Plattentektonik und Gebirgsbildung
Die Gebirgsbildung ist eng mit der Plattentektonik verbunden,
die besagt, daß die Erdkruste (Lithosphäre) in mehrere
Platten zerteilt ist, die ständig in Bewegung sind. Diese
"schwimmen" als selbständige Einheiten auf der
Asthenosphäre,
angetrieben durch die Konvektionsströme des heißen
Erdmantels. Der
Mechanismus, der zur Bewegung dieser Platten führt, ist allerdings
bis heute nicht genau bekannt. Die Erde war auch in erdgeschichtlicher
Vergangenheit in ständiger Bewegung: Schollen drifteten auseinander,
aufeinander zu oder aneinander vorbei. Damit stimmen weder die
heutigen Kontinente noch ihre Lage mit denen der erdgeschichtlichen
Vergangenheit überein. Zum Ende des Präkambriums,
vor etwa 250 Mio Jahren, existierte ein einziger großer
Kontinent Pangäa,
der sich von Pol zu Pol erstreckte und aus der Kollision mehrerer
kleinerer Kontinente entstand. Zum Zeitpunkt der variskischen
Orogenese während des Devons
und Karbons
konnten zwei Superkontinente Gondwana
im Süden und Laurasia
im Norden rekonstruiert werden. Die Kollision dieser Kontinente
ist ursächlich mit der variskischen
Gebirgsbildung in Zusammenhang zu bringen.

Konvektionsbewegungen: (a) Ein bekanntes Beispiel liefert Wasser, das in einem Topf erhitzt wird. (b) Dieses einfache Modell zeigt Konvektionsströmungen im Erdinneren, die die treibende Kraft für die Plattenbewegungen sein könnten. Dort, wo heißes Material nach oben steigt, werden die Platten in entgegengesetzte Richtung seitlich gezogen und getrennt. An anderen Plattengrenzen sinkt kaltes Material in die Tiefe ab und zieht dort die Platte mit nach unten.