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  • Naturpark Bayerischer Wald e.V. erkundete Geologie am Geiersberg Dr. Andreas Veit informiert über den „Deggendorfer Stadtberg“


Zu einem Informationsnachmittag „Geologie am Geiersberg“ hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. nach Deggendorf eingeladen. Der Referent, Dr. Andreas Veith, ist ausgebildeter Geologe und erläuterte Entstehung und Wesen des hinter der Maria-Hilf-Kirche gelegenen, auf den ersten Blick recht unscheinbar wirkenden, Berges von Deggendorf. Die Ausführungen reichten dabei weit in die Erdgeschichte zurück. Vor etwa 600 Millionen Jahren, so Dr. Andreas Veith, lag der Bayerische Wald noch vor Westafrika. Die Kontinente haben sich dann im Lauf der Jahrmillionen verschoben. Von Afrika weggelöst, kollidierte der europäische Bereich mit dem skandinavischen Schild vor etwa 400 – 350 Millionen Jahren. Feststellen kann man das über Rekonstruktionen aus dem Abtragungsschutt der Gebirge. Der Bayerische Wald war damals etwa 3000 bis 4000 m hoch. Gebirge entstehen oft durch Kollisionen von Kontinenten. Die Alpen beispielsweise durch das Zusammenrücken von Afrika und Europa. Auch das Himalaja-Gebirge wächst durch das Aufeinandertreffen von Indien und Eurasien. Kontinente bleiben im Vergleich zu den Tiefseebereichen immer oben. Hier am Geiersberg, der zum Donaurandbruch gehört, schiebt sich das Alpenvorland mit dem Gäubodenbereich unter das angehobene Gebirge des Bayerischen Waldes.

Kleinere Erdbeben, die die Menschen nicht wahrnehmen, gibt es ständig. Ein größeres hat in den 70er Jahren bei uns zu einem Gläserklirren in den Schränken geführt. Ein sehr prominenter Erdbebengürtel liegt bei San Francisco, wo sich die Pazifische Platte heranschiebt. Im Jahr 1903 wurde dort fast die halbe Stadt zerstört. Dr. Andreas Veith lieferte dann eine Reihe interessanter Informationen zur Unterscheidung der Gesteine Granit und Gneis und zu deren vielfältigen Ausprägungen.

Derzeit werden gerade unter Mitarbeit von Dr. Veith geologische Kartenblätter des Bayerischen Waldes neu kartiert. Die bisher vorliegende geologische Karte von Bayern im Maßstab 1 : 500.000 wird man in Teilen neu schreiben müssen. Daher dürfen geologisch Interessierte mit Spannung die nächsten Jahre bis zum Vorliegen der Ergebnisse erwarten. Nach sehr reger und ausführlicher Diskussion mit den Teilnehmern endete die Veranstaltung am Geiersberg und Bildungsreferent Hartwig Löfflmann dankte den Teilnehmern für ihr Interesse.

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