Im Naturpark - Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein referierte Ing. Michael Valenta von der Nationalpark- und Landschaftsschutzgebietsverwaltung Šumava zum Thema „Ökologie von Wäldern“. In Rahmen eines zweisprachigen Diavortrages stellte der Forstmann und langjährige Mitarbeiter des Nationalparkverwaltung Šumava, typische Waldlandschaften des Böhmerwaldes vor. Sowohl Sommer- als auch Wintereindrücke hatte er in seinen Vortrag gepackt. Valenta, der sich schon als Kind viel im Wald aufgehalten hatte, konnte einen breiten Bilderbogen von plenterartigen Wäldern über gemischte Bestände bis hin zu den kälteliebenden Hochlagen - Fichtenwäldern spannen. Vielfach beziehen sich die Vorstellung des Menschen zum Wald nur auf wüchsige, viel Holzmasse erzeugende Waldbestände. Wälder sind aber weit mehr so Valenta. Sie bieten vielfältigste Formen, drücken Stimmungen und Gefühle aus und haben vielfältigste Lebensraum - Funktionen. Valentas Ausführungen reichten von den borealen Nadelwäldern angefangen bis hin zu Waldbeständen in Italien, den Pyrenäen auf Korsika oder hin zu alpinen Lagen an der Baumgrenze. Breiten Raum nahmen auch die Verjüngungs - Möglichkeiten von Wäldern auf Totholz oder auf Sonderstandorten ein. Mit eindrucksvollen Bildern aus dem Kubany - Urwald, den Böhmischen „Vorzeige - Juwel“ untermauerte Michael Valenta seine Thesen vom „Werden und Vegehen“. Gerade in Naturwäldern kann man lernen, dass vielfach Verjüngungs - Abläufe in natürlichen Wäldern über liegendes Totholz laufen. Über vierhundert stelzwurzelnde Fichten hat man im Kernbereich des Kubany - Urwaldes gezählt. Dies sind alles Zeugen dafür, dass das neue Leben auf dem vermodernden alten Untergrund entstanden sein muss.

Zurück