Naturschutzgebiet Großer Arbersee und Seewand

Das Naturschutzgebiet Großer Arbersee und Seewand wurde am 15.08.1939 mit 157 ha ausgewiesen. 1972 wurde ein ca. 130 ha großer Teilbereich zum Naturwaldreservat "Geige und Seewand" erklärt.

Der Schutzzweck ist auf die Erhaltung der großartigen, eiszeitlich geformten Mittelgebirgslandschaft mit Karmoränen, See und Karwand sowie der vielfältigen Pflanzen- und Tierlebensgemeinschaften ausgerichtet. Besonders erhaltenswert sind die Waldgesellschaften mit mehrhunderjährigen Baumbeständen, aber auch die Felsvegetation und die Moor-, Ufer- und Unterwasserpflanzenwelt des Großen Arbersees.

Im gesamten Schutzgebiet besteht ein Wegegebot. Das Baden im Arbersee ist nicht erlaubt.

Hier können sie die NSG- Verordnung einsehen:

Großer Arbersee in Stichpunkten

  • Alter: ca. 10 000 Jahre
  • Höhenlage: 935 m ü. NN
  • Größte Tiefe: 16 m
  • Wasserfläche: 7,72 ha
  • Einzugsgebiet: 2,58 km²
  • Rundweg Großer Arbersee: 1/2 Std.

Warum der Arbersee so kristallklar wurde:

In älterer Literatur wird der Arbersee stets als dunkler, trüber Moorsee geschildert. Die Aufklarung des Wassers erfolgte erst in den letzten Jahrzehnten und ist eine Folge der Luftverschmutzung: Die saueren Niederschläge lösten Aluminium aus dem Waldboden, das durch die Zuflüsse in den See geschwemmt wurde. Dort flockt dieses Metall aus und reißt die trüben Huminstoffe zu Boden. Somit wird der See klar.

Die starke Versauerung des Seewassers hatte eine Verarmung der Pflanzen- und Tierwelt zur Folge. So waren beispielsweise die Fische bis vor wenigen Jahren in diesem Gewässer einige Jahrzehnte lang ausgestorben und durch die Versauerung des Sees hat sich die Zwiebelbinse eingestellt. Sie bildet oft dichte Teppiche bis in zwei Meter Tiefe.