Der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Karl Heinz Lambertz war mit einer Begleitgruppe im Grenzbahnhof Eisenstein zu Gast. Begleitet wurden die Gäste von Landratsstellvertreter Heinrich Schmidt sowie dem Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein Thomas Müller. Der grenzüberschreitend erbaute Bahnhof in Eisenstein mit dem historischen Grenzstein, war für den Ministerpräsidenten der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien ein besonderes Schmankerl. Er ist berufsbedingt mit der Minderheitenverwaltung in Belgien bestens betraut. Etwa Siebzigtausend Deutsche leben in dem Bereich westlich der Eifel. Lambertz selbst hat seinen Dienstsitz in Eupen, mit einem kurzen Weg von nur 130 km nach Brüssel.
Als Mitglied des Ausschusses der Regionen im Europarat interessieren ihn besonders „spannende Situationen“ an Grenzen, wie er es schilderte. Das können alte Grenzen sein, die mit dem EU-Beitritt gefallen sind, aber auch das Entstehen neuer Grenzsituationen, beispielsweise zwischen befreundeten Ländern wie Polen und der Ukraine mit den dann dort verschärften Außenkontrollen am Rande des Schengengebietes.

Der erste Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt sowie Geschäftsführer Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. informierten ihn über das Bayerisch-Böhmische Informationszentrum für Natur- und Nationalparke im Grenzbahnhof Eisenstein. Auch hier gab es eine Menge Besonderheiten von der Grenze und zum bevorstehenden Projekt im Grenzbahnhof Eisenstein zu berichten. Bürgermeister Müller erläuterte auch die Sondersituation der Gemeinde Eisenstein mit Bevölkerungsschwund und Überalterung der Bevölkerung im Touristenort Bayerisch Eisenstein. Speziell wurde auch auf die Bedeutung der Waldbahn und die Wichtigkeit des ÖPNV in der Region eingegangen. Ministerpräsident Lambertz war auf Einladung der Euregio Bayerischer Wald Böhmerwald gekommen. Deren erster Vorsitzender Alexander Muthmann und Euregiogeschäftsführer Kaspar Sammer begleiteten die Gruppe anschließend noch nach Schwellhäusl.

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