• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • Europäische Fledermausnacht im Infozentrum Grenzbahnhof Diplom Biologin Susanne Morgenroth referierte beim Naturpark Bayerischer Wald e.V.


Naturpark Bayerischer Wald e.V. und die LBV-Kreisgruppe Regen hatten zu einer Veranstaltung anlässlich der europäischen Fledermausnacht ins Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein eingeladen. Etwa 30 interessierte Teilnehmer, darunter zahlreiche Kinder waren zur Veranstaltung gekommen. Diese zehnte europäische Fledermausnacht wurde europaweit begangen, um über Fledermäuse zu informieren und auf Gefährdungen und Schutzmaßnahmen hinzuweisen. Die Diplom Biologin Susanne Morgenroth ist seit etwa 15 Jahren für den Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Sachen Fledermäuse tätig. 19 verschiedene Fledermausarten gibt es im Bayerischen Wald. Im Rahmen eines bebilderten Vortrages stellte Susanne Morgenroth die wichtigsten Arten und ihre Lebensweise vor. Ganz besonders bedeutsam ist der nahegelegene Silberberg bei Bodenmais für Mopsfledermäuse. Das Stollensystem des ehemaligen Erzbergwerkes beherbergt europaweit das größte Mopsfledermausvorkommen. Mopsfledermäuse sind sehr selten und in Nordbayern und Norddeutschland bereits ausgestorben.
Der Einsatz jeglicher Gifte in Gärten, in der Landwirtschaft aber auch das Nachstellen durch Katzen stellen für Fledermäuse eine große Gefahr dar. Fledermäuse brauchen strukturreiche Lebensräume an Waldrändern und an Gewässern. Sie fangen nächtlich fliegende Insekten und Falter und vertilgen große Mengen dieser Insekten im Flug. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hat ein ehrenamtliches Betreuersystem aufgebaut. Fledermäuse verstecken sich tagsüber oft in Holzverkleidungen, hinter Fensterläden, Rollläden oder in Holzstößen. Hinweise zu Fledermausvorkommen nimmt der Naturpark Bayerischer Wald unter der Telefonnummer 09922 / 80 24 80 gerne entgegen.
Im Anschluss an den bebilderten Vortrag wurde ein neuer Film über Fledermäuse und Fledermausschutz in Bayern gezeigt. Danach begab man sich auf eine kleine Exkursion durch Bayerisch Eisenstein. Der Weg führte zur Kirche, an einer Obstwiese vorbei und zurück über die Wasserfläche am Wanderpark zum Grenzbahnhof. Trotz der kühlen Witterung konnte man mit einem Fledermausdetektor eine ganze Reihe von Zwergfledermäusen hören und ihre Balzaktivitäten verfolgen.

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