2012


Gemeinsam mit Gleichgesinnten die Natur zu erleben macht Spaß. Besonders bleiben diese „Naturabenteuer“ jedoch in Erinnerung, wenn man gleichzeitig etwas Gutes für die Natur tut, sich also beispielweise aktiv für den Naturschutz am Arber, dem „König des Bayerischen Waldes“ einsetzen kann. Die erste diesjährige Gelegenheit, als Dankeschön und Erinnerung an diesen Naturschutztag die seit einigen Jahren bekannte „Arberverdienstmedaille“ zu erhalten, bieten der Naturpark Bayerischer Wald und der Naturpark Oberer Bayerischer Wald im Rahmen ihres Arber-Jahresprogramms am Arberabenteuertag auf dem Märchenwiese an. Treffpunkt der 5 – 6-stündigen Veranstaltung, die speziell für Familien mit Kindern geeignet ist, ist am Samstag, 28. Juli um 10:00 Uhr auf dem Brennesparkplatz. Auf der ungefähr 2-stündigen Wanderung zur Märchenwiese werden die Teilnehmer von Gebietsbetreuerin Anette Lafaire vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald und Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald spielerisch viel Interessantes über die Arberwelt, seine Schachten und speziell über den Auerhuhn-Artenschutz erfahren. Ziel der Schachtenpflegeaktion auf der Märchenwiese wird sein, kleinere Fichten zu zupfen, um so die Märchenwiese vor der Wiederbewaldung zu schützen. Bitte bringen Sie zu diesem Arberabenteuertag – wenn vorhanden – eine Gartenschere, Arbeitshandschuhe, gutes Schuhwerk, eine Brotzeit und ausreichend Getränke mit. Wer sich am Arberabenteuertag auf dem Märchenwiese beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Freitag, 27.07.12 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922-802480 an.


Am Mittwoch, den 25. Juli veranstalten der Naturpark Oberer Bayerischer Wald und der Naturpark Bayerischer Wald eine Wanderung um den Kleinen Arbersee. Gestartet wird an der Holzbrücke am See um 14 Uhr. Auf diesem Rundweg erklärt Gebietsbetreuerin Anette Lafaire, wie die Schwimmenden Inseln entstanden sind, aber auch, welche heimlichen Bewohner sich um den See herum angesiedelt haben. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, bitte denken Sie an festes Schuhwerk. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Zur 45. Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. konnte der 1. Vorsitzende Heinrich Schmidt im Kaminzimmer der Schlossgaststätte Fürsteneck. Mitglieder, Gemeindevertreter und Ehrengäste begrüßen. In seinem Rückblick stellte er die Entwicklung des Gebietes und die Aufgabenschwerpunkte vor. Er ging auch auf die Höhepunkte der vergangenen Jahrzehnte ein. Erwähnenswert sind dabei Auszeichnungen, wie der 2. Preis beim Bundeswettbewerb der Naturparke im Jahr 1992 oder der Bayerische Energiepreis im Jahr 2002 für das Nullenergiehaus. Außerdem der Europäische Bürgerpreis im Jahr 2009 für das grenzüberschreitende Engagement im Grenzbahnhof Eisenstein sowie die Auszeichnung als Qualitätsnaturpark im Jahr 2006 mit Verlängerung im Jahr 2011. Besondere Meilensteine waren auch die Gebietserweiterungen, v.a. der Beitritt des Landkreises Freyung-Grafenau. Auch das Infostellennetz findet, neben dem Bau des Nullenergiehauses für Geschäftsstelle und Infozentrum in Zwiesel, Beachtung. Naturparkinfostellen gibt es in Viechtach, Bogen, Bayer. Eisenstein, Außernzell und im Schloss Fürsteneck. Diese wurde im Anschluss an die Versammlung noch näher vorgestellt. Nach den Grußworten von Bürgermeister Binder und stellvertretendem Landrat Helmut Behringer liefert Geschäftsführer Hartwig Löffllmann den Geschäftsbericht und stellte Haushaltsnachweisung und Haushaltsplan vor. Beides wurde einstimmig gebilligt. Einen ausführlichen Bericht gab es auch über das größte Naturparkprojekt aller Zeiten, die Sanierung des historischen Grenzbahnhofes in Bayer. Eisenstein. Dieser soll 2013 wieder eröffnet werden, dort entstehen ein Fledermauszentrum, eine Arberausstellung, ein Skimuseum und es gibt Informationen über den Grenzbahnhof und den Bahnbau.


Der Sommer kommt mit viel Regen und Unwettern gar nicht so trocken und hochsommerlich daher, wie der eine oder andere Sonnenanbeter es sich wünschen würde. Bestimmte Tiere leiden auch unter den unbeständigen Wetterbedingungen, vor allem Insektenjäger wie Mauersegler, Schwalben und alle heimischen Fledermäuse. Sie sind für eine erfolgreiche Jagd auf trockenes, warmes Wetter angewiesen. Fledermäuse haben nur ein dünnes Fell und können bei einem starken Regenguss, gleich bis auf die Haut nass werden. Besonders ungünstig sind die Wetterbedingungen für die seltenen Tiere gerade jetzt, weil mehrere Weibchen sich in so genannte „Wochenstuben“ zusammenfinden, um dort ihr einziges Junges zur Welt zu bringen. Fledermausmütter sind sehr fürsorglich, aber wenn sie aufgrund des Wetters nicht genügend Nahrung - sprich Insekten - fangen können, dann versiegt die Milch. Sie können ihr Kleines nicht mehr ernähren. Manchmal findet man dann ein hungriges, rufendes Jungtier am Boden liegend in der Nähe der Wochenstube. Oft werden herumstreunende Katzen davon angelockt und spielen und töten das Kleine. Das Jungtier sollte daher schnell gerettet werden. Information und schnelle Hilfe bietet der Naturpark Bayerischer Wald e.V. oder die örtlichen Fledermausbetreuer, sie sind auf der Internetseite www.fledermaus-bayern.de. zu finden. Hier gibt es auch viele weitere Infos zum Thema Fledermäuse. Trotzdem führt langfristig die Klimaerwärmung mit ihren insgesamt steigenden Temperaturen zu einer Einwanderung südeuropäischer Arten und zu einem veränderten Verhalten der Fledermäuse. Zum Beispiel die Mückenfledermaus. Sie ist eine sehr kleine Art, die sich gerne in wärmeren Regionen aufhält und von kleinen Mücken ernährt. Die Mückenfledermaus wurde bisher an der Donau und am Fuße des Bayerischen Waldes nur vereinzelt gefunden. Letztes Jahr konnte ganz neu eine große Wochenstube dieser seltenen Fledermausart in der Stadt Passau entdeckt werden. Auch andere „Südeuropäer“ fühlen sich schon sehr heimisch in Bayern. Die Weißrandfledermaus, – der Name kommt von einem weißen Rand am Flügel - eine in Italien häufig vorkommende Art, hat sich in den wärmeren Großstädten „häuslich“ niedergelassen. Dafür muss nun die Zwergfledermaus, wie der Name schon sagt, eine sehr kleine Fledermausart, weichen. Sie ist jetzt Landbewohner und wird deshalb immer öfter im Bayerischen Wald in ganz neuen Behausungen festgestellt. Auch die Alpenfledermaus, die von der wärmeren Südseite der Alpen stammt, ist schon auf dem Weg nach Bayern. Der Naturpark Bayerischer Wald führt seit 1989 mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Umweltministeriums und der EU eine Dokumentation zu den vorkommenden Fledermausbeständen in den Naturparklandkreisen durch. Die Ergebnisse sind in einer Broschüre für jeden einzelnen Landkreis zusammengefasst und im Landratsamt oder beim Naturpark Bayerischer Wald in Zwiesel erhältlich. Zwar sind dieses Jahr wegen des Wetters weniger Fledermäuse unterwegs, wer aber trotzdem viele Fledermäuse beobachtet hat, oder ein Jungtier am Boden liegend gefunden hat, der möchte sich bitte umgehend beim Naturpark Bayerischer Wald unter der Telefonnummer 09922/802480 melden.


Am Donnerstag, 12.07.2011 um 14:00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. in der Schlossgaststätte im Schloss Fürsteneck statt. Zur 45. Mitgliederversammlung treffen sich die Vertreter von 89 Gemeinden aus den vier Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf, sowie alle Privatmitglieder und Verbände und Vereine. Turnusgemäß wird bei der Auswahl des Ortes für die Jahresversammlung durch die vier Mitgliedslandkreise gewechselt. Die Tagesordnung umfasst die üblichen Regularien, wie den Geschäftsbericht, den Kassenbericht 2011 und Haushaltsplanung 2012. Es gibt auch Informationen zu den im vergangenen Jahr durchgeführten Projekten und einen Rückblick auf das in den vergangenen Jahren Erreichte. Außerdem wird das größte und umfangreichste Projekt, die Sanierung des historischen Grenzbahnhofes in Eisenstein näher vorgestellt. Der oft mit dem benachbarten Nationalpark verwechselte Naturpark versteht sich als Selbsthilfeeinrichtung für die Region. Mit einem nur geringen Jahresbeitrag von nur 11.- € kann man auch als Privatperson Fördermitglied im Naturpark Bayer. Wald e.V. werden. Die Einladung geht nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern auch an alle Interessierten, sowie an alle Pressevertreter. Die Versammlung wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen. Foto: Auf Schloss Fürsteneck findet die 45. Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayer. Wald e.V. statt. Mitglieder und Interessiert sind herzlich eingeladen.


Die Umweltstation Viechtach beim Großen Pfahl bietet eine praktische Fortbildung über die Ökologie und Pflege von Streuobstbeständen an. „Alte und junge Streuobstbäume schützen und nützen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und dem Naturpark Bayerischer Wald angeboten wird. Dabei kann man umfassende Informationen und Tipps zum Sommerschnitt an Obstbäumen erhalten. Praktische Beispiele an jungen und alten Bäumen runden das Angebot ab. Referent ist Kreisfachberater Klaus Eder vom Landratsamt Regen. Treffpunkt ist am Freitag, den 6. Juli um 15:00 Uhr am Schaubienenstand beim Großen Pfahl unterhalb der Straße von Viechtach nach Tresdorf. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen, ca. zweieinhalbstündigen Veranstaltung herzlich eingeladen. Pfleglich genutzte Streuobstwiesen mit altem Baumbestand bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind auch wertvolle Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Durch richtige Pflege und Nutzung können die alten Baumbestände länger erhalten werden und liefern Obst für unterschiedlichste Verwendung. Auch jungen Bäume bedürfen der Pflege und Erziehung, um sich ertragreich und ökologisch wertvoll zu entwickeln. Dies kann beispielsweise durch einen fachgerechten Sommerschnitt gefördert werden.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2012 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Exkursion in den Lebensraum des Bibers an der Wolfsteiner Ohe an. Treffpunkt ist am Sonntag, 08.07.2012 um 14:00 Uhr am Parkplatz an der Messerschmidmühle. Als einer der Beauftragten Biberberater des Landkreises Freyung-Grafenau wird der Naturparkgebietsbetreuer Stefan Poost die Exkursion leiten. Neben der reinen Biologie des Bibers werden auch die Konflikte und Maßnahmen in der Kulturlandschaft angesprochen. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Über das Arbergebiet, seine naturkundlichen Besonderheiten, seine Geschichte, Sagen und Geschichten, aber auch über die Menschen, die ihn besuchen oder gar hier arbeiten, könnte man ganze Bücher schreiben. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer führte kürzlich 34 Teilnehmer einer Naturpark-Führung in einen kleinen Teil dieser „Arberwelt“, das Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat „Großer Arbersee mit Seewand“, ein. Bereits zu Beginn der Führung zeigte Dr. Auer, dass – wer das Arbergebiet als Ganzes, aber auch einzelne Bereiche verstehen will - vor allem eines machen muss: Die Natur und die Veränderungen in ihr beobachten, da Natur nichts Statisches ist: Lange galt beispielsweise der Biber am benachbarten Kleinen Arbersee als der Biber mit der höchstgelegenen Biberburg Deutschlands. Seit dem Jahr 2009 lebt jedoch auch am etwas höher gelegenen Großen Arbersee ein Biber, dessen Spuren am Seeufer leicht zu erkennen sind. Etwas Besonderes ist auch die Pflanzenwelt am Großen Arbersee: Ist der Alpenmilchlattich in den höher gelegenen Teilen des Bayerischen Waldes relativ häufig zu entdecken, so sind die vom Seerundweg leicht zu erkennenden Gelben Teichrosen oder der Fieberklee doch etwas eher Seltenes. Etwas Besonderes sind auch seine Schwimmenden Inseln im hinteren Bereich des Sees. Um sie zu schützen, errichtete der Forstbetrieb Bodenmais bereits in den 1990ern Balkenabsperrungen im See. Nur so kann dauerhaft verhindert werden, dass Tretbootfahrer hier anlanden und diese Naturschätze unwissentlich zerstören. Ursprünglich wirkende Natur – „Urwald“ – fasziniert, sie regt die Phantasie an. „Wurzelbrillen“, die aber auch als „Wurzeltänzer“, „Wurzelzöpfe“, die auch als „Wurzelschlangen“ interpretiert werden können, lassen den Arberseebesucher, der sich auf die Natur rund um den See einlässt, immer wieder Neues entdecken. Dr. Isabelle Auer: „Der Große Arbersee ist ein gutes Beispiel dafür, dass Massentourismus und Naturschutz nur dann miteinander vereinbar sind, wenn die Menschen Rücksicht auf die Natur nehmen. Andererseits lebt der Massentourismus auch vom Naturschutz: Nur in einer intakten Natur kann der Mensch Ausgleich zum Alltag finden – einen Ausgleich, der in unserer manchmal doch hektischen Welt immer wichtiger wird.“


Wer die Geschichte von Bodenmais, aber auch das heutige Bodenmais kennen lernen will, der wird schnell erfahren, dass es schon immer die Naturschätze waren, die Bodenmais nicht nur wirtschaftlich prägten. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald lud daher kürzlich alle Interessierte zu einer abendlichen Sonnenuntergangs-Wanderung vom Riesloch zum Silberberg ein. Bereits am Rand des Naturschutzgebiets und Naturwaldreservats erfuhren die 20 Teilnehmer, dass viele Naturschätze unscheinbar sind und häufig übersehen werden: Mit etwas Glück und Hintergrundwissen können Wanderer in einigen Felsspalten am Wanderweg das Leuchtmoos entdecken: Ihm reicht ein Sechshundertstel des vollen Tageslichts zum Überleben, da linsenartige Zellen das wenige Licht sammeln und auf das Blattgrün an der Hinterwand der Zellen konzentrieren. Da „überschüssiges“ Licht reflektiert wird, scheint es zu leuchten. Nicht zu verwechseln ist das Leuchtmoos mit der auf den sauren Gesteinen des Bayerischen Waldes häufig zu entdeckenden fast neongelben Schwefelflechte, deren Namen allein von ihrer Farbe abgeleitet werden kann. Bizarr anmutende Totholzstämme mit ihren Spalten, Rissen und verlassenen Spechtbruthöhlen, die besonders häufig in den Naturwaldreservaten zu finden sind, faszinieren nicht nur allein durch ihr Aussehen: Sie sind Heimat von Fledermäusen, Hohltauben, Wildbienen, Sperlingskäuzen und Rauhfußkäuzen. Dass es auch außerhalb der Naturschutzgebiete und Naturwaldreservate im Bodenmaiser Wirtschaftswald viele Bereiche gibt, die sehr naturnah bewirtschaftet werden und hin und wieder sogar „urwaldartig“ erscheinen, zeigte die Arbergebietsbetreuerin zwischen der Schönebene und dem Silberberg: Geprägt ist dieser Bereich von einem abwechslungsreichen Buchen-Tannen-Fichten-Mischwald, in dem man – bei genaueren Hinsehen – auch Fichten mit Stelzenwurzeln entdecken kann. Wie im benachbarten Nationalpark oder auch in den Naturwaldreservaten am Arber werden umgefallene Bäume hier hin und wieder liegen gelassen. Auf diesen sogenannten „Keimbeeten“ siedeln sich Moose und vor allem junge Fichten an. Ist der Mutterbaum nach einigen Jahrzehnten vollständig verrottet, erinnern nur noch die Stelzenwurzeln dieser Jungbäume an ihre ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Besonders für Naturschützer birgt der Silberberg noch heute einen großen Schatz: eines der bedeutendsten und größten Fledermauswinterquartiere Mitteleuropas. Bodenmais jedoch verdankt dem Berg und seinem Sulfiderz-Lager seine Existenz, aber auch seine Kulturgeschichte. Einen besonderen Schatz konnten die 20 Teilnehmer der Sonnwendwanderung noch vor dem Abstieg vom Silberberggipfel genießen: den Blick auf einen romantischen Sonnenuntergang über dem Zellertal, der noch einmal deutlich machte, wie viel uns die Natur – völlig kostenlos - geben kann, wenn wir uns Zeit für sie lassen.


Zur gemeinsamen Exkursion von Naturpark Bayerischer Wald e.V. und Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen konnte Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. den Referenten Heribert Kemmer und 15 Interessierte begrüßen. Kemmer ist Diplom Biologe beim Landschaftspflegeverband Straubing - Bogen. Vom Treffpunkt Hinterwies aus startete man Richtung Pröller. Zunächst galt das Augenmerk dem Magerrasen und Wäldern an den unteren Hängen. Verschiedene Gräserarten und Kräuter wurden vorgestellt. Viele Arten verschwinden dann, wenn der Standort zu nährstoffreich wird, das ist z.B. bei verschiedenen einheimischen Orchideenarten oder auch bei Arnika der Fall. Etwa 20 verschiedene Arten versuchte man sich an Hand ihrer Merkmale einzuprägen. Vom Pröllergipfel auf 1048 Meter Meereshöhe aus gab es einige Informationen über den Bayerischen Wald. Auf dem Rückweg besichtigte man eine Weidefläche mit Infotafel bei Ahornwies. Diese Pflegefläche ist mit Wachholder bestanden der früher als Weideunkraut galt, heute aber bereits sehr selten geworden ist. Zum Schluss der etwa 2 ½ stündigen Veranstaltung gab es einen kräftigen Applaus für den Referenten und die Einladungen zu den weiteren Veranstaltungen, die das Ziel haben, die vielfältige Natur unserer Heimat allen Interessierten näher zu bringen und für entsprechenden Erhalt von Arten zu sensibilisieren.