Mai 2009


Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Aspekte wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände, Schutzgebote usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, den 19. Mai von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B 85. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64. Die Exkursion beginnt am „Großen Pfahl“ - Bayerns Geotop Nr. 1 - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben. Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein neu gestalteter Naturweiher mit einer Eisvogelwand den Weg.


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landschaftspflegeverband Straubing - Bogen hatten zu einer gemeinsamen Botanik - Exkursion über den Lippweg zum Bogenberg geladen. Die Donauachse ist eine bedeutende Wanderachse für Pflanzen und Tiere aus dem Balkangebiet. Der Donaurandbruch mit Welchenberg, Helmberg, Buchberg und Bogenberg beherbergt bedeutende Lebensräume für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten. Bei dieser gemeinsamen Exkursion stand die Botanik im Mittelpunkt. Heribert Kemmer berichtete, dass vor etwa zwanzig Jahren größere Entbuschungsmaßnahmen stattgefunden haben. Diese dienen dazu um auch den weniger schattliebenden Arten eine Existenz zu ermöglichen. Die Böden haben eine geringe Humusauflage. Nur angepasste Spezialisten können sich dort halten. Die typische Waldvegetation ist der Eichen-Hainbuchen-Wald. Vor etwa vierzig Jahren war der Südwestteil noch wesentlich offener. Kemmer stellte eine Reihe von Gebüscharten wie zum Beispiel Weißdorn, Schlehe und Hartriegel vor. Danach widmete man sich mehr den blühenden, krautigen Arten. Die typischen Frühjahrsblüher, wie zum Beispiel die Küchenschelle waren bereits verblüht, beobachtet werden konnten gut die Arten des Frühsommers. Auch verschieden Farne, wie zum Beispiel der Braunstielige Streifenfarn ließen sich gut zeigen. Mehr als fünfzig Arten konnte man an diesem Nachmittag entdecken. Zum Schluss bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. beim Referenten Heribert Kemmer, den Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes und bei den Teilnehmern.


Der Große Arbersee gehört wegen seiner Schönheit zu den bekanntesten Ausflugszielen im Bayerischen Wald. Doch seine naturkundliche Besonderheiten werden häufig übersehen. Am Mittwoch, den 13. 05. 09 bietet die Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald daher eine naturthematische Wanderung rund um den Großen Arbersee an. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bei der ca. 1,5-stündigen Führung rund um den Großen Arbersee steht besonders das Naturschutzgebiet der Arberseewand im Rampenlicht: Es wird sowohl Wissenswertes über die Entstehung und die Geologie des Gebietes, als auch über die Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Aber auch die „sagenhafte“ Seite des Sees wird bei dieser Wanderung nicht zu kurz kommen.


Die Buchberger Leite ist eine der beeindruckensten Schluchtlandschaften Bayerns. Sprudelnde Bäche, steile Felsriegel und urwüchsige Wälder prägen dieses Naturschauspiel von Wasser und Wildnis. Ein acht Kilometer langer Themenwanderweg „Mensch und Natur in der Buchberger Leite“ lädt zu einer spannenden Wanderung ein. Zwischen Freyung und Ringelai kann man den Reiz der wildromantischen Schlucht erleben und sich über die Wildbachklamm informieren. Ein besonderes Wandererlebnis bietet dabei die Hängebrücke über die Wolfsteiner Ohe ca. 1 km bachaufwärts von Ringelai. Die Gemeinde Ringelai hat mit Naturpark-Fördermitteln und mit Fördermitteln der EU die Brücke neu gebaut und damit eine bereits baufällige, alte Seilbrücke ersetzt. Der Naturpark Bayerischer Wald und die Gemeinde Ringelai laden alle Interessierten herzlich zur Einweihung der Hängebrücke und einer anschließenden geführten Wanderung nach Freyung ein. Treffpunkt ist am Sonntag, den 17. Mai um 12:20 Uhr am Parkplatz beim Sportplatz Ringelai. Nach einer kurzen Wanderung zur Hängebrücke erfolgt eine Einweihung mit Grußworten und eine kirchliche Segnung. Wer nur bei der anschließenden Wanderung nach Freyung teilnehmen kann, trifft sich um 13:30 Uhr am Parkplatz beim Sportplatz Ringelai. Die Exkursion durch die Buchberger Leite dauert ca. drei Stunden. Die Wandergruppen werden von zwei Gebietsbetreuern des Naturparks geführt. Ankunft in Freyung und Rückfahrt mit dem Bus nach Ringelai ist um ca. 17:00 Uhr geplant. Rückfragen unter 08555 – 961413. In der Leite erwartet die Wanderer ein beeindruckendes Zusammenspiel von Wasser, Wälder und Felsen. Urwaldreste überdauern in moos- und farnreichen Schluchten. Alte und mächtige Baumindividuen finden sich in den steilen und unzugänglichen Schluchteinschnitten. Der Reichtum an Wasser lässt auch viele Blütenpflanzen wie Lungen- und Milzkraut, Pestwurz, Eisenhut oder Gemswurz gedeihen. Die sagenumwobenen Felsen des Bayerischen Pfahls zwingen die Wolfsteiner Ohe in ihr geröllreiches Bett. Im Lauf der Jahrtausende hat sich die Ohe wie ein Sägeblatt bis zu 100 m tief in die Landschaft eingeschnitten. Die Felswände in der Schlucht bieten dem Wanderer einen spannenden Blick in die Jahrmillionen alte Erdgeschichte des Bayerischen Waldes. Auch aus diesem Grund ist die Buchberger Leite mit ihren dunklen Pfahlschieferfelsen mit dem Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ ausgezeichnet. Alte Triftmauern und Kanäle, bei denen das Wasser scheinbar bergauf fließt, zeugen vom menschlichen Wirken.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Vogel - Exkursion in Deggendorf an. Treffpunkt ist am Samstag, 16.05.2009 um 08:00 Uhr in Fischerdorf am Gasthof Georgenhof. Der geprüfte Natur- und Landschaftsführer Frater Ludwig Schwingenschlögl von der Abtei Niederalteich wird die Exkursion leiten. Er wird die Vogelfauna der Isarmündung etwas näher vorstellen. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bitte Ferngläser mitbringen.