2010


Der Naturpark Bayerischer Wald hatte zu einer Nachtfalterexkursion nach Viechtach im Rahmen des Programms Umweltstation eingeladen. Bildungsreferent Hartwig Löfflmann konnte etwa 25 Leute, davon viele aktive Bergwachtangehörige, begrüßen. Referent Forstdirektor a.D. Ludwig Weigert aus Metten übernahm nach einer Vorabinformation des Gebietsbetreuers Matthias Rohrbacher über den Pfahl die Exkursion. Weigert erläuterte die Wichtigkeit der Weichlaubholzarten Birke, Aspe und Weide. Diese Pionierbaumarten bilden die Nahrungs- und Lebensgrundlage für sehr viele Nachtfalter. 2010 wird ein selten Schmetterlings-armes Jahr werden. Lange Frostperioden im März, ein zu trockener April und ein nasskalter Mai ließen viele Individuen in ihren Entwicklungsstadien zu Grund gehen. Seit fünfzig Jahren bin ich nun entomologisch tätig“ so Ludwig Weigert, „aber ich hab noch kein solches Jahr erlebt wie 2010“. Selbst wenn sich das Wetter nun schlagartig bessern würde, bleiben die Populationsdichten für 2010 niedrig. In ein bis zwei Jahren gleicht die Natur die Verluste bei normalem Witterungsverlauf aus. Für die Kartierung von nachtaktiven Insekten ist die künstliche Lichtquelle am Erfolg versprechendsten. Im Spätsommer tritt die Methode des „Köderns“ mit alkoholhaltigen Zuckerlösungen hinzu, die eine hohe Anziehungskraft haben. In der späten Dämmerung kam also die Quarzlampe zum Einsatz, die mittels Generator betrieben wurde. Nur wenige Arten sind Dämmerungsaktiv, die meisten erscheinen um Mitternacht und einige Arten erst kurz vor der Morgendämmerung. Wer somit das ganze Artenspektrum beobachten will, muss sehr lange an der Lampe ausharren. Die Teilnehmer waren begeistert von den Farben und den feinen Zeichnungsmustern unserer Nachtfalter. Ein Luxus der Natur, denn die Partnerfindung findet über Pheromone, d. h. über artspezifische Duftstoffe statt. Dazu haben die Männchen des Kleinen Nachtpfauenauges große gefiederte Fühler, die es ihm ermöglichen, die Duftstoffe noch in molekularer Verteilung aufzunehmen und die Partnerin über mehrere Kilometer Entfernungen zu finden. Interessant war, dass die meisten Arten als Ei oder Puppe überwintern. Der Große Eisvogel überwintert als Jungraupe an den Zweigspitzen der Aspe. Arten wie Tagpfauenauge, großer und kleiner Fuchs und der Zitronenfalter überwintern als Imago, das heißt als Schmetterling. Problematisch, und tödlich für unsere Nachtfalter sind Wald nahe Straßenbeleuchtungen und alle Lichtquellen mit einem hohen ultravioletten Lichtanteil in Dörfern und Städten. Die Schmetterlinge werden zu Gefangenen des Lichts und gehen für die Fortpflanzung verloren. Das ist der Grund, warum viele Gemeinden dankenswerter Weise auf Gelblicht umgerüstet haben. Gewaltige Opfer dürfte der Straßenverkehr fordern. Eine nächtliche Fahrt im Juni-Juli-August von 200 km mit dem Auto dürfte nach Einschätzung Weigerts mehr Tiere töten, als ein Schmetterlingskundler im Laufe eines Jahres für die Kartierung entnimmt. Erst kurz vor Mitternacht bedankte sich dann Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten für die fundierten und kurzweiligen Informationen. Auch wenn sich in normalen Jahren Ende Mai etwa 50-60 verschiedene Arten an einer Lichtquelle tummeln, so waren es trotz des klimatisch extrem ungünstigen Jahres doch noch mehr als ein Dutzend Falterarten, die man kennenlernen konnte. Bemerkenswert war der Birkengabelschwanz, so benannt nach seiner bizarren Raupe. Eine „sehr seltene Art, die in vielen Gebieten nur wenige Male gefunden wurde“ schreibt Manfred Koch. Sein Buch: „Wir bestimmen Schmetterlinge“ ist 1955 erstmals erschienen und kann allen Interessierten empfohlen werden.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. und die BN- sowie die LBV - Kreisgruppe Deggendorf eine gemeinsame botanische Frühjahrswanderung an. Treffpunkt ist am Freitag, 04.06.2010 um 15:00 Uhr in Englburgsried, Gemeinde Grafling, südlich der Abzweigung zur Zufahrt Loderhart. Referent ist Gerhard Nagl aus Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Die botanische Exkursion zeigt Bergwiesen, Feuchtgebiete und Wald am nordöstlichen Ausgang des Graflinger Tals, wo der Vordere Bayerische Wald schon nach hinten blickt. Margeriten, Glockenblumen und weitere Blumen und Gräser der Bergwiesen gibt es zu sehen. Für die interessierten Pflanzenfreunde steht aber auch der Unterschied zwischen Mausohr-Habichtskraut und Öhrchen-Habichtskraut auf dem Stundenplan. Wir sehen, wie feucht und trocken, aber auch Bewirtschaftung, Auswirkungen auf das Vorkommen verschiedener Pflanzen haben. Die Teilnehmer können sich davon überzeugen, dass auch der Wald nicht überall gleich aussieht. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen ist die Exkursion nicht geeignet.


Nicht nur viele Gäste sondern auch viele Bewohner des Bayerischen Waldes assoziieren mit dem Großen Arber vor allem die Seilbahnen und Pisten. Obwohl den Gipfel jährlich bis zu einer Million Menschen besuchen, gibt es hier – dank der Besucherlenkung – noch immer oder wieder eine einzigartige Flora und Fauna, wie man sie sonst in Bayern nur noch in den Alpen findet. Auch die vielen Sagen und Geschichten, die sich um den „König des Bayerischen Waldes“ ranken, faszinieren die Menschen heute mehr denn je. Deshalb lädt der Naturpark Bayer. Wald am Mittwoch, den 02.06.10 um 11:00 Uhr zu einer 1,5-stündigen Führung auf dem Arbergipfelplateau unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ein. Treffpunkt ist an der Arberkapelle am Arbergipfel (beim sogenannten Großen Seeriegel). Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Das Naturschutzgebiet Riesloch beherbergt – neben der Rachel- und den Arberseewänden – die letzten Urwaldreste des Bayerischen Waldes. Dass dieser Urwald in unserer schnelllebigen, technisierten Welt immer mehr Menschen fasziniert, wurde letzten Mittwoch im Rahmen einer Naturpark-Führung deutlich: Trotz strömenden Regens hatten sich 32 Wanderer am Rieslochparkplatz eingefunden, um auf einer zweistündigen Tour mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer die Rieslochschlucht, das unbekannteste Naturschutzgebiet am Großen Arber, kennenzulernen. Anders als die Arberseen wurde die Schlucht vor allem durch die Kraft des Wassers geformt. Auf einer Strecke von nur 1,5 km überwindet das Wasser des Riesbachs, des Wildauer-, des Kleinhütten- und des Schwellbachs einen Höhenunterschied von etwa 200 m. Über Jahrtausende meißelten sich so die Bergbäche in das besonders harte Arbergestein, den sogenannten Cordierit-Silimanit-Paragneis. Aber auch glatt geschliffene Steine im Bachbett sind Zeugen dafür, welche formende Kraft Wasser besitzt. Da in der Natur weniger Spektakuläres häufig übersehen wird, aber nicht minder interessant ist, zeigte die Gebietsbetreuerin den Wanderern auch die wohl unscheinbarsten Bewohner des Bergbachs: Da die Eintagsfliegenlarven, die die meisten Exkursionsteilnehmer zum ersten Mal in ihrem Leben sahen, nur in besonders gutem Wasser überleben können, kann man auch wissenschaftlich schließen, dass die Gewässergüte des Riesbachs und seiner Zuflüsse sehr gut ist. Nicht minder beeindruckt waren die Wanderer von der urwaldartigen, wilden Schönheit des Rieslochs: Stehende Totholzbäume, die von Baumpilzen wie dem Zunderschwamm, dem Schwefelporling oder dem Berindeten Seitling bewachsen sind, wirken nicht nur wie von der Natur geschaffene Kunstwerke, sondern zeigen dem Menschen auch, dass alle Prozesse in der Natur in einem Kreislauf ablaufen. Im Kreislauf von Werden und Vergehen bildet Totholz Nahrungs- und Wohnraum für viele Tierarten, wie Fledermäuse und Spechte. Umgestürzte vermodernde Bäume dienen Baumkeimlingen als sogenanntes Keimbeet, das sie von Beginn an über die umgebenden Heidelbeersträucher erhebt und so ihr Wachstum fördert. Isabelle Auer: „Um die Natur genießen zu können und verstehen zu lernen, muss man sich Zeit lassen und vor allem den Blick schärfen für das eher Unscheinbare. Schafft man das, wird einem die Natur viel zurückgeben, und man wird bei jeder Wanderung – auch auf vermeintlich schon bekannten Routen – immer wieder Neues und Spannendes entdecken.“


Das Quarzriff Großer Pfahl ist eine der landschaftlichen Hauptattraktionen im Viechtacher Land. Als „Bayerns Geotop Nummer eins“ und als einer der siebenundsiebzig schönsten Geotope Deutschlands ist der Pfahl auch überregional bekannt. Im Naturschutzgebiet sind die hoch aufragenden, weißen Quarzfelsen eng verzahnt mit lichten Eichen– und Kiefernwäldern und bunten Pfahlheiden. Auf diesen Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden wächst beispielsweise das Heidekraut oder die Blutwurz. Ein ehemaliger Quarzbruch weist auf die hundertjährige Abbaugeschichte am Viechtacher Pfahl hin. Im tief in die Landschaft eingeschnittenen, wildromantischen Steinbruch finden heute Reptilien wie Zauneidechse und Schlingnatter oder Amphibien wie Gelbbauchunke oder Erdkröte einen Lebensraum. In einer bunt blühenden Streuobstwiese beim Großen Pfahl liegt ein Schau- und Wildbienenstand. Hier kann man sich über die Arbeit der Imker, das Leben der Wild- und Honigbienen und Schutzmöglichkeiten für Wildbienen im eigenen Garten informieren. Ab Pfingsten werden jeweils Dienstags Führungen am Großen Pfahl und am Schaubienenstand angeboten. Treffpunkt des ca. einstündigen, kostenlosen Rundgangs am Großen Pfahl ist um 14:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B85. Im Schaubienenstand beginnt die Führung um 16:00 Uhr. Dabei können auch kleine Wildbienenhotels selbst gebastelt und mit nach Hause genommen werden, was gerade für Kinder besonders interessant ist. Als Unkostenbeitrag für das Angebot am Schaubienenstand wird ein Euro je Teilnehmer verlangt. Eine Anmeldung zu den Führungen ist bis Dienstag 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 09942 – 16 61 erforderlich. Alle großen und kleinen Naturfreunde aus Nah und Fern sind herzlich zu den Führungen eingeladen. Wildbienenhotels zu basteln ist auch für Schulkinder in den Pfingstferien ein interessanten Angebot.


Im Rahmen der Veranstaltungsprogramme von Umweltstation Viechtach und Naturpark Bayer. Wald e.V. findet eine Nachtfalter-Exkursion am Pfahl statt. Referent ist der Kenner und Fachmann Forstdirektor a.D. Ludwig Weigert. Treffpunkt ist am Freitag, 28.05.2010 um 21:00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85 (Nähe Riedbachbrücke). Danach wird man die Bereiche am Pfahl im Bereich des ehemaligen Steinbruchs erkunden. Der Jahresverlauf heuer mit dem langen Winter und dem nass-kalten Frühjahr während der Entwicklungszeit ist für alle Falterarten relativ ungünstig. Es sind bisher auch sehr wenige Tagfalter zu sehen. Man darf deswegen gespannt sein, wie sich die Nachtfalterfauna bei der Abendexkursion zeigen wird. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei. Bitte Taschenlampe mitbringen. Bei strömendem Regen muss die Veranstaltung entfallen.


Die Rieslochschlucht ist nicht nur das kleinste, sondern wohl auch das unbekannteste der drei Naturschutzgebiete am Großen Arber. Da wegen der Steilheit der Felswände in Teilen der Schlucht Forstwirtschaft schon immer unmöglich war, kann man hier noch einen Urwald erleben, wie man in sonst nur noch in der Arbersee- oder Rachelseewand antrifft. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet daher am Mittwoch, den 19. Mai eine naturthematische Wanderung in das Naturschutzgebiet Riesloch an. Neben der Entstehung der höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes stehen vor allem die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets im Mittelpunkt des 1,5-stündigen Rundgangs durch die Schlucht. Außerdem soll gezeigt werden, wie man mithilfe einfachster Methoden die Wasserqualität bestimmen kann. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr beim Wanderparkplatz Riesloch am Rundwanderweg Nr. 2 in Bodenmais. Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert.


Der Große Arbersee ist ein über die Grenzen des Naturparks hinweg bekannter Tourismusmagnet. Jedes Jahr lockt er nach seinem Erwachen aus dem Winterschlaf auf Neue und lockt unzählige Menschen an. Um einen tieferen Einblick in die Entstehung, die Geschichte und die Besonderheiten des Arbersees zu geben, veranstaltete der Naturpark Bayer. Wald e.V. am letzten Mittwoch eine geführte Wanderung rund um den See. Dazu fanden sich 16 Teilnehmer vor der Seegaststätte ein. Bereits an der ersten Station machte die Arbergebietsbietsbetreuerin Isabelle Auer auf die neue Schutzgebietsbeschilderung aufmerksam, welche nicht mehr in schwarz-weiß gehalten ist, sondern die Besucher mit blau-weißen Zeichen auf die verschiedenen Gebote im Naturschutzgebiet hinweist. An weiteren Stationen gab sie wissenswerte Erklärungen zu den Pflanzen am Wegesrand. Hierbei fand die Soldanelle besondere Erwähnung, da sie in Deutschland nur im Bayerischen Wald und im Isarwinkel vorkommt. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Entstehung des Sees mit seinen Schwimmenden Inseln: Der rückwertige Teil des Sees am Fuße der Arberseewand entstand durch den hohen Druck, den die Gletscher der letzten Eiszeiten auf den Untergrund ausübten. In den Hochlagen und am Hang verdichtete sich der Schnee zu einer großen Eismasse, dem Gletscher. Dieser bewegte sich talwärts und schürfte unter sich eine Mulde aus, das „Karbecken“ des Großen Arbersees. Auch der Kleine Arbersee und das Becken des heute schon verlandeten dritten Arbersees sin so entstanden. Der Gletscher am späteren Großen Arbersee schob sich weiter über den Rand des Karbeckens und formte zusätzlich ein langgestrecktes Zungenbecken. Der Übergang vom Karbecken zum Zungenbecken befindet sich etwa bei den Holzablanderungen, die quer über den See gekettet sind, um die Schwimmenden Inseln zu schützen. Außerdem erwähnte die Gebietsbetreuerin, dass der heutige Wasserstand um ungefähr 80 cm höher ist als noch vor rund 110 Jahren, bevor der See für die Holztrift angestaut wurde. Durch die Erhöhung des Wasserpegels veränderte sich nicht nur die Seeform, sondern es verloren auch die Verlandungszonen am westlichen Ufer den Kontakt zum Untergrund. So entstanden die „schwimmenden Inseln“. Auch im Hinblick auf seinen Artenreichtum ist das Naturschutzgebiet „Großer Arbersee mit Seewand“ etwas besonders: Allein in der Seewand sind über 40 Vogelarten nachgewiesen, die hier regelmäßig brüten, zum Beispiel der Dreizehenspecht, der Weißrückenspecht oder der Wanderfalke. Um einen Eindruck des „Vogelparadieses Arberseewand“ zu bekommen und um den Frühlingswald auf sich wirken zu lassen, regte die Gebietsbetreuerin am Fuße der Arberseewand einen stillen Spaziergang an. Dass bereits vor über 100 Jahren vor allem die Fremden die Schönheit des Sees zu schätzen wussten, verdeutlichte Auer am Ende der Führung an einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1904, in dem von einem „Hofpianofabrikanten“ aus Bayreuth berichtet wird, der als erster Sommerfrischler überhaupt mit seinem Auto zum Großen Arbersee fuhr. Welche Sensation dies damals war, wird durch die Berichterstattung des Zeitungsreporters von damals deutlich, der betonte: „Es ist dies das erste Mal, dass sich ein Automobil so hoch verstieg. Das Vehikel nahm die sanft ansteigende Straße zum See mit Leichtigkeit.“


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Vogelstimmenwanderung im Donautal an. Treffpunkt ist am Samstag, 15.05.2010 um 8:00 Uhr an der Anlegestelle an der Donau im Markt Metten, Landkreis Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Die Erläuterungen bieten für jeden etwas und ermöglichen auch dem ornithologisch weniger Geübten Vogelstimmen unterscheiden zu lernen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.


Wegen seiner Schönheit aber auch wegen seiner Lage direkt an der Staatsstraße gehört der Große Arbersee zu den am meisten besuchten Ausflugszielen des Bayerischen Waldes. Viele Seebesucher übersehen aber leider, dass der See Teil eines streng geschützten Naturschutzgebiets und Naturwaldreservats ist. Auch seine naturkundlichen Besonderheiten, die sich manchmal direkt am Wegesrand befinden, werden häufig nicht beachtet. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet daher am Mittwoch, 12. Mai 2010 eine naturthematische Wanderung rund um den Großen Arbersee an. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bei der 1,5-stündigen Führung wird sowohl Wissenswertes über die Entstehung und die Geologie des Gebietes, als auch über die Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Außerdem wird die Gebietsbetreuerin Interessantes zum Thema „Naturschutz und Massentourismus“ berichten.