Naturräumliche Gliederung

Der Naturpark Bayerischer Wald ist Teil einer Mittelgebirgslandschaft, die sich in die Teilräume Donautal, Vorderer Bayerischer Wald, Regen - und Ilztal und den Inneren Bayerischen Wald untergliedern lässt.

 Teilräume:

  1. Donautal
  2. Vorderer Bayerischer Wald
  3. Regen - und Ilztal
  4. Innerer Bayerischer Wald

 

Donau bei NiederalteichDas Donautal zeichnet sich durch zum Teil noch intakte Auwälder aus, die vielen Tier - und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten. Dabei sind viele Gebiete vom offenen Flusslauf abhängig, wie Wasserbereiche mit offenen Schlammflächen, Feuchtwiesen und ausgedehnte Verlandungszonen mit Röhricht, Großseggenried und Weichholzauen, sowie Stillgewässer.

Bei Hunding im Lallinger WinkelDer Vordere Bayerische Wald stellt einen weitgehenden unzerschnittenen Raum mit vielen Wäldern und sehr arten - und strukturreichen waldfreien Flächen dar. Zu den freien Flächen gehören unter anderem Moor - und Quellgebiete, ausgedehnte Streuwiesen und große Heckengebiete und Bergwiesen. Außerdem findet man in diesem Raum auch noch ausgedehnte Streuobstbestände, wie beispielsweise im Lallinger Winkel. Der Vordere Bayerische Wald ist das Vorwaldgebiet zu dem Inneren Bayerischen Wald, in welchem auch der Nationalpark liegt.

Schwarze IlzDie Täler von Regen und Ilz sind zum größten Teil noch in naturnahem Zustand, auch wenn an beiden Flüssen sehr viel Wasser zur Elektrizitätserzeugung abgezweigt wird. Die beiden Fließgewässer haben stark verzweigte Flusssysteme, welche Lebensräume für hochgradig bedrohte oder seltene Arten bereitstellen und so auch Biotopverbundachsen darstellen. Das Ilztal war nicht umsonst Deutschlands Flusssystem des Jahres 2002/2003. Der Erhalt der naturnahen und wenig belasteten Fließstrecken, sowie die Renaturierung bereits verbauter Abschnitte ist ein vorrangiges Ziel, um den Lebensraum der charakteristischen Lebensgemeinschaften zu verbessern oder wiederherzustellen.

Innerer Bayerischer WaldDer Innere Bayerische Wald zeichnet sich durch seine großen zusammenhängenden Wälder aus und ist Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes in Europa. Dadurch stellt dieser Naturraum einen wichtigen Lebensraum und ein Wiederausbreitungszentrum von seltenen Arten wie Auerhuhn, Schwarzstorch, Fischotter und Luchs dar.
Im Bereich des Naturparks ist man bemüht diese Region als Randgebiet zu dem Nationalpark dahingehend zu entwickeln, dass Pflanzen und Tieren auch außerhalb des strenger geschützten Nationalparks ein Lebensraum bzw. Ausbreitungsmöglichkeiten gegeben werden. Dazu müssen Fließgewässer renaturiert und Waldgebiete in einen naturgemäßen Zustand überführt werden. Die touristische Entwicklung sollte daher auf die Bedürfnisse dieser schützenswerten Arten abgestimmt sein und ausreichend große Ruheräume zur Verfügung stellen.