Nachdem der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein durch die Deutsche Bahn AG vor genau einem Jahr an den Naturpark Bayerischer Wald e.V. verkauft worden war, starteten die Überlegungen dieses historische Bauwerk mit neuem Leben zu füllen.

Als erster Schritt wurde im Rahmen eines Langzeitarbeitslosenprojektes zusammen mit Volkshochschule Regen, Agentur für Arbeit und Arge sowie dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit Entrümpelungs- und Entkernungsmaßnahmen begonnen. Diese über den Europäischen Sozialfonds geförderten Arbeiten werden bis Ende November 2007 abgeschlossen werden.

Der zweite Schritt der Vorgehensweiße umfasst eine Kostenschätzung für die spätere Sanierung. Diese Kostenschätzung wird vom Dispositionsfonds der EUREGIO Bayerischer Wald, Böhmerwald, Mühlviertel in Freyung unterstützt. Der Dispositionsfonds kann kleinere Finanzmittelvolumina schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellen. Gefördert wird hier im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A. Die Kostenschätzung, die bis etwa Ende Oktober 2007 abgeschlossen wird, dient dann als Grundlage für die Fördermittelbeschaffung. Mit Spannung wartet man beim Naturpark auf den Start der neuen Förderperiode.

Wenn alles planmäßig verläuft, möchte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. dann das Winterhalbjahr zur Fördermittelbeschaffung bei unterschiedlichen Förderprogrammen und Geldgebern nutzen. Beim Naturpark ist man zuversichtlich, dass man für dieses historische Gebäude aus der Zeit der Habsburgermonarchie und des Königsreichs Bayern Sympathisanten finden wird. Der höchstgelegene Grenzbahnhof der Bundesrepublik ist mit nichts vergleichbar und stellt eine Einmaligkeit im Bayerischen Wald und in der Bundesrepublik Deutschland dar. Die gilt es zu erhalten und mit Leben zu füllen. Je nachdem wie schnell sich dann eine Finanzierungsstrategie zusammenbauen lässt, kann dann mit der Bau- und Renovierungsphase begonnen werden. Man hofft hier in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2008 tätig werden zu können. Mit Spannung wird jetzt zunächst einmal der Abschluss der Kostenschätzungen im Rahmen des Dispositionsfonds-Projektes der EUREGIO erwartet.

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