aus: Press & Siever, 1995Plattentektonik und Gebirgsbildung

Kontinentaldrift - 250 Mio. Jahre im Zeitraffer Die Gebirgsbildung ist eng mit der Plattentektonik verbunden, die besagt, daß die Erdkruste (Lithosphäre) in mehrere Platten zerteilt ist, die ständig in Bewegung sind. Diese "schwimmen" als selbständige Einheiten auf der Asthenosphäre, angetrieben durch die Konvektionsströme des heißen Erdmantels. Der Mechanismus, der zur Bewegung dieser Platten führt, ist allerdings bis heute nicht genau bekannt. Die Erde war auch in erdgeschichtlicher Vergangenheit in ständiger Bewegung: Schollen drifteten auseinander, aufeinander zu oder aneinander vorbei. Damit stimmen weder die heutigen Kontinente noch ihre Lage mit denen der erdgeschichtlichen Vergangenheit überein. Zum Ende des Präkambriums, vor etwa 250 Mio Jahren, existierte ein einziger großer Kontinent Pangäa, der sich von Pol zu Pol erstreckte und aus der Kollision mehrerer kleinerer Kontinente entstand. Zum Zeitpunkt der variskischen Orogenese während des Devons und Karbons konnten zwei Superkontinente Gondwana im Süden und Laurasia im Norden rekonstruiert werden. Die Kollision dieser Kontinente ist ursächlich mit der variskischen Gebirgsbildung in Zusammenhang zu bringen.

aus: Press & Siever, 1995

Konvektionsbewegungen: (a) Ein bekanntes Beispiel liefert Wasser, das in einem Topf erhitzt wird. (b) Dieses einfache Modell zeigt Konvektionsströmungen im Erdinneren, die die treibende Kraft für die Plattenbewegungen sein könnten. Dort, wo heißes Material nach oben steigt, werden die Platten in entgegengesetzte Richtung seitlich gezogen und getrennt. An anderen Plattengrenzen sinkt kaltes Material in die Tiefe ab und zieht dort die Platte mit nach unten.