Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2002 findet im neuen Naturparkhaus an der B11 Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3) am Montag 14.10.2002 um 19:30 Uhr ein Diavortrag über Sonnenhäuser im Bayerischen Wald statt. Der Architekt und Planer des Naturparkhauses Georg Dasch aus Straubing wird zahlreiche Beispiele aus der Praxis vorstellen. Es gibt natürlich jede Menge Informationen zum neuen Nullenergiehaus des Naturpark Bayerischer Wald e.V., das im Sommer 2002 mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet wurde. Das Naturpark – Informationshaus wird über einen Großpufferspeicher und eine 110 m² große Sonnenkollektoranlage auf der Südfassade des Gebäudes ganzjährig solar beheizt. Der Einzug in das Gebäude liegt gut ein Jahr zurück und es lassen sich schon gut erste Erfahrungswerte ablesen, obwohl das Messprogramm noch bis Ende 2003 läuft. Dass das Energiekonzept des Naturpark – Informationshauses auch auf private Wohnhäuser übertragbar ist, war vor dem Bau des Naturparkhauses schon klar, ist aber durch „Nachahmer“ erneut bewiesen worden. Selbst wenn man sich die „Latte“ nicht so hoch hängt und nicht bis zum Nullenergiehaus gehen will, kann man in Sachen Ressourcenschonung und Klimaschutz bei Neubauten und Renovierungen einen entscheidenden Beitrag leisten. In einer sonnenreichen Region, wie dem Bayerischen Wald, lassen sich Ein- und Zweifamilienhäuser gut mit Sonne und Holz heizen. Beim Einsatz von Sonnenkollektoren darf man heutzutage nicht mehr nur bei der Brauchwassererwärmung stehen bleiben. Das Beheizen von Gebäuden mit Sonnenenergie ist bei entsprechender Bauweise größtenteils möglich, der dann relativ geringe Restenergieaufwand lässt sich problemlos mit Brennholz erledigen. Es werden auch Wirtschaftlichkeitsberechnungen präsentiert. Darüber hinaus soll mit den alten „Märchen und Gerüchten aufgeräumt“ werden, dass sich das alles nicht rechnet und mehr Energie für die Herstellung erforderlich ist als erzeugt werden kann. Auch bei der Sanierung von bestehenden Gebäuden kann man mit etwas gutem Willen einiges erreichen. Auf Wunsch ist im Anschluss an den Vortrag auch noch die Besichtigung des Gebäudes möglich.

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