• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • Geologie-Vortrag beim Naturpark im Grenzbahnhof Dr. Veit: „Es begann in Afrika – Spuren der Urgeschichte im Bayer. Wald“


Zu einem Geologievortrag im Grenzbahnhof Eisenstein konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. den Geologen Dr. Andreas Veit und ca. 25 interessierte Zuhörer begrüßen. unter dem Titel „Es begann in Afrika – Spuren der Urgeschichte im Bayerischen Wald“ erläuterte der Geologe Dr. Andreas Veit die Geologie des Bayerischen Waldes. In seinem anschaulichen Vortrag, der reich mit Bildern und Karten versehen war, erläuterte er die Lage der Urkontinente der Erde und die Prozesse von Gesteinsbildungen. Der Abtragungsschutt, der riesigen Gebirge Afrikas, wurde von den damaligen Flüssen in das Meer verfrachtet. Mit der Verschiebung der Kontinente drifteten Bereiche davon nach Norden. Danach wurde am heutigen Skandinavien angedockt. Dadurch entstand das „variskische Gebirge. Dieser Gebirgszug reichte etwa vom heutigen Spanien bis zu uns. Das andocken dieses afrikanischen Gesteinsmaterials liegt etwa eine Milliarde Jahre zurück. Die Abtragung dieses hohen Gebirges, das man sich etwa wie das heutige Himalaja-Gebirge vorstellen muss, ging dann „relativ schnell“, so Dr. Veit. Der Abtrag dauerte „nur“ etwa 100 Millionen Jahre, was erdgeschichtlich kein langer Zeitraum ist. Dr. Veit erläuterte auch, wie man mit Hilfe von Zirkonen und auch von Gold das Alter von Gesteinen ermitteln und in die Urzeit blicken kann. Eine Reihe von Bildern zu den einzelnen Gesteinstypen rundeten seine Vorstellungen ab. Über den Vergleich von Gesteinen und deren Alter lassen sich Rückschlüsse auf die Herkunft ziehen. Unser variskisches Gebirge entstand vor 320 bis 280 Millionen Jahren. Wir sind sozusagen Abtragungsschutt aus Afrika. Dr. Veit ging auch auf Zusammenhänge in Sachen Gold ein. Der Erdkern enthält sehr viel Gold. Mit Vulkangestein gelangt es in höhere Bereiche und wird von Flüssen wieder abgetragen. Das Gold des Bayerischen und des Böhmerwaldes stammt letztendlich aus Lateritböden, das sind die bekannten roten Böden wie man sie aus Afrika kennt. Nach einer Reihe von Fragen bedankte sich Hartwig Löfflmann beim Referenten und den Zuhörern und schloss die Veranstaltung.

Zurück