

Über die Holzflößerei, die sog. "Trift", auf der Wottawa wird bereits um das Jahr 1584 berichtet. An der Moldau begann die Flößerei südlich von Wallern. Der felsige Untergrund und das starke Gefälle machten einige Flussläufe in ihren oberen Abschnitten ungeeignet zum Flößen. Deshalb wurden Schwemmkanäle errichtet, von denen der Schwarzenbergische Schwemmkanal am bekanntesten ist.
Der "fürstlich schwarzenbergische Ingenieur"
Josef Rosenauer legte 1774 den Plan vor, mittels eines Kanals
Holz aus den Hochwäldern des umava zur Großen
Mühl im Mühlviertel und von dort in die Donau zu schwemmen.

Die
Nachfrage nach Brennholz war groß, vor allem in der Reichshauptstadt
Wien. Schwierig war jedoch die Überwindung der Hauptwasserscheide
zwischen Donau und Moldau bzw. Elbe. Das System aus 27 Zuflussbächen,
drei künstlichen Wasserreservoirs und dem Plöckensteinsee
hielt das Wasser nur während der Schneeschmelze so in Fluss,
dass die Baumstämme über die Wasserscheide geschwemmt
werden konnten. Der erste Teil des Kanals (Mündung Zwettlbach-Gr.
Mühl bis Hirschbergen, "Alter Kanal") wurde in
den Jahren 1789 bis 1793 errichtet. Beim Bau dieses 40 Kilometer
langen Stückes waren zeitweise 1200 Arbeiter beschäftigt.
Der "Neue Kanal" von Hirschbergen (einschl. Tunnel)
bis zum Lichtwasser (Svetla Voda) wurde erst nach dem Tod Rosenauers
zwischen 1821 und 1824 erbaut und ist 12 km lang. Im Jahr 1916
wurde das letzte Mal von der Wasserscheide über die Morau-Steilstufe
zur Gr. Mühl geschwemmt. Auf tschechischer Seite wurde der
Betrieb erst 1961 eingestellt.