Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. übernimmt ab dem 01. März 2004 die Trägerschaft für die Gebietsbetreuerstelle an der Ilz. In enger Abstimmung mit den Landkreisen Freyung-Grafenau, Passau und der Stadt Passau sowie der Regierung von Niederbayern wurden entsprechende Finanzmittel für die Personalstelle des Ilzbetreuers und für entsprechende Sachkosten beim Bayerischen Naturschutzfonds beantragt und genehmigt. Der Diplom Forstwirt (FH) Stefan Poost aus Freyung, Familienvater dreier Kinder und bisher bereits ehrenamtlich im Naturschutz tätig, wird sich künftig verstärkt um die Ilz kümmern. Sein Aufgabenbereich ist die Mitwirkung bei der Qualitätssicherung im Gebiet. Die Öffentlichkeitsarbeit und die Information breiter Bevölkerungskreise wird seine Aufgabe in den nächsten Jahren werden. Führungsangebote und Gruppenbetreuungen werden das Touristische Angebot bereichern. Neben den Finanzmitteln aus dem europäischen Sozialfonds (ESF), bereitgestellt über den Bayerischen Naturschutzfonds, werden die verbleibenden 20 %Eigenanteile vom Landkreis Freyung-Grafenau und vom Landkreis Passau sowie der Stadt Passau übernommen. Für die Ilz, die Flusslandschaft der Jahre 2002 und 2003 bedeutet dies eine enorme Aufwertung. Beim Naturpark Bayerischer Wald e.V. gibt es bereits zwei Gebietsbetreuer, nämlich am Großen Arber, dies war im Jahr 1995 die erste Stelle an einen Naturpark in Bayern. Die zweite Personalstelle wurde für den Quarzpfahl im Jahr 2000 geschaffen. Von das aus erfolgt die Betreuung des Pfahl im Landkreis Regen und in Freyung – Grafenau, z.B. in der Buchberger Leite. Synergieeffekte entstehen dadurch erfahrungsgemäß zwischen qualifiziertem Naturschutz und der Bereicherung des Angebots für die Urlaubsregion Bayerischer Wald. Am Großen Arber und am Quarzpfahl werden jährlich einige hundert interessierte Personen bei Führungen und Exkursionen betreut, Im Rahmen von Schulklassen-Projekttagen wurden bereits einige tausend Kinder betreut. Eine ähnlich Infostelle wie für den Pfahl in Viechtach ist für das Ilz - Einzugsgebiet in Fürsteneck angedacht. Die Pfahlinfostelle in Viechtach wird beispielsweise alljährlich von etwa 8.000 Besuchern aufgesucht. Dort gibt es auch Wechselausstellungen. Weitere Informationen über den Großen Arber findet man im Grenzbahnhof in Eisenstein, dieser wird jährlich von etwa 50.000 frequentiert. Besucherlenkung und Information an der Ilz und damit ein wichtiger Schritt zu einem qualitativen Tourismus kann damit zukünftig sehr viel intensiver und in Abstimmung mit den verschiedenen Beteiligten, Grundeigentümern, Jagd- und Fischereiverbänden, Tourismusbeauftragten und Naturschützern sowie dem Wasserwirtschaftsamt Passau und den Landkreisen sowie der Stadt Passau effektiv durchgeführt werden. Der Ilzbetreuer Stefan Poost kann auf entsprechende Erfahrung bei seinen Kollegen an Arber und Pfahl unter dem Dach des Naturparks Bayerischer Wald e.V. bauen. Hier wurden bereits Faltblätter, Plakate und Führungsprogramme erstellt sowie Sonderausstellungen geschaffen und Vorlagen für Projekttage erarbeitet. Der Kontakt mit den dort tätigen Natur- und Landschaftsführern eröffnet ein breiteres Spektrum an Multiplikatoren. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit in der Naturpark – Geschäftsstelle in Zwiesel im März, wird Stefan Poost im Ilz - Einzugsgebiet anzutreffen sein.

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