Naturschutzgebiet Pfahl bei der Burgruine Weissenstein

Hoch über dem Pfahl trohnt Burgweißenstein

Im Naturschutzgebiet „Pfahl bei der Burgruine Weissenstein“ wächst auf dem mächtigen, gipfelartigen Quarzriff eine ursprüngliche Pioniervegetation aus seltenen Silikatflechten, Vogelbeeren, Birken und Krüppelkiefern. Daneben zeigen sich auch kleine Inseln des Weißmoos-Kiefernwaldes, der sein Hauptverbreitungsgebiet in der Nord- und Osteuropäischen Taiga besitzt. Wacholderreiche Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden zeugen von der ehemaligen Beweidung der südlich dem Pfahl vor gelagerten Haine. Seltenen und wärmebedürftigen Ameisenarten kommt die lichte, sonnendurchflutete Landschaft zu gute.

Mit 753 m erreicht der Pfahl hier seinen höchsten Punkt. DerBurgturm, der unmittelbar auf das Quarzriff gebaut wurde, gewährt einen einmaligen Rundblick auf den Vorderen und Hinteren Gebirgszug des Bayerischen Waldes. Ein Burglehrpfad informiert über die „Natur und Kultur“ am Pfahl. Neben der Geschichte und Architektur der Burg werden die Erdgeschichte sowie die Tiere und Pflanzen des Pfahls vorgestellt.

Im Museum „Das fressende Haus“ sind auch Gesteine und Entstehung des Pfahls präsentiert. Das Museum ist nach dem gleichnamigen Roman des Dichters Siegfried von Vegesack benannt, der mehr als ein halbes Jahrhundert hier wohnte und am Pfahl sein Grab hat. Der angrenzende „Gläserne Wald“ mit seinen Bäumen aus Glas ist ein faszinierendes Beispiel für die Glaskunst im Bayerischen Wald.

"Burglehrpfad Weißenstein"