Urwälder in der Seewand

MIt Moosen und Farnen bewachsene Baumriesen

 

Die ca. 400 m steil aufragende Arberseewand mit ihren Sumpfmulden, Felskaskaden und kleinen Wasserfällen beherbergt einen der eindrucksvollsten Urwaldreste des Bayerischen Waldes. Da Holznutzung hier wegen der Unzugänglichkeit und Abgelegenheit nicht durchführbar war, blieben die Wälder über Jahrhunderte weitgehend unberührt. Das, durch die hohe Luftfeuchtigkeit bedingte, üppige Wachstum von Moosen, Flechten und Farnen, sowie die in den Steilhängen stattfindende starke mechanische Verwitterung unterstreichen den „urigen“ Charakter noch. Gelegentlich gehen in dem steil geneigten Gelände sogar Schnee- und Eislawinen ab.

"Hodernsau"

 

Charakteristische Merkmale von Urwäldern:

  • Aufbau aus mehreren Baumarten (Buche, Fichte, Tanne und Bergahorn)
  • Unterschiede in Alter und Höhe der Bäume
    (z.T. bis weit über 400 Jahre alt, Stammhöhen von 30-40 m)
  • Schichtenstruktur
    (Obere und untere Baumschicht, Strauchschicht, Kraut- und Moosschicht)
  • Viele Habitatnischen
    (Totholzreich, schattige und besonnte, feuchte und trockene Bereiche)
  • hohe Artenvielfalt