Zusammen mit der Arbeitsgruppe Energie und Verkehr des Landkreises Regen, der im Rahmen der Lokalen Agenda 21 agiert, findet am Freitag den 22.11.2002 um 14:00 Uhr im Naturpark-Informationshaus in Zwiesel ein Symposium zur Gras- und Grüngutverwertung statt. Weite Teile des Bayerischen Waldes werden überwiegend als Grünlandwirtschaft mit Rinderhaltung genutzt. Viele Flächen werden nicht mehr benötigt, weil entweder die Landwirtschaft im Zuge des Strukturwandels in der EU aufgegeben wird oder ohnehin eine Überproduktion von Nahrungsmitteln vorhanden ist. Das Wegen der Offenhaltung der Landschaft und der Unterstützung des Arten- und Biotopschutzes notwendige Pflegen ausgewählter Flächen liefert häufig Schnittgut, dessen Verwertung problematisch ist. Auch kommunales Schnittgut fällt häufig an und muss energie- und kostenaufwendig wegtransportiert werden. Im Rahmen des Symposiums soll eine flächendeckende Grünlandbewirtschaftung ohne Rinderhaltung zur Pflege der Kulturlandschaft aufgezeigt werden. In einzelnen Naturparkteilen liegt das Bewaldungsprozent sehr hoch, Beispielsweise im Landkreis Regen bei etwa 64 Prozent. Eine Ausweitung der Waldfläche, häufig zu Lasten artenreicher Bergwiesen und abwechslungsreicher Landschaftsteile, soll dabei nicht erfolgen. Im Rahmen des Symposiums werden drei verschiedene Verwertungsstrategien vorgestellt. Dipl. Ing. Stefan Grass aus der Schweiz wird das 2B AG Grasraffinerieverfahren vorstellen. Eine derartige Anlage läuft bereits am Bodensee. Neben der Energie können dort auch Fasern verwertet werden. Daneben wird Dr. Hubertus Winkler aus Straubing ein allothermes Biomasse - Vergasungsverfahren erläutern. Die dritte Variante stellt Ludwig Schiedermeier mit seinem Biogas-Trockentermenter-Verfahren vor. Im Anschluss an die drei Referate wird Dr. Paul Kestel eine Diskussion moderieren. Zum Symposium sind eine Reihe von Verantwortungs- und Entscheidungsträgern aus der Region geladen. Es besteht aber auch eine Teilnahmemöglichkeit für weitere interessierte Personen. Da die Sitzplätze begrenzt sind und bereits eine große Anmeldungszahl vorliegt ist eine Teilname nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung beim Naturpark 09922 / 80 24 80 möglich.

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