2015


Gr. Arber. Nicht nur die lang andauernde Hitze- und Trockenperiode des diesjährigen Sommers, sondern auch die schon merklich kürzer werdenden Tage zeichnen am Arber die ersten Herbstfarben. Die meisten Blumen sind zwar verblüht, dennoch bietet jetzt der Arbergipfel einen besonders schönen Anblick. Zwischen dem hell-braunen Magerrasen, den sich dunkel-rot verfärbenden Heidelbeerblättern, lassen sich jedoch immer noch viele Naturschätze entdecken. Besonders spannend sind zudem die Einblicke in die Naturschutzarbeit am höchsten und meistbesuchten Berg des Bayerischen Waldes. Daher lädt der Naturpark Bayer. Wald am Freitag, 4. September, um 11 Uhr zu einer etwa eineinhalbstündigen Führung auf dem Arbergipfelplateau unter der Leitung von Arbergebietsbetreuer Johannes Matt ein. Treffpunkt ist an der Arberkapelle. löf 


Naturparkwanderung mit Arbergebietsbetreuer Johannes Matt

Drachselsried. Viele Sagen ranken sich um die Ansiedelung Frath bei Drachselsried. Den geheimnisvollen Geschichten haben 22 Kinder und Erwachsene gelauscht. Sie haben an einer familiengerechten Wanderung teilgenommen, zu der die Tourist-Information Drachselsried gemeinsam mit dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. eingeladen hatten.

Die Frathbäuerin Anna Geiger erzählte sehr anschaulich die lange Tradition des Gutsgasthofs Frath. Nachdem der Graf von Nußberg bei einer Jagd von einem Bären angegriffen wurde und in höchster Not von dem Stierhüter namens Frao gerettet wurde, wurde dem Stierhüter erlaubt sich dort als Freibauer niederzulassen. Bereits um 1300 nach Christus wird die Frath erstmals erwähnt und seit 1642 von der Familie Geiger durchgehend bis heute bewirtschaftet. Auch die alten Linden rund um den Gutsgasthof, für dessen Schutz sich die Familie stets einsetzt, zeugen von der langen Historie.

Bei der idyllisch gelegenen St. Wolfgangskapelle erfuhren die Teilnehmer von der Wanderführerin Gerlinde Wurm mehr über das Leben und Wirken des heiligen Wolfgang, der als Bischof von Regensburg sowohl Helfer und Heiler als auch mutiger Reformgeist war und heute Schutzheiliger der Berg- und Zimmerleute, Köhler, Holzfäller, Bauern und Hirten und ihres Stall- und Weideviehs ist.

Auf die Naturschätze entlang des Weges, wie beispielsweise Johanniskraut, Birkenrinde und Waldkauz machte der Arbergebietsbetreuer Johannes Matt die Wanderer aufmerksam. Am Ende der Wanderung durften alle Teilnehmer mit Naturmaterialien ihr eigenes Waldbild gestalten und als Naturschatz mit nach Hause nehmen.vbb 


Am Mittwoch, dem 26. August findet im Gebiet des Mühlriegels eine geführte Wanderung mit dem Arbergebietsbetreuer Johannes Matt statt. Das Thema der Wanderung ist das in diesem Gebiet beheimatete Auerhuhn. Für den bedrohten Auerhahn, den größten Waldvogel Mitteleuropas, ist dort ein Schutzgebiet vom Großen Arber bis zum Mühlriegel eingerichtet worden. Gemeinsam erfährt man viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt rund um den Mühlriegel und besonders über die Lebensweise und Biologie des Auerhuhns. Die naturkundliche Führung ist auch für Familien mit Kindern geeignet.

Anmeldung in der Tourist-Information Arnbruck bis zum Vortag 16.00 Uhr erforderlich. Treffpunkt ist am Gemeindezentrum in Arnbruck um 9.45 Uhr; gemeinsam fährt man mit dem Wanderbus zum Eck (kostenfrei mit ZellertalCard/GUTi! Rückweg zu Fuß nach Arnbruck); Abmarsch: 10.25 Uhr; bitte an Rucksackverpflegung und an festes Schuhwerk denken! Dauer ca. 4 Stunden (inkl. Pausen); am Ende der Tour besteht eine Möglichkeit zur Einkehr im Berggasthof Eck; die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos!


Gemeinsam mit anderen Kindern auf den Arber zu steigen und dabei spielerisch noch einiges über den „König des Bayerischen Waldes“ und die Naturschutzarbeit auf dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes zu erfahren, ist nicht nur spannend, sondern macht einfach Spaß. Zudem ist die Wanderung für Kinder ein wirklicher „Höhepunkt“ in den Sommerferien. Daher lädt der Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. alle naturbegeisterten Familien am Freitag, den 21. August zu einer etwa 3-stündigen Naturerlebniswanderung (reine Gehzeit etwa 1,5 Stunden) vom Brennes bis zum Arbergipfel ein. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Brennesparkplatz.

Bitte denken Sie an eine kleine Brotzeit, ausreichend Getränke, sowie an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung als Erlebnistag in den NaturparkWelten im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein statt. Für diese Familienwanderung wird um eine Anmeldung bis Donnerstag, 20. August 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922 – 802480 gebeten.


„Sagen und Naturschätze rund um Frath“ ist das Thema einer familiengerechten Wanderung am kommenden Mittwoch, 19. August, angeboten von der Tourist Information Drachselsried in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Bayerischer Wald e.V.. Arbergebietsbetreuer Johannes Matt und Wanderführerin Gerlinde Wurm wandern mit den Teilnehmern dabei vom Gutsgasthof Frath aus zur idyllisch gelegenen St. Wolfgangs-kapelle.

Ein Zellertaler Naturdenkmal sind die „Linden in Frath“, die mit einem mächtigen Stammumfang und einer Höhe von 18 m seit über 100 Jahren die Zufahrt zur Hofanlage prägen. Ganz in der Nähe steht auch ein rund 800 Jahre alter, durch ein Feuer völlig ausgehöhlter "Lindenveteran". Einen schönen Ausblick auf die Gipfel des gegenüberliegenden Arbermassiv kann man von der Frather Marienkapelle aus genießen. Unterwegs erfahren die Teilnehmer auch allerlei Geschichten die sich einst rund um den Berg Frath zugetragen haben sollen…

Treffpunkt zur Wanderung ist um 10.15 Uhr am Parkplatz des Gutsgasthof Frath. Wer möchte kann sich bereits um 10.00 Uhr an der Tourist Information Drachselsried treffen um gemeinsam nach Frath zu fahren. Die Wanderung ist auch für Familien mit Kindern gut geeignet, die Gehzeit beträgt ca. 3 Stunden inkl. Pausen.

Die Wanderer sollten an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung denken und ausreichend Getränke mitnehmen. Am Ende der Tour wird im Gutsgasthof eingekehrt.
Die Teilnahme an der Wanderung ist für Feriengäste und Einheimische kostenlos. Voranmeldung in der Tourist Info Drachselsried, Tel. 09945 / 905033 bis zum Vortag erforderlich.


Am Mittwoch, dem 12. August findet in Arnbruck ein Naturerlebnis-Spaziergang mit dem Arbergebietsbetreuer Johannes Matt statt. Das Motto der Veranstaltung ist „Der Natur auf der Spur“. Der Spaziergang ist hauptsächlich für Familien mit Kindern geeignet, da es sich um einen kleinen Rundgang handelt und der Fokus darauf liegt, dass den Kindern der Lebensraum Wald spielerisch näher gebracht wird.

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr beim Café Waldhaus (Eckerstr. 48, Arnbruck); Dauer ca. 2,5 Std. zzgl. Einkehr; am Ende des Spaziergangs besteht eine Möglichkeit zur Einkehr im Café Schrötter; Teilnahme an der Wanderung kostenlos! Anmeldung in der Tourist-Information Arnbruck (09945/9410-16) oder Drachselsried (09945/905033) bis zum Vortag 16.00 Uhr erforderlich.


Die gemeinsame Exkursion für 2015 vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und vom Naturkundlichen Kreis e.V. Bayerischer Wald führte dieses Jahr zum Wackelstein. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Naturparkgeschäftsführer Hartwig Löfflmann wanderte die 45-köpfige Gruppe zum Wackelstein. Dort erläuterte Fritz Pfaffl, der Vorsitzende des Naturkundlichen Kreises Bayerischer Wald die Entstehungsgeschichte und Besonderheiten.

Die Granite im Bayerischen Wald entstanden vor 220-300 Millionen Jahren. Sie sind jünger als die Gneise. Heißes, flüssiges Gestein erkaltete und bekam Schrumpfungsrisse, das war die Entstehungsgeschichte der Granite. In den Jahrmillionen danach setzte die Verwitterung ein. Dabei bildeten sich Matratzen, sogenannte Wollsäcke. Mit fortschreitender Verwitterung blieben die Reste dieser wollsackähnlichen Gebilde übrig. Auch auf den Dreisessel oder dem Lusen ist das ähnlich. Dieser Prozess dauert bis zu Braunkohle Zeit vor etwa 60 Millionen Jahren. Granite bestehen aus Feldspat, Quarz und Glimmer.

Der Wackelstein ist etwa 50 Tonnen schwer und liegt mit seinem Schwerpunkt so auf einem Felsen, dass ihn zwei bis drei Leute ganz leicht bewegen und damit wackeln können. Auch dieser Wackelstein unterliegt weiter der Verwitterung. Der Frost sprengt über die Jahrhunderte und Jahrtausende feine Schichten außen ab. Damit ist die Entwicklung vorgezeichnet, der Stein wird immer kleiner.

Der pensionierte Revierleiter des Staatswaldrevieres, Norbert Schrüfer, konnte interessante Informationen zur in den Wackelstein eingemeißelten Schrift liefern. Ein gut betuchter Konsul aus Amerika, namens Semmler kam ab 1928 jährlich zur Jagd. Er hatte die Gemeindejagd gepachtet eine Hütte errichtet und schickte alljährlich sein Auto per Schiff nach Deutschland, kam mit einem Gefolge hinterher um zu jagen, einige Wochen hier zu verbringen und dann wieder abzureisen. Er bedachte gemeinnützige Projekte mit reichhaltigen Spenden. Es war dies der Bau einer Kapelle oder die Freiwillige Feuerwehr.

Die Exkursionsgruppe diskutierte anschließend auch noch über die Idee, im Salzburger Granit ein Endlager für atomare Abfälle zu errichten. Sicherlich hat Granit immer eine höhere natürliche radioaktive Strahlung als andere Gesteine, damit könnte man geringe Strahlungsmehrung gut „verstecken“. In den schwarzen Glimmern sind Zirkoneinschlüsse, in denen Uran eingelagert ist. Diese natürliche Strahlung ist jedoch so gering, dass sie dem Menschen nicht schadet. Eine Einlagerung von atomaren Abfällen würde allerdings ein großes Problem darstellen. Der Salzburger Granit ist zerklüftet wie ein „Blumenkohl“, so Fritz Pfaffl. Es sind zahlreiche Schlote und Kamine darin, Wasser und Luft kann mehrere hundert Meter tief in die Erde eindringen. Es ist eine Illusion im Salzburger Granit einen einheitlichen Hohlraum herzustellen, der über Jahrtausende hinweg eine dichte Einlagerung gewährleisten kann. Diese Gesteine sind eigentlich gänzlich ungeeignet.

Nachdem man sich die Fundamente der Jagdhütte von Konsul Semmler noch angeschaut hatte wanderte man zurück zum Ausgangspunkt und Hartwig Löfflmann verabschiedete die Teilnehmer.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2015 findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Info-Zentrum 3) eine Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema Boden statt. „Spannend und spielerisch den Boden entdecken“ unter diesem Motto steht eine Bodenführung für Groß und klein. Es werden verschiedene Bodenproben gezeigt und zur Einführung ein kurzer Film.

Referent ist der Biolandwirt und Natur- und Landschaftsführer Ludwig Scherm aus Kirchberg.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 07.08.2015 um 14.00 Uhr. Treffpunkt ist am Naturparkhaus in Zwiesel, vor der B11-Abfahrt Zwiesel Süd.

An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.


Gemeinsam mit anderen Kindern auf den Arber zu steigen und dabei spielerisch noch einiges über den „König des Bayerischen Waldes“ und die Naturschutzarbeit auf dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes zu erfahren, ist nicht nur spannend, sondern macht einfach Spaß. Mit dieser sportlich aktiven Aktion kann man so richtig in die Sommerferien hinein starten. Daher lädt der Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. alle naturbegeisterten Familien am Freitag, den 31. Juli zu einer etwa 3-stündigen Naturerlebniswanderung (reine Gehzeit etwa 1,5 Stunden) vom Brennes bis zum Arbergipfel ein. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Brennesparkplatz.

Bitte denken Sie an eine kleine Brotzeit, ausreichend Getränke, sowie an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung als Erlebnistag in den NaturparkWelten im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein statt. Für diese Familienwanderung wird um eine Anmeldung bis Donnerstag, 30. Juli 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922 – 802480 gebeten.


Unterwegs zum Mittagsplatzl

Das Mittagsplatzl gilt als einer der schönsten Flecken rund um den „König des Bayerischen Waldes“. Kürzlich haben Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald und Wanderführerin Gerlinde Wurm von der Touristinfo Drachselsried alle Interessierten – vor allem Familien mit Kindern – dazu eingeladen, auf einer Naturerlebniswanderung vom Bretterschachten zum Mittagsplatzl, spielerisch in den Lebensraum Wald einzutauchen. Zwar blieb die herrliche Aussicht über den am Fuße der Arberseewand gelegenen Großen Arbersee bis hin ins Eisensteiner Tal aufgrund von Nebelschwaden verwehrt, andererseits rückten so andere sehenswerte Dinge in den Blickwinkel der 22 Wanderer.

Die verschiedenen Phasen eines Waldes von der Verjüngungs- über die Optimal- und in naturnahen Wäldern bis hin zur Alters- und Zerfallsphase konnten bei der Wanderung gesehen und durch die Hintergrundinformationen in einen Zusammenhang gebracht werden. Das dort vorkommenden, aber bedrohte Auerwild ist auf einen genau solchen strukturreichen Lebensraum, der alle Phasen des Waldzyklus mosaikartig vereinbart, angewiesen. Von den kräftig wachsenden Heidelbeersträuchern ernähren sich im Sommer nicht nur die Auerhühner, sondern auch die Wanderer nutzten sie als Stärkung am Wegesrand. Das Massiv des Arbers stellt einen wichtigen Teil des Auerwildlebensraumes dar, für dessen Schutz und Erhalt neben dem Auerwildschutzgebiet, dem Wegegebot auch die Rücksicht der Wanderer notwendig ist. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmer am Anblick von bizarren Baumgestalten, verschiedenen Baumpilzen und auch des blühenden Ungarischen Enzians erfreuen.

Das „Sich-Einlassen“ auf die Natur konnte jeder Wanderer mit Hilfe eines auf die Nase gelegten Taschenspiegels, der Groß und Klein selbst während des Gehens „neue Perspektiven“ eröffnete, ausprobieren. Des Weiteren wurde über das Spiel „Luchs und Reh“ den Kindern die Lebensweise des lautlosen heimischen Waldjägers nähergebracht. Auf dem Rückweg konnten die neuen Eindrücke und Einblicke in den spannenden Lebensraum Wald besprochen, diskutiert und verarbeitet werden.