Heimarbeiter
im Winter und Saisonarbeit im SommerNeben der Landwirtschaft und der Arbeit in den herrschaftlichen
Wäldern wurde als Zuerwerb und örtlich auch als Haupterwerb
Hausindustrie betrieben. Die Produktpalette reichte von Schnitz-
und Drechselwaren (Dachschindeln, Spanschachteln, Holzschuhe)
über Korbflechtereien, Stickereien und Webereien (Flachs)
bis zu Hinterglasbildern (Außergefild).
Auch
wenn die Landwirtschaft im Winter ruhte, betrieben die Waldbewohner
Heimarbeit.
Im Sommer wanderten große Teile der Bevölkerung als
Erntehelfer in die benachbarten agrarischen Gunsträume. Im
Gäuboden und der Hallertau ("Hopfenzupfen") verdingten
sich Saisonarbeiter aus dem nördlichen Teil des Waldgebietes.
In der Steiermark und Niederösterreich waren Arbeiter aus
dem südlichen umavagebiet anzutreffen. Solche Wanderungen
waren bis in die Nachkriegszeit üblich. Sie überlebten
bis heute als Berufspendlerwesen im strukturschwachen Waldgebirge.