Holunderorchis

Holunderorchis "Dactylorhiza sambucina"

Eine der seltensten Orchideen-Arten Deutschlands, die Holunderorchis, steht kurz vor dem Aussterben. Im Naturparkgebiet kümmern sich daher neben den Naturschutzbehörden und dem Naturpark auch noch weitere Verbände wie der Landesbund für Vogelschutz und der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen um diese botanische Kostbarkeit.

"Adam und Eva" nennt der Volksmund die attraktive Orchidee. Den ungewöhnlichen Namen hat die auffällige, bereits im April blühende Art mit dem botanischen Namen "Dactylorhiza sambucina" erhalten, weil gelbe und rote Exemplare nebeneinander wachsen. Rot und gelb gesprenkelte Orchideenwiesen waren früher im Bayerischen Wald keine Seltenheit.
Die Holunderorchis kommt zwar in ganz Europa vor, ist aber nirgends mehr häufig. In der Bundesrepublik ist sie fast ausgestorben, lediglich im Bayerischen Wald gibt es noch mehrere Wuchsorte. Die letzten größeren Vorkommen sind aus den Landkreisen Straubing-Bogen, Deggendorf, Passau und Freyung-Grafenau bekannt. Allerdings gehen auch hier die Bestände zurück.