• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • Der Große Arbersee erwacht aus dem Winterschlaf Isabelle Auer zeigte die kleinen und großen Besonderheiten des Naturschutzgebiets


Am vergangenen Sonntag führte die Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer eine naturkundliche Exkursion rund um den Großen Arbersee. Ziel war es, die etwa 40 Teilnehmer für die Schönheit des bereits 1939 unter Schutz gestellten 157 ha großen Naturschutzgebiets „Großer Arbersee mit Seewand“ zu sensiblisieren. Dabei zeigte sie nicht nur, dass eine scheinbar einheitliche Moosfläche aus mehreren Moosarten besteht, sondern sie wies die Gruppe auch auf die z.T. bizzaren Wurzelformen im unteren Teil der Seewand, einem der letzten Urwaldgebiete Bayerns, hin. Deutlich wurde auch, dass ein weiteres Kennzeichen der zu den schönsten Naturschutzgebieten Mitteleuropas zählenden Seewand ihr Wasserreichtum ist: Nicht nur zur Schneeschmelze, sondern selbst im Hochsommer ist der Wandersteig daher immer glitschig, häufig auftretender Nebel führt manchmal dazu, dass Wanderer sich in der bis zu 416 m hohen Wand verirren. Die Teilnehmer erfuhren aber auch viel Wissenswertes um die Entstehungsgeschichte des Arbersees, der in der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren seinen Ursprung fand. Eine weitere Besonderheit des Großen und Kleinen Arbersees sind die „schwimmenden Inseln“, die Ende des 19. Jahrhunderts durch Menschenhand entstanden. Infolge der Anstauung des Seewassers zur besseren Nutzung für die Holztrift, lösten sich Moorfilze vom Randbereich des Sees und blieben bis heute als „schwimmende Inseln“ erhalten. Die nächste Arberexkursion des Naturparks Bayerischer Wald findet bereits am kommenden Sonntag, den 04.05.08 statt. Im Rahmen der Aktion Bayern Tour Natur wird Isabelle Auer auf einer dreistündige Wanderung das Naturschutzgebiet Rissloch vorstellen.

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