Muss die Nacht geschützt werden?

Die Erde von oben – ein leuchtender Planet © NASA Earth Observatory


Es werde Licht. Und es wurde Licht!

Ungebremst nimmt weltweit die Lichtverschmutzung jährlich um rund 6 % zu. Lichtsmog ist zu einem globalen Phänomen geworden. Neben dem Osten der USA, Japan und den boomenden Städten Asiens sind die Großstädte Mitteleuropas die Zentren der weltweiten Lichtverschmutzung. Hier ist die Aufhellung des Himmels durch künstliche Beleuchtung so stark, dass nur mehr wenige Sterne zu sehen sind. Auch in Deutschland muss man, um einen beeindruckenden Anblick beispielsweise der Milchstraße zu erleben, bereits oft weit von den Städten weg fahren.

Aber nicht nur aus astronomischen Gründen, sondern auch aufgrund der weitreichenden ökologischen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, sowie den menschlichen Organismus und als Wert an sich, sollte uns der Erhalt des dunklen Nachthimmels sehr wichtig sein.

Satellitenaufnahme von Europa © NASA Earth Observatory
Deutschland bei Nacht von oben © NASA Earth Observatory

„Lichtschutzgebiete“

Der Sternenhimmel über dem Großen Arber beeinträchtigt durch Lichtverschmutzung am Horizont © Tourismusverband Ostbayern e.V., Andreas Meyer

Mittlerweile bestehen sowohl internationale Initiativen, wie die International Dark Sky Association (IDA), als auch europäische und nationale Initiativen zum Schutz der Nacht. Einzelne Länder, wie Frankreich und Slowenien, versuchen bereits durch Gesetze der Lichtverschmutzung entgegen zu wirken.

In Deutschland erfährt die Problematik zusehends an Bedeutung. Folgende Regionen haben sich in der Bundesrepublik bereits von der IDA als „Lichtschutzgebiet“ zertifizieren lassen:

  • Sternenpark Nationalpark Eifel
  • Sternenpark Naturpark Westhavelland
  • Sternenpark Biosphärenreservat Rhön
  • Sternenpark Winklmoosalm

In weiteren Gebieten befinden sich Sternenparks in Vorbereitung.

 

Bewahren Sie mit uns den Sternenhimmel

Der Anblick der Milchstraße sollte uns Ansporn sein, die dunkle Nacht zu schützen © Patrick Leitner

Mit einer intelligenten Außenbeleuchtung können auch Sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung des dunklen Nachthimmels in Ihrem Siedlungsumfeld und Naturraum leisten.

  • Lenken Sie das Licht Ihrer Außenbeleuchtung zu Boden
  • Wählen Sie abgeschirmte Leuchten
  • Verwenden Sie warmweißes Licht mit geringen UV- und Blaulichtanteilen
  • Rüsten Sie Ihre Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren aus
  • Informieren Sie Ihre Nächsten und begeistern Sie sie für das Thema