Der Gläserne Steig

Der Gläserne Steig führt den Wanderer auf überwiegend bequemen Wegen durch die naturnahe Kulturlandschaft und die ausgedehnten Bergwälder des Bayerischen Waldes. In sechs Tagesetappen geht es durch den Lamer Winkel, über das Arbergebirge in das Tal des Regenflußes nach Bayerisch Eisenstein und Zwiesel und weiter entlang des Nationalparks Bayerischer Wald über Spiegelau nach Grafenau.

Bei der Wanderung durch idyllische Heckenlandschaften, entlang verträumter Waldbäche oder durch urige Bergwälder ist die Geschichte dieser Landschaft, die Glastraditon, immer allgegenwärtig: Die zahlreichen am Weg befindlichen Orte und Weiler, deren Namen auf –hütte oder –schleif enden, weisen auf ehemalige Glashütten und Glasschleifen hin. Aber auch viele namhafte, noch in Betrieb befindliche Glashütten am Weg laden zu einer informativen Betriebsbesichtigung oder zu einem Bummel durch die Verkaufsräume ein. Das Mineralienmuseum in Lam, die ehemalige Quarzabbaustätte am Hennenkobel (Kiesau) oder das Glasmuseum in Frauenau runden das reichhaltige kulturelle Programm entlang des Gläsernen Steiges ab.

 

1. Etappe:

Arrach - Lohberg

 

 

Gläserner Steig        

Diese erste Etappe des Gläsernen Steiges führt, begleitet von zahlreichen schönen Ausblicken, durch das liebliche Tal des Lamer Winkel, das von den imposanten Bergketten des Ossers, des Kaitersberges und des Arbers malerisch eingerahmt wird. In stetigem Auf und Ab geht die Wanderung zwischen den zwei Gläsernen Toren in Arrach und Lohberg an zahlreichen ehemaligen Glashütten vorbei. Auch das Mineralienmuseum oder das historische Bergwerk in Buchet lohnen einen Besuch.

Ausgangspunkt/

Zwischenstationen/

Etappenziel

h

km

NN

G/R

Wanderzeit

Entfernung

Höhenlage

Einkehr/Rast

Arrach

 

 

489

R1

Engelshütt

0:45

3,3

570

G1

Lambach

1:15

3,6

700

 

Mariahilfkapelle.

0:30

1,7

814
G2

Buchet (Mineralienmuseum)

0:45

2,7

570

R2

Berghäusl / Silbersbach

0:45

2,5

680

G3-5

Eggersberg

0:15

1,6

680

 

Lohberg

0:30

1,9

647

G6-9

Gesamtstrecke

4:45

17,3

 

G = Gasthaus, Einkehrmöglichkeit; R = Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken

 


Wandern ohne Gepäck

Buchung über Verkehrsamt Bayerisch Eisenstein,

Schulbergstraße, 94252 Bayerisch Eisenstein, Tel. 09925/940316, Fax. 09925/478,

E-mail: info@bayerisch-eisenstein.de, Internet: www. bayerisch-eisenstein.de

 

Einkehr/Rast/Übernachtung

G1       Gasthof „Söll´n“, Engelshütt, mit Spielscheune und Biergarten

G2            Berggasthaus „Zur Rast“, Mariahilf-Kapelle

G3            Waldcafé-Brotzeitstube Berghäusl, Berghäusl 9, 93470 Lohberg, Tel. 09943/3214 , Donnerstag Ruhetag

G4       Café Sahneberg, Berghäusl 1, 93470 Lohberg, Tel. 09943/1803, Dienstag Ruhetag

G5            Osserhotel, Silbersbach 12, Tel. 09943/741, Mittwoch Ruhetag

G6            Hüttenschenke der Glashütte Sellner, Brennesstr. 1, 93470 Lohberg, Tel. 09943/902830, kein Ruhetag

G7       Gasthof Huber, Brennesstr. 3, 93470 Lohberg, Tel. 09943/1202, Mittwoch Ruhetag

G8       Gasthof „Zur Post“, Rathausweg 5, 93470 Lohberg, Tel. 09943/1264, Montag Ruhetag

G9       Hotel-Pension "zur Linde", Johannes Kollmer, Lindenweg 1, 93470 Lohberg, Telefon: +49(0)9943 / 1358, Email: anfrage@hotelpension-zur-linde.de, Internet: www.hotelpension-zur-linde.de

 

R1            Seepark Arrach mit Ruhebänken und Kiosk

R2            Picknicktisch mit schöner Aussicht am oberen Ortsrand von Buchet

 

Einkaufen:

mehrere Läden in: Lam (Buchet)

Lebensmittelläden in: Arrach, und Lohberg

Regionale Produkte: 

Lam: Laden mit großem Sortiment an regionalen Produkten

Lohberg: Schwarzauer-Waldlerhaus, Verkauf von regionalen Produkten

Telefon/Briefkasten: 

in Arrach, Lam, Lohberg

Bahnhöfe und Bushaltestellen:

Bushaltestelle in Arrach, Lam, Lohberg

 

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten

·        „Arracher Glastor“-Tor in Arrach

·        Seepark Arrach

·        St. Wolfgangskirche in Haibühl mit Hinterglasbilderausstellung

·        Engelshütt: Glasmacherdenkmal, das an die erste Glashütte im Lamer Winkel (um 1320) erinnert

·        ehem. Glasschmelzen in Schmelz, Hinterschmelz

·        ehem. Glashütte in Lambach, Franz-von-Baader Gedenkstein

·        Maria-Hilf-Kapelle bei Lam

·        Mineralienmuseum in Lam-Buchet

·        historisches Silber- und Flußspatbergwerk „Fürstenzeche“ in Lam-Buchet, Führungen Montag – Sonntag und 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr, Andere Termine nach Vereinbarung, Tel. 0991/8154, Goldwaschen möglich

·        Glashütte Sellner in Lohberg, Alte Kirche, Glashütte, Ausstellung, Verkauf und Hüttenschänke mit Biergarten, Brauerei- und Glashüttenführung, Tel. 09943/902830, Fax. 09943/902831, Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10-18 Uhr, Sa. u. So. 10-16 Uhr

·        Skulpturenpark und Glastor in Lohberg

·        Bayerwald-Tierpark Lohberg: Hier finden Sie über 300 Tiere des bayerisch-böhmischen Grenzgebietes mit ca. 70 Arten in natürlicher Umgebung. Darüber hinaus bietet unser wunderschöner Tierpark: Erholung, Information, Artenschutz, Naturlehrpfade, Streichelzoo, Aquarien, Kinderspielplatz, Neu: Urwaldhaus. Öffnungszeiten: Tierpark ganzjährig geöffnet. Infos bei Tourismus-Information Lohberg, Tel. 09943/9413-13.

·        Schwarzauer Bauernhaus: Neu ab Herbst 2000, Kunstgalerie Bayerischer Wald im revitalisierten „Schwarzauerhaus“ mit Bildern und historischer Gläsersammlung. Bauernladen. Öffnungszeiten: ganzjährig. Infos bei Tourismus-Information Lohberg, Tel. 09943/9413-13.

 

1. Etappe: Arrach – Lohberg

Der Startpunkt des Gläsernen Steigs ist gekennzeichnet durch das „Arracher Glastor", das anläßlich der Eröffnung der „Glasstraße" im Jahr 1997 von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl in Spiegelau signiert wurde. Dieses Glasmonument steht an der Glasstraße zwischen Hohenwarth und Lam auf Höhe des Arracher Ortsteiles Haibühl, 5 Gehminuten vom Bahnhof Arrach entfernt. Von hier geht die Wanderung zum „Arracher Seepark", vorbei an Badesee, Spielplatz und Kiosk. Beim Verlassen des Seeparks lohnt sich ein Abstecher zur St. Wolfgangskirche in Haibühl, in der eine Auswahl von Hinterglasbildern der bekannten Künstler- und Bildhauerfamilie Stoiber zu besichtigen ist (ca. 400m). Wieder auf der Hauptroute angekommen führt ein Schotterweg das Wiesenbachtal des Raitbaches hinauf. Vom Waldrand lohnt sich ein Blick zurück auf den Ort Arrach, der sich am Fuße des Großen Riedlsteins an die Bergflanke schmiegt.

Durch abwechslungsreiche Mischwälder gelangt man hinauf auf ein Panoramasträßchen nach Engelshütt, wo das Glasmacherdenkmal an die 1. Glashütte im Lamer Winkel (um 1320) erinnert. Nach Durchquerung des Ortes kann man vom Ortsrand einen herrlichen Blick in den Lamer Winkel auf den malerischen Luftkurort Lam und das dahinter aufragende Waldgebirge um den Großen und Kleinen Arber genießen. Den Felsengipfel des Kleinen Ossers vor sich steigt man nun auf kleinem Sträßchen das immer steiler und tiefer eingeschnittene Tal des Lambachs hinauf. Die Namen der kleinen Weiler Schmelz und Hinterschmelz deuten auf eine blühende Vergangenheit als Glasschmelzen hin.

Nach steilem Aufstieg gelangt man durch dichte Wälder zu der Rodungsinsel von Lambach mit seiner ehemaligen Glashütte und der Jugendstil-Villa des letzten Hüttenherren, dem heutigen Märchen- und Gespensterhaus. Unweit davon erinnert ein Gedenkstein an Franz von Baader, einem Pionier der Glasschmelzer. Ein steiler, steiniger Waldweg führt von hier zum höchsten Punkt dieser Etappe, der auf einem Waldgrat gelegenen Maria-Hilf-Kapelle. Auf dem Kreuzweg, einem steinigen Steig, geht es steil hinab, bis man unvermittelt aus dem Wald tritt und sich ein herrlicher Blick über den Lamer Winkel auf die Kaitersbergkette und das Arbermassiv offenbart.

Am Waldrand entlang erreicht man den Lamer Ortsteil Buchet. Hier führt die Glasbläser-Markierung die Osserstraße hinunter zum Mineralienmuseum. Dahinter biegt der Weg in einem spitzen Winkel ab. Man wandert das Bachtal auf der anderen Seite wieder hinauf zum historischen Silber- und Flußspatbergwerk „Fürstenzeche", das nachmittags in stündlich angebotenen Führungen besichtigt werden kann.

Von hier führt ein gut angelegter Wanderweg den Wald hinauf, vorbei an einem herrlichen Ausblick über Lam und den Lamer Winkel auf den Bergrücken des Hohen Bogen. Vom Wildgehege bei Silbersbach geht die Wanderung auf dem Ökologie-Erlebnisweg höhengleich durch Wälder und idyllische Weiden-Hecken-Landschaften, immer wieder begleitet von schönen Ausblicken auf Eggersberg und Schwarzenbach. Nach Überquerung eines lauschigen Waldbaches mit Kneippeinrichtungen verläßt man alsbald den Wald und erreicht, das mächtige Waldgebirge um Großen und Kleinen Arber nun schon ganz nah vor Augen, den Ort Lohberg. Im Ortskern kann man die Glashütte Sellner besichtigen, eine Studioglashütte mit Schmelzofen und einer Galerie in der alten Kirche. In dem Skulpturenpark der Glashütte steht das zweite Gläserne Tor, der gleichzeitige Endpunkt dieser Etappe.

 

 2. Etappe:

Lohberg –

Bayerisch Eisenstein 

 

Gläserner Steig

Auf dieser Etappe verläßt der Gläserne Steig den Lamer Winkel und überwindet das Arber-massiv, um über die Passhöhe des Brennes hinüber in den Grenzort Bayerisch Eisenstein zu gelangen. Bis auf die wenigen kleinen Rodungsinseln wandert man an diesem Tag auschließlich durch tiefe, urige Bergwälder und überwindet dabei mit gut 400 Höhenmetern den größten Höhenunterschied entlang des Gläsernen Steiges. Höhepunkte der Wanderung sind zweifellos das urige Waldschluchttal des Sollerbaches und der idyllische Kleine Arbersee mit seinen schwimmenden Inseln am Fuße des Großen Arbers.

Ausgangspunkt/

Zwischenstationen/

Etappenziel 

h

km

NN

G/R

Wanderzeit

Entfernung

Höhenlage

Einkehr/Rast

Lohberg

 

 

647

G1-3

Zackermühle

0:15

1,4

590

 

Kleiner Arbersee

2:15

5,8

918

G4, R

Mooshütte

0:30

2,4

920

G5

Brennes

0:30

1,4

1036

G6

Bayerisch Eisenstein

1:30

6,5

700

G

Gesamtstrecke

5:00

17,5

 

G = Gasthaus, Einkehrmöglichkeit; R = Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken

 

Wandern ohne Gepäck

Buchung über Verkehrsamt Bayerisch Eisenstein,

Schulbergstraße, 94252 Bayerisch Eisenstein, Tel. 09925/940316, Fax. 09925/478,

E-mail: info@bayerisch-eisenstein.de, Internet: www. bayerisch-eisenstein.de

Einkehr/Rast/Übernachtung

G1            Hüttenschenke der Glashütte Sellner, Brennesstr. 1, 93470 Lohberg, Tel. 09943/902830, kein Ruhetag

G2       Gasthof Huber, Brennesstr. 3, 93470 Lohberg, Tel. 09943/1202, Mittwoch Ruhetag

G3       Gasthof „Zur Post“, Rathausweg 5, 93470 Lohberg, Tel. 09943/1264, Montag Ruhetag

G4            Gasthaus Seehütte mit Biergarten/Aussichtsterrasse am Kleinen Arbersee, Tel. 09943/1385, kein Ruhetag

G5            Berggasthof in Mooshütte 2, Tel. 09943/905030, kein Ruhetag

G6            Sporthotel Brennes

G         mehrere Gasthäuser und Cafés in Bayerisch Eisenstein

Einkaufen:

Lebensmittelläden in: Lohberg und Bayerisch Eisenstein

Regionale Produkte: 

Lohberg: Schwarzauer-Waldlerhaus, Verkauf von regionalen Produkten

Telefon/Briefkasten: 

in Lohberg und Bayerisch Eisenstein

Bahnhöfe und Bushaltestellen: Bahnhof der Waldbahn in Bayerisch Eisenstein, Bushaltestelle in Lohberg, am Brennes, in Bayerisch Eisenstein

 

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten

·        Glashütte Sellner in Lohberg, Alte Kirche, Glashütte, Ausstellung, Verkauf und Hüttenschänke mit Biergarten, Brauerei- und Glashüttenführung, Tel. 09943/902830, Fax. 09943/902831, Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10-18 Uhr, Sa. u. So. 10-16 Uhr

·        Skulpturenpark und Glastor in Lohberg

·        Tierpark in Lohberg: Kurzbeschreibung, Adresse, Öffnungszeiten?

·        Schwarzauer Bauernhaus: Kurzbeschreibung, Adresse, Öffnungszeiten?

·        Kleiner Arbersee, ehem. Glashütte von 1780-1800

·        Mooshütte, ehem. Glashütte von 1640 - 1651

·        Grafhütte

·        Bayerisch Eisenstein: Grenzbahnhof mit grenzüberschreitendem Informationszentrum und historischem Restaurant, Grenzglashütte, Lokalbahnmuseum

 

 

2. Etappe: Lohberg – Bayerisch Eisenstein

Vom Ortskern in Lohberg überquert man die Straße, die den Lamer Winkel über die Passhöhe Brennes mit Bayerisch Eisenstein und Zwiesel verbindet. Vorbei am Verkehrsamt gelangt man auf einem schönen Feldweg ortsauswärts. Durch einen alten Hohlweg im Wald geht die Wanderung hinunter in das Tal des Weißen Regens zur Zackermühle, dem gleichzeitig tiefsten Punkt dieser Etappe. Hier besteht die Möglichkeit, den Bayerwald-Tierpark in Lohberghütte, ca. 5 Gehminuten von der Zackermühle entfernt, zu besuchen.

Hier beginnt der Aufstieg zum Kleinen Arbersee. Schon bald taucht man ein in die tiefen und dichten Bergwälder des Arbergebirges, durch die - mit Ausnahme des Kleinen Arbersees und der Rodungsinseln um die kleinen Weiler - die gesamte heutige Wanderung führt. Genießen sie die würzige Waldluft und die vielfältigen Erscheinungsformen, mit denen sich das Ökosystem Bergwald dem Wanderer offenbart: moosbewachsene Felsen, flechtenbehangene Zweige, Stelzwurzelbäume, mal rauschende, mal gurgelnde Bergbäche.

Von der Zackermühle geht es zunächst auf einem Sträßchen in Richtung Schneiderberg sanft bergan, bis der Wanderweg abzweigt und einem kleinen Waldbach folgend das Tal des Sollerbachs erreicht. Auf steinigem Weg folgt man der herrlichen, urigen Waldschlucht bachaufwärts bis zu einer Kaskade kleiner Wasserfälle. Hier verläßt der Gläserne Steig den Sollerbach und steigt steil hinauf über eine Anhöhe zum Kleinen Arbersee.

Malerisch liegt dieser Bergsee mit seinen schwimmenden Inseln zu Füßen der Steilwände von Großem und Kleinen Arber. Der ehemalige Eiszeitsee, der heute mit den umliegenden Bergwäldern, Mooren und Felsgebieten als Naturschutzgebiet geschützt ist, wurde früher zur Holztrift angestaut und damit erheblich vergrößert. An seinem Nordostufer stand 1780 bis 1800 eine kleine Glashütte. Informationstafeln führen auf einem unbedingt empfehlenswerten Rundweg um den See. Das Seehäusl lädt zur Einkehr mit herrlichem Blick auf See und Berge.

Vom kleinen Arbersee geht die Wanderung auf bequemen Wanderwegen höhengleich zu der Rodungsinsel von Mooshütte, wo 1640-1651 die ehemalige Glashütte Moserhütte in Betrieb war. Genießen sie noch einmal die schöne Ausblicke über das wilde Waldgebirge, dann führt sie der Weg ein letztes Stückchen hinauf zu der Passhöhe am Brennes. Beim Sporthotel überquert man die Straße zu Sesselbahn und Großem Arbersee. Auf bequemen Forststraßen durch dichte Wälder geht es nun in gleichmäßig sanfter Steigung hinunter über den Weiler Grafhütte in den Grenzort Bayerisch Eisenstein. Der große Wegestern im Wanderpark markiert den Endpunkt dieser Etappe. Zum Ausklang des erlebnisreichen Tages können Sie den Grenzbahnhof mit dem grenzüberschreitenden Informationszentrum und dem historischen Restaurant besuchen oder in der Grenzglashütte gleich neben dem Bahnhof zu einer deftigen Brotzeit dem Glasbläser am Glasofen zuschauen.

 

3.Etappe:

Bayerisch Eisenstein - Rabenstein

 

 

Gläserner Steig

Von Bayerisch Eisenstein geht die Wanderung auf bequemen Forststraßen über die malerischen ehemaligen Glashüttendörfer Arberhütte, Seebachschleife und Regenhütte das Regental hinunter. Dann folgt ein anstrengender Aufstieg auf steilen Pfaden durch tief eingeschnittene Bergbachtäler. Doch für die Mühen wird der Wanderer belohnt mit dem verträumten kleinen Glasmacherweiler Schachtenbach und dem alten Quarzsteinbruch bei der „Kiesau“. Von hier geht es zügig hinab auf bequemer Forststraße in das geschichtsträchtige Örtchen Rabenstein.

Ausgangspunkt/

Zwischenstationen/

Etappenziel 

h

km

NN

G/R

Wanderzeit

Entfernung

Höhenlage

Einkehr/Rast

Bayerisch Eisenstein

 

 

700

G, R1

Arberhütte

0:30

2,4

710

G1

Regenhütte

1:15

5,4

620

G2

Schachtenbach

1:15

2,7

921

R2

Rote Höhe

0:15

1,0

1000

 

historischer Quarzbruch „Kiesau“

0:30

1,9

900

R3

Rabenstein

0:45

3,5

671

G3-5

Gesamtstrecke

4:30

16,9

 

G = Gasthaus, Einkehrmöglichkeit; R = Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken

 

Wandern ohne Gepäck

Buchung über Verkehrsamt Bayerisch Eisenstein,

Schulbergstraße, 94252 Bayerisch Eisenstein, Tel. 09925/940316, Fax. 09925/478,

E-mail: info@bayerisch-eisenstein.de, Internet: www. bayerisch-eisenstein.de

 

Einkehr/Rast/Übernachtung

G         mehrere Gasthäuser und Cafés in Bayerisch Eisenstein

G1            Gaststätte Arberhütte mit Biergarten und Spielplatz

G2            Gasthaus Sperl in Regenhütte, Adresse, Tel., Ruhetag?

G3       Café Restaurant „Am Dorfplatz“ in Rabenstein, mit Biergarten

G4       Café Petrich in Rabenstein

G5       Gasthof „Zum bayerischen Hochwald“ in Rabenstein

 

R1            Wanderpark mit Spielplatz und Ruhebänken in Bayerisch Eisenstein

R2            Picknicktisch mit Quellbrunnen unter mächtigem Baum in Schachtenbach

R3            Picknicktisch und Informationstafeln im ehemaligen Quarzbruch bei der „Kiesau“

 

Einkaufen:

mehrere Läden in Bayerisch Eisenstein

Lebensmittelladen in: Bayerisch Eisenstein und Rabenstein

Regionale Produkte: 

Telefon/Briefkasten: 

in Bayerisch Eisenstein, Rabenstein, Theresienthal

Bahnhöfe und Bushaltestellen:

Bahnhof der Waldbahn in Bayerisch Eisenstein

Bushaltestelle in Bayerisch Eisenstein, Regenhütte, Rabenstein

 

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten

·      Bayerisch Eisenstein: Grenzglashütte, Lokalbahnmuseum, Wanderpark, Grenzbahnhof mit grenzüberschreitendem Informationszentrum

·      Arberhütte

·      Seebachschleife

·      Regenhütte: Glashütte und Tiermuseum

·      Schachtenbach

·      Quarzbruch bei der Kiesau

·      Rabenstein: alte und neu Kirche

 

3. Etappe: Bayerisch Eisenstein – Rabenstein

Durch den Wanderpark verläßt man in südwestlicher Richtung Bayerisch Eisenstein und folgt dem orographisch rechten Ufer des Großen Regens ortsauswärts. Bei der Eisensteiner Mühle verläßt der Gläserne Steig für kurze Zeit das Regental, um hinaufzusteigen zu dem ehemaligen Glashüttenstandort Arberhütte. Die alten Holzschindelhäuschen mit den grünen Kupferdächern liegen malerisch über die idyllischen Bergwiesen verstreut. Ein Gasthof lädt mit seinem Biergarten zur ersten Rast.

Zügig geht es nun wieder hinunter auf den geschotterten Radweg, der parallel zum Flußwanderweg durch ausgedehnte Hangwälder das Regental abwärts führt. Zwischen Waldrand und Weiden durchwandert man die langgestreckte Rodungsinsel der ehemaligen Seebachhütte in dem Weiler Seebachschleife. Bald darauf erreicht man das alte Glasmacherdorf Regenhütte, wo man die ALWE-Kirstallgalshütte (1870 erbaut) oder das Tiermuseuem besuchen kann.

Hier verläßt nun der Wanderweg das Regental und beginnt den steilen Aufstieg durch steile Bergbachtäler hinauf zu dem verträumten Weiler Schachtenbach mit seinem idyllischen kleinen Waldteich und dem 100 Jahre alten Holzforsthaus. Auf einer Informationstafel kann man nachlesen, daß hier vor gut 130 Jahren eine bekannte Glashütte mit Weltruf stand. Das Schachtenbacher Beinglas wurde einst bis an den Zarenhof nach Rußland verkauft und zählt heute zu den begehrtesten Sammlerstücken. Der Picknicktisch bei einem kleinen Quellbrunnen unter einer mächtigen Esche lädt ein zu einer kleinen Verschnaufpause.

Dann geht es nochmals steil bergauf bis zum höchsten Punkt der heutigen Etappe, einer kleinen Schutzhütte bei der Roten Höhe. Von hier wandert man zügig abwärts auf bequemen Forststraßen. Zur Rechten taucht bald ein mit Birken und krüppligen Fichten bestandenes Moor auf, die als Naturschutzgebiet geschützte „Kiesau". Von der großen, asphaltierten Forststraßenkreuzung, bei der eine weitere kleine Schutzhütte steht, lohnt sich ein kleiner Abstecher nach rechts. Auf dem Wanderweg in Richtung Bodenmais gelangt man entlang der Kiesauer Moorflächen nach ca. 400 Metern zu einem alten Quarzbruch. Fünf Informationstafeln erzählen in Text und Bildern die Geschichte des alten Bergstollens, vom historischen Handwerk der Glasherstellung, von weltberühmten Mineralien, die hier am Hennenkobel gefunden wurden und von den seltenen Fledermausarten, die den alten Stollen heute als Balz- und Winterquartier nutzen. Anhand präparierter Felsbrocken kann man die Hauptgesteinsarten des Bayerischen Waldes studieren und sich anschließend an dem Picknicktisch von dem anstrengenden Aufstieg erholen.

Von der Forststraßenkreuzung schlängelt sich eine kleine Straße die bewaldeten Hänge des Hennenkobels hinunter zu dem Ort Rabenstein. Vorbei an dem prächtigen Schloß (heute eine Kurklinik) erreicht man den Dorfplatz mit seinem modernen Kirchenbau aus Stein, Holz und Glas, drei charakteristischen Materialien des Bayerischen Waldes.

 

4. Etappe:

Rabenstein – Frauenau

 

 

Gläserner Steig

Kurz unterhalb von Rabenstein liegt der „Glaspark“ im Zwieseler Theresienthal, wo Glasliebhaber in den Verkaufshäusern mehrerer namhafter Glashersteller auf ihre Kosten kommen. Nach einer Besichtigung der Glashütte geht es über den Panoramaweg zum Bauernhausmuseum in Lindberg. Dann folgt eine abwechslungsreiche Waldwanderung entlang des Nationalparks Bayerischer Wald. Dabei besucht man die verträumten ehemaligen Glashüttenorte Spiegelhütte und Buchenau und wandert über den großen Stausee des Trinkwasserspeichers hinunter zu Wildgehege und Gutsgebäuden des Freiherrn von Poschinger in Oberfrauenau. Durch eine herrliche alte Allee wird bald darauf das Ziel der heutigen Etappe erreicht, der historische Glasort Frauenau.

Ausgangspunkt/

Zwischenstationen/

Etappenziel 

h

km

NN

G/R

Wanderzeit

Entfernung

Höhenlage

Einkehr/Rast

Rabenstein

 

 

671

G1-3

Theresienthal

0:30

2,6

580

G4

Lindberg

0:45

2,7

663

G5-7

Spiegelhütte

1:00

4,3

743

G8-9

Buchenau

0:45

3,1

743

G10

Oberfrauenau

1:15

5,5

714

G11

Frauenau

0:30

2,1

624

G

Gesamtstrecke

4:45

20,3

 

G = Gasthaus, Einkehrmöglichkeit; R = Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken

Wandern ohne Gepäck

Buchung über Verkehrsamt Bayerisch Eisenstein,

Schulbergstraße, 94252 Bayerisch Eisenstein, Tel. 09925/940316, Fax. 09925/478,

E-mail: info@bayerisch-eisenstein.de, Internet: www. bayerisch-eisenstein.de

 

Einkehr/Rast/Übernachtung

 

G1       Café Restaurant „Am Dorfplatz“ in Rabenstein, mit Biergarten

G2       Café Petrich in Rabenstein

G3       Gasthof „Zum bayerischen Hochwald“ in Rabenstein

G4       Gasthof „ Theresienhof“ im Glaspark, Theresienthal, Zwiesel

G5       Hotel Ahornhof, Lehen 35a, 94227 Lindberg, Tel. 09922/8530, kein Ruhetag

G6            Terassenafe-Bistro „Sowieso“, Reisweg 8aTel. 09922/869786

G7            Gasthaus „zur Bärenhöhle“ im Bauernhausmuseum, Kramerstr., 94227 Lindberg,, Tel. 09922/1293 o. 9346

G8       Hotel Arberschlößchen mit Biergarten in Spiegelhütte

G9            Gasthaus zur Tanne in Spiegelhütte, Montag Ruhetag

G10     Gasthof zum Latschensee, Buchenau, Tel. 09926/291

G11            Gutsgasthof, Oberfrauenau 13, 94258 Oberfrauenau, Tel. 09926/1494, Biergarten

G         mehrere Gasthäuser und Cafés in Frauenau

Einkaufen:

mehrere Läden in: Frauenau

Lebensmittelläden in: Lindberg, Frauenau

Regionale Produkte: 

Oberfrauenau: Fleisch- und Wurstprodukte vom eigenen Wild

Telefon/Briefkasten: 

in Lindberg, Frauenau

Bahnhöfe und Bushaltestellen:

Bahnhof der Waldbahn in Zwiesel und Frauenau

Bushaltestelle in Theresienthal, Lindberg, Spiegelhütte, Frauenau

 

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten

·      Glaspark Theresienthal: Theresienthaler Krystallglasmanufaktur- Werdegang bis zum Jahr 1421 zurückzuverfolgen – heutige Hütte 1836 erbaut – Hoflieferanten der Zaren in Petersburg und der französischen Fürstenhäuser – reine Mundblashütte, keine Maschinenfertigung. Glasverkauf und Glashüttenbesichtigung

·      Bauernhausmuseum in Lindberg: 1575 erstmals urkundlich erwähnt. Haupthaus und Austragshaus, ganz in Hozbauweise erstellt, gelten als die letzten Zeugen bäuerlicher Wohnhauskultur. Zusammen mit einer der letzten Holzkapellen (mit einer Glasglocke im Turm) des Bayerischen Waldes bietet sich hier dem Betrachter ein Gesamtbild, wie es früher einmal war. Über dem Eingang zum Wirtshaus „Bärenhöhle“ wacht einer der letzten Bayerwaldbären. Durch niedrige, im bäuerlichen Stil bemalte Türen konnte man in mehrere kleine Räume, in denen sich die Gäste bei einer bayerischen Brotzeit und einem extra für dieses Gasthaus gebrauten Bier ausruhen können. Öffnungszeiten: Ostersonntag bis 31. Oktober täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr.

·      Spiegelhütte: Von 1836 bis 1931 arbeitete in Spiegelhütte eine bedeutende Glashütte. An die einst so stolze Glashüttenzeit erinnern heute noch die Direktor-Villa und die „Große Schleif“, in welcher die kostbaren Kristall-Hohlgläser veredelt wurden.

·      Nationalpark Bayerischer Wald: Der Gläserne Steig verläuft von Spiegelhütte bis St. Oswald entlang des Nationalparks Bayerischer Wald.

·      Buchenau: Von 1629 bis 1933 arbeitete in dem Hüttengut Buchenau eine Glashütte. Unter dem Gutsherren Ferdinand Poschinger erlangte die Produktion Weltgeltung. Buchenau wurde berühmt für farbiges Flachglas. Das Antikglas war begehrt für Kirchenfenster. Die Weltwirtschaftskrise, der große Windbruch 1929 und familiäres Unglück führten zum Erlöschen der Glasöfen im Jahre 1933. Die Bayerische Staatsregierung ist heute in Besitz des Gutes mit seinem großen Waldbesitz. Das 1868 erbaute Schloß wurde an einen Privatmann verkauft.

·      Gut Oberfrauenau des Freiherrn Poschinger: Wildgehege, eigene Metzgerei mit Verkauf, Waldlehrpfad, Streichelzoo

·      Sehenswürdigkeiten in Frauenau:

·      Glasmuseum: Ein unvergeßliches Erlebnis im traditionsreichen Glasmacherort Frauenau ist der Besuch im Glasmuseum. In den verschiedenen Abteilungen des Glases von der Antike bis zur Gegenwart, Technologie des Glases, Glas in Wissenschaft und Technik, Glas aus dem Bayerischen Wald und Internationale moderne Glaskunst erlebt der Besucher die Faszination eines jahrtausendealten Werkstoffes, der auch im Bayerischen Wald seit Jahrhunderten hergestellt wird. Öffnungszeiten: 15.05.-31.10. von 9.00 – 17.00 Uhr, 20.12. – 14.05 von 10.00 – 16.00 Uhr, Montags geschlossen

·      Glashütte Eisch: Sie ist mit 150 Mitarbeitern einer der großen Hersteller handgefertigter Gläser in Deutschland. Die gesamte Eischkollektion finden Sie im neuen großzügig gestalteten Werksverkauf. Öffnungszeiten: Mo.-Do. 9.00 - 11.30 Uhr u. 13.00 – 14.45 Uhr, Fr.-Sa. 9.00 – 11.45 Uhr

·      Glashütte Poschinger: Seit über 400 Jahren prägt die Poschinger-Hütte die Geschichte des Bayerischen Waldes. Sie ist die älteste Glashütte des Bayerischen Waldes mit der ältesten Familientradition der Welt. Im Glasladen „Der Glasbaron“ finden Sie eine große Auswahl wertvoller Poschinger-Gläser und Arbeiten zeitgenössischer Glaskünstler. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9.30 – 14.30 Uhr, Sa. 9.00 – 13.00 Uhr. Werksverkauf.

·      KSS Spiegelau Werk 2 Frauenau: (ehemals Gistl), keine Besichtigung, maschinelle Glasherstellung, Werksverkauf

 

4. Etappe: Rabenstein – Frauenau

Entlang des Radweges geht die Wanderung durch Klautzenbach hinunter an den Großen Regen, den man beim Glaspark in Theresienthal überquert. Zahlreiche namhafte Glashersteller bieten hier ihre Erzeugnisse zum Kauf an. Auch eine Hüttenführung wird Angeboten.

Auf dem „Glasschleiferweg" steigt der Wanderweg durch die Rotkotsiedlung den Gegenhang des Regentals wieder hinauf. In den Namen der Querstraßen wie „Grubenweg", „Schmelzerweg" oder „Hüttenweg" begegnet einem die alte Glasmachertradition dieser Gegend wieder. Vom Waldrand am oberen Siedlungsrand blickt man nochmals zurück über die Stadt Zwiesel mit ihrem „Bayerwald-Dom", der gut 100-jährigen gotischen Stadtpfarrkirche aus Backstein. Auf lauschigen Waldpfaden und über schöne Feldwege erreicht der Wanderer schließlich den Ort Lindberg mit seinem Bauernhausmuseum und dem prächtigen Schulhaus.

Von Lindberg nach Spiegelhütte verläuft der Gläserne Steig auf gleicher Strecke mit dem Gunthersteig, einem weiteren Fernwanderweg, der auf den Spuren des Rodungsmönches St. Gunther von Niederalteich über das Grenzgebirge ins Böhmische führt.

In dem Ortsteil Lehen taucht der Wanderer ein in die ausgedehnten Wälder des bayerisch-böhmischen Gebirgskammes und wandert zunächst auf kleinen Pfaden, z.T. entlang einer kleinen Waldstraße, dann auf Schotterwegen. Wildromantische Waldwiesen mit gurgelnden Bächen kündigen die Rodungsinsel von Spiegelhütte an. In diesem Waldlerdorf erinnern die prächtigen alten Gebäude, insbesondere das herrschaftliche Schloß, sowie das imposante Forsthaus und das Schulgebäude an die vergangene Blütezeit der einstigen Glashüttenortschaft.

Über einen Waldrücken gelangt man auf bequemen Waldwegen in das nächste Bachtal, in dem die schönen alten Gebäude und Höfe von Buchenau angesiedelt sind. Vorbei an dem kleinen Schlößchen geht die Wanderung durch von Alleebäumen gesäumte Feldwege wieder ortsauswärts. Durch den Wald erreicht man bald die schmale Straße, die hinauf zum Frauenauer Trinkwasserspeicher führt. Von dem mächtigen Staudamm hat man einen guten Blick über die riesige, von Waldhängen eingerahmte Wasserfläche.

Vom anderen Ufer geht es dann auf breiten, unbefahrenen Forststraßen sanft hinab zu dem Gut von Oberfrauenau. Entlang des Wildgeheges erreicht man bald die Gutsgebäude des Freiherrn von Poschinger, dessen Glashütte in Frauenau der Welt älteste in Familienbesitz ist. Wildgehege, Waldlehrpfad, Streichelzoo, Spielplatz, die Metzgerei mit eigenen Wildfleischprodukten und der Gasthof mit Freisitz bieten reichlich Gelegenheit zum Verweilen und Rasten.

Durch eine alte Allee erreicht man bald schon die ersten Häuser von Frauenau und wandert durch den Ortskern, in dem die große Glasmachertradition in zahlreichen Glasläden und -galerien allgegenwärtig ist. Drei Glashütten mit Weltruhm (Poschinger, Eisch und Nachtmann, früher Gistl) sind heute noch in Betrieb. Bei Führungen durch die Glashütten Poschinger und Eisch und einem Besuch des Glasmuseums kann man sich ausführlich zu allen Fragen rund ums Glas informieren und vielgestaltige Glaskunstwerke bewundern. Aber auch die alte Rokokokirche von 1759 lohnt eine Besichtigung.

 

5. Etappe:

Frauenau – Spiegelau

 

Gläserner Steig

Den Vormittag dieses relativ kurzen Wandertages sollten Sie nutzen zu einem Besuch des Glasmuseumes, zur Besichtigung der Glashütten Poschinger oder Eisch, oder zu einem Bummel durch die zahlreichen Glasläden und –galerien. Dann geht die auf überwiegend bequemen Schotterwegen durch ausgedehnte Wälder. Immer wieder öffnet sich der Wald zu kleinen Rodungsinseln, ehemaligen Glashüttenstandorten, wo die Siedler eine Insel in den Wald schlugen und kleine Weiler oder größere Siedlungen entstanden sind. So gelangt man über den verträumten Weiler Flanitzhütte zu der Streusiedlung von Althütte und über Klingenbrunn schließlich nach Spiegelau, wo die noch in Betrieb befindliche Glashütte zu Hüttenbesichtigung und zu Fabrikverkauf einlädt.

Ausgangspunkt/

Zwischenstationen/

Etappenziel 

h

km

NN

G/R

Wanderzeit

Entfernung

Höhenlage

Einkehr/Rast

Frauenau

 

 

624

G

Flanitzhütte

1:00

4,2

655

 

Althütte

1:00

3,2

800

G1

Klingenbrunn

0:45

3,0

818

G2-5

Spiegelau

0:45

3,5

759

G6-8

Gesamtstrecke

3:30

13,9

 

G = Gasthaus, Einkehrmöglichkeit; R = Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken

Wandern ohne Gepäck

Buchung über Verkehrsamt Bayerisch Eisenstein,

Schulbergstraße, 94252 Bayerisch Eisenstein, Tel. 09925/940316, Fax. 09925/478,

E-mail: info@bayerisch-eisenstein.de, Internet: www. bayerisch-eisenstein.de

Einkehr/Rast/Übernachtung

G         mehrere Gasthäuser und Cafés in Frauenau

G1       Cafe – Restaurant Bergmann, Althütte, täglich geöffnet, durchgehend warme Küche

G2       Gasthof „Zur alten Post“, Klingenbrunn

G3       Hotel Hochriegel, Klingenbrunn

G4       Gasthof „Zum Ludwigstein“, Klingenbrunn

G5       Regas Pilsstube, Klingenbrunn, mit Biergarten

G6       Gasthof Genosko, Hauptstr. 11, 94518 Spiegelau, Tel. 08553/973770

G7       Pension Würzbauer, Hauptstraße 68, 94518 Spiegelau, Tel. 08553/1227

G8       Pension G. Hartl, Pfarrer-Schweikl-Str. 4, 94518 Spiegelau, Tel. 08553/96170 und  1224

            www.pensionhartl.de

Einkaufen:

mehrere Läden in: mehrere Läden in Frauenau u. Spiegelau

Lebensmittelläden in: Frauenau, Klingenbrunn u. Spiegelau

Regionale Produkte: 

Wochenmarkt am alten Sportplatz in Spiegelau, jeweils Mittwoch-Vormittag (7-12 Uhr)

Telefon/Briefkasten: 

in Frauenau, Klingenbrunn und Spiegelau

Bahnhöfe und Bushaltestellen:

Bahnhof der Waldbahn in Frauenau, Spiegelau

Bushaltestelle in Frauenau, Althütte, Klingenbrunn, Spiegelau

 

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten

·      Frauenau:

·      Flanitzhütte: Im Jahre 1840 wurde die Glashütte in Althütte von Josef von Maiern an den Flanitzbach nach Flanitzhütte verlegt, welche im Volksmund „Maierhütte“ nach deren Erbauer genannt wurde. In dieser Glashütte wurden hauptsächlich Tafel- und Hohlglas gefertigt, das vor allem in der Medizin und im Laborbereich ihren Einsatz fand. Auch wurden sogenannte „Römer-Gläser“, welche besonders im Rheinland bekannt sind, in allen Farben mit gesponnenem Glasfuß hergestellt. Die Flanitzhütte erlosch im Jahre 1929 anläßlich der Weltwirtschaftskrise.

·      Althütte: Der damalige Hüttenmeister Willibald Preißler verlagerte im Jahre 1680 seine Glashütte vom Ochsenkopf nach Althütte, welche 1756 von Raubgesindel geplündert und abgebrannt worden ist. Im gleichen Jahr wurde die Glashütte mit einem Wohnhaus wieder aufgebaut. Ab 1763 wurde das Land um die Glashütte urbar gemacht und es siedelten sich Leute an, so daß eine Ortschaft namens Althütte entstand. Die Glashütte bestand bis zum Jahr 1830, wobei Felix von Hilz als letzter Besitzer bekannt war.

·      Spiegelau: Mit Holz und Stein wurde die Glashütte in Spiegelau von Erasmus Mosberger im Jahre 1520 erbaut. Mit der Auflage, diese an seinen Vetter Sigmund Frisch zu verkaufen, vermachte er in seinem Testament vom 17.03.1521 die komplette Glashütte an die Kirche von Grafenau. Im Jahre 1542 erhält Achatz Frisch als dessen Nachfolger den Erbrechtsbrief mit 82 Tagwerk Grund und 9000 Tagwerk Hüttenwaldungen am Rachel. Nach mehreren Standortwechseln kehrte die Glashütte im Jahre 1840 an den ursprünglichen Standort zurück. Öffnungszeiten der Kristallglasfabrik Spiegelau, Hauptstr. 2, Tel. 08553/2400: Mo.-Fr. 9.30-18.00 Uhr, Sa. 9.30-16.00 Uhr, So. + Feiertage (Mai-Oktober) 11-16 Uhr. Außerdem sehenswert: Schnapsmuseum in Spiegelau. Kurpark mit 3 kleinen Seen, Naturkneippanlage, beheiztes Freibad.

·      Nationalpark Bayerischer Wald: Meditationspfad Aufichtenwaldsteg und Waldspielgelände bei Spiegelau; Nationalparkinfohaus „Hans-Eisenmann-Haus mit dem Nationalparkbus zu erreichen

Interreg-Projekt

Fernwanderwege im Bayerischen Wald

 

5. Etappe: Frauenau – Spiegelau

Nach Überquerung der Bahngleise geht die Wanderung eine kleine Siedlungsstraße hinauf, von der sich immer wieder schöne Blicke zurück über Frauenau und das Waldgebirge dahinter ergeben. Dann geht es über einen Waldrücken auf wurzlig-steinigen Wegen hinunter ins Tal des lauschigen Waldbaches Flanitz, dem man durch ausgedehnte Wälder bequem aufwärts folgt zu dem kleinen Weiler Flanitzhütte, wo 1840 bis 1929 die „Maierhütte", die Glashütte des Josef von Maiern stand.

Auf der idyllischen kleinen Rodungsinsel, die heute von den Waldrändern her langsam wieder zuwächst, befinden sich heute nur noch ein paar alte Höfe, die von einem kleinen Solarpark mit Strom versorgt werden. Vorbei an den zahrleichen, insg. 360 m2 großen Solarmodulen gelangt man auf eine geschotterte Forststraße, die durch dichte Wälder weit hinauf führt zu der nächsten Rodungsinsel.

In Althütte wurden ab 1763 Grund und Boden um die damalige Glashütte urbar gemacht, so daß die heutige Siedlung entstand, in der die zahlreichen Höfe malerisch über Wiesenbuckel verstreut sind. Im Hintergrund ergeben sich mächtig die Berge des bayerisch-böhmischen Grenzkammes.

Auf einem Feldweg entlang der Straße gelangt man wieder in den Wald, wo man nach kurzem Stück auf der schwach befahrenen Straße bald wieder auf bequemen Schotterwegen das Schneiderbachtal entlang wandert. Von der Brücke über den idyllischen Waldbach geht es dann allerdings steil hinauf, vorbei an der Fatima-Kapelle nach Klingenbrunn. Hier trifft man auf den Pandurensteig, einem weiteren attraktiven Fernwanderweg, der von Waldmünchen entlang des Pfahles hierher führt und weiter ins Ilztal hinunter bis nach Passau verläuft. Ihm folgt man ein Stück durch Siedlungsstraßen und durch Wald über einen kleinen Waldrücken hinunter nach Spiegelau. Schon im Jahr 1520 wurde hier eine Glashütte erbaut. Heute ziehen Glashüttenführungen und Fabrikverkauf in der Kristallglasfabrik Spiegelau zahlreiche Besucher an.

 

 

 6. Etappe:

Spiegelau – Grafenau

 

 

Gläserner Steig

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Etappen wandert man heute wieder mehr durch offene Kulturlandschaft mit Wiesen, Hecken, idyllischen Bachtälern und kleinen Dörfern. Die Höhenrücken von Höhenbrunn und St. Oswald, aber auch von Rosenau bieten herrliche Aussichten über die Waldgebirge des Nationalparks Bayerischer Wald sowie über die stark reliefierte Kulturlandschaft um Grafenau. In St. Oswald kann das Waldgeschichtliche Museum besichtigt werden. Von dort gelangt man auf den Spuren der alten Salzsäumer, auf der „Guldenstrass“ in die Stadt Grafenau, dem Endpunkt des Gläsernen Steiges.

Ausgangspunkt/

Zwischenstationen/

Etappenziel 

h

km

NN

G/R

Wanderzeit

Entfernung

Höhenlage

Einkehr/Rast

Spiegelau

 

 

759

G1-3

Riedlhütte

0:30

2,3

750

G4

Höhenbrunn

0:45

3,0

810

 

St. Oswald

0:30

1,8

797

G5-6

Rosenau

0:45

2,8

641

G7

Grafenau

0:45

3,2

580

G8

Gesamtstrecke

3:15

13,1

 

G = Gasthaus, Einkehrmöglichkeit; R = Rastmöglichkeit mit Tisch und Bänken

Wandern ohne Gepäck

Buchung über Verkehrsamt Bayerisch Eisenstein,

Schulbergstraße, 94252 Bayerisch Eisenstein, Tel. 09925/940316, Fax. 09925/478,

E-mail: info@bayerisch-eisenstein.de, Internet: www. bayerisch-eisenstein.de

Einkehr/Rast/Übernachtung

G1       Gasthof Genosko, Hauptstr. 11, 94518 Spiegelau, Tel. 08553/973770

G2       Pension Würzbauer, Hauptstraße 68, 94518 Spiegelau, Tel. 08553/1227

G3       Pension G. Hartl, Pfarrer-Schweikl-Str. 4, 94518 Spiegelau, Tel. 08553/96170 und /1224

            www.pensionhartl.de

G4       Gasthof  Gaschler, Geheimrat-Frank-Str. 6, 94566 Riedlhütte, Tel. 085531488

G5       Gasthof Klosterbräu, Klosterallee 24, 94568 Sankt Oswald, Tel. 08552/1403

G6       Gasthof „Am Goldenen Steig“, 94568 Sankt Oswald, Tel. 08552/1404, kein Ruhetag

G7       Gasthof Postwirt, Rosenau 45, 94481 Grafenau, Tel. 08552/96450

G8            Panoramacafe, Guldenstraße, 94481 Grafenau, Tel. 08552/4628

G         mehrere Cafés und Gasthäuser in Grafenau

 

Einkaufen:

mehrere Läden in Spiegelau, Riedlhütte und Grafenau

Lebensmittelläden in: Spiegelau, Sankt Oswald, Grafenau

 

Regionale Produkte: 

·         Spiegelau: Wochenmarkt am alten Sportplatz in Spiegelau, jeweils Mittwoch-Vormittag (7-12 Uhr)

·        Riedlhütte: Regionale bei der Tourist-Information

·        Sankt Oswald:  Regionale Produkte bei Tourist-Service; Spar-Markt (Nachbarschaftsladen) mit Produkten bäuerlicher Direktvermarkter

·        Bauernmarktverein Grafenauer Land, Bauernmarkt 14-tägig samstags am Stadtplatz

 

Telefon/Briefkasten: 

in Spiegelau, Riedlhütte, Höhenbrunn, Sankt Oswald, Rosenau, im Feriendorf und in Grafenau

 

Bahnhöfe und Bushaltestellen:

Bahnhof der Waldbahn in Spiegelau und Grafenau

Bushaltestelle in Spiegelau, Riedlhütte, Höhenbrunn, St. Oswald, Rosenau und Grafenau

 

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten

·      Spiegelau: Mit Holz und Stein wurde die Glashütte in Spiegelau von Erasmus Mosberger im Jahre 1520 erbaut. Mit der Auflage, diese an seinen Vetter Sigmund Frisch zu verkaufen, vermachte er in seinem Testament vom 17.03.1521 die komplette Glashütte an die Kirche von Grafenau. Im Jahre 1542 erhält Achatz Frisch als dessen Nachfolger den Erbrechtsbrief mit 82 Tagwerk Grund und 9000 Tagwerk Hüttenwaldungen am Rachel. Nach mehreren Standortwechseln kehrte die Glashütte im Jahre 1840 an den ursprünglichen Standort zurück. Öffnungszeiten der Kristallglasfabrik Spiegelau, Hauptstr. 2, Tel. 08553/2400: Mo.-Fr. 9.30-18.00 Uhr, Sa. 9.30-16.00 Uhr, So. + Feiertage (Mai-Oktober) 11-16 Uhr. Außerdem sehenswert: Schnapsmuseum in Spiegelau. Kurpark mit 3 kleinen Seen, Naturkneippanlage, beheiztes Freibad.

·      Nationalpark Bayerischer Wald: Meditationspfad Aufichtenwaldsteg und Waldspielgelände bei Spiegelau; Nationalparkinfohaus „Hans-Eisenmann-Haus mit dem Nationalparkbus zu erreichen

·      Riedlhütte: Um 1450 wurde die Glashütte am Reichenberg erstmals urkundlich  erwähnt. Damals hat der böhmische Raubritter Zmirslik die Stadt Grafenau überfallen und in Reichenberg einen Glasmacher gefangen genommen. Da Glasmacher keine Leibeigenen waren sondern frei, wurde die Herausgabe dieses Glasmachers  schriftlich gefordert. Dieser Schriftverkehr belegt, daß die Glashütte am Reichenberg, die heutige Riedlhütte spätestens 1450 gegründet wurde.

·      Sehenswürdigkeiten in Riedlhütte:

·      Die Nachtmann-Glashütte mit Besichtigung und Werksverkauf, Tel. 08553/25430. Hüttenführungen MO –FR  10 Uhr und 13.30 Uhr.

·      Die Glasveredelung Franz Trs, böhmische Jagdgravur, Tel. 08553/6081.
MO – FR 8 bis 18 Uhr

·      Die Studioglashütte „Glas-Scherben-Köck“ (kunstvolle Handarbeit). Tel. 08553/2334. Öffnungszeiten:             Mo.– Fr. 9.00 – 18.00 Uhr, Sa. 9.00 – 12.00 Uhr.
Hüttenvorführungen: Mo. – Fr. 12.00 bis 17.00 Uhr. Jeden Donnerstag „Hüttenzanglabend“ mit Zanglbier, Tellersülze und Lüngerl, sowie allseits guter Unterhaltung. Jeden Nachmittag selbstgemachte Kuchen und Hefeteiggebäcke.

·      Die Josephshütte mit geschundenem Glas (kunsthandwerklichem Glas) und Glasblasen vor der Lampe sowie Glasschleifen, Glasmalerei und Gravur, Tel. 08553/6082. Vorführung und selber eine Glaskugel blasen MI – FR  von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr.  Das Glasmacherschmankerl „Schöpfkellenfleisch“ jeweils Mittwoch und Donnerstag um 18 Uhr auf Voranmeldung.

·        Sehenswürdigkeiten in Sankt Oswald:

·        Ehemalige Klosterkirche mit Bründlkapelle und hölzernen Votivtafeln

·        Waldgeschichtliches Museum mit einem altdeutschen Glasofen und  Ausgrabungen der Lusenhütte. Öffnungszeiten: täglich 9 nis 17 Uhr.
DI, DO, SA und SO besteht die Möglichkeit von 13 bis 16 Uhr selbst eine Glaskugel blasen. Dabei besteht immer großer Andrang, daher bitte zum selberblasen Geduld mitbringen, Tel. 08552/961136

·        Kunstglasbläserei Alfred Kesten. Hier werden filigrane Vasen vor der Lampe (Bunsenbrenner)  kunstvoll geformt. Tel. 08552/91631

·      Sehenswürdigkeiten in Grafenau: Altes Rathaus, Alte Stadtmauer, Luitpoldbrunnen, Nepomukstatue, Säumerbrunnen, Stadtplatzensemble, Spitalkirche, Stadtpfarrkirche, Schloßkapelle Bärnstein, Brudersbrunnkapelle in Schlag, Schnupftaback- und Stadtmuseum mit dem größten Schnupftabakglas´l der Welt und Bauernhausmuseum (beide Museen tägl. von 14.00-17.00 Uhr geöffnet, geschlossen vom 1. Nov. bis 15. Dez.), beheiztes Wellenfreibad mit Riesen-Wasserrutsche, Kurpark mit Kneippanlage, Minigolf und Rollschuhbahn, Bob-Bahn Grafenau (eine der modernsten Freizeitanlagen Europas)

·      ehemalige Glashütte in Bärnstein bei Grafenau (liegt nicht am Weg): Unzweifelhaft haben die Halser die erste Glashütte im Raum Grafenau ins Leben gerufen. Es war die einen knappen Kilometer nordwestlich des ehemaligen Schlosses Bärnstein gelegene Grafenhütte. Von dieser Glashütte ist nicht weiter erhalten als nur der Name und dazu die Erfahrung, daß das Grundwort –hütt (Hütte) in dieser Gegend immer eine Glashüte bezeichnet. 1376 ist in einer Verkaufsurkunde der Feste Bärnstein von einer Glashütte nicht mehr die Rede, nur der Ort „Obergrafenhütt“ wird genannt. Heute gibt es nur die Ortschaft Grafenhütt. Die Nähe der damaligen Grafenhütte die der Burg läßt die Annahme begründet erscheinen, daß sie anläßlich des Burgbaues zur Herstellung von Fensterglas errichtet wurde, etwa wie ein Ziegelofen.

 

6. Etappe: Spiegelau – Grafenau

Im Ortskern von Spiegelau überquert der Gläserne Steig auf Höhe der Kristallglasfabrik Spiegelau (Fabrikverkauf, Besichtigung) die Gleise der Waldbahn, die hier auf einer Nebenstrecke von Zwiesel nach Grafenau fährt. Von dem Ortsteil Pronfelden geht die Wanderung auf einem wurzligen Waldpfad hinab in das Tal der Großen Ohe, die ihr Wasser von den Hängen des Rachel zur Ilz führt.

Dieser Waldpfad ist ein uralter Glasersteig, auf dem die Glasmacher noch heute zur Arbeit gehen.

In der Ortschaft Riedlhütte wird seit 550 Jahren Glas geblasen. In der namhaften Nachtman-Glashütte können sie an einer Besichtigung teilnehmen oder durch den Werksverkauf bummeln. Der Weg führt durch den Ortskern, vorbei an der Glasveredelung Franz Trs (Jagdgravuren) und der Studioglashütte „Glas-Scherben-Köck" (hier können sie zusehen, wie aus dem glühenden Glas echte Kunstwerke entstehen) zu der Glasmacherkapelle, die um 1830 vom damaligen Hüttenherrn Anton Hilz gebaut wurde.

Am Ortsausgang überquert man ein letztes mal den Flußlauf der Großen Ohe, in der man auch Gold waschen kann. Dieses Gold wurde früher als Schmelzzusatz für die herrlichen Goldrubin-Gläser verwendet. In Riedlhütte werden noch heute diese besonders schönen Gläser hergestellt. Die Glasmacher sagen „Wer aus einem Goldrubin-Glas trinkt, der findet Glück und Gesundheit."

Von dem Wiesental der Großen Ohe hat man einen herrlichen Blick in das Hochmoor Klosterfilz, wo der Nationalpark Bayerischer Wald beginnt. Dahinter erhebt sich das mächtige Grenzgebirge mit den markanten Gipfeln von Rachel und Lusen. Am Waldrand finden Sie die Josephshütte mit geschundenem Glas (kunsthandwerkliches Glas). Dort wird gelegentlich die alte Glamacherspezialität „Schöpfkellenfleisch" zubereitet. Termine im Verkehrsamt erfragen.

Durch den Goldberg (Kolbet-Wald) geht die Wanderung auf dem 550 Jahre alten Kirchsteig über weiche Wurzelwege hinauf nach Höhenbrunn, einem kleinen Dorf auf einem schmalen Berggrat, mit herrlichen Aussichten sowohl in Richtung Nordosten auf den Grenzkamm als auch nach Südwesten auf das wild bewegte Hügelland um Grafenau. Über diesen Kirchsteig sind die Einwohner von Riedlhütte bis in unser Jahrhundert nach Sankt Oswald zur Kirche gegangen. So manches Baby wurde im tiefen Winter auf dem Arm zum Pfarrer nach Sankt Oswald getragen um in der alterwürdigen Klosterkirche die Taufe zu empfangen. Die Glasmacher und Glasschleifer aus Höhenbrunn und Sankt Oswald benutzten den Kirchsteig zum Kirchgang und auf dem Weg zur Arbeit in die Nachtmann-Glashütte.

Über bequeme Feldwege geht es nun durch wunderschöne Hecken-Wiesen-Landschaft nach Sankt Oswald. Unterhalb der prächtigen ehemalige Klosteranlage des Wallfahrtsortes Sankt Oswald befindet sich eine sehenswerte Brünndlkapelle mit einer Felsenquelle und großen hölzernen Votivtafeln. Entlang von Wildgehegen erreichen Sie das Waldgeschichtliche Museum, wo Sie selber eine Glaskugel blasen können.

Hier stößt der Gläserne Steig auf die Guldenstrass, einem Zweig der Goldenen Steige. Auf diesen uralten Handelswegen führten einst Säumer mit ihren Lastpferden einen blühenden Handel mit Salz und Korn. Auf der Guldenstrass geht es durch prächtige Wälder abwärts nach Rosenau, wobei man über lange Strecken auf den alten, von den Hufen der Saumpferde ausgetretenen Hohlwegen wandert. Hinter Rosenau erklimmt der Weg einen schmalen Hügelrücken, von dem man nochmals schön zurückblickt auf St. Oswald und das Waldgebirge des Nationalparks.

Durch das Feriendorf erreicht man schließlich die Hauptstraße, die vorbei an der barocken Stadtpfarrkirche auf den prächtigen hostorischen Stadtplatz von Grafenau, dem Endpunkt des Gläsernen Steiges, führt. Hier können Sie das Schnupftabak-Museum mit dem größten Schnupftabakglasl der Welt besichtigen, auf der Bobbahn nochmal so richtig aufdrehen, gemütlich durch den Kurpark schlendern oder sich ganz einfach in eins der zahlreichen Straßencafés setzten und den Tag ausklingen lassen.