die Gewässerverbauung und ihre Folgen wurden lebhaft diskutiert. Auf dem Gipfel des Großen Arbers durften die Junior-Ranger unter Anleitung der beiden Schutzgebietsbetreuerinnen Elke Ohland und Caroline Stautner selbst aktiv werden. Zwei Stunden lang hatten sie in kleinen Gruppen die Aufgabe, Wanderer und Besucher im Gipfelbereich über das dort geltende Wegegebot aufzuklären. Für die Junior-Ranger war es eine ganz neue, und leider nicht immer angenehme Erfahrung. „Ich versteh gar nicht, dass manche Erwachsenen immer so unvernünftig sind“, so eine der Junior-Rangerinnen nach zwei Stunden Gipfelrundgang. Über ihre Erlebnisse durften sie dann in einem kurzen Interview mit dem Bayerischen Rundfunk berichten. Am Nachmittag berichtete dann die Bergwachtbereitschaft des Arbers über ihre Arbeit und demonstrierte anschaulich ihre unterschiedlichen Rettungsgeräte. Zum Abschluss des Projektes wurden alle Juniorranger und ihre Eltern zu einer Grillfeier im Wildniscamp am Falkenstein eingeladen. Hier überreichte Paul Hotham, Projektleiter bei EUROPARC, an alle Teilnehmer/innen zur Anerkennung ihrer Leistung und ihres Engagements ein Zertifikat und einen Buchpreis. Nach einer gelungen Theatereinlage der Junioranger ging man zum gemütlichen Teil des Abends am Lagerfeuer über. Das 14-tägige Junior-Ranger-Projekt fand bei den Jugendlichen eine durchwegs positive Resonanz. „Die ganzen 10 Tage waren für mich persönlich ein besonderes Erlebnis“, „ich habe viele neue Dinge kennen gelernt und es war eine schöne, lehrreiche Woche“ oder „es war einfach toll, wenn es wieder so etwas gibt schreibt mir bitte!“ war in den Tagebüchern als Fazit zu lesen.

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