Im Gebiet des Naturparks Bayerischer Wald kommen allein 18 von 22 bayerischen Fledermausarten vor, damit ist der Bayerische Wald ein besonders wichtiges Rückzugsgebiet für die bedrohten und sehr nützlichen Insektenfresser. Zur Zeit bekommen die Weibchen in Gruppen, so genannten Wochenstuben, ihr einziges Junges. In dieser Zeit sind die Tiere besonders empfindlich und sollten nicht gestört werden. Aber auch die „Schafskälte“ wie sie zur Zeit herrscht, kann zu vielen Todesfällen bei den kälteempfindlichen Jungtieren führen. Typisch für den Bayerischen Wald sind bayernweit sehr seltene Arten, wie zum Beispiel die Nordfledermaus, oder die Zweifarbfledermaus. Die Zweifarbfledermaus wandert sogar tausende Kilometer aus den fernen sibirischen Wäldern zu uns und findet zielsicher ihr Quartier. Wie diese kleinen Flatterer eine solche Navigationsleistung schaffen, weiß bisher noch niemand. Nirgendwo sonst sind jedenfalls so viele Kolonien dieser beiden seltenen Arten zu finden wie hier. Auch andere, eher ortstreue Fledermausarten tummeln sich in den ostbayerischen Wäldern und Orten. Ihre Vorkommen sind von internationaler, europaweiter Bedeutung. Der Naturpark hat eine Internetseite geschaltet, auf der sich jeder Interessierte umfangreich über das Fledermausschutzprojekt des Naturparks und über Fledermäuse informieren kann: www.fledermaus-bayern.de. Der Naturpark bittet wie jedes Jahr die Bevölkerung um Hilfe, wer ein Fledermausquartier kennt, der möge bitte den Naturpark Bayerischer Wald Telefon 09922-80 24 80 oder seine zuständige Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt informieren.

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