Gut 2 Jahre nach der Eröffnung des Infozentrums Grenzbahnhof Eisenstein, nämlich am Samstag, 02.11.02 um 11:11 Uhr konnte der 100.000 –ste Besucher im Bayerisch – Böhmischen Informationszentrum für Natur- und Nationalparke im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein begrüßt werden. Das Ehepaar aus Friedberg freute sich sichtlich über das Buchpräsent und die Informationsmaterialien und das Gratislos zu Natuparklotterie, welches durch die Naturpark-Mitarbeiter überreicht wurde. Seit der Eröffnung am 12.10.2000 bietet die Ausstellung in drei Sprachen Informationen über den Naturraum von der Donau zur Moldau und über die einmalige Situation der vier aneinandergrenzenden Großschutzgebiete Naturpark Bayer. Wald, Nationalpark Bayerischer Wald, Landschaftsschutzgebiet Šumava und Nationalpark Šumava. Neben einer Reihe von Informationen zur Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes, zu Bahnbau- und Bahnhofsgeschichte sowie zu Begriffen rund um Naturschutzrecht und Schutzgebietstypen ist besonders der Historische Grenzstein in der Ausstellungshalle interessant. Hier besteht die Möglichkeit, mit seinen zwei Beinen in zwei verschiedenen Ländern zu stehen. Die „Nahtstelle“ zwischen Ost und West im Herzen des größten, zusammenhängenden Waldgebietes in Europa war und ist stets ein magischer Anziehungspunkt. Diesen Vorteil nutzte der Naturpark Bayer. Wald e.V. um Informationen weiterzugeben. Hochgestellt Persönlichkeiten und weit gereiste Gäste, wie zum Beispiel der Botschafter aus Taiwan, eine Delegation von ranghohen Chinesischen Forstbeamten oder auch ein japanischer Professor mit seinen Studenten haben die Einrichtung mittlerweile besucht. Die Botschaft, in friedlicher Koexistenz grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten wird gerade auch durch das Vorbild der Natur, die keine Grenzen kennt, weitertransportiert. Der touristische Wert der Einrichtung, v. a. auch als Schlechtwettereinrichtung, ist sicherlich für die Grenzregion interessant. Bedauerlicherweise leiden die Veranstaltungen des Naturparks in letzter Zeit manchmal unter den langen Verkehrsstaus vor der Pförtnerampel, weil die Gäste mit dem Auto und nicht mit der Waldbahn anreisen. Trotz der intensiven Öffentlichkeitsarbeit existiert nach wie vor eine häufige Verwechslung zwischen Naturpark und Nationalpark. Die Ausstellung im Grenzbahnhof hat aber, nachdem erst zwei Jahre der insgesamt 25 Jahre Mietzeitraum vorbei sind, immerhin noch 23 Jahre Zeit, um hoffentlich 1 Million Besucher zu erreichen. Bleibt zu wünschen, dass die Akzeptanz durch die Bevölkerung weiterhin erhalten bleibt, v.a. aber auch die intensive und freundschaftliche Art der Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn, die sich aktiv mit Betreuungspersonal beteiligen. Ein besonderer Dank geht auch an Landkreis Regen und Gemeinde Bayer. Eisenstein, welche die Einrichtung finanziell unterstützen.

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