Presseinformationen des Naturpark Bayerischer Wald
2010.08.27 - „Wer in der Kindheit Bergen hilft, kann später Berge versetzen“
Zum zweiten diesjährigen Arberabenteuertag des Naturpark Bayerischen Walds meldeten sich wieder viele kleine, tatkräftige Helfer. Der Tag bot neben Informationen zu verschiedensten pflanzen- und tierkundlichen Themen, Naturerlebnisspiele und viel Spaß beim Fichtenzupfen auf dem Mittagsplatzl.
Zu Beginn des Arberabenteuertags spürten die Kinder ein präpariertes Auerhuhnpärchen auf, das Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald zuvor im Wald versteckt hatte. Damit war das Interesse der 16 Teilnehmer am Auerhuhn, dem bedrohten Wappentier des Bayerischen Waldes, geweckt. Das Arbergebiet ist Auerhuhngebiet. Isabelle Auer erklärte u.a., dass das Einhalten der Wegepflicht für den Schutz des Auerhuhns besonders im Winter sehr wichtig ist. Durch das Aufschrecken verliert das Auerhuhn sehr viel Energie, die es gerade im Winter zum Überleben braucht.
Aber auch andere tierische Bewohner des Bayerischen Waldes lernten die Exkursionsteilnehmer kennen: An einem mitgebrachten Luchsfell stellten die kleinen Teilnehmer die Unterschiede zwischen Luchs und Katze fest. Beim Spiel „Fledermaus und Motte“ lernten die Kinder spielerisch, wie Fledermäuse jagen.
Nach einer Brotzeit auf dem Mittagsplatzl ging es, ausgerüstet mit Arbeitshandschuhen und Gartenscheren, voller Tatendrang an die Arbeit. Die regelmäßige Pflege der „Almen des Bayerischen Waldes“ beinhaltet neben der großen kulturellen Bedeutung auch einen Naturschutzaspekt bzw. Artenschutzaspekt. Das Auerhuhn braucht als Lebensraum neben dem Wald auch freie Flächen, wie die Schachten. Daher ist das Bewahren dieser Plätze vor dem Zuwachsen von großer Bedeutung. Bei dieser Schachtenpflege halfen die jungen fünf- bis vierzehn jährigen Landschaftspfleger, indem sie kleine Fichten auszupften.
Am Ende des fünfstündigen Arberabenteuertags erhielten die kleinen Helfer und ihre Eltern die Arberverdienstmedaille des Naturparks Bayerischer Wald verliehen. Dabei versprach Isabelle Auer den Eltern: „Wer in der Kindheit Bergen hilft, kann später als Erwachsener - sprichwörtlich - Berge versetzen“.
2010.08.27 - Spielend auf den Großen Arber: Familienwanderung zum Arbergipfel
Der Naturpark Bayer. Wald lädt für Donnerstag, den 02. September besonders alle Familien dazu ein, zusammen mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer spielend-spielerisch und mit viel Spaß den höchsten Berg des Bayerischen Waldes zu erklimmen und dabei nebenbei auch viel Interessantes über die Arberwelt zu erfahren. Treffpunkt der dreistündigen Wanderung zum Arbergipfel (reine Gehzeit: 1,5 Stunden) ist um 10:00 Uhr am Brennesparkplatz. Zu dieser Naturerlebniswanderung ist eine Anmeldung beim Naturpark erforderlich bis Mittwoch, 01. September 12:00 Uhr unter Tel.: 09922 – 802480. Denken Sie bitte an festes Schuhwerk und an eine Brotzeit.
2010.08.27 - Falkenstein - Kirchweih zu Ehren des Hl. Franziskus
Gottesdienst um 11:30 Uhr mit Fahrgelegenheit
Die Kapelle auf dem Falkensteingipfel wurde vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Jahr 1987 errichtet. Der damalige Landwirtschaftsminister Hans Eisenmann kam persönlich zur Einweihungsfeier. Der damalige 1. Vorsitzende Emil Rimpler und der Kassenverwalter Eduard Gistl waren beide Motor in Sachen Errichtung einer Kapelle auf dem Falkensteingipfel. Ihnen zu Ehren wurden im Frühjahr 2006 zwei Gedenkbretter an der Kapelle angebracht.
Alljährlich am 1. Sonntag im September wird die Falkenstein-Kirchweih begangen. Die Kapelle ist dem Hl. Franziskus geweiht. Er gilt als Patron für Natur und Schöpfung. Zum Gottesdienst am Sonntag, 05.09.2010, um 11:30 Uhr an der Falkensteinkapelle (Neben dem Schutzhaus) ergeht daher herzliche Einladung. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Ludwigsthaler Kirchenchor. Für eine anschließende Bewirtung ist gesorgt.
Herzliche Einladung ergeht an die Bevölkerung zu einer Wanderung zur Falkensteinkirchweih. Um 09:00 Uhr und um 10:00 Uhr wird jeweils ein Bus von Zwieselerwaldhaus ab Parkplatz Schillerstraßl bis zur Ruckowitz-Kreuzung verkehren, am Nachmittag gibt es um 16:00 Uhr eine Rückfahrmöglichkeit.
2010.08.19 - Arberabenteuertag auf dem Mittagsplatzl: Wir tun was für den Großen Arber
Dem Großen Arber Gutes zu tun und ihm einen kleinen Teil von dem zurückzugeben, was er uns Erholungssuchenden schenkt, ist das Grundanliegen der Arberabenteuertage der Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald. Als Dankeschön erhalten alle Arberfreunde, die sich für den Naturschutz am „König des Bayerischen Waldes“ engagieren, die Arberverdienstmedaille verliehen. Die nächste Möglichkeit, diese - inzwischen begehrte – Auszeichnung zu erhalten, bietet der Naturpark Bayerischer Wald im Rahmen eines Arberabenteuertags am Mittagsplatzl an. Treffpunkt der 5 – 6-stündigen Veranstaltung, die speziell für Familien mit Kindern ab 9 Jahren geeignet ist, ist am Mittwoch, 25. August um 10:30 Uhr auf dem Parkplatz Bretterschachten. Auf der ungefähr 2-stündigen Wanderung zum Mittagsplatzl werden die Teilnehmer von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer spielerisch viel Interessantes über die Arberwelt und speziell über das Auerhuhn erfahren. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast – Brotzeit nicht vergessen (!) – werden die Teilnehmer lernen, warum Schachtenpflege nicht nur dazu dient, die „Almen des Bayerischen Waldes“ erhalten, sondern auch dem Artenschutz nützt. Bitte bringen Sie Arbeitshandschuhe, gutes Schuhwerk, eine Brotzeit und ausreichend Getränke mit. Wer sich am Arberabenteuertag auf dem Mittagsplatzl beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Dienstag. 24.08.10, 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922-802480 an.
2010.08.19 - Europäische Fledermausnacht – „Kleine Schatten der Nacht“
Der Naturpark Bayerischer Wald und die LBV- Kreisgruppe Regen bieten in der Europäischen Fledermausnacht am Samstag, 28. August eine Fledermaus-Exkursion zur Gottesgabe am Silberberg an. Treffpunkt der dreistündigen Veranstaltung ist um 20:00 Uhr am Kassenhäuschen der Talstation am Silberberg in Bodenmais. Nach einer kurzen Wanderung zum Barbarastollen, auf der Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald die Teilnehmer spielerisch auf das Thema „Fledermaus“ einstimmt, berichtet die Fledermausexpertin und Diplom Biologin Susanne Morgenroth über das faszinierende Leben der „Kleinen Schatten der Nacht“. Nach diesem Bildervortrag können die Teilnehmer ihr neu gelerntes Wissen bei der anschließenden Fledermausbeobachtung mit Bat-Detektoren im Freien anwenden und vertiefen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Taschenlampe mitnehmen und an wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk denken.
Diese Führung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Naturparke Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Zwiesel) und Oberer Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Cham) sowie des LBV Regen.
2010.08.19 - Naturpark und Naturkundlicher Kreis erkunden Blockmeer am Raum Kulm
Informationen durch den Referenten Fritz Pfaffl
Zur mittlerweile traditionell stattfindenden gemeinsamen Exkursion von Naturpark Bayerischer Wald e.V. und Naturkundlichem Kreis Bayerischer Wald e.V. konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann 36 Teilnehmer am Kaltecksattel begrüßen. Unter der Leitung von Fritz Pfaffl aus Zwiesel erkundete man im Rahmen einer etwa dreistündigen Exkursion die geologischen Verhältnisse und die Blockmeere am Rahen Kulm etwas näher und beleuchtete die Spuren der letzten Eiszeiten. An drei Haltepunkten gab es anschauliche Informationen. Anhand einer geologischen Karte und von verschiedenen Gesteinsschliff-Präparaten erläuterte Pfaffl die Entstehung des Grundgebirges. Der Vordere Bayerische Wald ist überwiegend aus Perlgneis aufgebaut. Damit existiert zwischen dem Brotjacklriegel und der Käsplatte ein Gestein mit hohem Quarzanteil und großer Verwitterungsbeständigkeit. Perlgneis gilt als Härtling, in der Vergangenheit wurde er kaum verwendet, weil er zum Bearbeiten viel zu hart und beschwerlich war.
Blockmeere sind durch Frostsprengungen entstanden. Wild durcheinander gewirbelte Gesteinsblöcke liegen hier oft bis zu zehn Metern mächtig übereinander. Sehr ausgedehnte Blockmeere gibt es auch auf dem Dreisessel oder auf dem Zwercheck, das prominenteste Beispiel ist der Lusen im Inneren Bayerischen Wald. Hier am Rauhen Kulm gibt es jedoch verschiedene, häufig vom Wald bedeckte Blockmeere. Auch der Vordere Bayerische Wald hat von den letzten Eiszeiten einiges abbekommen, wenn auch seine Vergletscherung nicht sicher nachgewiesen werden kann. Die letzten Eiszeiten begannen vor etwa 600.000 Jahren und endeten vor ca. 10.000 Jahren. Die Eiszeiten wurden nach den oberbayerischen Flüssen Günz, Mündel, Riss und Würm benannt. Die Würm Eiszeit war die allerletzte. Erst seit dieser Zeit fand wieder Bodenbildung statt und hat sich unsere heutige Vegetation mit den Pflanzen und Baumarten entwickelt. Zum Abschluss ging Pfaffl noch auf die verschiedenen Böden ein, die sich über dem Ausgangsgestein entwickelt hatten. Zum Schluss beendete man die Fachexkursion mit einer gemeinsamen Einkehr.
2010.08.13 - Wir tun etwas für den Großen Arber – 31 Kinder und deren Eltern pflegen den „König des Bayerischen Waldes“
Dem „König des Bayerischen Waldes“ mit viel Spaß etwas Gutes zu tun und außerdem viel Interessantes über die besondere Pflanzen- und Tierwelt des Arbers zu erfahren, war das Ziel des ersten diesjährigen Arberabenteuertags mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald. Standen in den letztjährigen Arber-Naturschutztagen der Große Arbersee und die Märchenwiese im Mittelpunkt, so lernten die 31 Teilnehmer diesmal die besondere Pflanzenwelt des Arbergipfels kennen.
Dass es aber auch über ganz gewöhnliche häufig zu findende Pflanzen Interessantes zu berichten gibt, erfuhren die jungen Naturschützer bereits zu Beginn des achtstündigen Arberabenteuertages auf dem Weg vom Brennes zum Arbergipfel: Bei der Weißen Pestwurz beispielsweise, die man besonders an feuchten Stellen findet , handelt es sich um eine wahre „Zauberpflanze“. Sie hat im Frühjahr kleine längliche Blätter, die sich erst nach dem Verblühen zu großen runden Blättern entwickeln.
Wie bereits im vergangenen Jahr sollten die Teilnehmer des Arberabenteuertags aber nicht nur viel Neues über die Natur am „König des Bayerischen Waldes“ erfahren, sondern ihm auch auf ihrer Art und Weise helfen können.
Der Arbergipfel ist Heimat vieler bedrohter Pflanzenarten. Einige von ihnen - wie etwa der Krause Rollfarn - sind der ständigen Gefahr ausgesetzt, von den Tritten unachtsamer Wanderer zerstört zu werden. Andere, wie der im Bayerischen Wald stark gefährdete Alpen – Flachbärlapp oder selbst der Ungarische Enzian, werden am Arbergipfel von den sich ausbreitenden Heidelbeersträuchern bedrängt. Um sie zu schützen, müssen in regelmäßigen Abständen die Heidelbeersträucher zurückgeschnitten werden. Dabei mussten die sensiblen, normalerwiese abgesperrten Bereiche des Arbergipfels betreten werden.
Ausgerüstet mit Gartenscheren und mit dem notwendigen Wissen über das naturverträgliche Verhalten, machten sich die sechs- bis zwölfjährigen Landschaftspfleger an die Arbeit, die sie sich hin und wieder mit Heidelbeeren versüßen konnten.
Nebenbei erfuhren die Kinder auch, dass Naturschutz nicht nur körperliche Arbeit bedeutet, sondern dass die Natur nur geschützt werden kann, wenn alle zusammenarbeiten oder zumindest den guten Willen haben, Naturschutzregeln einzuhalten, da diese Regeln einen Sinn haben. Besonders deutlich wird dies am Arbergipfel, den jährlich über eine Million Ausflügler – Bergbahnbenutzer, Wanderer und Mountainbiker - besuchen. Die meisten der Fußgänger akzeptieren das Wegegebot. Dass das Radfahren im Gipfelbereich jedoch verboten ist, da Mountainbiker zum Einen die Fußgänger gefährden, zum Anderen sich die Summe von Mountainbikebremsspuren unweigerlich zu Erosionsrinnen entwickeln, die den Bodenabtrag fördern, ist leider vielen Sportlern nicht bewusst. Damit keiner – weder Berg, Fußgänger oder Radfahrer – unter den Bedürfnissen des anderen leidet, muss sich jeder an die Regeln, die es in den Naturschutzgebieten und am Arbergipfelplateau nun einmal gibt, halten.
Als Dankeschön erhielten alle Teilnehmer nach getaner Arbeit von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer die „Arberverdienstmedaille 2010“ verliehen. Den besonderen ideellen Wert dieser Holzmedaille drückte die achtjährige Michelle so aus: „ Ich habe ja schon zwei Leichtathletik-Goldmedaillen und einen Pokal gewonnen, aber das ist die schönste Medaille von allen!“
2010.08.12 - Naturpark fordert Wiederaufnahme
regelmäßigen Bahnverkehrs nach Viechtach
Mit der Wanderbahn zum weißen Quarzriff
Rund fünfunddreißig Naturliebhaber aus Nah und Fern nahmen an der Naturpark-Veranstaltung „Vom Tal des schwarzen Regen zum weißen Quarzriff Großer Pfahl“ teil. Von weither reisten manche Teilnehmer an und waren von dem vielfach unberührten Tal des „Schwarzen Regen“, durch das die Bahnstrecke nach Viechtach führt, besonders beeindruckt. Der stellenweise schnell fließende Fluss liegt mit einem stein- und geröllreichen Bett in einem steilen Flusstal. Am Bahnhof Viechtach begrüßte Heinrich Schmidt, 1. Vorsitzender des Naturparks, die Teilnehmer. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern des Wanderbahn-Vereins, die diese Ausflugsbahnfahrt am Wochenende ehrenamtlich ermöglichten. Dabei forderte der Naturpark-Vorsitzende eine Wiederaufnahme des täglichen Bahnverkehrs im Zweistunden-Takt nach Viechtach. „Eine Anreise mit der Bahn ist nicht nur umwelt- und klimafreundlich, sondern lädt dazu ein, die Natur und Kultur weiter zu erkunden“, betonte Heinrich Schmidt die Bedeutung einer regelmäßigen Bahnverbindung für den Tourismus und versprach das Führungsangebot des Naturparks noch stärker darauf abzustimmen.
Nach der Begrüßung wanderten die Teilnehmer vom Stadtzentrum auf dem Pfahl-Steig zum Großen Pfahl. Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher führte die Gruppe auf diesem reizvollen Wanderweg. Unterwegs, im schattigen Riedbachtal, säumten knorrige Hangwälder, beschauliche Bachwiesen und ein weiträumiger Naturweiher den Weg. Nach einer kleinen Rast beim Schaubienenstand ging es über heckenreichen Streuobstwiesen zum weithin sichtbaren, hoch aufragenden Quarzriff Großer Pfahl. Der Quarzfelszug ist nicht nur das landschaftliche Wahrzeichen von Viechtach, sondern als bayerisches und nationales Geotop ein erdgeschichtliches Naturdenkmal mit überregionaler Bedeutung. Erstaunt waren die Teilnehmer der Wandergruppe über das bunte Farbenspiel an manchen Felspartien. Grünlich leuchtende Schwefelflechten überdauern neben blaugrauen Silikatfelsflechten auf den stellenweise rostrot überlaufenen Quarzfelsen. Die bizarren Pfahlkiefern wachsen wie Bonsaibäumchen in manchen Felsritzen. Vogelbeeren und Birken stehen auf kleinen Felsvorsprüngen. Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher berichtete auch über einige besondere Tierarten, die am Felsen vorkommen. Flugakrobaten wie die nachtaktiven Fledermäuse übertagen in den Ritzen und Spalten im Felsen. In den sogenannten „Wochenstuben“ bringen die Fledermausweibchen hier ihre Jungen zur Welt. Am Felsenfuß wartet im einem Fangtrichter der Ameisenlöwe auf seine Beute. Weiter wanderte die Gruppe zum bis zu 40 Meter tiefen Steinbruch und zu den heute restaurierten Steinbruchgebäuden. Die Verladestation und die Alte Schmiede informieren über die einhundert jährige Abbaugeschichte des Pfahls. Sie sind Zeugnisse des Quarzabbaus und geben Einblicke in das harte Leben der „Schudderschloger“. So wurden die Steinbrucharbeiter genannt, die in schwerster körperlicher Arbeit das sehr harte Quarzgestein abbauten. Zum Abschluss der Wanderung nahmen einige Teilnehmer als Andenken ein Quarzmineral vom sogenannten „Klopferplatz“ mit – nur hier ist die Mitnahme von Quarzen aus dem Naturschutzgebiet erlaubt.
2010.08.10 - Naturpark: Unterwegs mit dem Ilzbetreuer
Auf den Spuren der Holztrift auf der Ilz
Rund 30 Einheimische und Urlauber waren auf den Spuren der Holztrift an Wolfsteiner Ohe und Ilz unterwegs. Schon bei der Begrüßung an der Ilz-Infostelle auf Schloss Fürsteneck wies der Naturpark Gebietsbetreuer Stefan Poost auf das deutlich vernehmbare rauschen der Wolfsteiner Ohe hin. Ähnlich müssen die Wahrnehmungen jedes Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze und Holztrift in früheren Zeiten in Fürsteneck gewesen sein. Nach einem kurzen Marsch vom Burgberg hinab ins Tal der Wolfsteiner Ohe konnten die Teilnehmer die Spuren des Hochwassers der letzten Tage anhand der umgeknickten Pflanzen am Ufer erahnen. An der Triftsperre in der Wolfsteiner Ohe wurde das Flusssystem der Ilz erläutert. Von dort wanderten die Teilnehmer von der Wolfsteiner Ohe zur Schönberger Triftsperre in der Ilz. Hier erfolgte anhand historischer Bilder eine detaillierte Erklärung über den Holzeinschlag im Winter und den Holztransport mittels Schlitten an die Bäche. Poost erläuterte anschließend das Ilzer Triftsystem, den künstlichen Bau von Klausen zum Wasserrückhalt in den höheren Lagen und die oft nur mit ganz wenig Querneigung angelegten Kanäle – manchmal nur im Promillebereich liegend - für die Wassersammlung der Klausen. Einige Bilder verdeutlichten die harte und gefährliche Arbeit der Trifter vergangener Zeiten. Das ein oder andere Marterl im Wald und an den Bächen zeugt noch heute von der gefährlichen Arbeit der Holztrift. Nach ca. 2 Std. endete die Führung wieder am Schloss Fürsteneck. Die Teilnehmer wurden auf die bis Ende August geöffnete Ausstellung des Grafikers und Heimatdichters Josef Fruth im Schloss Fürsteneck hingewiesen. Dieser hat sich in vielen seiner Werke unter andrem auch der harten Arbeit der Holzgewinnung und Holztrift immer wieder gewidmet. Auch der neu eröffnete Künstlersteig an der Wolfsteiner Ohe erinnert an das frühere Leben in dieser Bayerwaldregion
2010.08.06 - 33 Teilnehmer einer Naturpark-Führung entdecken spielerisch die Arberwelt
Vierjährige, die die rund 400 Höhenmeter vom Brennes zum Arbergipfel spielerisch und mit viel Spaß überwinden, interessierte Erwachsene, die viel Neues über die Welt des „König des Bayerischen Waldes“ erfahren, Schulkinder, die sich auch in den Ferien für naturkundliche Themen begeistern – all das erlebten die 33 Teilnehmer einer Naturerlebniswanderung mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald.
Dass man die Natur nur mit allen Sinnen begreifen kann, wenn man entweder einen ungewohnten Blickwinkel einnimmt oder einzelne Sinnesorgane bewusst nicht einsetzt, zeigte die Gebietsbetreuerin gleich zu Beginn der dreistündigen Führung: Legt man sich etwa einen Taschenspiegel auf den Nasenrücken, so konzentriert sich der Blick entweder nur nach oben oder nur auf den Erdboden. Man entdeckt plötzlich Dinge, die eigentlich leicht zu sehen wären, die man beim normalen „Blick nach vorne“ aber nicht entdecken würde: Die Baumwipfel, die Muster, die Licht und Schatten auf den Boden zeichnen, werden normalerweise weniger beachtet. Beim „Raupengang“, bei dem die Teilnehmer unter Führung eines sehenden Gruppenleiters hintereinander durch den Wald gehen, werden den Spielteilnehmern – Kindern wie Erwachsenen – auch kleinere Bodenunebenheiten, leisere Geräusche oder Gerüche bewusster.
Intensive Naturerfahrungen sind jedoch nur möglich, wenn man sich sowohl auf sich selbst als auch auf seine Mitwanderer verlassen kann. Das wurde auch beim „Baumfreund“ – Spiel deutlich, bei dem jeweils ein Teilnehmer mit verbundenen Augen von einem Spielpartner zu einem Baum geführt wurde, seine besonderen Merkmale ertasten musste und anhand dieser Besonderheiten diesen „Baumfreund“ sehend wieder erkennen sollte.
Besonders Spaß machte der Gruppe jedoch das Zapfenwurfspiel, bei dem die Teilnehmer kurz vor dem Gipfelsturm noch einmal ihre Geschicklichkeit und vor allem ihre Treffsicherheit so beweisen konnten.
Nach drei Stunden hatten so nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder, selbst der gerade vierjährige Nico, spielerisch den „König des Bayerischen Waldes“ erklommen. – Ein „Gipfelsieg“, der besonders den Jüngsten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
2010.08.06 - Arberabenteuertag am Arbergipfel: Wir tun was für den Großen Arber
Unter dem Motto „Wir tun was für den Großen Arber“ veranstaltet der Naturpark Bayerischer Wald am Mittwoch, 11. August seinen ersten diesjährigen Arberabenteuertag, an dem alle Arber-Fans erfahren können, dass Landschaftspflegeaktionen, speziell, wenn sie auf dem Arbergipfel stattfinden, Spaß machen. Treffpunkt der 5-6-stündigen Naturparkveranstaltung, die speziell für Familien mit Kindern ab neun Jahren geeignet ist, ist um 10 Uhr am Brennesparkplatz. Während der Wanderung zum Arbergipfel werden die Teilnehmer spielerisch erfahren, wie faszinierend und schützenswert die Natur am „König des Bayerischen Waldes“ ist. Auf dem Gipfelplateau kann dann jeder in einer Landschaftspflegeaktion etwas Gutes für den Berg tun. Am Großen Arbersee, dem zweiten „Touristenmagneten“ des Arbergebiets erhalten alle Teilnehmer als kleines Dankeschön vom Naturpark die „Arber-Verdienstmedaille 2010“ verliehen. Wer will, kann anschließend auf der Schlussetappe zum Brennes noch einen Bereich des Großen Arbers kennen lernen, der zwar genau zwischen den am meisten besuchten Ausflugszielen liegt, den meisten Besuchern jedoch relativ unbekannt ist.
Bitte bringen Sie – wenn vorhanden – Arbeitshandschuhe, gutes Schuhwerk, eine Brotzeit und ausreichend Getränke mit. Wer sich am Arberabenteuertag auf dem Arbergipfel beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Dienstag, 10.08.10, 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922-80 24 80 an.
2010.08.06 - Arberabenteuertag am Arbergipfel: Wir tun was für den Großen Arber
Unter dem Motto „Wir tun was für den Großen Arber“ veranstaltet der Naturpark Bayerischer Wald am Mittwoch, 11. August seinen ersten diesjährigen Arberabenteuertag, an dem alle Arber-Fans erfahren können, dass Landschaftspflegeaktionen, speziell, wenn sie auf dem Arbergipfel stattfinden, Spaß machen. Treffpunkt der 5-6-stündigen Naturparkveranstaltung, die speziell für Familien mit Kindern ab neun Jahren geeignet ist, ist um 10 Uhr am Brennesparkplatz. Während der Wanderung zum Arbergipfel werden die Teilnehmer spielerisch erfahren, wie faszinierend und schützenswert die Natur am „König des Bayerischen Waldes“ ist. Auf dem Gipfelplateau kann dann jeder in einer Landschaftspflegeaktion etwas Gutes für den Berg tun. Am Großen Arbersee, dem zweiten „Touristenmagneten“ des Arbergebiets erhalten alle Teilnehmer als kleines Dankeschön vom Naturpark die „Arber-Verdienstmedaille 2010“ verliehen. Wer will, kann anschließend auf der Schlussetappe zum Brennes noch einen Bereich des Großen Arbers kennen lernen, der zwar genau zwischen den am meisten besuchten Ausflugszielen liegt, den meisten Besuchern jedoch relativ unbekannt ist.
Bitte bringen Sie – wenn vorhanden – Arbeitshandschuhe, gutes Schuhwerk, eine Brotzeit und ausreichend Getränke mit. Wer sich am Arberabenteuertag auf dem Arbergipfel beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Dienstag, 10.08.10, 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922-80 24 80 an.
2010.08.06 - Spuren der Eiszeit: Mit dem Naturpark und dem Naturkundlichen Kreis zum Rauhen Kulm
Bereits seit mehreren Jahren bietet der Naturpark Bayerischer Wald gemeinsam mit dem Naturkundlichen Kreis Führungen zum Thema „Spuren der Eiszeiten im Bayerischen Wald“ an. Dort, wo das Gelände vergletschert war, entstanden Karseen. Die Blockmeere sind Zeugen der Eiszeiten in den nicht vergletscherten, nur zeitweise vereisten, niedriger gelegenen Bereichen des Bayerischen Waldes. Ein sehr bekanntes Beispiel ist der Lusengipfel. Als das Wasser in den feinen Gesteinsspalten gefror, sprengte es hier die ehemals massiven Bergkuppen.
Am Sonntag, 15.08.10 bieten der Naturkundliche Kreis mit seinem Geologen Fritz Pfaffl und der Naturpark Bayerischer Wald eine Exkursion zum „Donaurandberg“ Rauher Kulm und dessen Blockmeer an. Obwohl es vom Wald bedeckt und so eher versteckt liegt, ist es aber nicht minder bedeutsam.
Treffpunkt der etwa dreistündigen Führung ist um 13:30 Uhr auf dem Parkplatz des Berghotels Kalteck (Gemeinde Achslach). Bitte denken Sie an eine kleine Brotzeit und gutes Schuhwerk. Für diese Exkursion ist eine Anmeldung erforderlich bis Freitag, 13.08.10, 12:00 Uhr beim Naturpark unter 09922 802480.
2010.08.02 - Der spielerische Arber – auf den Arber mit Groß und Klein
Der Naturpark Bayer. Wald lädt am Donnerstag, den 05. August besonders Familien dazu ein, mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer spielend auf den Großen Arber zu wandern. Auf der dreistündigen Führung zum Gipfel (reine Gehzeit: 1,5 Stunden) werden die Teilnehmer spielend und mit viel Spaß Wissenswertes über die Natur am Arber erfahren. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Brennesparkplatz. Denken Sie bitte an festes Schuhwerk und an eine Brotzeit.
2010.07.30 - Naturpark - Wanderung Die Holztrift im Bayerischen Wald - Treffpunkt Ilz – Infostelle Schloss Fürsteneck
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Exkursion im Ilztal zur Holztrift an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 08.08.2010 um 14:00 Uhr am Schloss Fürsteneck. Nach einer kurzen Einführung durch den Gebietsbetreuer Stefan Poost, wird zu einer etwa 2 – stündigen Exkursion gestartet.
Auf dem kleinen Rundgang, der über die Triftsperre und den ehemaligen Holzhof führt, gibt es Erläuterungen zur historischen Holztrift im Bayerischen Wald. Natürlich gibt es auch Wissenswertes zu Ilz und Wolfsteiner Ohe zu erfahren.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen.
2010.07.21 - Schwimmende Inseln, Eiszeitwälle und Wasserfälle – der Kleine Arbersee
Unter dem Motto „Schwimmende Inseln, Eiszeitwälle und Wasserfälle - das Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee“ findet am Mittwoch, den 28. Juli ein spannender Naturerlebnis- Spaziergang mit Gebietsbetreuerin Caroline Stautner rund um den Kleinen Arbersee statt. Der Kleine Arbersee ist während der letzten Eiszeit entstanden und noch heute kann man die Spuren der Gletscher entdecken. Im Waldgebiet rund um den Kleinen Arbersee leben auch Luchs und Auerhahn, die ausgedehnte und ungestörte Lebensräume benötigen. Auch ihre Lebensweise wird vorgestellt. Treffpunkt der einstündigen Führung ist um 11 Uhr bei der Brücke direkt am Auslauf des Kleinen Arbersees. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk.
2010.07.21 - Natupark - Exkursion: Der Biber im Auwald
Treffpunkt Messerschmidmühle
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Exkursion mit Informationen zum Biber im Auwald an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 25.07.2010 um 14:00 Uhr an der Messerschmidmühle zwischen Perlesreut und Marchetsreut. Nach einer kurzen Einführung durch den Gebietsbetreuer Stefan Poost wird zu einer etwa 2 – stündigen Exkursion gestartet.
Das Thema der Veranstaltung lautet, „der Biber im Auwald“. Es werden Biologie und Lebensweise näher vorgestellt dabei gibt es auch eine Biberburg zu sehen.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen.
2010.07.16 - Auszubildende des Forstbetriebs Bodenmais engagieren sich für den Naturschutz – damit die Natur am Großen Arbersee wieder Natur sein darf
Der Große Arber ist ein Berg der Gegensätze: Auf der einen Seite das Gipfelplateau und der Große Arbersee, die zusammen jährlich von weit über einer Million Menschen besucht werden, auf der anderen Seite eine im Bayerischen Wald einzigartige Natur.
Da sowohl das Gipfelplateau und der Große Arbersee auch für Nicht-Wanderer leicht zu erreichen sind, sind beide mehr als andere Bereiche in Gefahr, von ihren Besuchern nur als Freizeitgelände gedankenlos „konsumiert“ zu werden. Nur mit gezielten Besucherlenkungsmaßnahmen kann daher verhindert werden, dass die besonders sensible Bergnatur unter dem Freizeitdruck leidet.
Nutznießer dieser Maßnahmen ist jedoch nicht nur die Natur, sondern auch der Tourismus: Immer häufiger suchen Gäste gezielt nach „ursprünglicher“ Natur.
Um auch den an manchen Stellen stark von Trampelpfaden durchzogenen Uferbereichen des Großen Arbersees eine Chance zu geben, wieder zu einem Teil „ursprünglicher Natur“ zu werden, erklärten sich Forst-Ausbildungsbildungsleiter Paul Hilgart und seine Azubis vom Forstbetrieb Bodenmais dazu bereit, wie bereits im letzten Sommer, an den besonders gefährdeten Bereichen des Seerundwegs sogenannte „Ablanderungen“ – also Balkenabsperrungen - zu errichten. Als Dankeschön für dieses Engagement für den Naturschutz am Großen Arbersee überreichte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald den Azubis und ihren Ausbildungsleiter im Namen aller Verantwortlichen die sogenannte „Arber-Verdienst-Medaille“, mit der der Naturpark seit letztem Jahr all diejenigen auszeichnet, die sich besonders für den Naturschutz am Großen Arber engagieren.
2010.07.09 - Biber, Luchs, Auerwild und Co. – die heimlichen Bewohner des Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee
Im Waldgebiet rund um den Kleinen Arbersee finden sich Tierarten, die ausgedehnte und ungestörte Lebensräume benötigen. Daher bieten die beiden Naturparke Oberer Bayerischer Wald und Bayerischer Wald unter dem Motto „Biber, Luchs, Auerwild und Co – die heimlichen Bewohner des Naturschutzgebiets Kleiner Arbersee“ am 14. Juli einen spannenden Naturerlebnis-Spaziergang mit Gebietsbetreuerin Caroline Stautner rund um den Kleinen Arbersee an. Auf diesem Spaziergang werden die Tiere und ihre Lebensweisen vorgestellt. Treffpunkt ist um 13 Uhr bei der Brücke direkt am Auslauf des Kleinen Arbersees. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dauer etwa 1 Stunde. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk.
2010.07.09 -
Sommerschnitt an Streuobstbäumen
- Praktische Fortbildung in der Umweltstation Viechtach
Die Umweltstation Viechtach beim Großen Pfahl bietet eine praktische Fortbildung über die Ökologie und Pflege von Streuobstbeständen an. „Alte und junge Streuobstbäume schützen und nützen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und dem Naturpark Bayerischer Wald angeboten wird. Dabei kann man umfassende Informationen und Tipps zum Sommerschnitt an Obstbäumen erhalten. Praktische Beispiele an jungen und alten Bäumen runden das Angebot ab. Referent ist Kreisfachberater Klaus Eder vom Landratsamt Regen. Treffpunkt ist am Freitag, den 16.Juli um 15:00 Uhr am Schaubienenstand beim Großen Pfahl unterhalb der Straße von Viechtach nach Tresdorf. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen, ca. dreistündigen Veranstaltung herzlich eingeladen.
Pfleglich genutzte Streuobstwiesen mit altem Baumbestand bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind auch wertvolle Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Durch richtige Pflege und Nutzung können die alten Baumbestände länger erhalten werden und liefern Obst für unterschiedlichste Verwendung. Auch jungen Bäume bedürfen der Pflege und Erziehung, um sich ertragreich und ökologisch wertvoll zu entwickeln. Dies kann beispielsweise durch einen fachgerechten Sommerschnitt gefördert werden.
2010.06.29 - Internationale Gäste im Grenzbahnhof Eisenstein
Kernthema: Bildung und Begegnung
Internationale Gäste konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayrischer Wald e.V. am vergangenen Sonntag im Grenzbahnhof Eisenstein begrüßen. Die „Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH“, kurz InWEnt, ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Personalentwicklung, Weiterbildung und Dialog im Auftrag der Bundesregierung. Es handelte sich um ein außerfachliches Programmangebot für ausländische Fortbildungsgäste und Dialogpartner unter dem Stichwort „Bildung und Begegnung“ die Gäste kamen aus Afrika, Ostasien und weiten Teilen Europas. Sie wollten sich über die spezielle Situation an der Grenze im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung und über die länderübergreifende Zusammenarbeit informieren. Kernthema war auch die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Fremdenverkehr und die Großschutzgebiete in der Region. Begleitet wurde die Gruppe von der freiberuflich tätigen Agraingenieurin und Umweltpädagogin Caroline Fischer aus Obereichstätt. Ihre Bildungsarbeit wurde vom Bayerischen Umweltministerium mit den Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ ausgezeichnet. Bereits zum wiederholten Male begleitete Sie eine Gruppe in den Grenzbahnhof. Unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden im Bayerischen Wald“ wurde bereits zwei Tage vorher in der Region Programm gemacht. Ungewollter Höhepunkt der Veranstaltung war das Fotografieren am historischen Grenzstein und am grenzdurchschnittenen Gebäude des Bahnhofes Eisenstein.
Den Abschluss bildete dann der Besuch des europäischen Glasmuseums Frauenau und die Rückreise der Gruppe vom Bahnhof Frauenau weg.
2010.06.25 - Presseinformation
Wald und Vogelkundliche Exkursion trotz schlechtem Wetter
Naturpark und Amt für Landwirtschaft unterwegs bei Hinterwies
Zur gemeinsamen wald- und vogelkundlichen Exkursion im Pröllergebiet konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. knapp 15 Interessierte und den Referenten Peter Zach vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten begrüßen. Pünktlich zum Exkursionsstart setzte strömender Regen ein. Daraufhin entschied man sich zunächst im Gasthaus abzuwarten. Nach etwa einer Stunde lichteten sich die Wolken und man begab sich hinauf nach Ahornwies und Hinterwies um den Juniabend in den Bergfichtenwäldern wald und -vogelkundlich erleben zu können. Wegen der großen Kälte und des starken Windes hielt sich der Vogelgesang in Grenzen. Peter Zach erläuterte trotzdem gekonnt die Zusammenhänge im Bergfichtenwald und in den Bergmischwaldbereichen sowie auf den Offenstandorten. Bedeutsam für die Biotope im Pröllergebiet sind zum Beispiel der Baumpieper und auch der Sperlingskauz, der kleinste aller Käuze. Beeindruckend ist eine Baumpieperbalz über den Wipfeln der Bäume. Der Sperlingskauz nutzt teilweise die Höhlen von Buntspechten, und kann in lockeren, lichten Bergfichtenwaldbeständen gut umherfliegen. Sein Gesang ist unverwechselbar. Im Spätherbst, sogar im November kann man ihn zweifelsfrei an seiner von Ihm gesungenen Tonleiter erkennen. Vereinzelt kommt auch der Dreizehenspecht vor. Ihn kann man deutlich an der braunen Kopfkappe erkennen. Er ist ein typischer Spezialist der Borkenkäfer frisst. Manchmal nimmt er auf seiner Suche nach Borkenkäfern spiralförmig um Bäume die Rinde perlschnurartig ab. Mit etwas Glück kann man in den Bergfichtenwäldern auch die Schnepfenbalz erleben. Wegen des schlechten Wetters wurde der Rundgang etwas abgekürzt und zum Schluss bedankte sich Hartwig Löfflmann beim Referenten Peter Zach von der Forstdienststelle Konzell für seine fundierten Informationen und den trotz des schlechten Wetters doch noch gelungenen Abend.
2010.06.25 - Jahreshauptversammlung des Vereins Naturpark Bayerischer Wald erstmals in der Stadt Deggendorf
Würdevoller Rahmen und guter Besuch
Zur 43.ten Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. waren die Mitglieder aus den 4 Naturparklandkreisen und den 89 Gemeinden in das „Alte Rathaus“ der Stadt Deggendorf eingeladen. Stellvertretender Landrat Peter Erl und Oberbürgermeisterin Anna Eder begrüßten als Gastgeber die etwa 60 Anwesenden. Der erste Vorsitzende Heinrich Schmidt gab in seinen Bericht einen umfassenden Überblick über die im vergangenen Jahr gelaufenen Projekte und dankte allen, vor allem Umweltministerium, Regierung von Niederbayern und allen Mitgliedern und Antragsstellern für die gute Zusammenarbeit. Geschäftsführer Hartwig Löfflmann beleuchtete in seinem Geschäftsbericht die Aktivitäten und Details in den vier Aufgabenbereichen Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und Besucherlenkung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich Regionalentwicklung. Er stellte die Jahresrechnung für das vergangene Jahr 2009 vor, die mit einem positiven Betriebsergebnis abschloss und lieferte einen Ausblick mit dem Haushaltsplan 2010. Die Billigung der Finanzregularien erfolgte einstimmig ebenso die Entlastung von Schatzmeisterin und Vorstand. Ausführlicher berichtete Geschäftsführer Hartwig Löfflmann über das derzeit laufende Projekt Sanierung Grenzbahnhof Eisenstein. Dies ist nach dem Naturpark-Informationshaus in Zwiesel das Größte Projekt, das der Naturpark Bayerischer Wald e.V. je angepackt hatte. Bis zum Jahr 2012 soll der höchstgelegene Grenzbahnhof der Bundesrepublik, ein denkmalgeschütztes Gebäude, generalsaniert und mit neuen Nutzungen belegt werden. Geplant sind ein europäisches Fledermauszentrum in den Kellergewölben, eine interaktive Ausstellung über die Region Arber-Spitzberg sowie museale Nutzungen zum Themenbereich Eisenbahn, Mobilität und Kulturlandschaft, gepaart mit einer Modelleisenbahnanlage. Im Anschluss gab es noch den Tagesordnungspunkt Wünsche und Anregungen mit anschließender Aussprache. Danach schloss Heinrich Schmidt die Versammlung und dankte allen Anwesenden für ihr Kommen und die engagierte Mitarbeit.
2010.06.24 - Spitze des Naturparkverbandes Bayern formiert sich neu
Jahrestagung in der Röhn - Heinrich Schmidt weiterer Stellvertreter
Etwa 30 % der Landesfläche Bayerns ist von Naturparken bedeckt. Die Träger von Naturparken treffen sich alljährlich zur Jahrestagung ihres Verbandes. Turnus gemäß stand heuer im Jahr 2010 die Neuwahl der drei Vorsitzenden des Naturparkverbandes Bayern auf der Tagesordnung. Neben aktuellen Themen wie der Novellierung des Bayerischen Naturschutzgesetzes und der Problematik bei der Naturparkförderrichtlinie so wie diversen weiteren Themen war die Neuwahl der Vorsitzenden als entscheidende Weichenstellung für die Zukunft wichtig. Zum 1. Vorsitzenden des Naturparkverbandes Bayern wurde Landrat Franz Xaver Uhl, der gleichzeitig 1. Vorsitzende des Naturparks Altmühlthal ist, gewählt. Zu Stellvertretern wurden Landrat Oswald Marr vom Naturpark Frankenwald und der
1. Vorsitzende des Naturpark Bayerischer Wald, Dipl. Ing. (FH) Heinrich Schmidt aus Viechtach gewählt. Mit Heinrich Schmidt entsendet erstmals auch der Naturpark Bayerischer Wald einen Vertreter in das Präsidium des Naturparkverbandes Bayern, der beim Bayerischen Landkreistag angesiedelt ist. Geschäftsführer des Naturparkverbandes Bayern bleibt wie bisher Christoph Würflein vom Naturpark Altmühltal.
Künftig soll die Zusammenarbeit der Naturparke in Bayern intensiviert werden. Gleichzeitig sollen die Anliegen der Naturparke in München deutlicher zur Sprache gebracht werden. Naturparke sind mit eine der ältesten Instrumentarien der Regionalentwicklung, die leider in den letzten Jahren viel zu wenig genutzt wurden. Mit der einstimmigen Wahl aller Kandidaten setzte die Mitgliederversammlung ein deutliches Zeichen der Aufbruchsstimmung und des Neubeginns.
2010.06.24 - Naturpark-Wanderung nach Weißenstein
- Drachen, Burgen und Heiden am Pfahl
An der Burgruine Weißenstein, ca. zwei Kilometer oberhalb der Kreisstadt Regen, schimmert bereits von weitem ein erhaben anmutendes, weißes Felsenriff. Hier erscheint der Pfahl als ein hoch aufragender Quarzfelsenzug. Mit mehr als 750 m Meereshöhe erreicht der nahezu 150 km lange Bayerische Pfahl bei den Burgmauern seinen höchsten Punkt. Nicht nur die mittelalterlichen Burgherren wussten den weitreichenden Ausblick vom Burgturm aus zu schätzen, noch heute bietet sich von hier aus ein einmaliger Rundblick auf die Bergzüge des Bayer- und Böhmerwaldes.
Am Sonntag, den 4. Juli findet eine Führung mit dem Titel „Von Pfahldrachen, Pfahlburgen und Pfahlheide“ im Naturschutzgebiet bei der Burgruine Weißenstein statt. Um 13:15 Uhr wird eine geführte Wanderung vom Bahnhof Regen nach Weißenstein angeboten. In Weißenstein ist der Treffpunkt um 14:30 Uhr vor dem Kiosk unterhalb des Burgturms. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und die Stadt Regen laden Sie herzlich zu dieser naturkundlichen Führung für Groß und Klein ein. Dabei kann man Wissenswertes und Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt am Pfahl, die Pfahlsage und die Entstehung, über die Burggeschichte und den ehemals im Burgturm wohnenden Schriftsteller Siegfried von Vegesack erfahren. Die kostenlose Veranstaltung endet um ca. 17:00 Uhr wieder am Bahnhof Regen. Natur- und Landschaftsführer Herbert Mundl und Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, führen die Wandergruppe. Die An- und Abfahrtszeiten der Waldbahn werden bei der Veranstaltung berücksichtigt.
2010.06.17 - Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Einladung der Stadt Deggendorf ins „Alten Rathaus“
Am Mittwoch, 23.06.2010 um 14:00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Alten Rathaus Deggendorf statt. Parkmöglichkeit besteht in der Tiefgarage Oberer Stadtplatz. Die Stadt Deggendorf hatte den Naturpark freundlichst eingeladen. Es ist dies zum ersten mal, dass eine Jahreshauptversammlung in der größten Stadt des Naturparkgebietes stattfindet. Zur 43. Mitgliederversammlung treffen sich die Vertreter von 89 Gemeinden aus den vier Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf, sowie alle Privatmitglieder und Verbände und Vereine. Turnusgemäß wird bei der Auswahl des Ortes für die Jahresversammlung durch die vier Mitgliedslandkreise gewechselt.
Die Tagesordnung umfasst die üblichen Regularien, wie den Geschäftsbericht, Kassenbericht 2009 und Haushaltsplanung 2010.
Es gibt auch Informationen zu den im vergangenen Jahr durchgeführten Projekten. Außerdem wird das größte und umfangreichste Projekt, die Sanierung des historischen Grenzbahnhofes in Eisenstein näher vorgestellt.
Der oft mit dem benachbarten Nationalpark verwechselte Naturpark versteht sich als Selbsthilfeeinrichtung für die Region. Mit einem nur geringen Jahresbeitrag von nur 11.- € kann man auch als Privatperson Fördermitglied im Naturpark Bayer. Wald e.V. werden.
Die Einladung geht nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern auch an alle Interessierten, sowie an alle Pressevertreter. Die Versammlung wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen.
2010.06.17 - Mythos Berg: Wie Berge den Menschen helfen können
Berge spielten in der Mythologie schon immer eine besondere Rolle: Früher glaubte man, dass hier der Sitz der Götter oder von Naturgeistern sei. Daher wirkten die Berge auf viele abweisend, schroff und gefährlich. Heute hingegen dienen sie nicht nur – wie einige Kritiker behaupten - als Kulisse einer schnelllebigen Spaßgesellschaft, sondern vor allem als Erholungsraum, in dem viele Bergwanderer wieder zu sich selber finden. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald brachte letzten Samstag den 25 Teilnehmern einer Abendwanderung vom Brennes zum Arbergipfel diesen „Mythos Berg“ näher. Bereits zu Beginn ging sie darauf ein, welche negativen Auswirkungen besonders die Fernsehwelt auf den Menschen hat. Auch die vermeintlich „heile Welten“ der Kitschromane mache die Menschen unglücklich, da sie eine Welt vortäuschen, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Eine Alternative zu dieser Scheinwelt sei, raus in die Natur zu gehen, da man nur hier zu sich selbst und einen neuen – positiven Zugang zu den Mitmenschen bekommen würde.
Dass die Ausbeutung der Natur auch unmittelbare Folgen für den Menschen haben kann, ist keine neue Erkenntnis der modernen Naturwissenschaften. So betonte der Indianerhäuptling Seattle in einer Rede, die er im Jahr 1835 vor dem amerikanischen Präsidenten hielt: „Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht - geschieht bald auch den Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde.“
Arten- und Naturschutz ist also auch Menschenschutz. Nur mit einer intakten Natur kann es eine vielfältige Kultur geben, da Naturerlebnisse die Phantasie, Kreativität und Aufnahmebereitschaft der Menschen schulen. Der bekannte Bergsteiger Willi Bauer fasste diesen „Segen“ der Berge und der Natur folgendermaßen zusammen:
„Bergsteiger genießen Sonnenaufgänge und -untergänge in blendend lichten Höhen, sie haben Erlebnisse, die anderen versagt bleiben. Was zählt, ist der Augenblick. Das Leben ist viel mehr als essen, kämpfen, eine mächtige Position erreichen.“
Am Ende der vierstündigen Exkursion waren sich alle Teilnehmer einig: Lässt man sich auf die Natur eines Berges ein, so kann man nicht nur im Hochgebirge, sondern auch im Mittelgebirge dieses „Glücksgefühl in den Bergen“ genießen.
2010.06.17 - Pflanzen- und Tierwelt am Forchenhügel erkundet
Europaweit einzigartige Natur vorgestellt
Zur ersten gemeinsamen Forchenhügel- Exkursion der Gemeinde Aussernzell zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der VHS Deggendorf sowie der BN Kreisgruppe Deggendorf hatten sich ca. 25 Interessierte zusammengefunden. Dipl. Ing. und Landschaftsökologe Ernst Obermeier führte die Gruppe zu den Heide - Kiefernwäldern am Forchenhügel und zu den benachbart liegenden Mooren. Der Name „Forche“ stammt von Föhre. Der Forchenhügel gehört zu den ganz wenigen Bereichen, die von Natur aus Kiefernbestockung tragen. Überall anders wurde die Kiefer meist vom Menschen eingebracht, hier ist sie natürlich.
Zunächst erläuterte Obermeier, die geologische Entstehung dieser nährstoffärmsten Böden Mitteleuropas. Sie tragen eine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt. Etwa 165 Rote Liste – Arten, d.h. streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Arten, kommen hier vor. Das ist absolut rekordverdächtig und war der Anlass für eine Zustandserfassung ab Beginn der 90 er Jahre und letztendlich der Grund für die Ausweisung eines ca. 700 ha großen Naturschutzgebietes im Jahre 2007. Hier sind Artenspektren zum Teil komplett erhalten geblieben, vergleichbar mit den Zähnen in einem Gebiss. Wo anderswo nur noch Lücken klaffen, kann man hier das „Lächeln“ der Natur einfangen.
Die armen Kiesböden können kaum Nährstoffe festhalten, deswegen können hier nur Pflanzen wachsen, die an diese Verhältnisse angepasst sind. In diesen armen Kiefernwäldern, die von Heidelbeere, Preiselbeere und Faulbaum oder Birke geprägt sind kommen ganz spezielle Pflanzengesellschaften vor. Die Streunutzung in den vergangenen Jahrhunderten hatte diese armen Böden nochmals ausgehagert. Ganz spannende Arten wie z.B. der Sandlaufkäfer, die Zauneidechse oder auch der Steinschmätzer haben hier ihren Lebensraum gefunden. Teilweise sind die Lebensräume für Experten sehr interessant. An steilen Kieswänden wurden von einer Spinnenexpertin 26 verschiedene Spinnenarten nachgewiesen. Eine der beeindruckendsten Arten ist z.B. der Ameisenlöwe. Er baut Fangtrichter und fängt Ameisen. Die Art gehört zu den Netzflüglern.
Wertvolle Lebensgemeinschaften haben sich auch in den benachbart liegenden Mooren, z.B. im Wolkering Moos erhalten. Von Orchideen, nur ganz selten zu findenden Seggen und von fleischfressenden Pflanzen konnte Ernst Obermeier berichten. Fleischfressende Pflanzen, wie z.B. Fettkraut oder Rundblättriger Sonnentau können mit klebrigen Oberflächen Insekten festhalten, um damit zusätzlich ihren Nährstoffbedarf auf zu bessern. Von den Tierarten erweckten beispielweise der Feuersalamander aber auch der Wiesenknopf - Ameisenbläuling, ein Schmetterling mit sehr spannendem Lebenszyklus, das Interesse der Teilnehmer.
Ernst Obermeier erläuterte die Zusammenhänge in der Lebewelt am Forchenhügel sehr ausführlich und erntete zum Schluss einen kräftigen Applaus und den Dank des Mitveranstalters Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerisch Wald e.V..
Löfflmann lud auch zu einem Besuch in die Naturpark – Infostelle Würzingerhaus Außernzell ein. Dort kann man in einem Teil der Dauerausstellung auch Wissenswertes zum Forchenhügel erfahren und die Entstehung in Vertiefungsheften nachlesen. Die wieder eröffnete Gaststätte ist einen Besuch wert. Damit werden regionale Netzwerke gestützt, die Gaststätte unterstützt den Naturpark auch beim Betrieb der Infostelle.
2010.06.17 - Moore näher betrachtet
Naturpark – und BN - Exkursion mit Karel Kleyn in Hinterfirmiansreut
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. und die BN – Kreisgruppe Freyung – Grafenau eine Wanderung zum Thema Moore an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 20.06.2010 um 14:00 Uhr in Hinterfirmiansreut, Gemeinde Philippsreut an der Hauptstraße auf Höhe der ersten Straßenabzweigung, wenn man aus Richtung Mauth kommt. Im Rahmen der Exkursion wird man Moore und deren Lebewelt etwas näher betrachten.
Referenten sind Karel Kleyn und Stefan Poost. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden und widmet sich der Pflanzen- und Tierwelt der Moore, auch Gefährdungen und die Vorgehensweise bei Renaturierungen wird angesprochen.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2010.06.08 - Naturpark und BN - Kreisgruppe Deggendorf auf Exkursion
Bergwiesen im Vorderen Bayerischen Wald
Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich am vergangen Freitag bereits vor dem vereinbartem Beginn der Exkursion mehr als 20 Interessierte am Treffpunkt in Engelburgsried bei Grafling eingefunden. Nach einer kurzen Einführung durch den Geschäftsführer des Naturparkes, Hartwig Löfflmann, konnte die Führung mit dem Referenten Gerhard Nagl beginnen.
Im Mittelpunkt der Führung standen die Bewirtschaftung der Wiesen und deren Auswirkungen auf die heimische Pflanzenwelt. Gerhard Nagl verdeutlichte dies vor allem an Pflanzen wie dem „Guten Heinrich“, welcher früher sehr häufig im Graflinger Tal und Umgebung zu finden war, heute aber eher selten anzutreffen ist.
Den Hauptgrund für den Rückgang dieser und anderer inzwischen rar geworden Pflanzen wusste Gerhard Nagl auch zu nennen: übermäßige menschliche Nutzung. Die meisten der ursprünglich durch Beweidung entstanden Wiesen haben dadurch innerhalb kurzer Zeit eine große Veränderung durchlebt.
So stellt für Moorpflanzen wie das Wollgras die Entwässerung ehemals feuchter Gebiete mittels Gräben und Brunnen eine empfindliche Störung dar. Eine weitere Veränderung wird durch übermäßige Düngung der Wiesen hervorgerufen, um einen höhen Ertrag bei der Mahd zu erzielen. Hierdurch wird der Wuchs nährstoffbedürftiger Pflanzen, wie z.B. des Wiesen-Sauerampfer, des Scharfen Hahnenfuß, des Löwenzahn und auch der Brennnessel, begünstigt. Die anspruchslosere, langsamer wachsende Magerrasenvegetation wird von ihnen buchstäblich überwachsen. Manchmal werden diese Magerrasen außerdem bei zu früher oder zu häufiger Mahd noch vor der Samenbildung abgemäht, und somit ihre Vermehrung unterbunden.
Trotzdem ließen sich auf den Wiesen des Graflinger Tals noch einige seltenen Arten bewundern:
An feuchten Gräben konnte Nagl den Exkursionsteilnehmern Pflanzen zeigen, die sonst nur noch in Mooren zu finden sind, wie Torfmoose oder diverse Seggenarten. Diese Gräben sind außerdem Standorte für wasserliebende Bäume wie die Saalweide, deren Blüten ein wichtiger Nahrungslieferant für Schmetterlinge sind.
An einem Hang mit geringem Nährstoffeintrag ließen sich als Höhepunkt der Führung sogar eine Arnika sowie deren Verwandte, die kleine Schwarzwurzel finden. Wegen der bekannten Heilwirkung der gelbblühenden Arnika wies Gerhard Nagl darauf hin, dass es wegen des besonderen Schutzstatus verboten ist, Teile oder gar die ganze Pflanze, auszureißen. Heilmittel mit Arnika ließen sich fertig kaufen oder man könne sich, wenn man selbst Heilmittel herstellen möchte, ein in einer Gärtnerei nachgezüchtetes Exemplar in den eigenen Garten setzen.
Nach 2,5 Stunden ging es wieder zurück zum Treffpunkt, wo sich alle Teilnehmer mit Applaus für die aufschlussreiche und interessante Führung bedankten.
2010.06.06 - Wald- und vogelkundliche Wanderung in St. Englmar - Pröllergebiet
Naturpark unterwegs mit Peter Zach
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. und das Amt für Landwirtschaft Straubing - Bogen eine gemeinsame wald- und vogelkundliche Wanderung im Pröllergebiet an.
Treffpunkt ist am Freitag, 18.06.2010 um 19:00 Uhr in St. Englmar, Ortsteil Grün – Gasthaus Rainer. Von dort aus geht es weiter Richtung Hinterwies.
Referent ist Revierleiter Peter Zach vom Amt für Landwirtschaft Straubing – Bogen. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der kleinen Wanderung gibt es Informationen zu Biologie, Lebensweise und Gesang verschiedener Vogelarten. Auch waldkundliche Besonderheiten werden vermittelt.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.
2010.06.04 - Mythos Berg oder „Das ZusammenLEBEN von Mensch und Berg“ – Meditative Abendwanderung zum Arbergipfel
„Um das Glück, das die Berge ihren Getreuen schenken, ist es ein eigen Ding; es lässt sich nicht erzwingen. Wer aber je dieses Glück empfunden, der ist den Bergen für immer verfallen. Sie machen ihn unendlich reich, und ich glaube, er kann nie wieder ganz arm werden!“ So beschrieb Eleonore Noll-Hasenclever, eine der bekanntesten Bergsteigerinnen ihrer Zeit, bereits vor hundert Jahren, welche Faszination Berge auf den Menschen ausüben können. Dass die Natur und besonders die Berge in unserer technisierten Welt von heute Menschen mehr denn je helfen können, neue Kraft für den Alltag zu schöpfen, ist vielen Wanderern bewusst.
Am Samstag, 12.06.10 stellt Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayer. Wald daher diesen „Mythos Berg“ in den Mittelpunkt einer meditativen Abendwanderung vom Brennes zum Arbergipfel. Außerdem wird der Frage nachgegangen werden, wie sich der wissenschaftliche Naturschutz von heute mit der Naturmythologie vereinbaren lässt. Treffpunkt der ungefähr vierstündigen Exkursion ist um 18:00 Uhr am Brennesparkplatz. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit. Gutes Schuhwerk wird empfohlen. Für diese Naturpark-Abendwanderung ist eine Anmeldung unter Tel.: 09922/802480 erforderlich bis Freitag, den 11.06.10, 16:00 Uhr.
2010.06.04 - Schätze im Verborgenen - die Pflanzen- und Tierwelt am Forchenhügel
Gemeinsame Veranstaltung von Naturpark, VHS und BN Deggendorf und der Gemeinde Außernzell
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V., die VHS Deggendorf, die Bund Naturschutz – Kreisgruppe Deggendorf und die Gemeinde Außernzell eine gemeinsame Exkursion zum Forchenhügel an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 13.06.2010 um 14:00 Uhr am Kirchenparkplatz in Außernzell. Referent ist Dipl. Ing. und Landschaftsökologe Ernst Obermaier.
Der vielfach unbekannte Forchenhügel bei Außernzell ist eine große Besonderheit. Er beherbergt die nährstoffärmsten Waldstandorte ganz Mitteleuropas und ist Heimat vieler seltener, häufig landesweit bedrohter Lebensgemeinschaften, Tier- und Pflanzenarten. Um dieses Kleinod zu bewahren, wurde der Forchenhügel 2007 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Auf verborgenen Pfaden gelangen wir dort zu sonnendurchfluteten Heide-Kiefernwäldern, in denen der seltsame Ameisenlöwe "lauert". Bunt blühende Hangquellmoore mit dem fleischfressenden Sonnentau und mit seltenen Orchideen, dampfige Quellsumpfwälder, in denen der Feuersalamander und Quelljungfern zu Hause sind und alte Kiesgruben mit Sandlaufkäfern begleiten unseren Weg. Die Führung spannt einen Bogen von der erdgeschichtlichen Entstehung des Forchenhügels über seine überaus bedeutsame Tier- und Pflanzenwelt bis hin zur Kulturhistorie des Gebiets und seine ebenfalls von Besonderheiten geprägte Nutzung in heutiger Zeit.
Die Exkursionsroute läuft entlang des Forchenhügelpfades mit kürzeren und längeren Abstechern. Festes Schuhwerk und wetterfeste Ausrüstung sind erforderlich.
Die Veranstaltung dauert ca. dreieinhalb Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich 09922 80 24 80. Es wird ein Unkostenbeitrag von 3.- € erhoben.
2010.06.04 - Schätze im Verborgenen - die Pflanzen- und Tierwelt am Forchenhügel
Gemeinsame Veranstaltung von Naturpark, VHS und BN Deggendorf und der Gemeinde Außernzell
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V., die VHS Deggendorf, die Bund Naturschutz – Kreisgruppe Deggendorf und die Gemeinde Außernzell eine gemeinsame Exkursion zum Forchenhügel an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 13.06.2010 um 14:00 Uhr am Kirchenparkplatz in Außernzell. Referent ist Dipl. Ing. und Landschaftsökologe Ernst Obermaier.
Der vielfach unbekannte Forchenhügel bei Außernzell ist eine große Besonderheit. Er beherbergt die nährstoffärmsten Waldstandorte ganz Mitteleuropas und ist Heimat vieler seltener, häufig landesweit bedrohter Lebensgemeinschaften, Tier- und Pflanzenarten. Um dieses Kleinod zu bewahren, wurde der Forchenhügel 2007 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Auf verborgenen Pfaden gelangen wir dort zu sonnendurchfluteten Heide-Kiefernwäldern, in denen der seltsame Ameisenlöwe "lauert". Bunt blühende Hangquellmoore mit dem fleischfressenden Sonnentau und mit seltenen Orchideen, dampfige Quellsumpfwälder, in denen der Feuersalamander und Quelljungfern zu Hause sind und alte Kiesgruben mit Sandlaufkäfern begleiten unseren Weg. Die Führung spannt einen Bogen von der erdgeschichtlichen Entstehung des Forchenhügels über seine überaus bedeutsame Tier- und Pflanzenwelt bis hin zur Kulturhistorie des Gebiets und seine ebenfalls von Besonderheiten geprägte Nutzung in heutiger Zeit.
Die Exkursionsroute läuft entlang des Forchenhügelpfades mit kürzeren und längeren Abstechern. Festes Schuhwerk und wetterfeste Ausrüstung sind erforderlich.
Die Veranstaltung dauert ca. dreieinhalb Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich 09922 80 24 80. Es wird ein Unkostenbeitrag von 3.- € erhoben.
2010.06.01 - Großer Pfahl und Kulturlandschaft –
Lehrerfortbildung in der Umweltstation Viechtach
Rund dreißig naturinteressierte Pädagogen nahmen an der Fortbildung „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ teil. Diese Veranstaltung in der Umweltstation Viechtach wurde vom Naturpark Bayerischer Wald und dem Staatlichen Schulamt Regen angeboten. Naturpark - Vorsitzender Heinrich Schmidt begrüßte Vertreter von Kindergärten und Lehrkräfte von Realschulen, Gymnasien, Grund-, Haupt- und Förderschulen, die auch aus Nachbarlandkreisen angereist waren. Matthias Rohrbacher von der Umweltstation Viechtach führte die Pädagogen durch das Naturschutzgebiet Großer Pfahl und in das angrenzende Riedbachtal. Die Teilnehmer konnten sich bei der Fortbildung über ökologische, geologische und kulturhistorische Aspekte informieren sowie die Angebote der Umweltstation kennen lernen. In diesem Außengelände der Umweltstation finden jedes Jahr viele Projekttage und Führungen zu den Themen Pfahl, Wiese, Hecke, Wald, Wunderwelt der Insekten, Bach und Weiher statt.
Die Exkursion begann am „Großen Pfahl“ - Bayerns Geotop Nummer eins - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der wildromantische Quarzbruch beeindruckte mit den felsigen Steilwänden, flachen Tümpeln und steinreichen Geröllhalden. Seltene Tierarten wie Gelbbauchunke, Ameisenlöwe oder Mopsfledermaus finden hier ihren Lebensraum. Bei der „Verladestation“ informierten sich die Teilnehmer über die einhundertjährige Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. „Am Klopferplatz bei der „Alten Schmiede“ suchen die Kinder meist mit Begeisterung nach Quarzen und Kristallen“, wies Matthias Rohrbacher auf diese besondere Attraktion hin. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit den beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein Naturweiher den Weg. In diesem „grünen Klassenzimmer“ bieten sich viele Möglichkeiten zum Naturerleben und zur Naturinformation, die die Teilnehmer bei dieser Fortbildung kennen lernen konnten.
2010.06.01 - Nachtfalterexkursion am Pfahl in Viechtach
Naturpark und Umweltstation auf Exkursion am Pfahl
Der Naturpark Bayerischer Wald hatte zu einer Nachtfalterexkursion nach Viechtach im Rahmen des Programms Umweltstation eingeladen. Bildungsreferent Hartwig Löfflmann konnte etwa 25 Leute, davon viele aktive Bergwachtangehörige, begrüßen. Referent Forstdirektor a.D. Ludwig Weigert aus Metten übernahm nach einer Vorabinformation des Gebietsbetreuers Matthias Rohrbacher über den Pfahl die Exkursion. Weigert erläuterte die Wichtigkeit der Weichlaubholzarten Birke, Aspe und Weide. Diese Pionierbaumarten bilden die Nahrungs- und Lebensgrundlage für sehr viele Nachtfalter.
2010 wird ein selten Schmetterlings-armes Jahr werden. Lange Frostperioden im März, ein zu trockener April und ein nasskalter Mai ließen viele Individuen in ihren Entwicklungsstadien zu Grund gehen. Seit fünfzig Jahren bin ich nun entomologisch tätig“ so Ludwig Weigert, „aber ich hab noch kein solches Jahr erlebt wie 2010“. Selbst wenn sich das Wetter nun schlagartig bessern würde, bleiben die Populationsdichten für 2010 niedrig. In ein bis zwei Jahren gleicht die Natur die Verluste bei normalem Witterungsverlauf aus.
Für die Kartierung von nachtaktiven Insekten ist die künstliche Lichtquelle am Erfolg versprechendsten. Im Spätsommer tritt die Methode des „Köderns“ mit alkoholhaltigen Zuckerlösungen hinzu, die eine hohe Anziehungskraft haben.
In der späten Dämmerung kam also die Quarzlampe zum Einsatz, die mittels Generator betrieben wurde. Nur wenige Arten sind Dämmerungsaktiv, die meisten erscheinen um Mitternacht und einige Arten erst kurz vor der Morgendämmerung. Wer somit das ganze Artenspektrum beobachten will, muss sehr lange an der Lampe ausharren.
Die Teilnehmer waren begeistert von den Farben und den feinen Zeichnungsmustern unserer Nachtfalter. Ein Luxus der Natur, denn die Partnerfindung findet über Pheromone, d. h. über artspezifische Duftstoffe statt. Dazu haben die Männchen des Kleinen Nachtpfauenauges große gefiederte Fühler, die es ihm ermöglichen, die Duftstoffe noch in molekularer Verteilung aufzunehmen und die Partnerin über mehrere Kilometer Entfernungen zu finden.
Interessant war, dass die meisten Arten als Ei oder Puppe überwintern. Der Große Eisvogel überwintert als Jungraupe an den Zweigspitzen der Aspe. Arten wie Tagpfauenauge, großer und kleiner Fuchs und der Zitronenfalter überwintern als Imago, das heißt als Schmetterling. Problematisch, und tödlich für unsere Nachtfalter sind Wald nahe Straßenbeleuchtungen und alle Lichtquellen mit einem hohen ultravioletten Lichtanteil in Dörfern und Städten. Die Schmetterlinge werden zu Gefangenen des Lichts und gehen für die Fortpflanzung verloren. Das ist der Grund, warum viele Gemeinden dankenswerter Weise auf Gelblicht umgerüstet haben.
Gewaltige Opfer dürfte der Straßenverkehr fordern. Eine nächtliche Fahrt im Juni-Juli-August von 200 km mit dem Auto dürfte nach Einschätzung Weigerts mehr Tiere töten, als ein Schmetterlingskundler im Laufe eines Jahres für die Kartierung entnimmt.
Erst kurz vor Mitternacht bedankte sich dann Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten für die fundierten und kurzweiligen Informationen. Auch wenn sich in normalen Jahren Ende Mai etwa 50-60 verschiedene Arten an einer Lichtquelle tummeln, so waren es trotz des klimatisch extrem ungünstigen Jahres doch noch mehr als ein Dutzend Falterarten, die man kennenlernen konnte.
Bemerkenswert war der Birkengabelschwanz, so benannt nach seiner bizarren Raupe. Eine „sehr seltene Art, die in vielen Gebieten nur wenige Male gefunden wurde“ schreibt Manfred Koch. Sein Buch: „Wir bestimmen Schmetterlinge“ ist 1955 erstmals erschienen und kann allen Interessierten empfohlen werden.
2010.05.27 - Botanische Frühjahrswanderung: Bergwiesen und Bergwald im Vorderen Bayerischen Wald
Gemeinsame Veranstaltung von Naturpark Bayerischer Wald mit BN-und LBV Kreisgruppe Deggendorf
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. und die BN- sowie die LBV - Kreisgruppe Deggendorf eine gemeinsame botanische Frühjahrswanderung an. Treffpunkt ist am Freitag, 04.06.2010 um 15:00 Uhr in Englburgsried, Gemeinde Grafling, südlich der Abzweigung zur Zufahrt Loderhart. Referent ist Gerhard Nagl aus Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden.
Die botanische Exkursion zeigt Bergwiesen, Feuchtgebiete und Wald am nordöstlichen Ausgang des Graflinger Tals, wo der Vordere Bayerische Wald schon nach hinten blickt. Margeriten, Glockenblumen und weitere Blumen und Gräser der Bergwiesen gibt es zu sehen. Für die interessierten Pflanzenfreunde steht aber auch der Unterschied zwischen Mausohr-Habichtskraut und Öhrchen-Habichtskraut auf dem Stundenplan. Wir sehen, wie feucht und trocken, aber auch Bewirtschaftung, Auswirkungen auf das Vorkommen verschiedener Pflanzen haben. Die Teilnehmer können sich davon überzeugen, dass auch der Wald nicht überall gleich aussieht.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen ist die Exkursion nicht geeignet.
2010.05.27 - Der NATUeRliche Arber: Frühling am Arbergipfel
Nicht nur viele Gäste sondern auch viele Bewohner des Bayerischen Waldes assoziieren mit dem Großen Arber vor allem die Seilbahnen und Pisten. Obwohl den Gipfel jährlich bis zu einer Million Menschen besuchen, gibt es hier – dank der Besucherlenkung – noch immer oder wieder eine einzigartige Flora und Fauna, wie man sie sonst in Bayern nur noch in den Alpen findet.
Auch die vielen Sagen und Geschichten, die sich um den „König des Bayerischen Waldes“ ranken, faszinieren die Menschen heute mehr denn je. Deshalb lädt der Naturpark Bayer. Wald am Mittwoch, den 02.06.10 um 11:00 Uhr zu einer 1,5-stündigen Führung auf dem Arbergipfelplateau unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ein. Treffpunkt ist an der Arberkapelle am Arbergipfel (beim sogenannten Großen Seeriegel). Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2010.05.21 - Vom Urwald und der Kraft des Wassers
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer zeigte 32 Wanderern die naturkundlichen Besonderheiten der Rieslochschlucht
Das Naturschutzgebiet Riesloch beherbergt – neben der Rachel- und den Arberseewänden – die letzten Urwaldreste des Bayerischen Waldes. Dass dieser Urwald in unserer schnelllebigen, technisierten Welt immer mehr Menschen fasziniert, wurde letzten Mittwoch im Rahmen einer Naturpark-Führung deutlich: Trotz strömenden Regens hatten sich 32 Wanderer am Rieslochparkplatz eingefunden, um auf einer zweistündigen Tour mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer die Rieslochschlucht, das unbekannteste Naturschutzgebiet am Großen Arber, kennenzulernen.
Anders als die Arberseen wurde die Schlucht vor allem durch die Kraft des Wassers geformt. Auf einer Strecke von nur 1,5 km überwindet das Wasser des Riesbachs, des Wildauer-, des Kleinhütten- und des Schwellbachs einen Höhenunterschied von etwa 200 m. Über Jahrtausende meißelten sich so die Bergbäche in das besonders harte Arbergestein, den sogenannten Cordierit-Silimanit-Paragneis. Aber auch glatt geschliffene Steine im Bachbett sind Zeugen dafür, welche formende Kraft Wasser besitzt.
Da in der Natur weniger Spektakuläres häufig übersehen wird, aber nicht minder interessant ist, zeigte die Gebietsbetreuerin den Wanderern auch die wohl unscheinbarsten Bewohner des Bergbachs: Da die Eintagsfliegenlarven, die die meisten Exkursionsteilnehmer zum ersten Mal in ihrem Leben sahen, nur in besonders gutem Wasser überleben können, kann man auch wissenschaftlich schließen, dass die Gewässergüte des Riesbachs und seiner Zuflüsse sehr gut ist.
Nicht minder beeindruckt waren die Wanderer von der urwaldartigen, wilden Schönheit des Rieslochs: Stehende Totholzbäume, die von Baumpilzen wie dem Zunderschwamm, dem Schwefelporling oder dem Berindeten Seitling bewachsen sind, wirken nicht nur wie von der Natur geschaffene Kunstwerke, sondern zeigen dem Menschen auch, dass alle Prozesse in der Natur in einem Kreislauf ablaufen. Im Kreislauf von Werden und Vergehen bildet Totholz Nahrungs- und Wohnraum für viele Tierarten, wie Fledermäuse und Spechte. Umgestürzte vermodernde Bäume dienen Baumkeimlingen als sogenanntes Keimbeet, das sie von Beginn an über die umgebenden Heidelbeersträucher erhebt und so ihr Wachstum fördert.
Isabelle Auer: „Um die Natur genießen zu können und verstehen zu lernen, muss man sich Zeit lassen und vor allem den Blick schärfen für das eher Unscheinbare. Schafft man das, wird einem die Natur viel zurückgeben, und man wird bei jeder Wanderung – auch auf vermeintlich schon bekannten Routen – immer wieder Neues und Spannendes entdecken.“
2010.05.21 -
Regelmäßige Führungen am Großen Pfahl
Angebote für Familien mit Kindern im Schaubienenstand
Das Quarzriff Großer Pfahl ist eine der landschaftlichen Hauptattraktionen im Viechtacher Land. Als „Bayerns Geotop Nummer eins“ und als einer der siebenundsiebzig schönsten Geotope Deutschlands ist der Pfahl auch überregional bekannt. Im Naturschutzgebiet sind die hoch aufragenden, weißen Quarzfelsen eng verzahnt mit lichten Eichen– und Kiefernwäldern und bunten Pfahlheiden. Auf diesen Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden wächst beispielsweise das Heidekraut oder die Blutwurz. Ein ehemaliger Quarzbruch weist auf die hundertjährige Abbaugeschichte am Viechtacher Pfahl hin. Im tief in die Landschaft eingeschnittenen, wildromantischen Steinbruch finden heute Reptilien wie Zauneidechse und Schlingnatter oder Amphibien wie Gelbbauchunke oder Erdkröte einen Lebensraum. In einer bunt blühenden Streuobstwiese beim Großen Pfahl liegt ein Schau- und Wildbienenstand. Hier kann man sich über die Arbeit der Imker, das Leben der Wild- und Honigbienen und Schutzmöglichkeiten für Wildbienen im eigenen Garten informieren.
Ab Pfingsten werden jeweils Dienstags Führungen am Großen Pfahl und am Schaubienenstand angeboten. Treffpunkt des ca. einstündigen, kostenlosen Rundgangs am Großen Pfahl ist um 14:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B85. Im Schaubienenstand beginnt die Führung um 16:00 Uhr. Dabei können auch kleine Wildbienenhotels selbst gebastelt und mit nach Hause genommen werden, was gerade für Kinder besonders interessant ist. Als Unkostenbeitrag für das Angebot am Schaubienenstand wird ein Euro je Teilnehmer verlangt. Eine Anmeldung zu den Führungen ist bis Dienstag 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 09942 – 16 61 erforderlich. Alle großen und kleinen Naturfreunde aus Nah und Fern sind herzlich zu den Führungen eingeladen. Wildbienenhotels zu basteln ist auch für Schulkinder in den Pfingstferien ein interessanten Angebot.
2010.05.21 - Nachtfalter - Exkursion am Pfahl
Gemeinsame Exkursion von Naturpark und Umweltstation Viechtach
Im Rahmen der Veranstaltungsprogramme von Umweltstation Viechtach und Naturpark Bayer. Wald e.V. findet eine Nachtfalter-Exkursion am Pfahl statt. Referent ist der Kenner und Fachmann Forstdirektor a.D. Ludwig Weigert.
Treffpunkt ist am Freitag, 28.05.2010 um 21:00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85 (Nähe Riedbachbrücke). Danach wird man die Bereiche am Pfahl im Bereich des ehemaligen Steinbruchs erkunden.
Der Jahresverlauf heuer mit dem langen Winter und dem nass-kalten Frühjahr während der Entwicklungszeit ist für alle Falterarten relativ ungünstig. Es sind bisher auch sehr wenige Tagfalter zu sehen. Man darf deswegen gespannt sein, wie sich die Nachtfalterfauna bei der Abendexkursion zeigen wird.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei. Bitte Taschenlampe mitbringen. Bei strömendem Regen muss die Veranstaltung entfallen.
2010.05.14 - Mit dem Naturpark zum (be)rauschenden Arber
Die Rieslochschlucht ist nicht nur das kleinste, sondern wohl auch das unbekannteste der drei Naturschutzgebiete am Großen Arber. Da wegen der Steilheit der Felswände in Teilen der Schlucht Forstwirtschaft schon immer unmöglich war, kann man hier noch einen Urwald erleben, wie man in sonst nur noch in der Arbersee- oder Rachelseewand antrifft. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet daher am Mittwoch, den 19. Mai eine naturthematische Wanderung in das Naturschutzgebiet Riesloch an. Neben der Entstehung der höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes stehen vor allem die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets im Mittelpunkt des 1,5-stündigen Rundgangs durch die Schlucht. Außerdem soll gezeigt werden, wie man mithilfe einfachster Methoden die Wasserqualität bestimmen kann. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr beim Wanderparkplatz Riesloch am Rundwanderweg Nr. 2 in Bodenmais.
Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert.
2010.05.14 - Der Große Arbersee erwacht aus seinem Winterschlaf
Mit der Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer auf Frühlingsspuren am großen Arbersee
Der Große Arbersee ist ein über die Grenzen des Naturparks hinweg bekannter Tourismusmagnet. Jedes Jahr lockt er nach seinem Erwachen aus dem Winterschlaf auf Neue und lockt unzählige Menschen an. Um einen tieferen Einblick in die Entstehung, die Geschichte und die Besonderheiten des Arbersees zu geben, veranstaltete der Naturpark Bayer. Wald e.V. am letzten Mittwoch eine geführte Wanderung rund um den See. Dazu fanden sich 16 Teilnehmer vor der Seegaststätte ein. Bereits an der ersten Station machte die Arbergebietsbietsbetreuerin Isabelle Auer auf die neue Schutzgebietsbeschilderung aufmerksam, welche nicht mehr in schwarz-weiß gehalten ist, sondern die Besucher mit blau-weißen Zeichen auf die verschiedenen Gebote im Naturschutzgebiet hinweist. An weiteren Stationen gab sie wissenswerte Erklärungen zu den Pflanzen am Wegesrand. Hierbei fand die Soldanelle besondere Erwähnung, da sie in Deutschland nur im Bayerischen Wald und im Isarwinkel vorkommt. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Entstehung des Sees mit seinen Schwimmenden Inseln: Der rückwertige Teil des Sees am Fuße der Arberseewand entstand durch den hohen Druck, den die Gletscher der letzten Eiszeiten auf den Untergrund ausübten. In den Hochlagen und am Hang verdichtete sich der Schnee zu einer großen Eismasse, dem Gletscher. Dieser bewegte sich talwärts und schürfte unter sich eine Mulde aus, das „Karbecken“ des Großen Arbersees. Auch der Kleine Arbersee und das Becken des heute schon verlandeten dritten Arbersees sin so entstanden. Der Gletscher am späteren Großen Arbersee schob sich weiter über den Rand des Karbeckens und formte zusätzlich ein langgestrecktes Zungenbecken. Der Übergang vom Karbecken zum Zungenbecken befindet sich etwa bei den Holzablanderungen, die quer über den See gekettet sind, um die Schwimmenden Inseln zu schützen.
Außerdem erwähnte die Gebietsbetreuerin, dass der heutige Wasserstand um ungefähr 80 cm höher ist als noch vor rund 110 Jahren, bevor der See für die Holztrift angestaut wurde. Durch die Erhöhung des Wasserpegels veränderte sich nicht nur die Seeform, sondern es verloren auch die Verlandungszonen am westlichen Ufer den Kontakt zum Untergrund. So entstanden die „schwimmenden Inseln“.
Auch im Hinblick auf seinen Artenreichtum ist das Naturschutzgebiet „Großer Arbersee mit Seewand“ etwas besonders: Allein in der Seewand sind über 40 Vogelarten nachgewiesen, die hier regelmäßig brüten, zum Beispiel der Dreizehenspecht, der Weißrückenspecht oder der Wanderfalke.
Um einen Eindruck des „Vogelparadieses Arberseewand“ zu bekommen und um den Frühlingswald auf sich wirken zu lassen, regte die Gebietsbetreuerin am Fuße der Arberseewand einen stillen Spaziergang an.
Dass bereits vor über 100 Jahren vor allem die Fremden die Schönheit des Sees zu schätzen wussten, verdeutlichte Auer am Ende der Führung an einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1904, in dem von einem „Hofpianofabrikanten“ aus Bayreuth berichtet wird, der als erster Sommerfrischler überhaupt mit seinem Auto zum Großen Arbersee fuhr. Welche Sensation dies damals war, wird durch die Berichterstattung des Zeitungsreporters von damals deutlich, der betonte: „Es ist dies das erste Mal, dass sich ein Automobil so hoch verstieg. Das Vehikel nahm die sanft ansteigende Straße zum See mit Leichtigkeit.“
2010.05.07 - Ornithologische Wanderung des Naturparks im Markt Metten, Landkreis Deggendorf
Referent: Frater Ludwig Schwingenschlögl
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Vogelstimmenwanderung im Donautal an.
Treffpunkt ist am Samstag, 15.05.2010 um 8:00 Uhr an der Anlegestelle an der Donau im Markt Metten, Landkreis Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden.
Die Erläuterungen bieten für jeden etwas und ermöglichen auch dem ornithologisch weniger Geübten Vogelstimmen unterscheiden zu lernen.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.
2010.05.07 - Bekannt und doch so unbekannt: Der Große Arbersee erwacht aus seinem Winterschlaf
Wegen seiner Schönheit aber auch wegen seiner Lage direkt an der Staatsstraße gehört der Große Arbersee zu den am meisten besuchten Ausflugszielen des Bayerischen Waldes. Viele Seebesucher übersehen aber leider, dass der See Teil eines streng geschützten Naturschutzgebiets und Naturwaldreservats ist. Auch seine naturkundlichen Besonderheiten, die sich manchmal direkt am Wegesrand befinden, werden häufig nicht beachtet.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet daher am Mittwoch, 12. Mai 2010 eine naturthematische Wanderung rund um den Großen Arbersee an. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bei der 1,5-stündigen Führung wird sowohl Wissenswertes über die Entstehung und die Geologie des Gebietes, als auch über die Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Außerdem wird die Gebietsbetreuerin Interessantes zum Thema „Naturschutz und Massentourismus“ berichten.
2010.05.06 - Großer Pfahl und Kulturlandschaft –
Naturpark-Fortbildung für Vermieter und Touristiker
Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Aspekte wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände, Schutzgebote usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, den 11.Mai von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B 85. Referent ist Naturpark – Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64.
Die Exkursion beginnt am einzigartigen Naturdenkmal „Großer Pfahl“ - Bayerns Geotop Nummer eins - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben.
Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein Naturweiher mit einer Eisvogelwand den Weg. Hier gibt es viele Angebote, sich über die Natur zu informieren und die Natur zu erleben.
2010.05.03 - Natur erleben mit allen Sinnen: Naturkundliche Nordic Walking Tour
10 Teilnehmer einer Naturpark-Exkursion erlebten den Arber einmal anders
Nordic Walking ist eine der beliebtesten sogenannten „Natursportarten“. Das gleichmäßige Gehen mit zwei Stöcken eignet sich hervorragend zum Stressabbau. Viele Nordic Walker berichten, dass besonders bei diesem Ausdauersport der „Geist frei“ wird und die Natur besonders intensiv erfahren wird.
Trotz des regnerischen Wetters folgten daher letzten Sonntag zehn naturbegeisterte Nordic Walker der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald, zusammen mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer eine naturkundliche Führung in den unteren Hangbereichen des Großen Arbers zwischen Bayerisch Eisenstein und der Grafhütte mit Nordic Walking zu verbinden.
Dass der Frühling in dieser Lage bereits eingekehrt ist, konnte die Gebietsbetreuerin vor allem daran zeigten, dass die besonders geschützte Soldanella, die in Deutschland nur im Bayerischen Wald und im Isarwinkel vorkommt, hier bereits blüht.
Aber auch über „Allerweltsplanzen“, wie die Heidelbeere wusste die Arbergebietsbetreuerin Interessantes zu berichten: Heidelbeeren sind sogenannte „Säureanzeiger“, d.h. sie wachsen nur dort, wo das Gestein und der Boden sauer sind. In Gebieten, wo das Gestein basisch ist, wie z.B. im Frankenjura oder in den Kalkalpen, fehlen sie daher. Andererseits sind typische Frühlingsbote dieser Kalkgebiete – wie z.B. das Leberblümchen - im von Gneisen und Graniten geprägten Bayerischen Wald nicht zu finden.
Aber auch Bäume erzählen durch ihre Wuchsform Geschichten: So kann der sichelförmige Wuchs knapp oberhalb des Bodens bei manchen Bäume an Berghängen entweder zeigen, dass hier vor Jahren einmal ein Hangrutsch stattfand oder dass der Baum an dieser Stelle besonders unter dem Schneedruck zu leiden hatte.
Am Ziel der knapp vierstündigen Rundwanderung konnte die Gebietsbetreuerin der Gruppe am Grenzbahnhof noch eine „tierische Besonderheit“ zeigen: Die vom Biber gestaltete Flusslandschaft am Großen Regen.
Und so waren sich die Teilnehmer dieser Führung einig: Von allen Natursportarten ist Nordic Walking neben dem Wandern wohl am besten dazu geeignet, Natur intensiv zu erleben und gleichzeitig viel Spannendes über sie zu lernen.
2010.04.29 - Botanische Frühjahrswanderung an der Ilz
Das schöne Wetter war sicher mit ein Grund für die Wanderer, die der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. zusammen mit Karel Kleyn, zu einer botanischen Frühjahrsexkursion ins Ilztal gefolgt waren. Unter der Führung des Gebietsbetreuers Stefan Poost, wanderten die knapp 50 Teilnehmer vom Schlossparkplatz Fürsteneck über den Burgberg zur Wolfsteiner Ohe und weiter zur Ilz. Neben vielen Frühblühern waren auch schon die ersten Aurorafalter und Ringelnattern aktiv, denen die Temperatur von gut 20 Grad den ersten richtigen Aktivitätsschub verpasste. Bitteres Schaumkraut, auch als falsche Brunnenkresse bekannt, Leberblümchen und Schlüsselblumen konnten bewundert werden. Die richtigen Highlights des Ilztales, das Weiche Lungenkraut oder der Straussfarn sind gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Wer die Frühlingsplatterbse noch sehen will, muss sich beeilen. Nur wenige Tage im Frühjahr erfreut diese Pflanze mit ihren filigranen Blüten den Wanderer, der auch ein Auge dafür haben muss, wenn er nicht einfach daran vorbeilaufen will. Natürlich waren auch die standortsfremden Fichtenforste im Überschwemmungsbereich der Ilz wieder ein Thema, unter deren Kronen nur ein relativ artenarmer Moos- und Sauerkleebestand sein da sein fristet. Wer zur Zeit an der Ilz wandert und die vielen Ausblicke auf das fließende Wasser genießt, kann sich kaum vorstellen, dass im Hochsommer ein dichter, oft übermannshoher Neophytenbestand aus Schlitzblättrigem Sonnenhut und Indischem Springkraut die Begleitflora der Ilz bilden und einen direkten Blick auf die „Schwarze Perle des Bayerwaldes“ oft nicht mehr zulassen. Tausende und abertausende Keimblätter des Indischen Springkrautes bereiten sich gerade vor, innerhalb kürzester Zeit zu ihrer wahren Größe zu entfalten. Die schöne und kurze Zeit der Frühblüher an der Ilz geht mit dem Laubaustrieb der Bäume zu Ende. Nach gut zwei Stunden erreichten die Teilnehmer wieder das Schloss Fürsteneck und ließen sich in der neuen Naturpark Infostelle noch zusätzliche Informationen über den Naturpark, das Ilztal und das Ilzeinzugsgebiet geben.
2010.04.29 - Vogelstimmenwanderung in der Umweltstation Viechtach
Abendexkursion mit Förster Fritz Reiter
Rund 25 Interessierte hatten sich zur abendlichen Vogelstimmenwanderung in das Riedbachtal eingefunden, die vom Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen und dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. in der Umweltstation Viechtach angeboten wurde. Förster Fritz Reiter führte fachkundig zu den Naturweihern, Hangwäldern und Wiesen im Riedbachtal. Der Referent informierte auch über Lebensweise und Lebensräume der heimischen Vogelwelt. Auf den noch blattlosen Bäumen konnten einige Vögel wie Turmfalke, Gebirgsstelze oder Laubsänger erspäht werden. Je später der Abend, umso intensiver erfreute der Vogelgesang die Wanderer. Das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Buchfink wechselten sich ab. Einige höhlenbrütende Vögel wie Kleiber, Sumpf- und Blaumeise trippelten auf den grobrindigen Eichen, Erlen und Weiden hin und her. Sie suchten dabei nach Insektennahrung und Bruthöhlen. „Gerade für die Höhlenbrüter sind dicke, alte und stellenweise morsche Bäume in den Wäldern wichtig, da hier bevorzugt die Spechte ihre Höhlen anlegen. Verlassene Spechthöhlen werden wiederum von vielen Vogel- und Fledermausarten genutzt“, berichtete Förster Fritz Reiter über einen naturnahen Wald mit einem gewissen Anteil von Tot- und Altholz. Bei der Wanderung wurde ein Buntspecht beobachtet, als er gerade in das dürre Kronenholz einer dicken alten Eiche eine Höhle hämmerte. Nach der ca. zweistündigen Exkursion hatten die zufriedenen Wanderer mehr als 25 Vogelarten erspäht oder gehört.
2010.04.23 - Den Arber neu erleben – Naturkundliche Nordic Walking Tour
Nordic Walking wird immer beliebter: Nicht nur, weil man mit dem richtigen Stockeinsatz bis zu 90 % der Muskeln trainiert und gleichzeitig die Gelenke um 30 % entlastet, sondern vor allem, weil Nordic Walking hervorragend zum Stressabbau geeignet ist.
Da sich bei diesem Ausdauersport das „Naturerwachen“ im Frühjahr am Berg besonders intensiv erfahren lässt, lädt der Naturpark Bayerischer Wald alle an der Natur interessierte Nordic Walker zu einer vierstündigen naturkundlichen Nordic Walking-Tour mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ein. Treffpunkt der etwa vierstündigen mittelschweren Tour in den unteren Hangbereichen des Arbers ist am Sonntag, den 02.05.10 um 10:30 Uhr im Naturpark-Infozentrum Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein.
Die Teilnehmer sollten ihre eigenen Stöcke sowie ausreichend zu trinken mitbringen. Bequemes, wettergerechtes Schuhwerk wird empfohlen. Die Anreise mit der Waldbahn wird empfohlen.
2010.04.23 - Seminar „Wildblumen und blühende Landschaften“
- Natur in den Garten durch heimische Wildpflanzenarten
Interessante Vorträge und Vorführungen standen beim Seminar „Wildblumen und blühende Landschaften“ in der Umweltstation Viechtach auf dem Programm. Nahezu neunzig Teilnehmer haben an den Veranstaltungen des zweitägigen Seminars teilgenommen, das vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Imkereiverein Viechtach angeboten wurde.
Referentin Barbara Heydenreich vom „Netzwerk blühende Landschaften“ berichtete in ihrem Vortrag über „Blühende Landschaften als Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch“. Ein Drittel der Lebensmittel für den Menschen sind von der Bestäubungsleistung blütenbesuchender Insekten abhängig. Ohne diese Insekten können diese Nahrungspflanzen keine Früchte entwickeln. Honigbienen fliegen bis zu fünf Kilometer auf der Suche nach Nektar und Pollen. Dabei konzentrieren sie sich gerne auf Massentrachten wie Rapsfelder oder Löwenzahnwiesen. „Das Bienensterben kann auch zu Ertragseinbußen führen. Obstbäume werden zu rund achtzig Prozent von Honigbienen bestäubt“, schildert Gartenbau-Ingenieurin Barbara Heydenreich diese enorme Leistung der staatenbildenden Honigbienen. Bei Wildpflanzen sorgen dagegen meist andere Insekten für die Bestäubung und Samenbildung. Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und die einzeln lebenden Wildbienen sind bei der Wildflora aktiv. Manchmal kann eine ganz bestimmte Wildbiene nur eine einzelne Pflanzenart befliegen. Insekt und Pflanze sind dann aufeinander angewiesen. In der heutigen Landschaft fehlt oft schon im Juni ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Blütenbesucher. Das Netzwerk blühende Landschaften setzt sich daher für eine Vielfalt von Blüten in Gärten und in der Landschaft ein.
Im zweiten Vortrag berichtete Dr. Willy Zahlheimer, Diplom Biologe bei der Regierung von Niederbayern, über attraktive heimische Wildpflanzen für Gärten und Anlagen. „Natur in den Garten durch heimische Wildpflanzenarten – nach diesem Motto kann man für den Naturschutz etwas tun“, unterstricht er den Wert von Gärten und Anlagen für den Naturschutz. Wer Pflanzenarten aus der Region verwendet, bewahrt auch das regionale Erbgut. Viele bunt blühende Arten bieten sich dabei an: Blutweiderich, Weidenröschen, Hahnenfuß, Heckenrose und viele mehr sind nicht nur attraktive Pflanzen, sondern auch ein wichtiges Nahrungsangebot für die Blütenbesucher. Außerhalb von Naturschutzgebieten können sehr häufige Arten auch vereinzelt ausgegraben werden. Eine Entnahme von einzelnen Exemplaren von nicht geschützten Arten für den Eigenbedarf ist grundsätzlich möglich. Im Zweifelsfall sollte man beim Landratsamt nachfragen. Referent Dr. Zahlheimer schilderte ausführlich, wie man die heimischen Pflanzen wieder standortsgerecht ansäen kann. Dabei bieten sich sogenannte Naturgemische an: Mahdgut aus artenreichen Blumenwiesen wird nach der Samenreife auf die neu zu schaffende Wiese übertragen. Der keimende Samen bildet hier eine ähnliche Vegetation wie auf der Spenderfläche. Dazu müssen aber die Standortsverhältnisse wie Feuchtigkeit, Nährstoffgehalt oder Licht vergleichbar sein. Gerade auf feuchteren Streuwiesen hat sich das Ausrechen des Streufilzes im Frühjahr bewährt. Mit dem moosreichen Rechengut können die schlummernden Samen auf die neu anzusäende Fläche ausgebracht werden. Referent Dr. Zahlheimer plädierte für eine „Dorfwiese“, bei der typische heimische Arten wachsen oder angesät werden. Hier können die Menschen wieder leichter einen Bezug zur Natur vor der Haustüre finden.
In der Streuobstwiese beim Schaubienenstand am Großen Pfahl fand der Praxisteil des Seminars statt. Hier konnten die Teilnehmer Wildbienenhotels bauen und sich über Vogel- und Fledermauskästen informieren. Für die Kinder war eine gerade in Pflege befindliche Fledermaus, die dabei gezeigt wurde, besonders interessant. Kleine Infostände vom LBV, Netzwerk Blühende Landschaften, Imkereiverein und Naturpark rundeten das Angebot ab. Um Wildsaatgut zu gewinnen, wurde die im Sommer blumenreiche Streuobstwiese mit einem Rechen durchkämmt. Das moosreiche Rechengut nahmen einige Teilnehmer zum Aussäen für die eigene Wiese mit.
2010.04.16 - Vogelstimmenwanderung im Riedbachtal
Eine abendliche Vogelstimmenwanderung in der Umweltstation Viechtach bieten der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen an. Die Wanderung wird von Fritz Reiter geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Treffpunkt für die zweistündige Exkursion ist am Samstag, den 24. April um 17:30 Uhr am Parkplatz unterhalb der Sporer-Quetsch am Beginn des Radweges von Viechtach nach Tresdorf. Im Riedbachtal findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den knorrigen Hangwäldern, weiträumigen Naturweihern, heckenreichen Streuobstwiesen und beschaulichen Bachwiesen lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf. Mehr als dreißig Vogelarten konnten bei den bisherigen Vogelstimmenexkursionen bestimmt werden. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung für Groß und Klein herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64 an die Umweltstation Viechtach. Mit etwas Glück kann man bei der Wanderung auch den am Riedbach heimischen Eisvogel entdecken. Während seines pfeilschnellen Fluges lässt er einen hohen Ruf – ähnlich einem klirrenden „tjiih“ – ertönen. Der Eisvogel, der auch „fliegender Edelstein“ oder „Kolibri Europas“ genannt wird, zeigt ein überwältigendes Farbenspiel mit Blau- und Türkistönen im Gefieder.
2010.04.16 - Der Frühling erwacht im Ilztal
Wanderung mit Naturpark
Etwa siebzig Wanderer waren unterwegs zu einer naturkundlichen Exkursion in die Dießensteiner Leite. Eingeladen hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit dem Gebietsbetreuer des Ilztales, Stefan Poost. Von der Schneidermühle ging es ilzaufwärts. Am Rande der Wildwasserregatta an der Ilz wollte der Naturpark ganz bewusst über die Natur im Ilztal und deren Gefährdungen informieren und über den Sinn von Ge- und Verboten aufklären.
Aufgrund des langen und kalten Winters ließen sich die ersten Frühlingsboten nur spärlich blicken. Buschwindröschen und Schlüsselblume zeigten sich zaghaft am Wegesrand. Kraftvoll und mit großem Getöse wälzten sich dagegen die Wassermassen talabwärts, die von der Schneeschmelze in den Hochlagen herrühren.
Auf der ganzen Strecke bis zum Eingang in die Dießensteiner Leite unterhalb Ellersdorf waren noch die Spuren des Sturmes Felix vom vergangenen Mai sichtbar. Vielerorts waren die Sturmschäden bereits aufgearbeitet, aber auch liegengelassene und gebrochene Bäume säumten noch den Wanderweg. So konnte den Teilnehmern auch die Gefahr und Entwicklung eines möglichen Borkenkäferbefalls erläutert werden.
2010.04.08 - „Wildblumen und blühende Landschaften“
- Vorträge und Vorführungen in der Umweltstation Viechtach
In diesen Tagen liegt der Frühling in der Luft, die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und überall sprießt und grünt es. Das lädt ein, selbst in der Natur aktiv zu werden und für die heimischen Tiere und Pflanzen etwas zu tun. Das Seminar „Wildblumen und blühende Landschaften“ der Umweltstation Viechtach bietet dazu Vorträge und Exkursionen an. Die Umweltstation Viechtach wird vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. getragen, der gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Imkereiverein Viechtach dieses Seminar anbietet. Man kann sich über die Ökologie und den Naturschutz in Gärten und in der freien Natur informieren. Alle beruflich und privat Interessierten sind herzlich eingeladen. Die kostenlose Veranstaltung wendet sich auch an Imker, Gärtner, Land- und Forstwirt, Bauhofmitarbeiter, Landschaftspfleger und alle anderen Naturinteressierten.
Am Freitag, den 16. April werden um 19:00 Uhr zwei reich bebilderte Vorträge im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz angeboten. Die Gartenbau-Ingenieurin Barbara Heydenreich vom „Netzwerk blühende Landschaften“ berichtet über „Blühende Landschaften als Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch“. Dr. Willy Zahlheimer referiert über attraktive heimische Wildpflanzen für Gärten und Anlagen. Der Diplom Biologe von der Regierung von Niederbayern geht dabei auch darauf ein, wie man heimische Pflanzen wieder standortsgerecht ansäen kann.
Am Samstag, den 17. April ist bei der Streuobstwiese am Schaubienenstand im Umfeld des Großen Pfahl einiges geboten. Vorführungen und Kurzexkursionen stehen von 14:00 bis 16:30 Uhr auf dem Programm. Groß und Klein sind herzlich dazu eingeladen. Dabei kann man Wildbienenhotels bauen (auch besonders für Familien mit Kindern geeignet) oder Wildrechengut zum Wiederansäen gewinnen. Eine kleine Auswahl von Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel wird präsentiert. Am Schaubienenstand kann man sich bei Kurzführungen über Wild- und Honigbienen informieren. Rückfragen zum Seminar an die Umweltstation Viechtach unter 09942 – 90 48 64.
2010.03.30 - Vortrag über Naturreisen in der Umweltstation Viechtach
- Transsibirische Eisenbahn, Norwegen und Bayerischer Wald
„Transsibirische Eisenbahn, Norwegen und Bayerischer Wald – Sanfter Tourismus durch ökologisches Reisen“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrages, der gemeinsam vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und dem Bund Naturschutz Kreisgruppe Regen in der Umweltstation Viechtach angeboten wird. Der Vortrag findet am Freitag, den 9. April um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Mit vielen Bildern wird dabei über attraktive Naturreisen berichtet. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Referent ist dritter Naturparkvorsitzender Thomas Müller, der beruflich als Bürgermeister der Tourismusgemeinde Bayerisch Eisenstein und Geschäftsführer der Bund Naturschutz Service GmbH tätig ist. Diese Institution bietet Reisen per Bahn, Bus und Schiff beispielsweise zu Natur- und Nationalparken an. Nach dem Motto „Das Fliegen überlassen wir den Bienen“ ist dabei eine klimafreundliche Anreise zum Urlaubsort wichtig. „Land und Leuten auf einer Augenhöhe zu begegnen, ist dem sanften Tourismus ein besonderes Anliegen“, berichtet Referent Thomas Müller bereits vorab über diese naturschonende Reiseidee.
2010.03.29 - Auf Spurensuche: Die historische Flussschifffahrt auf Salzach und Inn
„1000 Jahre Goldener Steig“ – Dieses Jubiläum nahm Naturparkmitarbeiterin Isabelle Auer kürzlich zum Anlass, im Rahmen des Jahresprogramms der Ilz-Infostelle Schloss Fürsteneck den 20 Zuhörern einige Ergebnisse ihrer Geografie-Magisterarbeit zur historischen Flussschifffahrt auf Salzach und Inn vorzustellen. Da diese Arbeit, obwohl sie bereits vor einigen Jahren verfasst wurde, die Leser bzw. Zuhörer anregen soll, selbst mit offenen Augen durch die Städte an diesem ehemals so bedeutenden Fernhandelsweges zu gehen, um nach Spuren der Flussschifffahrt zu suchen, ist sie gerade im Jubiläumsjahr aktueller denn je.
Deutlich wurde bereits zu Beginn des eineinhalbstündigen Vortrags, dass die Flussschifffahrt ein komplexes System war: Nicht nur die in der Schifffahrt Beschäftigten – Verwalter, Reiter und die Schifferer – waren so streng hierarchisch organisiert, dass z.B. die sogenannten Laufener Erbausfergen, das waren die Schiffsbesitzer, sogar den Stadtadel bildeten. Dagegen konnten die unehelich geborene Schiffererbuben, die sogenannten Strohbankert, nur bis zum rudernden Schifferer, nie aber etwa zum sogenannten Sessthaler, also zum Schiffskommandant, aufsteigen konnten. Auch jede Schiff hatte innerhalb des Schiffzugs eine bestimmte Funktion: Die einen waren z.B. reine Lastschiffe, andere waren für den Transport des Futters für die Zugpferde, wieder andere für die korrekte Führung des Zugseils zuständig.
Ebenso komplex wie die Organisation der Flussschifffahrt an Salzach und Inn war ihre Geschichte. Obwohl mit der Raffelstetter Zollordnung bereits zu Beginn des 10. Jahrhunderts die Zolltarife für die ganze Zolllandschaft Salzach-Inn festgelegt wurden, gab es im Laufe der Jahrhunderte ständig Konflikte zwischen den „Anliegerstaaten“, dem Erzbistum Salzburg, dem Herzogtum Bayern, dem Habsburgerreich und dem Fürstbistum Passau.
Welche Bedeutung die historische Flussschifffahrt, bei der nicht nur Salz, sondern auch Getreide, Personen, Stoffe, Wein und Steine transportiert wurden, für den Raum zwischen Hallein, Innsbruck und Passau hatte, wird auch heute noch an den Stadtgrundrissen und Häusern des Inn-Salzach-Gebiets deutlich. Hier betonte Isabelle Auer jedoch, dass die für viele Betrachter italienisch anmutende Inn-Salzachbauweise mit ihren typischen Grabendächern keineswegs aus Italien übernommen sei, sondern sich selbstständig aus alpenländischen Vorformen entwickelt habe.
Am Schluss ihres Vortrags zeigte die Referentin, welche Spuren der Flussschifffahrt man noch heute im Gelände entdecken kann: Reste der ehemaligen Lände, Hohlwege und Salzstadl. Obwohl Wandmalereien, die Szenen aus der Flussschifffahrt darstellen, nicht immer schon zu Seiten der Flussschifffahrt bestanden, sind sie doch ein Hinweis auf das Geschichts- und Traditionsbewusstsein der heutigen Bewohner der Inn-Salzach-Städte.
Isabelle Auer: „Geht man mit offenen Augen durch die Städte des Inn-Salzach-Gebiets, so wird man noch heute viele Spuren der Flussschifffahrt finden. Leider wird diese spannende Geschichte touristisch noch zu wenig ausgewertet, obwohl z.B. ein Kulturerlebnisradweg – ähnlich der Naturerlebnispfade des Naturparks Bayerischer Wald – mit relativ wenigen Mitteln ein neues Tourismusangebot für die Region darstellen könnte.“
2010.03.29 - Vortrag im Grenzbahnhof zur Archäologie im Böhmerwald
Marek Parkmann vom Museum Prachatiz beim Naturpark
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte zu einem Vortrag mit Marek Parkmann in den Grenzbahnhof Eisenstein geladen. Der Archäologe vom Museum in Prachatiz ging auf die Besiedelungsgeschichte des Böhmerwaldes, speziell des Raumes um Prachatiz ein. Als Dolmetscher hatte er Josef Štemperk mitgebracht.
Der Schwerpunkt seiner Ausführungen umfasste den Raum Prachatiz bis Netoliz. Er ging auf die ältesten Besiedelungsspuren seit der Steinzeit ein. Viele Besiedelungsspuren findet man in tieferen Lagen und speziell an den Flüssen. Mit primitiven Werkzeugen konnten die Leute damals kein schwieriges Land bewirtschaften. Sie brauchten gutes, fruchtbares, und flaches Land. Für Archäologen sind immer Straßenbauten oder größere Eingriffe in die Landschaft sehr spannend. Ein Straßenbau in Zusammenhang mit dem Hochwasser 2002 das eine Brücke bei Strazny weggerissen hatte, führte dazu, dass man Siedlungen aus dem Mesolithikum entdeckte. Zahlreiche Beispiele zeigte der Referent auch aus der älteren, mittleren und jüngeren Bronzezeit. Immer wieder gab es dabei auch Querverbindungen zum Donauraum oder zum westlichen Bayern.
In seinem Umfangreichen Vortrag ging Marek Parkmann auch auf die Kelten, die Römer und die Slaven ein. Zum Schluss schilderte er die Entstehung von „Alt – Prachatiz“. In diesem Zusammenhang war auch interessant, dass zum Beispiel in Netoliz eine zweite romanische Kirche an der Burgstätte gestanden hat und bis 1780 verwendet wurde, dann jedoch niedergerissen wurde. Erst im Jahr 2008 hatte man dies entdeckt. Im Anschluss an den sehr ausführlich Vortrag schloss sich eine rege Fragerunde an. Zum Schluss bedankte sich Hartwig Löfflmann beim Referenten sowie beim Dolmetscher und lud zu den weiteren Naturparkveranstaltungen ein.
2010.03.12 - Vortrag: Aspekte eines historischen Fernhandelsweges -
Die Flussschifffahrt zwischen Hallein und Passau
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. zum Jubiläum „1000 Jahre Goldener Steig“ einen bebilderten Vortrag über die historische Flussschifffahrt zwischen Hallein und Passau an.
Jahrhunderte lang profitierten Passau, seine Fürstbischöfe und seine Schiffermeister von Passaus Lage an der "Schnittstelle" bedeutender Handelswege - den Flüssen Inn und Donau sowie dem "Goldenen Steig". Wie funktionierte der Handel zwischen den Alpenländern und Böhmen? Wie beeinflusste er den Städtebau im Inn-Salzach-Gebiet? Welche Spuren kann man heute noch im Gelände finden? Wie kann man das historische Erbe touristisch - z.B. in einem Kulturerlebnisradweg "Inn-Salzach" -vermarkten?
Referentin des etwa 1,5-stündigen Vortrags ist die Geografin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Treffpunkt ist am Freitag, 19.03.2010 um 19:30 Uhr in der Schlossgaststätte Fürsteneck.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
2010.03.08 - Der Kormoran – Vogel des Jahres 2010
Bebilderter Vortrag in der Umweltstation Viechtach
In ihrem Vortrag „Der Kormoran“ berichtete Karin Hodl vom Landesbund für Vogelschutz über den Vogel des Jahres 2010. Rund zwanzig interessierte Zuhörer – darunter auch einige Fischer - hatten sich dazu in die Umweltstation Viechtach im Alten Rathaus eingefunden. Träger der Umweltstation ist der Naturpark Bayerischer Wald e.V.. In Bayern sind Kormorane meist nur im Winter zu sehen. In der restlichen Jahreszeit sind diese Zugvögel v.a. in küstennahen Gebieten zu finden.
In der Luft wirkt der Kormoran wie ein fliegendes schwarzes Kreuz. Körper und Flügel sind in etwa gleichlang sind. Der gesellige Vogel findet sich abends an gemeinsamen Schlafplätzen – meist ufernahen Bäumen – ein, wo er gut beobachtet werden kann. Der schwarz gefiederte, bis zu einem Meter große Kormoran gehört wie der Pelikan zu den Ruderfüßer - Vögeln, die eine Schwimmhaut an den Füßen haben. An Land eher plump wirkend, können die geschickten Fischjäger im Wasser bis zu dreißig Meter tief tauchen. Grundsätzlich werden alle Fische gejagt, die leicht gefangen werden können. Meist erbeuten sie die zahlreichen, wirtschaftlich eher weniger bedeutenden „Weißfische“ wie Rotaugen oder Brachsen. Edelfische wie Äschen oder Felchen stehen dagegen seltener auf dem Speiseplan. Gerne jagen Kormorane auch gemeinschaftlich nach kleinen Fischen. In Fischzuchtanlagen und Teichwirtschaften können sie dabei gravierende wirtschaftliche Schäden anrichten. Aus diesem Grund werden hier Abwehrmaßnahmen wie das weiträumige Überspannen der Teiche mit Seilen vorgenommen, so dass der Vogel hier nicht landen und starten kann. Eine Broschüre mit Information zum Kormoran kann über das Büro der Umweltstation Viechtach im Alten Rathaus bezogen werden.
„Die wichtigste Grundlage für einen gesicherten Fischbestand ist ein reich ausgestatteter, naturnaher Lebensraum“, berichtete die Referentin. Laichplätze, Wandermöglichkeiten und Nahrung sind in naturnahen Gewässern im ausreichenden Maße vorhanden. „In begradigten oder uferverbauten Gewässern fehlen dagegen oft Unterstände als Schutz gegen natürliche Feinde wie dem Kormoran.“ Karin Hodl plädierte für ein Lebensrecht von diesem fischfressenden Zugvogel, der ein Bestandteil der heimischen Tierwelt war und ist. Eine Vertreibung - beispielsweise durch Abschuss - führe meist nur zu einer raschen Wiederbesiedlung und sei keine langfristige Lösung. „Der Landesbund für Vogelschutz setzt sich für eine kooperative Lösung von Konflikten gemeinsam mit dem Fischereiwesen ein.“
In der anschließenden Diskussion schilderten einige Fischer ihre Erfahrungen mit dem Kormoran am Fluss Regen. In sehr strengen Wintern können danach Kormorane den Bestand an seltenen Edelfischen wie der Äsche deutlich reduzieren. Dies ist an den Fangzahlen im darauf folgenden Jahr erkennbar. In den Rückzugsräumen seltener Fischarten am Fluss Regen wurde deshalb in der Vergangenheit eine Vertreibung des Kormorans durch Abschuss einzelner Exemplare durchgeführt. Die Kormorane sind allerdings in den folgenden Jahren wiedergekommen. Auch im diesjährigen strengen Winter sind Kormorane am Fluss Regen gesichtet worden. Inwieweit sich das wieder gravierend auf den Fischbestand auswirkt, kann erst im folgenden Frühjahr und Sommer beurteilt werden.
2010.03.05 - Gebäudesanierung - Einsparung und Solarenergienutzung
Georg Dasch im Naturpark - Informationshaus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 und des Veranstaltungsprogramms des Arbeitskreis Energie findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Info-Zentrum 3) ein bebilderter Vortragsabend zum Thema Energieeinsparung durch Gebäudesanierung und Solarenergienutzung statt.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 12.03.2010 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Sonnenhauses. Referent ist der 1. Vorsitzende des Sonnenhausinstitutes, Architekt Georg Dasch.
Es werden die Themen Wärmedämmung bei Gebäuden und Solarthermie im Gebäudebestand behandelt. Dazu gibt es Projektbeispiele für Altbausanierung. Im Rahmen des Vortrages werden auch verschiedene Möglichkeiten von ökologischer Heizenergieversorgung vorgestellt.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2010.02.25 - Dr. Herdin präsentiert aktuellen Stand der Holzvergaser- Technik im Naturparkhaus
Arbeitskreis Energie und Naturpark Bayerischer Wald e.V. luden zur Veranstaltung
Mehr als 70 Leute konnten Naturparkvorsitzender Heinrich Schmidt und Arbeitskreis-Energie-Leiter Dr. Paul Kestel im Naturparkhaus zur Veranstaltung „Stand der Holzvergaser-Technik“ begrüßen. Mit Dr. Günther Herdin aus Österreich hatte man einen kompetenten Referenten geladen, der die Aktivitäten der Firma Agnion in Pfaffenhofen an der Ilm vorstellte. Der Referent kennt etwa 200 Anlagen weltweit und hat 120 Anlagen von Australien über China bis Amerika selbst besucht. Sein Fazit lautet: 90% der Anlagen enden in Tragödien, meist wegen der schlechten Gasreinigung kommt es vorzeitig zu Motorschäden.
Dr. Günther Herdin stellte seinen „Headpipe-Reaktor“ etwas näher vor und stellte auch die Unterscheide zum alten Festbettvergaser heraus, wie er bereits in Vorkriegszeiten im Einsatz war. Die alten Festbettreaktoren haben vielfach das Problem der Gasreinigung. Dort wo ein aufwändiger Personaleinsatz kein Problem darstellt, wie beispielsweise in Indien, laufen zahlreiche Vergaser von diesem Typ und liefern Strom und Wärme. Meist sind jedoch in kurzen Abständen von oft nur einem Jahr die Motoren komplett zu überholen, was bei Verdiensten von 2 € pro Tag wie in Indien kaum ein Problem ist. Wenn der Motor repariert ist geht es beispielsweise wieder weiter mit Stromproduktion in Heizung in einem Internatsgymnasium. Diese alten Festbettvergaser kann man jedoch nicht mit elektronischen Steuerungen perfekt machen. Deswegen ist seiner Ansicht nach eine komplett andere Technik erforderlich. Auch in Japan arbeitet man an diesem Thema. Dabei werden vielfach höhere Drücke gefahren, teilweise bis 60 oder 80 Bar und nicht bei normalen Atmosphärendruck wie beim alten Festbettvergaser. Ganz wichtig ist, dass man bei der Gasreinigung das Kalium herausbekommt. Aufgrund von Motorölanalysen kann man sofort sagen, ob die Motoren vorzeitig Schade nehmen werden. Es gibt also eine relativ einfache Faustformel, mit hohen Temperaturen und hohen Drücken lässt sich optimales Gas herstellen. Dies sollte nach Möglichkeit einen hohen Wasserstoffanteil erhalten. Damit lassen sich gute Wirkungsgrade erreichen.
Dr. Herdin ging in diesem Zusammenhang auf einige Anlagen in der Schweiz und auch in Österreich ein. Diejenigen, die gut laufen, nutzen als Rohstoff meist etwa Faustgroße Holzstücke. Der Feuchtegehalt soll bei etwa 15-20 Prozent liegen. Wichtig ist, dass die Anlagen nicht nur elektrischen Strom erzeugen, sondern dass auch die Wärme vernünftig genutzt werden kann. Dann laufen die Anlagen wirtschaftlich. Eine größere Anlage nach dem Prinzip des „Headpipe-Reaktors“ wird demnächst in Dessau aufgebaut. Die Anlage in Pfaffenhofen an der Ilm steht ab Ende März 2010 wieder für Besichtigungen zur Verfügung. Dr. Herdin stellte großzügig auch seinen Folienvortrag zur Verfügung, er hat großes Interesse daran, dass die Technik voran kommt, hier soll es keine Geheimniskrämerei geben. In diesem Zusammenhang betonte der Referent auch, dass es in Österreich staatliche Förderung zur Entwicklung der Holzvergasertechnik gibt. In der Bundesrepublik Deutschland existiert nichts Vergleichbares. Etwa zwei Drittel aller Forschungsgelder gehen bundesweit in Deutschland in die Atomenergieforschung. Nach einer Intensiven Frage- und Antwortrunde bedankte sich Arbeitskreisleiter Dr. Paul Kestel für den hoch interessanten Vortrag.
2010.02.25 - Naturpark: Unterwegs mit dem Ilzbetreuer
Im Ilztal auf Spurensuche im Schnee
Mehr als 25 Wanderer waren der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. zur Spurensuche im Schnee im Iltzal gefolgt. Bei herrlichem Wetter wurde von der Schrottenbaummühle ilzabwärts zur Schönberger Triftsperre und zurück gewandert. Dabei konnten allerlei Spuren im Schnee entdeckt werden. Hundespuren entlang des Wanderweges waren natürlich nicht selten. Aber auch der Fuchs schleicht am Ufer der Ilz oder auch auf den noch vorhandenen Eisschollen am Wasser entlang. Der Typische Doppelsprung des Baummarders konnte auch deutlich im Schnee gesehen werden. Die Schleifspuren über den schneebedeckten, größeren Steinen in der Ilz lassen sicher auf das Vorkommen des Fischotters in der Ilz schließen. „Die verspielten Tiere lieben solche Wasserrutschen geradezu,“ so der Gebietsbetreuer Stefan Poost, „Mit ihren bis zu 50.000 Haaren pro Quadratzentimeter sind Sie hervorragend an das Leben im Wasser und auch an die winterlichen Temperaturen angepasst. Die Fischotter werden mit ihrem dichten Haarkleid nicht bis auf die Haut nass und auch der Biber hat mit seinem Fell eine ähnliche Strategie, den kalten und harten Winter im und am Wasser zu überleben.“ Rehspuren konnten am Ilztalwanderweg nicht entdeckt werden. „Wenn man aber in die Ilzleiten ein paar Meter abseits des Wanderweges hochsteigt, weiß man, das sich die Rehe gerne hangparallel zum Ilztal und weg von den Besuchern bewegen.“ Es wäre ein sehr großer Zufall gewesen, auch auf frische Luchsspuren im Ilztal zu treffen, aber auch das Vorkommen des scheuen Luchses im Ilztal ist seit langem bestätigt. Nicht nur tierische Spuren konnten den Wanderern gezeigt werden. Tannen und Fichtensamen bedeckten mancherorts den Schnee. Der berühmte Tannenzapfen, den es außer im grünen Zustand eigentlich gar nicht gibt, weil er auf der Tanne nach der Reife zerfällt und die einzelnen Zapfenschuppen und Samen auf dem Waldboden landen, wurde den Wanderern nähergebracht, aber auch die braunen Fruchtstände des Straussfarns ragten an einigen Uferstellen noch aus dem Schnee. Nach etwa 2,5 Stunden fanden sich die Wanderer wieder am Parkplatz an der Schrottenbaummühle ein, wo man sich noch zu einer gemütlichen Einkehr zusammensetzte.
2010.02.19 - Der Kormoran - Vogel des Jahres 2010
Vortrag in der Umweltstation Viechtach
„Der Kormoran – Vogel des Jahres 2010“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrags in der Umweltstation Viechtach, der vom Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen und vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. angeboten wird. Der Vortrag findet am Freitag, den 26. Februar um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Referentin ist die Diplom Forstwirtin (FH) Karin Hodl von der Bezirksgeschäftsstelle des Landesbund für Vogelschutz. Sie geht bei ihrem Vortrag auf Verbreitung, Bestandsentwicklung, Lebensweise und Lebensraum des Kormorans ein. Der Kormoran wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Bayern fast ausgerottet. Sein Bestand hat in den letzten Jahren wieder zugenommen, was mancherorts zu Problemen mit dem fischfressenden Vogel führt. Die Referentin stellt auch mögliche Lösungsansätze bei Konflikten mit dieser Tierart vor.
2010.02.19 - Kooperation statt Konkurrenz – neue Werte für die Wirtschaft
Christian Felber bei der Umweltstation in der Pfahlinfostelle Viechtach
Im Rahmen der Veranstaltungsprogramme von Umweltstation Viechtach und Naturpark Bayer. Wald e.V. findet ein bebilderter Vortrag zum Thema „Kooperation statt Konkurrenz – neue Werte für die Wirtschaft“ statt. Beginn ist am Dienstag, 02.03.2010 um 19:30 Uhr in der Pfahlinfostelle Viechtach im Alten Rathaus, Stadtplatz 1.
Referent ist der international tätige Autor und Publizist Christian Felber aus Wien. Er bringt auch einige seiner Bücher mit.
Felber wird im Lauf des Abends auf die Problematiken der heutigen Wirtschaftssysteme eingehen und interessante Insiderinformationen zu den derzeitigen Krisen und zu den Bankencrashs geben. In einem Ausblick zeigt er mögliche Lösungswege auf. Wer sich schon vorab ein Bild von Christian Felber machen will, kann seine Internetseite www.christian-felber.at dazu nutzen.
Die Veranstaltung läuft auch im Rahmen der Initiative „Wertvoller Leben“, welche die Mitglieds - Organisationen von „Umweltbildung.Bayern“ für das Jahr 2010 ausgerufen haben.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
2010.02.13 - Vortrag: Stand der Holzvergaser – Technik im Naturparkhaus Zwiesel
Dr. Günther Herdin referiert für Arbeitskreis Energie und Naturpark Bayer. Wald
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Info-Zentrum 3) ein Vortrag zum Thema „Stand der Holzvergaser – Technik“ statt.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 19.02.2010 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Sonnenhauses. Referent ist Dr. Günther Herdin von der Firma Aginon Technologies aus Pfaffenhofen an der Ilm.
Bei der Veranstaltung geht es um die effiziente Nutzung von lokal vorhandener Biomasse durch die Biomassevergasung. Dr. Herdin stellt die Holzvergasung mit dem Heatpipe – Reformer vor. Er geht auf die Grundlagen ein, spricht zu Kraft-Wärme-Koppelung, Praxisreife, Anlagengröße und Wirtschaftlichkeit.
Für eine nachhaltige und gesicherte und auch bezahlbare Energieversorgung in der Zukunft ist neben stärkeren Bemühungen zur Energieeinsparung auch eine deutliche Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energieträgern erforderlich. Dabei sollen die endlichen Rohstoffe wie Öl, Gas, Kohle, Uran kontinuierlich durch Erneuerbare Energien ersetzt werden, die nach den Vorgaben aller etablierten politischen Parteien bis Mitte des Jahrhunderts rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs decken sollen.
Die energetische Verwertung von Holz zur Wärme- und Stromerzeugung kann eine überragende Bedeutung im Energiemix haben. Zur Wärmeerzeugung werden im Bayerischen Wald bereits einige größere und viele kleinere Hackschnitzelheizungen betrieben. Nach den vorliegenden Statistiken ist der Stromverbrauch in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. Daher ist es erforderlich, aus dem im Bayer. Wald reichlich verfügbaren Rohstoff Holz nicht nur Wärme, sondern auch Strom zu erzeugen, der zudem bei Einspeisung in das Netz vergütet wird. Optimal wären holzbefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, mit denen neben der Stromerzeugung auch die anfallende Wärme genützt werden könnte.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2010.02.13 - Naturpark – Exkursion: Spuren im Schnee an der Ilz
Start mit dem Gebietsbetreuer ab Schrottenbaummühle
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Winterwanderung im Ilztal an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 21.02.2010 um 14:00 Uhr am Parkplatz Schrottenbaummühle an der Ilz. Nach einer kurzen Einführung durch den Gebietsbetreuer Stefan Poost wird zu einer etwa 2 – stündigen Exkursion gestartet. Im Ilztal liegt heuer einmal Schnee, daher bietet es sich an, unter dem Motto „Spuren im Schnee“ die Natur in einer der letzten Wildflusslandschaften Deutschlands einmal etwas näher zu betrachten.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen.
2010.02.11 - Arberwildnis, Artenschutz und Touristentrubel
48 Teilnehmer einer Naturpark-Exkursion erlebten den winterlichen Arber einmal anders – naturverträglich und auf Schneeschuhen
Das Arbergebiet gilt für viele Schneeschuh- und Skitourengeher als „Traumziel“. Wegen der in vielen Teilen noch unberührten Natur können sie hier den Winter besonders intensiv erleben. Doch die Wintersportler gefährden, wenn sie die Wege und Loipen verlassen, die eigentlichen Bewohner des Arbers: Auerhühner und andere Wildtiere.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald zeigte letzten Sonntag den 48 Teilnehmern einer Schneeschuhwanderung vom Großen Arbersee zum Gipfel, wie man die winterliche „Wildnis“ am Arber naturverträglich genießen kann.
Der Fernwanderweg E6, der „Goldsteig“, ist im Winter die naturverträglichste Route zum Arbergipfel. Man kann hier im Winter all das erleben, was den Reiz des Schneeschuh- und Skitourengehens ausmacht: Stille und Tiefschnee.
Neben diesen „sinnlichen Eindrücken“ erfuhren die Teilnehmer auf dem Weg vom Großen Arbersee zum Arbergipfel wieder einiges Spannendes über die Wildnis am Großen Arber. So betonte die Arbergebietsbetreuerin, dass das Auerhuhn, das sich im Winter von energiearmen Nadeln ernährt, zu viel lebensnotwendige Energie verliert, wenn unwissende – oder unvernünftige – Skitourengeher es aufschrecken.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer: „Auerhuhnschutz sollte nicht nur einigen wenigen Naturschützern am Herzen liegen. Wir alle sollten uns für das Wappentier des Bayerischen Waldes einsetzen. Es ist eines der „Naturschätze“ des „Königs des Bayerischen Waldes“. Wenn wir diesen „Schatz“ des Arbers noch in Zukunft genießen wollen, müssen wir uns nur an die eine einfache Spielregel halten, die Wege und Loipen nicht zu verlassen.
Auch auf einen anderen bedrohten Arberbewohner, auf den Wanderfalken, der seit 1998 in der Arberseewand und seit dem Jahr 2003 in der Rieslochschlucht brütet, sollten naturbewusste Wintersportler Rücksicht nehmen.
Dass man am Arber selbst im Winter einiges Interessantes über die Pflanzenwelt erzählen kann, verdeutlichte Isabelle Auer am Beispiel der sogenannten „Brennesfichte“: Der über 250 Jahre alte Baum erscheint vielen Wanderern nicht allzu mächtig. Allerdings darf man diese Hochlagenfichte nicht mit Fichten aus Tallagen vergleichen. Wegen der in der Höhe nur relativ kurzen Vegetationsdauer ist der jährliche Zuwachs hier nur sehr gering.
Eine Besonderheit des Großen Arbers, die man jedoch nur im Winter am Gipfel bewundern kann, die Arbermandl, bildeten den Höhepunkt der fünfstündigen Schneeschuhwanderung. Und so meinte ein Exkursionsteilnehmer am Ende der Tour: „Eigentlich hat der Große Arber sowohl im Sommer als auch im Winter für Naturliebhaber – für Einheimische und Touristen – sehr viel zu bieten. Hoffen wir, dass es auch in Zukunft so bleibt.“
2010.02.11 - Faszination Pilze in der Umweltstation Viechtach –
Vortrag über die Schwestergruppe der Tiere
„Faszination Pilze“ lautete der Titel eines Vortrags von Heinrich Holzer von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft in der Umweltstation Viechtach. Der Referent begeisterte die Zuhörer mit seinen faszinierenden Bildern und interessanten Ausführungen über diese Schwesterngruppe der Tiere. „Ohne Pilze kann ein Ökosystem nicht aufrechterhalten werden“, schilderte Heinrich Holzer die besondere Rolle der Pilze in der Natur. Die meisten Pflanzen und fast jeder Baum sind in einer Art Lebensgemeinschaft mit vielen Pilzen verbunden. Das Pilzgeflecht überzieht die Feinwurzeln der Pflanze wie ein Puderzucker. Damit kann der Baum deutlich mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen wie ohne seine Pilz-Gefährten. Baum und Pilz profitieren so gegenseitig voneinander. Alte Bäume werden häufig von Fäulnispilzen wie der Rotfäule bei der Fichte oder der Weißfäule bei der Buche befallen. Die Pilze wandern in das Holzsystem des Baumes ein, versperren die Wasser- und Nährstoffbahnen oder zersetzen das tragende Holzgerüst. Dies können sie meist nur bei sehr alten und vorgeschädigten Bäumen. Letztendlich erschließen die Pilze im toten Holzmaterial wichtige Nährstoffe, geben diese wieder an den Boden ab und tragen so zum Stoffkreislauf in der Natur bei. Viele leben auch im stehenden und liegenden Totholz. Der Referent plädierte sehr dafür, im Wald den einen oder anderen Baum einfach alt werden und absterben zu lassen, weil viele Pilze gerade auf das Zerfallsstadium des Holzes angewiesen sind. 100.000 Pilze sind weltweit bekannt, dabei wird ihre Artenzahl auf insgesamt mehr als 1,5 Millionen vermutet. Nur ein äußerst geringer Anteil kann als Speisepilze verzehrt werden. Viele Pilze haben eine Heilkraft, die bereits von unseren Vorfahren sehr geschätzt wurde. Manche medizinische Wirkungen sind erst in letzter Zeit erforscht: Den Heilstoff Krestin vom Schmetterlingstrompetenpilz setzt man beispielsweise bei der Krebsbehandlung ein. Die Puppenkernkeule – ein kleiner unscheinbarer Pilz auf Insektenpuppen – liefert einen Heilstoff, der heute bei Organtransplantationen Verwendung findet. „Auch deswegen ist es wichtig, die Pilzwelt zu erhalten und weiter zu erforschen“, warb Referent Heinrich Holzer für dieses zentrale Anliegen der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Zum Abschluss konnten die Zuhörer seine mitgebrachten Pilz-Exponate und Pilz-Bücher näher unter die Lupe nehmen.
2010.02.01 - Mit Schneeschuhen auf den Arbergipfel
Der Naturpark Bayerischer Wald startet am Sonntag, 07. Februar 2010 mit einer Schneeschuhwanderung vom Großen Arbersee zum Arbergipfel sein diesjähriges Arberprogramm.
Schneeschuhwandern zählt heute ebenso wie Skitourengehen zu den sogenannten Trendsportarten. Abseits der Piste und der auch im Winter geräumten Winterwanderwege wird die Natur besonders intensiv erlebt. Leider gefährden unwissende Wintersportler Wildtiere. Ziel dieser Schneeschuhwanderung zum Arbergipfelplateau mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ist es deshalb, zu zeigen, wie man die Natur am Arber abseits der Pisten genießen kann, ohne empfindliche Tierarten – z.B. das bedrohte Auerhuhn - unnötig zu stören.
Treffpunkt zu der etwa vierstündigen Exkursion, die besonders für sportlich aktive Wanderer geeignet ist, ist um 10 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung, stabile, am besten wasserdichte Schuhe und Getränke für unterwegs. Wanderstöcke oder Skistöcke sind vorteilhaft. Für das Ausleihen der Schneeschuhe fällt ein Unkostenbeitrag ca. 10 € an.
Für diese Naturpark-Schneeschuhwanderung ist eine Anmeldung unter Tel.: 09922 /80 24 80 erforderlich bis Donnerstag, den 04.02.10, 16:00 Uhr. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob wir noch Schneeschuhe für Sie besorgen sollen.
2010.02.01 - Naturpark und Umweltstation Viechtach laden zum Vortrag:
Faszination Pilze - „Pilze die Schwesterngruppe der Tiere“
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 und des Veranstaltungsprogramms der Umweltstation Viechtach findet ein bebilderter Vortrag zum Thema „Pilze – die Schwesterngruppe der Tiere“ statt.
Treffpunkt ist am Freitag, 05.02.2010 um 19:30 Uhr in der Pfahlinfostelle im alten Rathaus Viechtach (Stadtplatz 1).
Referent ist Heinrich Holzer von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft.
Die häufigste Frage, die den Laien in erster Linie interessiert, lautet „kann man den Pilz essen?“ Diese Frage beschreibt nur einen Bruchteil dessen, was Pilze als meist unterschätzter Faktor in der belebten Natur bewirken. Ob als Symbiosepartner unserer Bäume und Kulturpflanzen oder als Zersetzer organischer Substanzen, aber auch als Pflanzenparasiten, dieses dritte Organismenreich der Pilze, neben der Pflanzen und Tiere, besetzt fast alle Terrestrischen Ökosysteme. Pilze stehen nach heutigen Erkenntnissen den Tieren näher als den Pflanzen und sind möglicherweise eine Schwesterngruppe der Tiere. Der Vortrag der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft befasst sich mit der Einnischung der Pilze in die Ökologie.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2010.01.28 - Naturpark-Gebietsbetreuer unterwegs
Gelungener Auftakt bei Wanderung im Ilztal
Rund fünfzig Wanderer fanden sich ein zur geführten Winter - Wanderung im Ilztal mit dem Titel „Auf den Spuren von Fischotter und Wasseramsel“. Eingeladen hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit dem Gebietsbetreuer des Ilztales, Stefan Poost, der die Tour auch führte. Nach einem Rundgang in der Ilz Infostelle im Schloss Fürsteneck wanderten die Teilnehmer über den Schlossberg hinunter zur Wolfsteiner Ohe und weiter zu deren Mündung in die Ilz. Nach kurzer Zeit kam über dem Wasserspiegel der Ilz eine Wasseramsel angeflogen, landete elegant auf einem Stein, der aus dem Wasser ragte. Gut erkennbar an Ihrem weißen Latz, startete Sie Ihre kurzen Tauchgänge auf der Suche nach Insektenlarven. „Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der tauchen und schwimmen kann und auf dem Gewässergrund die Steine nach Insektenlarven absucht.
Als Standvogel bleibt sie auch den Winter über da, und nur in sehr strengen Wintern, wenn die Ilz zugefroren ist weicht sie ein Stück weit aus. Kleine, eisfreie Löcher genügen schon, um auf Nahrungssuche zu gehen. Ansonsten sind Wasseramseln sehr reviertreu und leben ungesellig an einem bestimmten Flussabschnitt“, so der Gebietsbetreuer. Den scheuen und überwiegend nachtaktiven Fischotter bekamen die Wanderer natürlich nicht zu Gesicht. Aber der Hinweis, genauer auf die schneebedeckten größeren Steine, die aus der Ilz ragen, zu schauen, machte den Teilnehmern deutlich, dass hier anscheinend jemand unterwegs ist. „Ins Wasser zu rutschen ist eine Lieblingsbeschäftigung des verspielten Fischotters. Auch bei den gegenwärtigen Minustemperaturen hat der Wassermarder mit seinen bis zu 50.000 Haaren pro cm2 keine Probleme“, erklärte Stefan Poost den Teilnehmern.
Nach eineinhalb Stunden traten die Wanderer wieder den Rückweg an und einige nutzten den schönen Nachmittag noch zu einem Abstecher an die Schrottenbaummühle.
2010.01.28 - Besucherrekord bei Vortrag über Bayerwaldbahn
Naturpark fordert Waldbahnbetrieb nach Viechtach
Über ein volles Haus freuten sich die Veranstalter des Vortrags über die Geschichte und Zukunft der Bahn im Regental nach Viechtach. Auch viele Verantwortliche aus Politik und Gesellschaft folgten der Einladung des Naturparks und des Vereins „Wanderbahn im Regental“. Heinrich Schmidt, 1. Vorsitzender des Naturparks, begrüßte die rund 75 Zuhörer in der Umweltstation Viechtach im Alten Rathaus. Als Leiter der Umweltstation wies er eingangs auf die aktuellen Bemühungen zur Reaktivierung dieser Bahnstrecke hin: „Eine Wiederaufnahme eines regelmäßigen Bahnverkehrs nach Viechtach ist eine wichtige Forderung von Landkreis, Kommunen und des Naturparks“, betonte er. „Eine Anreise mit der Bahn ist nicht nur umwelt- und klimafreundlich, sondern lädt dazu ein, die Natur weiter zu erkunden“.
Die Vorstände des Wanderbahnvereins, Andreas Fried und Arnulf Baier, berichteten über die Bahnstrecke von Gotteszell nach Viechtach. Diese gilt als eine der landschaftlich reizvollsten Bayerns und verläuft ab Teisnach durch das wildromantische Regental. Mit einem Rückblick auf die 120 jährige Geschichte dieser Eisenbahn begann der Vortrag. Im Jahr 1890 wurde die Bahnstrecke von Gotteszell nach Viechtach als private Lokalbahn nach nur einjähriger Bauzeit eröffnet. Ein Eisenbahn-Komitee mit Lokalpolitikern, Fabrikanten, geistlichen und gesellschaftlichen Würdenträgern hatte den für die Region so wichtigen Verkehrsanschluss auf den Weg gebracht. Diese gemeinsame Selbsthilfe war in Bayern beispielhaft. Die Bahntrasse verlief durch die Flusstäler des Schwarzen Regens und der Teisnach. Mit der Streckenführung entlang der Fließgewässer sparte man sich große Höhenunterschiede und gewaltige Erdbewegungen. Damit waren fast keine Brücken und Einschnitte erforderlich, lediglich ein kurzer Tunnel wurde an einer Engstelle bei Böbrach gebaut. Diese landschaftsgebundene Bauweise bedingt auch heute noch einen vergleichsweise geringen Instandhaltungsaufwand. Ab 1928 betrieb die Regentalbahn AG diese kleine Regionalbahn. In der Blütezeit nutzten mehrere hunderttausend Fahrgäste im Jahr diese privatwirtschaftlich betriebene Eisenbahn. Die Zahl der Reisenden ging jedoch stetig zurück, so dass 1991 der tägliche Personenverkehr eingestellt wurde. Im Jahr 2004 verkaufte der Freistaat Bayern seinen Aktienbesitz an den britischen Arriva- Konzern und erlöste damit 60 Millionen Euro.
Seit 1991 bietet der Verein „Wanderbahn im Regental“ einen Ausflugsverkehr an Wochenenden an und befördert heute mit ehrenamtlicher Arbeit jährlich über 10.000 Fahrgäste. „Viele Wanderer, Kanu- und Radfahren nutzen dieses Angebot, dass gerade von Bahn- und Naturfreunden aus Nah und Fern gerne angenommen wird“, berichtete Arnulf Baier, 1. Vorsitzender des Wanderbahn-Vereins. „Im Juni letzten Jahres haben wir eine Sonderfahrt für Politiker organisiert, bei der neben Bundes- und Landtags-abgeordneten auch Bürgermeister und Landräte teilnahmen. Dabei wurde eine Wiederaufnahme des täglichen Bahnverkehrs im Zwei-Stunden-Takt und eine Erweiterung des Waldbahnnetzes über Teisnach nach Viechtach gefordert.“ Im November letzten Jahres setzten sich Vertreter der Region in München bei einem Treffen mit dem zuständigen Wirtschaftsminister Martin Zeil für die heimische Bahnlinie ein. „Die ganze Region zieht an einem Strang“, freut sich Arnulf Baier und hofft auf einen Erfolg des Vorhabens.
Der Wanderbahnverein hat detaillierte Vorschläge für die neue sogenannte „Bayerwaldbahn“ von Gotteszell nach Viechtach erarbeitet, die von Andreas Fried dargestellt wurden. Ein integrierter zweistündiger Taktverkehr könnte täglich neun Zugfahrten von ca. 5:00 bis 23:00 Uhr ermöglichen. Mit schrankengesicherten Bahnübergängen und den spurtstarken Triebwägen der Waldbahn ist eine Fahrzeit von ca. 30 Minuten zu erwarten. „Vielleicht könnte auch die Tradition der „Touristiker-Züge“, die Urlauber unmittelbar bis zu ihrem Zielort bringen, wieder aufgenommen werden.“ Referent Andreas Fried verwies dabei auch auf die positiven Erfahrungen mit dem letztjährigen „Weihnachtsexpress“ in Bodenmais.
Abschließend bedankte sich Heinrich Schmidt bei den beiden Referenten für ihre interessanten Ausführungen und überreichte ihnen ein kleines Präsent. „Eine Integration der Bahnstrecke nach Viechtach in das Waldbahnnetz wäre ein zukunftsweisendes Projekt, mit dem auch die regionale Wirtschaftskraft und der sanfte Tourismus gefördert werden könnte“, betonte der Naturparkvorsitzende Schmidt. „Damit könnte der Freistaat Bayern seiner Verantwortung gerecht werden, wieder einen kleinen Teil des Verkaufserlöses für die Regentalbahn in die Region zurückzubringen“.
2010.01.27 - Gelungener Auftakt geführter Wanderungen im Ilztal
Rund fünfzig Wanderer fanden sich zur einer geführten Winter- Wanderung im Ilztal ein. Eingeladen hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit dem Gebietsbetreuer des Ilztales, Stefan Poost, der die Tour auch führte. Nach einem Rundgang in der Ilz Infostelle im Schloss Fürsteneck wanderten die Teilnehmer über den Schlossberg hinunter zur Wolfsteiner Ohe und weiter an deren die Mündung in die Ilz, gemäß der Einladung „Auf den Spuren von Fischotter und Wasseramsel“. Letztere ließ auch nicht lange auf sich warten. Dicht über der Ilz kam die Wasseramsel angeflogen landete elegant auf einem Stein der aus dem Wasser ragt. Gut erkennbar an Ihrem weißen Latz startete Sie Ihre kurzen Tauchgänge auf der Suche nach Insektenlarven. „Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der tauchen und schwimmen kann und auf dem Gewässergrund die Steine nach Insektenlarven absucht. Als Standvogel bleibt sie auch den Winter über da, und nur in sehr strengen Wintern, wenn die Ilz zugefroren ist weicht sie ein Stückweit aus. Kleine, eisfreie Löcher genügen schon um auf Nahrungssuche zu gehen. Ansonsten sind Sie sehr reviertreu und leben ungesellig an einem bestimmten Flussabschnitt“, so der Gebietsbetreuer. Den scheuen und überwiegend nachtaktiven Fischotter bekam die Wanderer natürlich nicht zu Gesicht. Aber der Hinweis, genauer auf die schneebedeckten größeren Steine, die aus der Ilz ragten zu schauen, machte den Teilnehmern deutlich, dass hier anscheinend jemand unterwegs ist. „Ins Wasser zu rutschen ist eine Lieblingsbeschäftigung des verspielten Fischotters. Auch bei den gegenwärtigen Minustemperaturen hat der Wassermarder mit seinen bis zu 50.000 Haaren pro cm2 keine Probleme“, erklärte Stefan Poost den Teilnehmern. Nach eineinhalb Stunden traten die Wanderer wieder den Rückweg an und einige nutzten den schönen, hochnebeliegen Nachmittag noch zur Weiterwanderung an die Schrottenbaummühe.
2010.01.25 - Der Grenzbahnhof im Eisensteiner Tal
Geschichte und Ausblick
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen bebilderten Vortrag zum Thema „Der Grenzbahnhof im Eisensteiner Tal – Geschichte und Ausblick“ an. Beginn ist am Freitag, 29.01.2010 um 19:30 Uhr im Veranstaltungsraum des Grenzbahnhofes.
Referent ist Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayer. Wald e.V.. Im Rahmen des Vortrages wird auf bedeutsame Daten seit des Baus des Bahnhofes zurück geblickt, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. Breiten Raum nehmen die letzten 15 Jahre ein, das ist die Zeit in welcher der Naturpark tätig war.
Danach soll es einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten geben.
Eingeladen sind vor allem auch Eisensteiner Bürger, die erfahren wollen, wie es mit ihrem Bahnhof weiter geht.
Für den Naturpark sind immer auch Informationen zum Bahnhof, besondere Begebenheiten, Augenzeugenberichte und alte Bilder und Fotos interessant. Wer dazu etwas beisteuern kann, ist herzlich eingeladen dies in der nachfolgenden Diskussion einzubringen.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19:13 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 21:39 Uhr ist gut möglich.
2010.01.25 - Neues Bildungsprogramm 2010 im Naturpark Bayerischer Wald
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. stellt derzeit sein Jahresbildungsprogramm 2010 mit allen Veranstaltungen, Exkursionen und Sonderausstellungen vor. Derzeit läuft der Versand der Flyer an alle Mitglieder, Mitgliedsgemeinden, Touristinformationen, Verkehrsämter und Banken, dort kann man sich die Faltblätter ab 01.02.2010 kostenlos abholen. Wer sich das Programm über die Naturpark – Geschäftsstelle zuschicken lässt, muss das Rückporto beilegen.
Naturpark-Mitglieder bekommen das Bildungsprogramm automatisch zugesandt. Dies ist ein Grund mehr, den gemeinnützigen Verein Naturpark Bayerischer Wald mit einem Jahresbeitrag von nur 11.- € in seinen weiten Tätigkeitsfeldern in den vier Mitgliedslandkreisen auch finanziell zu unterstützen. Aufnahmeanträge gibt es in der Geschäftsstelle bzw. im Internet unter www.naturpark-bayer-wald.de .
Die Verteilung erfolgt auch an Schulen, Pfarrämter und eine Reihe weiterer Bildungseinrichtungen, sowie Museen, Jugendherbergen und Mitglieder.
Weil der Flyer nur die wichtigsten Informationen bietet, kommt den Presseankündigungen und der Darstellung im Internet eine wichtigere Bedeutung zu. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bittet daher alle Interessierten entsprechend auch die Tagespresse zu beachten, oder sich über die Internetseite www.naturpark-bayer-wald.de zu informieren.
Das Bildungsprogramm gibt Informationen zu Veranstaltungen im Sonnenhaus in Zwiesel, im grenzüberschreitenden Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein sowie der Pfahlinfostelle in Viechtach, der Naturpark-Infostelle Würzingerhaus in Außernzell, in der Naturpark – Infostelle im Bahnhof Bogen und in der Ilz-Infostelle Schloss Fürsteneck.
Die wichtigsten Veranstaltungen der neu anerkannten Umweltstation Viechtach, für die der Naturpark die Trägerschaft übernommen hat, findet man auch in diesem Flyer. Für die Umweltstation Viechtach wird jedoch im Frühjahr auch noch ein separater Flyer erstellt.
Die Aktivitäten der Schutzgebietsbetreuer in der Pfahlregion, im Arbergebiet und im Einzugsgebiet der Ilz werden ebenfalls dargestellt. Der Tag der Natur- und Landschaftsführer findet heuer am Samstag, 08. Mai 2010 in der Umweltstation Viechtach statt.
Beibehalten wird auch wieder der Tag des Geotops Mitte September in der Pfahlregion, speziell bei Viechtach und in der Buchberger Leite. Die Sonderveranstaltungen in der Arberregion finden wieder zusammen mit dem Nachbar-Naturpark Oberer Bayerischer Wald statt.
Die Projekttage für Schulklassen richten sich speziell wieder an die Klassen eins bis vier und bieten die Themen Wiese, Wasser, Wald, Hecke usw. an. Neben Informationen zum Pfahl und zur Ilz sowie zum Arber kann man auch über die Tierarten Luchs, Auerhuhn und Fledermäuse mehr kennen lernen.
Die Bilderausstellung von Marie-Luise Freimuth gibt es im Infozentrum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein noch bis zum 21.04.2010 zu sehen.
2010.01.15 - Naturpark –Winterwanderung an der Ilz
Unterwegs mit dem Gebietsbetreuer
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Winterwanderung im Ilztal an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 24.01.2010 um 14:00 Uhr am Schloss Fürsteneck. „Auf den Spuren von Fischotter und Wasseramsel“ lautet das Thema der etwa zweistündigen Veranstaltung. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich für diese Wanderung im Naturschutzgebiet Obere Ilz.
Referent ist der Ilzbetreuer Stefan Poost vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Die Ilz ist eine der letzten Wildfluss – Landschaften der Bundesrepublik Deutschland und schlängelt sich vom Rachelgebiet bis zur Mündung in die Donau nach Passau quer durch den Bayerischen Wald.
2010.01.15 - Vortrag in der Umweltstation Viechtach
Geschichte und Zukunft der Bahn im Regental nach Viechtach
„Rückblick und Perspektiven der Bahnstrecke im Regental nach Viechtach“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrages, der gemeinsam vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und dem Verein Wanderbahn im Regental in der Umweltstation Viechtach angeboten wird. Der Vortrag findet am Samstag, den 23. Januar um 19:30 Uhr im Alten Rathaus (2.Stock) am Viechtacher Stadtplatz statt. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Referenten sind die Vorstände des Vereins „Wanderbahn im Regental“ Andreas Fried und Arnulf Baier. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, diese Strecke zu erhalten und organisiert regelmäßig Ausflugsfahrten mit der Wanderbahn. Die Wiederaufnahme eines täglichen Bahnverkehrs wird angestrebt, was auch vom Landkreis Regen, den angrenzenden Gemeinden und dem Naturpark Bayerischer Wald gefordert wird. Der Naturpark hat in den letzten Jahren bereits geführte Wanderungen und Exkursionen ab dem Bahnhof Viechtach und nach Anfahrt der Teilnehmer mit der Wanderbahn durchgeführt. Diese Angebote sollen in Zukunft noch stärker ausgebaut werden. Die Bahnstrecke durch das Regental gilt als eine der schönsten Bayerns und führt durch das wildromantische Tal des „Schwarzen Regen“. Der naturnahe Fluss liegt mit einem stein- und geröllreichen Bett in einem steilen Flusstal.
2009.12.18 - Sanierung Grenzbahnhof: Naturpark auf gutem Weg
Mühevolle Kleinarbeit bei der Fördermittelbeschaffung hat sich gelohnt
Seit der Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Herbst 2006 den Grenzbahnhof Eisenstein von der Deutschen Bahn übernommen hat, laufen vielfältigste Aktivitäten um das vom Siechtum ergriffene, denkmalgeschützte Gebäude für die Nachwelt zu retten. Der Grenzbahnhof Eisenstein ist in seiner Konstellation einmalig und wird deshalb auch bundesweit als nationales Baudenkmal gesehen. Der Vorstand des Naturparks war sich einig: Diese grenzüberschreitende Einrichtung muss man für die Entwicklung der Region nutzen. Nachdem im Frühjahr Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm in Aussicht gestellt wurden, sagte nun der Lenkungsausschuss EU-Fördermittel aus dem INTERREG-IV-Förderprogramm zu und diese Woche kam der Bescheid zum vorzeitigen Maßnahmebeginn. Damit ist die Förderung weitgehend in trockenen Tüchern. Die Regierung von Niederbayern und das Bayerisches Umweltministerium haben hier Hand in Hand gearbeitet. Wieder einmal hat sich bestätigt: Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich in heute schwieriger Zeit eine derartige Mammutaufgabe noch bewältigen. Gehörig gefordert waren die Planer auf Naturparkseite, die mehrfach Unterlagen nachliefern und Kosten nach unten korrigieren mussten. Der Vorsitzende des Naturparks Heinrich Schmidt bemühte sich, auch die tschechischen Projektpartner und Vertreter von Institutionen mit einzubinden. In diesem Zusammenhang fand auch ein Besuch bei der tschechischen Bezirkspräsidentin MUDr. Milada Emmerova in Pilsen statt, die dabei ihre volle Unterstützung bekundet hatte. Um die Zeit des Planens und Fördermittelbeschaffens nicht untätig verstreichen zu lassen, wurde mit geförderten Zusatzjobs der Arbeitsagentur im vergangenen Jahr 2009 das Gebäude entrümpelt und entkernt. Irgendwann ist jedoch eine Grenze erreicht, ab der dann ein Wiederaufbau erfolgen muss.
Wenn alles planmäßig verläuft, soll der Baubeginn im Frühjahr 2010 erfolgen. Bis dahin sind noch alle Hände voll zu tun und die konkreten Ausschreibungsunterlagen fertig zu stellen. Planer und Fachbüros müssen dazu in den nächsten Wochen noch auf Hochtouren arbeiten.
Mit einem anspruchsvollen Gesamtkonzept konnten die Verantwortlichen des Naturparks die Förderstellen überzeugen und für eine umfangreiche Unterstützung gewinnen:
Im Hauptgebäude auf deutscher Seite des Grenzbahnhofs wird im Kellergeschoss das Europäische Fledermauszentrum als interaktive Erlebnisausstellung entstehen. Im Erdgeschoss gibt es Informationen über die Region Arber-Spitzberg und das Eisensteiner Tal. Im zweiten Obergeschoss wird die Bedeutung der Eisenbahn für die Region, für Tourismus und Wirtschaft, bis hin zu den Auswirkungen auf Natur und Landschaft, erlebnisreich präsentiert. Abgerundet wird das Ganze mit einer Modelleisenbahn im Dachgeschoss und Möglichkeiten für Sonderausstellungen im ersten Obergeschoss. Für die Realisierung ist ein sehr enger Zeitplan gesetzt. Nach den Vorgaben des Konjunkturprogramms muss die Sanierung der Grenzbahnhofes Ende 2011 abgeschlossen sein. In Anbetracht der großen zur Verfügung stehenden Nutzflächen ein Kraftakt.
„Wir sind allen Stellen sehr dankbar, die zum Erhalt des höchstgelegenen Grenzbahnhofes der Bundesrepublik Deutschland unterstützend mitgewirkt haben. Von der Gemeinde Eisenstein, dem Landkreis Regen über alle Behörden, bis hin zu den Projektpartnern und allen sonstigen Unterstützern bis hin zur Politik“ betont der Vorsitzende Heinrich Schmidt.
„Der Naturpark ist auf weitere finanzielle Unterstützung, was die Sanierung des Mittelbaus des Grenzbahnhofes anbelangt, angewiesen“ so Geschäftsführer Hartwig Löfflmann.
Das derzeitige Projekt umfasst ca. 5 Mio. Euro. Wenn sich die Summe auch absolut sehr hoch anhört, betrachtet man jedoch die umfangreichen Nutzflächen auf den fünf Etagen, so wird deutlich, dass die Realisierung unter eisernem Zwang zum Sparen kalkuliert wurde. Dies wurde dem Naturpark von verschiedenen Stellen bescheinigt.
Nach Fertigstellung soll der Grenzbahnhof ein „Highlight“ in Sachen Naturinformation und ein Tourismusmagnet auf qualitativ hohem Niveau werden. Vielleicht kann der Grenzbahnhof für die in den letzten Jahren arg geschüttelte Gemeinde Bayerisch Eisenstein ein Symbol des Aufbruchs werden. Das im Jahr 2000 realisierte Infozentrum Grenzbahnhof kann im Jahr 2010 auf die ersten 10 Jahre Betriebserfahrung zurückblicken und bleibt auch während der Bauzeit für Besucher geöffnet.
2009.11.06 - Vortrag in der Umweltstation Viechtach
- Biogas als heimische und erneuerbare Energiequelle
„Technik der Biogasanlagen“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrages, der gemeinsam vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und dem Bund Naturschutz Kreisgruppe Regen in der Umweltstation Viechtach angeboten wird. Der Vortrag findet am Freitag, den 13. November um 19:30 Uhr im Alten Rathaus (2.Stock) am Viechtacher Stadtplatz statt. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Referent ist Diplom Ingenieur Michael Buchheit, der als Technischer Geschäftsführer der Biokompost Betriebsgesellschaft Donau-Wald in diesem Bereich tätig ist. Der Referent berichtet über die Technik der Biogasanlagen und geht dabei darauf ein, wie aus Bioabfällen die erneuerbare Energiequelle Biogas entsteht. Biogasanlagen können auch für landwirtschaftliche Betriebe ein wichtiges Standbein sein. In einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk liefert das Biogas Strom und Wärme. Damit wird nicht nur regenerative Energie in der Region erzeugt, sondern auch das klimaschädliche Kohlendioxid eingespart. Kohlendioxid ist als Treibhausgas für die Erderwärmung mit verantwortlich und wird bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas oder Kohle freigesetzt. Heimische Energiequellen wie Biogas oder Holz stärken nicht nur die Wirtschaftskraft und Wertschöpfung in der Region, sondern sind auch bei weitem klimafreundlicher.
2009.11.03 - Energieversorgung in der Zukunft mit Professor Keller
Naturparkhaus voll besetzt: Solarstrom hat Zukunft !
Naturpark Bayerischer Wald e.V. und Arbeitskreis Energie hatten zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Ing. Günter Keller zum Thema „Energieversorgung in der Zukunft“ geladen. Die Tatsache, dass das Naturparkhaus bis auf den letzten Platz gefüllt war, zeigte, dass mit dem Thema Energie das Thema erfasst wurde, das die Bevölkerung derzeit sehr stark bewegt.
Professor Keller ging zunächst auf den Energieverbrauch weltweit und in Deutschland ein. Der Energieverbrauch war noch nie so hoch wie heute, außerdem ist die Weltbevölkerung im Anstieg begriffen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Kraftwerkspark in Deutschland etwas näher beleuchtet. Derzeit werden in Deutschland 600 Mio. Kilowattstunden pro Jahr verbraucht. Die Kernenergie macht weltweit derzeit 2–3 % aus, „...es rentiert sich nicht darüber zu sprechen...“ so Prof. Keller wörtlich. Aufgrund der Knappheit des Urans, das noch vor dem Erdöl zu Ende sein wird, ist ein Ausbau der Kernkraft überhaupt nicht denkbar. Außerdem bleiben die unkalkulierbaren Kosten durch die Entsorgung der Nuklearabfälle. Es gibt momentan kein Endlager, mit den 2.000 Tonnen vorhandenen Plutonium, das es derzeit gibt, kann man 20 Milliarden Menschen vergiften, das ist dreimal die Weltbevölkerung. Außerdem sind Kernkraftwerke mit 0 Euro versichert, weil sie nicht versicherbar sind. Anschließend ging Prof. Keller auf verschiedene Formen regenerativer Energieversorgung ein. Er formulierte die Anforderungen, wie eine künftige Energieversorgung aussehen soll. Sie muss sauber sein, günstig, ausreichend und dezentral verfügbar und sollte möglichst unabhängig von Importen sein. Ausführlich Raum widmete Prof. Keller in diesem Zusammenhang der Photovoltaik. Es wird kein Kohlendioxid beim Betrieb freigesetzt, Solarmodule sind zu 100 % recycelbar. Heute schon gibt es Firmen, die Solarzellen wieder aufbereiten. Außerdem ist Photovoltaik sehr kostengünstig. Wenn Großanlagen aufgebaut werden, kostet der Strom schon weniger als bei konventioneller Energiebereitstellung. Rechnerisch braucht man etwa 2% der Fläche Deutschlands, um die Stromversorgung sicher zu stellen. Von der Fläche Deutschlands sind heute 11,5% als Siedlungsfläche genutzt, 2,3% davon sind bebaut. Das zeigt, dass wir eigentlich gar keine Freiflächenanlagen brauchen, wenn wir konsequent alle geeigneten Dachflächen nutzen. Selbst wenn man nur Freiflächenanlagen baut, würde man mit 10% der landwirtschaftlichen Nutzfläche auskommen. Zusammenfassend stellte Professor Keller fest, dass Photovoltaik alle Voraussetzungen für eine Ideale Stromversorgung erfüllt. Ein Problem besteht darin, dass wir, so Prof. Keller weltweit 20 Jahre bei der Speichertechnologie „gepennt“ haben. Hier besteht enormer Nachholbedarf. Professor Keller beleuchtete in diesem Zusammenhang näher die Zahlen des Bundesforschungsministeriums im Hinblick auf Ausgaben für Energieforschung. Dreiviertel der Forschungsgelder gehen heute in den Bereich Kernenergie, Endlager und Kernfusion. Nur 25% der Forschungsmittel gehen Richtung „Erneuerbare Energien“ und Energieeffizienz.
Interessant ist, dass bei Solarstromerzeugung in Südeuropa heute schon der Paritätspreis erreicht ist, weil dort die Amortisation besser ist. In wenigen Jahren wird auch bei uns die Solarstromerzeugung kostenmäßig gleich auf sein mit der, des herkömmlichen Stroms.
Im Anschluss daran ging Professor Keller auf Solarthermische Kraftwerke, Windenergie und Wasserkraft ein. Bei der Wasserkraft betrachtete er auch kurz Gezeiten-, Wellen- und Meeresströmungskraftwerke. Auch auf Druckluftspeicher und Wasserstoff kam er zu sprechen. Sein Fazit am Ende der etwa 2 ½-stündigen Veranstaltung lautete: Die Energiewende ist bis 2050 realisierbar und notwendig. Je eher wir damit anfangen, umso besser, weil auch die Rohstoffversorgung eine Herausforderung an die Weltgemeinschaft darstellen wird. Irgendwann werden Rohstoffe knapp und damit teuer. Je später wir einen Umstieg anpacken, umso schwieriger wird es. In der anschließend ausführlichen Diskussion wurden viele Aspekte diskutiert, ehe Bildungsreferent Hartwig Löfflmann die Veranstaltung schloss.
2009.10.30 - „Alternativen zum Casino Kapitalismus,
Neue Werte für die Wirtschaft“
Vortrag am 08. November 2009 um 19:00 Uhr im Naturparkhaus in Zwiesel
Was Konzernchefs, Ökonomen und Politiker vor Kurzem noch hochmütig belächelten, ist heute allgemeingültige Meinung: Hauptursache für die Finanzkrise ist die jahrzehntelange Politik der Liberalisierung und Deregulierung der Märkte auf Druck der Geldindustrie. Schon 2006 forderte Christian Felber eine Regulierung der globalen Finanzmärkte. In seinem Vortrag erklärt er knapp und verständlich, wie Deregulierung, "Kapitalmarktoffensiven", die Privatisierung der Renten und die fahrlässige Vergabe von Krediten die Wirtschaft in einem gefährlichen Ausmaß destabilisiert haben. Er nimmt die Löschaktionen der Regierungen kritisch unter die Lupe und stellt Schritt für Schritt eine "ideale" Regulierung der Finanzmärkte vor. Und schließlich zeigt er, was jede und jeder Einzelne zur gemeinsamen Bewältigung der Krise beitragen kann.
Der Kapitalismus hält keines seiner zentralen Versprechen. Individuelle Freiheit und persönliches Glück, rücken für den Großteil der Menschen in unerreichbare Ferne. Die kapitalistischen Kernwerte – Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Gewinn - stehen im Widerspruch zu den fundamentalen Werten der Demokratie: Freiheit, Menschenwürde und Gerechtigkeit. Welche Werte aber wollen wir?
Christian Felber plädiert für einen ganzheitlichen »dritten« Weg. In der Wirtschaft sollen dieselben humanen Werte gelten wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Gesetze und Institutionen, die die Gesellschaft prägen, müssen diese neuen Werte fördern. Nicht Egoismus, Konkurrenz und Materialismus sollten belohnt werden, sondern Selbstbestimmung, Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit. Das Gelingen von zwischenmenschlichen Beziehungen muss zur Maxime wirtschaftlichen Handelns und zum Kriterium für Leistung und Erfolg werden. Sich vom egoistischen Verhalten der einzelnen Akteure den größten Profit für das Gemeinwohl zu erwarten, ist die Lebenslüge des Kapitalismus. Christian Felber zeigt auf überzeugende Weise, wie wir die Werte der Wirtschaft mit den Werten unseres Lebens in Übereinstimmung bringen und das »Werte schaffen« (Wirtschaften) auf ein neues Fundament stellen können.
Er stellt Alternativen zur gegenwärtigen Form der Globalisierung vor: von der Neugestaltung der Finanzmärkte und des Welthandels über verbindliche Regeln für Konzerne und Standortkooperation bis hin zu sozialer Sicherheit und globaler Steuergerechtigkeit.
Christian Felber, geboren 1972 in Salzburg, studierte Romanische Philologie
sowie Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Madrid.
Seit 1996 freier Publizist und Autor. Mitbegründer von Attac Österreich.
www.christian-felber.at
Veranstalter sind der Förderverein für offene Jugendarbeit Zwiesel e.V. und das Katholische Kreisbildungswerk Regen. Der Eintritt ist frei, um eine kleine freiwillige Spende wird gebeten.
2009.10.26 - Naturpark-Vortrag über den Biber
Lebhafte Diskussion im Würzingerhaus
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte zu einem Vortrag über den Biber in das Würzingerhaus Außernzell eingeladen. Bildungsreferent Hartwig Löfflmann konnte neben einer Reihe von Teilnehmern auch den Bürgermeister Michael Klampfl zum Vortragsabend begrüßen. Der Naturparkmitarbeiter Stefan Poost, zuständig für die Gebietsbetreuung an der Ilz, ist ehrenamtlich auch als Biberberater tätig. Er schilderte in seinem Vortrag Biologie, Lebensweise und Probleme im Zusammenhang mit der Landbewirtschaftung.
Der Biber ist das zweitgrößte heute lebende Nagetier, nach dem südamerikanischen Wasserschwein. Seine nächsten Verwandten sind aber eher die Eichhörnchen. Häufig verwechselt wird er mit Bisam und Nutria. Der Biber hat im Gegensatz zum Menschen eine viel längere Geschichte. Während der Mensch erst seit etwa 70.000 Jahren existiert, gibt es den Biber bereits seit 15 Mio. Jahren in dieser Form. Der Biber wird etwa 36 kg schwer und 135 cm lang. Nach 30 Monaten sind die Jungen geschlechtsreif. Die Paarungszeit ist von Januar bis März. Der Biber lebt in Einehe. Zwei bis drei Jungtiere, in Ausnahmefällen bis zu fünf, sind die Regel. Beim Schwimmen schaut nur der Kopf über die Wasseroberfläche hinaus. Etwa 50.000 Haare/cm² schützen ihn vor Unterkühlung. Seine Nagezähne wachsen stets nach, das Eisen aus der Nahrung wird an der Nagekante eingelagert. Deswegen schauen die Zähne rot aus, vom oxidierten Eisen. Die Zähne schärfen sich selbst nach. Damit kann der Pflanzenfresser im Sommer Gras, im Herbst und Winter Weiden und Pappeln, sowie Gehölze gut abnagen. Der Biber ist reiner Vegetarier. Wenn zu wenig dünnes Weichlaubholzmaterial vorhanden ist, dann geht er ans Fällen von Bäumen. Er staut auch geschickt Gräben und Bäche, um seinen Wasserstand zu regulieren. Dort wo ihm der Lebensraum nicht passt, versucht er gnadenlos zu gestalten. Dabei kommen auch schon mal Obstbäume oder Fichten an die Reihe. Normalerweise wird ein Streifen von etwa 10 bis 20 Metern entlang von Flussläufen und Bächen genutzt.
Hier beginnt der Konflikt mit dem wirtschaftenden Menschen. Manchmal sind Maisäcker bis an den Gewässerrand hin angelegt, oder ehemaliger Auwaldbereiche mit Fichten aufgeforstet. Nicht immer baut er aus Astmaterial eine Burg, manchmal gräbt er auch in Steilufer, was zum Einbrechen von nahe am Gewässer fahrenden Traktoren und entsprechenden Schäden führen kann. In seinen ein bis sechs Kilometer langen Revieren kann er aber auch mehrere Biberburgen besitzen. Es kommt auch vor, dass junge Biber ertrinken, oder im Winter erfrieren bzw. an Bissverletzungen durch Kontrahenten sterben. Das ist ein natürliches Regulativ. Im Jahr 1867 wurde der Biber in Deutschland ausgerottet. Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts besiedelte er nach und nach wieder die Gewässer. Die ursprünglich flächendeckende Verbreitung in Nordeuropa, Russland und Nordamerika erobert er nur langsam wieder zurück. In Bayern kommt er allmählich wieder flächendeckend vor. Rechtlich zählt er zu den streng geschützten Arten. Zwei hauptamtliche Biberbetreuer und eine Reihe von ehrenamtlichen Biberberatern gibt es in Bayern. Sie kümmern sich zusammen mit den Unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern um die Schäden. Schäden gibt es häufig bei Fischzuchtanlagen, Kläranlagen, Triebwerksanlagen, oder neben stark befahrenen Straßen. Derzeit steht ein Ausgleichstopf von etwa 250.000 € pro Jahr zur Verfügung. Fang und Tötung sind nur durch Ausnahmegenehmigung in besonders begründeten Fällen möglich. Die Landkreise können vorbeugend Gebiete festsetzen, wo der Biber nicht vorkommen soll. Um ein vernünftiges Miteinander von Biber und wirtschaftenden Menschen zu erreichen, muss man in den kommenden Jahren noch viel Renaturierungsarbeit an Gewässern leisten. Dies kann durch Entfichtung oder auch durch Kauf von Flächen entlang von Gewässern, beispielsweise durch Wasserwirtschaft, Naturschutzverbände oder Kommunen erfolgen.
Die nachfolgende, ausgiebige Diskussion mit den anwesenden Landwirten zeigte, dass Landwirte häufig mit den Problemen alleine gelassen werden. Dort wo wenig ertragreiche landwirtschaftliche Flächen betroffen sind, ist es kein Problem. Wenn der Biber aber 10 oder 15 ha Mais oder Gründland überstaut und unbefahrbar macht, gibt es erhebliche Ertragseinbußen. Lange Bearbeitungszeiträume nach Schadensmeldungen durch den Landwirt werden dabei äußerst scharf kritisiert. Ein Problem ist auch die Hartnäckigkeit des Bibers, der herausgerissene Gewässeranstauungen oft in der gleichen Nacht wieder einbaut und repariert. Wer mit dem Biber Probleme hat, soll sich auf jeden Fall an die zuständigen Biberberater, oder die Untere Naturschutzbehörde wenden und keinesfalls eigenmächtig handeln.
2009.10.23 - Elektrische Energieversorgung in der Zukunft
Prof. Dr.-Ing. Günter Keller von der Hochschule Deggendorf im Naturpark - Informationshaus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 und zusammen mit dem Energie-Arbeitskreis des Landkreises Regen findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Info-Zentrum 3) ein Vortragsabend zum Thema „Elektrische Energieversorgung in der Zukunft“ statt.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 30.10.2009 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Sonnenhauses. Prof. Keller referiert über die Themenbereiche „heutige Erzeugung und Verbrauch elektrischer Energie“, „endliche Vorräte“ und „Klimaänderung“ sowie über die „Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien“.
Angesprochen wird auch das Thema „Elektromobilität“. Danach geht es um Technik und Potentiale von Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft und Geothermie. Zum Schluss widmet er sich der Speichertechnik, nämlich den elektrischen Energiespeichern und dem Wasserstoff.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2009.10.19 - Neue Sonderausstellung beim Naturpark im Grenzbahnhof
Marie-Luise Freimuth mit „Kunst über die Grenze“
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. präsentiert im Grenzbahnhof Eisenstein eine neue Sonderausstellung. Marie-Luise Freimuth zeigt 25 ihrer Bilder unter dem Motto „Kunst über die Grenze“.
Zur Ausstellungseröffnung konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann knapp 50 Interessierte, darunter den Bürgermeister der Stadt Železná Ruda, Michael Šneberger, den stellvertretenden Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein, Walter Volmer und die Künstlerin Marie-Luise Freimuth mit ihrer Lehrerin Kalina Svetlinski, begrüßen. Nach den Grußworten durch die beiden Bürgermeister würdigte Hartwig Löfflmann in einer kleinen Laudatio die Hobbymalerin Marie-Luise Freimuth. Die gebürtige Frauenauerin, die jetzt in Bodenmais lebt, begann das Malen 1998, angeregt durch die Zwieslerin Ilse-Maria Stadler. Von 2003 bis 2007 bildete sie sich bei Kalina Svetlinski fort. Sie arbeitet mit verschiedenen Materialien. Pastell, Aquarell, Kohle und auch Öl kommen vor. Für Marie-Luise Freimuth ist das Malen Entspannung, aber auch die Möglichkeit Symbole umzusetzen und Situationen auszudrücken.
Im Grenzbahnhof präsentiert sie Bilder zum Thema Natur und Mensch. Bei den Motiven kommen auch Dinge aus dem Naturpark zum Beispiel der große Pfahl, oder der Grenzbahnhof vor. Naturpark- und Nationalparkgebiet mit seinen Naturphänomenen geben ihr Inspirationen.
Die Sonderausstellung ist im Veranstaltungsraum des Naturpark-Infozentrums bis 12. April 2010 zu den gewohnten Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9:30 bis 16:30 Uhr zu sehen.
Im Anschluss an die Laudatio bedankte sich Marie-Luise Freimuth bei ihren Lehrern und bei allen Helfern, die die Ausstellung erst ermöglich hatten und führte in die Ausstellung ein.
2009.10.14 - Der rauschende Arber: Vom Riesloch zum Hochfall
Dass Wasser kostbar ist, weil ohne reines Wasser kein Leben auf der Erde möglich wäre, ist vielen Menschen bekannt. Welche Zerstörungskraft Wasser besitzen kann, wird einem vor allem bei Katastrophenereignissen wie Tsunamis bewusst. Die Fähigkeit des Wassers, die Landschaft zu gestalten, stand kürzlich im Mittelpunkt der letzten Arberexkursion im Rahmen des diesjährigen Veranstaltungsprogramms des Naturparks Bayerischer Wald.
Obwohl das regnerische Wetter eigentlich nicht zum Wandern einlud, konnte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer zwölf Exkursionsteilnehmer am Rieslochparkplatz in Bodenmais begrüßen. Ziel war es, auf einer vierstündigen Tour vom Naturschutzgebiet Riesloch über den Aussichtspunkt Schweiklruhe zu den Hochfall-Wasserfällen die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes zu erwandern und zu vergleichen und dabei auch einiges über die Geschichte, die Tier und Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets Riesloch zu erfahren.
Die Kraft der Natur, speziell des Wassers, wird besonders in Schluchten deutlich: Über Jahrmillionen schaffte es das Wasser, sich im Gebiet des heutigen Rieslochs in das harte Arbergestein hineinzumeißeln. Glatt geschliffene Steine und sogenannte „Strudellöcher“ im Bachbett zeigen auch bei eher geringer Wasserführung eindrucksvoll, dass der Spruch „Steter Tropfen höhlt den Stein“ nicht nur eine sprichwörtliche, sondern vor allem auch eine geologische Bedeutung hat.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer: „Will man die Natur jedoch verstehen, so sollte man versuchen, seinen Blick auch für das Kleine, eher Unscheinbare zu schärfen. Das Riesloch ist hierfür ein idealer Übungsort.“
Dort, wo es feucht ist, haben vor allem Moose ideale Wachstumsbedingungen. Und so beeindruckt das Riesloch auch durch die Vielfalt seiner Moose. So können auch botanische Laien bei etwas genauerem Hinschauen auf engstem Raum fast ein Dutzend unterschiedliche Moosarten erkennen.
Auch auf dem Weg vom Riesloch über die Schweiklruhe gab es viel zu entdecken: z.B. das Funcksche Geldbeutelmoos, den Sprossenden Bärlapp oder auch mehrere Feuersalamander.
Am Ziel der Wanderung, dem Hochfall, konnten die Teilnehmer abschließend noch einmal alles das, was sie im Riesloch erfahren und erlebt hatten, eindrucksvoll an den zweithöchsten Wasserfällen des Bayerischen Waldes Revue passieren lassen.
2009.10.12 - Geschichte des Eisensteiner Erzbergbaus
Fritz Pfaffl referierte beim Naturpark im Grenzbahnhof
Zum Vortrag „Geschichte der Eisensteiner Erzbergbaus“ konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann etwa 20 Interessierte und den Referenten Fritz Pfaffl, den ersten Vorsitzenden des Naturkundlichen Kreises Bayerischer Wald, im Grenzbahnhof Eisenstein begrüßen. Pfaffl widmete seinen Vortrag der Geschichte des Eisensteiner Erzbergbaus. Interessant ist, dass Bayerisch Eisenstein eine Glashüttentradition aufzuweisen hat, Böhmisch Eisenstein dagegen auf Bergbautätigkeit zurückzuführen ist. Im Jahr 1564 erfolgte dort der Neuaufbau eines Eisenerzbergwerks und Eisenhammers. „Dorf Eisenstein“ entstand durch Zuzug und wurde zunächst „am Eisenhammer“ genannt. Es dominierte dort zunächst auch der Oberpfälzer Dialekt, weil Bergleute aus dem Bereich Amberg und Sulzbach Rosenberg geholt wurden. Das Gebiet am Rand der Herrschaftsbereiche war in der Vergangenheit umstritten. Es existierten Böhmische Verträge, Bayern erhob Besitzrechte, die Zugehörigkeit war etwas unklar. Erst mit der Grenzziehung 1764 wurde das Eisensteiner Hochtal in einen bayerischen und einen böhmischen Teil geteilt. Für Bayerisch Eisenstein begann eine rentable Glashüttenzeit. Der Einst florierende Bergbau auf Böhmischer Seite wurde aber immer unrentabler. Das Erz war zu schlecht. Es wurde, wie oft im Bergbau, mit besserem Erz beispielsweise aus dem Amberger Bereich gemischt. Im Jahr 1934 wurden dann die Bergwerkstätigkeiten eingestellt. Die Bergbauflächen in der Eisenbahnschleife bei Spitzberg (Špizac) wurden auch „Rote Gräben“ genannt. Die Flächen dürfen bis heute nicht bebaut werden, weil die Abbaustollen nicht sehr Tief unter der Erde liegen. Auch in den besten Zeiten dürften im Bergbau selbst nicht all zu viele Leute tätig gewesen sein. Der Referent Fritz Pfaffl vermutet, dass im Stollen vielleicht nur 4-5 Personen gearbeitet haben. Darüber hinaus wurden aber viele Arbeiter zum Verhütten und als Schmelzmeister benötigt. Viele Leute waren auch beim Transport beschäftigt. Auch das Holzmachen, um den Energieträger zur Verfügung zu haben, nahm viel Raum ein.
Der Eisenbahnbau nach Klattau hat auf den Bergbauflächen praktisch nichts zerstört, man ist behutsam außen herum gegangen. Interessant ist auch die Herkunft des Tschechischen Namens Železná Ruda. Es heißt wörtlich übersetzt „Eisenerz“. Pfaffl hatte neben einer Geländekarte auch eine Gesteinsprobe und die Neuauflage seines Buches mitgebracht.
2009.10.09 - Den Arber und seine Naturschutzgebiete im Blick
Elf Teilnehmer einer Naturpark-Exkursion erwanderten vergangenen Sonntag die Naturschätze des Arbergebiets
Allen Interessierten einen Einblick in die naturkundlichen Besonderheiten, in die Tier- und Pflanzenwelt des Bayerischen Waldes aber auch in die Aufgaben des Naturparkvereins zu geben, ist das gemeinsame Ziel aller Naturparkveranstaltungen. Meistens steht bei Exkursionen ein einziges Naturschutzgebiet im Mittelpunkt. Auf einer siebenstündigen Tageswanderung vom Riesloch bei Bodenmais über das Mittagsplatzl und den Arbergipfel nach Bayerisch Eisenstein konnte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vergangenen Sonntag elf Exkursionsteilnehmern jedoch alle Naturschutzgebiete rund um den „König des Bayerischen Waldes“ vorstellen.
In der Rieslochschlucht – dem kleinsten Naturschutzgebiet am Arber – wurde der Gruppe gleich zu Beginn der Führung mit einer der Haupteigenschaften des Arbergebiets, dem Wasserreichtum, vertraut gemacht. Da sich hier eine geologische Störung – also ein Riss in der Erdkruste - befindet, konnte das Wasser die Schlucht aus den harten Arber - Paragneisen herausmeißeln. Bei Moosspezialisten ist das Riesloch mehr bekannt für die Vielfalt an Moosen, die sich auch von botanischen Laien erkennen lässt.
Am Beispiel der Heidelbeeren zeigte Isabelle Auer, wie die Vegetation nicht nur von klimatischen Bedingungen, sondern vor allem vom Gestein und vom Boden anhängt. Heidelbeeren sind sogenannte „Säureanzeiger“, d.h. sie wachsen nur dort, wo das Gestein – wie im Bayerischen Wald – sauer ist.
Dass das Arbergebiet nicht nur für naturkundlich, sondern auch für kulturgeschichtlich Interessierte einiges zu bieten hat, verdeutlichte die Arbergebietsbetreuerin am Mittagsplatzl, einem ehemaligen Schachten, wo sie den Teilnehmern einiges über den Schachtengründer Lorenz Ayden zu berichten wusste.
Hier erhielt die Gruppe auch einen Überblick über die Naturschutzarbeit im Naturschutzgebiet „Großer Arbersee mit Seewand“: Da der See direkt an der Staatsstraße liegt, man sich den See also nicht wie den Kleinen Arbersee „erwandern“ muss, ist es hier besonders wichtig, Besucherlenkungsmaßnahmen wie die in diesem Sommer neu erstellten Ablanderungen zu ergreifen: Trampelpfade zum See aber auch Seebesucher, die trotz des Wegeverbots im See baden, können nicht nur dazu führen, dass der Lebensraum der natürlichen Seebesucher zerstört wird, sondern auch dazu, dass der Große Arbersee nicht mehr als Naturschönheit und naturkundliche Besonderheit angesehen wird, sondern zum Rummelplatz degradiert wird.
Nach einer kurzen Rast am Mittagsplatzl brach die Gruppe zum Arbergipfelplateau auf, um noch Einblicke in das größte Naturschutzgebiet am Arber, dem Naturschutzgebiet „Kleiner Arbersee mit Seewand“ zu erhalten und sich noch einmal im Vergleich „Großer Arbersee“ mit „Kleinem Arbersee“ unmittelbar vor Augen zu führen, welche Auswirkungen der Straßenbau auf Naturschutzgebiete haben kann.
Alle Teilnehmer waren sich bei der Ankunft im Bayerisch Eisenstein einig, dass das Arbergebiet extrem vielseitig ist. Lässt man sich auf diese Vielseitigkeit ein, so kann man auch viel über die Zusammenhänge in der Natur und Kultur des Bayerischen Waldes erfahren.
2009.10.09 - „Kunst über die Grenze“ beim Naturpark
Marie-Luise Freimuth stellt im Grenzbahnhof Eisenstein aus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 lädt der Naturpark Bayer. Wald e.V. zu einer Ausstellungseröffnung in den Grenzbahnhof Eisenstein ein.
Marie–Luise Freimuth aus Bodenmais präsentiert Malerei in Acryl, Öl, Pastell und Aquarell. Die etwa 20 Motive beinhalten überwiegend Natur- und Umweltthemen aber beispielsweise auch den historischen Grenzbahnhof.
Treffpunkt ist am Freitag, 16.10.2009 um 19:30 im Veranstaltungsraum des Grenzbahnhof Eisenstein. Die Veranstaltung wird dann bis 12.04.2009 zu den üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 09:30 bis 16:30 Uhr zu sehen sein.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19:11 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 21:40 Uhr ist gut möglich.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eintritt frei.
2009.10.09 - Fritz Pfaffl referiert im Grenzbahnhof Eisenstein beim Naturpark
Geschichte des Eisensteiner Erzbergbaus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. ein Vortrag über die Geschichte des Eisensteiner Erzbergbaus im Eisensteiner Tal an.
Treffpunkt ist am Freitag, 09.10.2009 um 19:30 Uhr im Veranstaltungsraum des Grenzbahnhof Eisenstein.
Referent ist Fritz Pfaffl der 1. Vorsitzende des Vereins Naturkundlicher Kreis Bayer. Wald. Die Veranstaltung wird etwa eine Stunde dauern und spannende Einblicke in die Rohstoffgewinnung der vergangenen Jahrhunderte liefern.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19:11 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 21:40 Uhr ist gut möglich.
2009.10.01 - Vom Riesloch zum Hochfall
Die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes – das Naturschutzgebiet Riesloch und das Naturdenkmal Hochfall bei Bodenmais - stehen im Mittelpunkt der letzten Arberexkursion im Rahmen des Naturpark-Jahresprogramms 2009. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer wird am Sonntag, 11.10.09 auf einer vier- bis fünfstündigen Wanderung vom Riesloch über die Schweiklruhe zum Hochfall nicht nur viel Interessantes über die Geologie, die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch über die wirtschaftliche Nutzung der beiden Wasserfälle erzählen. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Rieslochparkplatz am Wanderweg „grüne 2“ in Bodenmais.
Festes Schuhwerk wird empfohlen. Bringen Sie bitte, da unterwegs keine Einkehrmöglichkeit besteht, eine Brotzeit mit. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2009.10.01 - Der Biber
Bildervortrag in der Naturpark – Infostelle Würzingerhaus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 findet in der Naturpark – Infostelle Würzingerhaus in Außernzell ein bebilderter Vortrag statt. Das Thema lautet:
Der Biber im Bild. Es werden Lebensweise, Biologie und Besonderheiten sowie Konfliktpotentiale etwas näher vorgestellt, sowie Möglichkeiten des Miteinanders von Biberschutz und Landnutzung aufgezeigt.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 23.10.2010 um 19:30 Uhr im Dachgeschoß des Würzingerhauses.
Referent ist Gebietsbetreuer Stefan Poost vom Naturpark Bayer. Wald e.V..
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2009.09.28 - Naturschutzgebiete im Blick – Vom Riesloch zum Arbergipfel
Der niederbayerische Teil des Arbergebiets ist geprägt von Gegensätzen. Auf der einen Seite der Massentourismus, auf der anderen Seite häufig noch sehr ursprünglich wirkende Natur. Diese Gegensätze in Einklang zu bringen, ist eine der Aufgaben des Naturparks Bayerischer Wald. Arbeitsschwerpunkte der Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer stellen vor allem die Naturschutzgebiete im niederbayerischen Teil des Arbers dar. Alle Interessierten können am Sonntag, 04.10.09 auf einer etwa siebenstündigen Tageswanderung mit der Arbergebietsbetreuerin von Bodenmais durch das Naturschutzgebiet Riesloch, über das Mittagsplatzl oberhalb des Großen Arbersees und dem Arbergipfel nach Bayerisch Eisenstein umfassende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt und in die Naturschutzarbeit im Arbergebiet erhalten. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Bahnhof Bodenmais. Voraussichtlich gegen 16:30 Uhr werden die Exkursionsteilnehmer am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein eintreffen. Die Anreise mit der Waldbahn wird also empfohlen.
Bitte bringen Sie eine Brotzeit mit, festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.
2009.09.28 - Bebilderter Vortrag über den Fischotter
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen bebilderten Vortrag über den Fischotter an.
Referent ist der Gebietsbetreuer Stefan Poost vom Naturpark Bayerischer Wald e.V.. Treffpunkt ist am Freitag, 02.10.2009 um 19:30 Uhr in der Schlossgaststätte Fürsteneck. Die nachtaktive Marderart, die im Bayerischen Wald wieder mehr heimisch geworden ist, wird mit Biologie, Lebensweise und Verbreitung näher vorgestellt. Es geht auch darum, wie man Konflikte der Landnutzer entschärfen kann.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
2009.09.28 - Naturpark erkundete mit Teleskop den Weltraum
Werner Wimmer referierte in Außernzell
Vom Treffpunkt Würzingerhaus Außernzell aus starteten die Exkursionsteilnehmer, um sich mit dem Sternenhimmel im Herbst näher zu befassen. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte als Referenten Werner Wimmer mit seinem Teleskop verpflichtet. Von einer leichten Anhöhe nähe Perling aus, die freie Rundumsicht ermöglichte, konnte man ungestört von Straßenlaternen den nächtlichen Sternenhimmel beobachten. Begonnen wurde zunächst mit dem Mond. Bei Halbmond sind die Krater am Mond sehr viel schöner zu erkennen, bei Vollmond gibt es dagegen kaum Schattenwurf, die Oberfläche erscheint wesentlich einfältiger.
Der erste helle Punkt am dämmrigen Abendhimmel war der Jupiter. Er zog das Interesse der Exkursionsteilnehmer als erstes auf sich. Wer durch das Fernrohr blickt, kann die vier Monde sehr deutlich erkennen. Die Sterne Wega, Altair und Deneb bilden das sogenannte Sommerdreieck. Der Radius von Deneb ist schätzungsweise zwei- bis dreihundertmal so groß wie der unserer Sonne. Er gilt als heißer „Überriese“. Seine Strahlungsleistung ist etwa 300.000 mal höher als die unserer Sonne. Mit sehr viel mehr beeindruckenden Zahlen konnte der Referent Werner Wimmer die Teilnehmer zur Sprachlosigkeit bringen. Die Weiten des unendlichen Weltalls sind für gelegentliche Betrachter kaum fassbar. Im Laufe des Abends gab es noch weitere Informationen zu unserer Milchstraße, aber auch zu verschiedenen Sternhaufen am Nachthimmel, sowie zu einem sterbenden Stern.
Wenn mit einem Teleskop der Sternenhimmel betrachtet wird, vergessen die Teilnehmer gerne die Zeit. Wenn nicht die Kühle des fortschreitenden Abends allmählich die Teilnehmer zum Frieren gebracht hätte, wäre die Veranstaltungen wohl noch lange weiter gegangen. Nachdem man sich mit den allmählich verschwindenden Sommersternbildern und den auftauchenden Wintersternbildern noch beschäftigt hatte, bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten und bei den Teilnehmern und lud zu den weiteren Naturparkveranstaltungen ein.
2009.09.21 - Naturpark – Infostelle Würzingerhaus Außernzell
Exkursion: Der Sternenhimmel im Herbst
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 findet in Außernzell eine Exkursion mit dem Thema der Sternenhimmel im Herbst statt. Im Rahmen der Veranstaltung werden mit einem Teleskop Sterne beobachtet.
Treffpunkt ist am Samstag, 26.09.2009 um 21:00 Uhr am Würzingerhaus Außernzell, Landkreis Deggendorf. Von dort geht es noch in Fahrgemeinschaften ein Stück weiter. Beobachtet werden soll der Sternenhimmel im Herbst, man wird den Jupiter mit seinen vier Monden sehen und auch unseren „guten, alten Mond“ näher kennen lernen.
Referent ist Werner Wimmer. Die Veranstaltung kann nur stattfinden, wenn der Himmel nicht bedeckt ist.
Bei zweifelhafter Witterung kann am Samstag zwischen 15:00 und 16:00 unter der Naturpark-Telefonnummer 09922 80 24 80 erfragt werden, ob die Veranstaltung stattfindet.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei. Bitte an warme Kleidung denken.
2009.09.18 - Mythos See – Mythos Berg: Das Buch der Schöpfung lesen
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer zeigte 15 Teilnehmern einer Naturpark-Exkursion, dass Naturwissenschaft und Naturmythologie sich ergänzen
Der Große Arbersee ist neben dem Arbergipfel eines der meistbesuchten Ausflugsziele im Bayerischen Wald. Daher ähnelt er während der Hauptsaison häufig mehr einem Rummelplatz als einem streng geschützten Naturschutzgebiet. Erst abends, wenn am See wieder Stille einkehrt, wird dem Spaziergänger die Schönheit des Sees wieder bewusst.
Letzten Samstag Abend stellte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald diesen „Hauch von Urzeit“, wie der Filmemacher Jürgen Eichinger diese abendliche Stimmung am Großen Arbersee einmal nannte, in den Mittelpunkt einer Führung rund um den Großen Arbersee. Dass diese mythologisch-religiös angehauchte Naturauffassung konfessionsübergreifend ist und dass sie nicht im Gegensatz zur Naturwissenschaft stehen muss, erfuhren die 15 Teilnehmer anhand von Bibelzitaten, Gedichten sowie der Rede des Häuptlings Seattles aus dem Jahre 1855 bei einem zweistündigen Rundgang um den See.
Berge spielen in der Bibel eine sehr wichtige Rolle: Moses erhielt die Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten auf einem Berg, auch die wohl berühmteste Rede Jesu Christi, die Bergpredigt, wurde auf einem Berg gehalten. Viele Psalmen rühmen die Schöpfung als Werk Gottes. Sie betonen aber auch, dass man in der Natur, speziell auf einem Berg Gott näher ist, wie z.B. im Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Naturschutz ist auch Menschenschutz. Ohne Natur kann es keine Kultur geben. Das verdeutlichte Isabelle Auer am Beispiel einer heute aktueller denn je erscheinenden Rede des Indianerhäuptlings Seattle aus dem Jahre 1855. Bereits damals ermahnte er den „Weißen Mann“: Lehrt Eure Kinder, was wir unseren Kindern lehren: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn die Menschen die Erde bespucken, bespeien sie sich selbst.
Am Schluss des meditativen Rundgangs um den Großen Arbersee fasste die Arbergebietsbetreuerin zusammen: Naturkunde und Naturmeditation stehen keinesfalls im Widerspruch. Will man die Natur – auch und gerade naturwissenschaftlich – begreifen, muss nur lernen, in größeren Zeitspannen zu denken. Natürliche Prozesse laufen manchmal sehr langsam ab. Wenn sie nicht gestört werden, verlaufen sie häufig kreisförmig. Diesen ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen lässt sich z.B. am Totholz zeigen, das als Keimbett Grundlage für neues Leben darstellt. Ziel des Naturschutzes ist es speziell in Naturschutzgebieten, diesen natürlichen Kreislauf möglichst zu unterstützen. Naturschutz bedeutet für viele Naturschützer mehr als einen Beruf oder ein Hobby. Manche sehen – religiös ausgedrückt – als „Berufung“ zur Bewahrung der Schöpfung.
2009.09.18 - Der „geheime Arber“ – Auf bekannten Wegen dem geheimen Arber auf der Spur
Die Führungen durch die Arberseewand zählten in den letzten Jahren zu den bestbesuchten Exkursionen des Naturparks Bayerischer Wald. Mitte Juli diesen Jahres wurde jedoch bei einer Ortsbegehung mit der Regierung von Niederbayern, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Naturpark und dem Forstbetrieb Bodenmais beschlossen, dass der Forstbetrieb im Bereich der Seewand aus der Wegesicherungspflicht entbunden wird. Die wegen des verstärkten Borkenkäferbefalls eigentlich notwendigen Forstarbeiten können in der steil aufragenden Seewand nur unter Lebensgefahr durchgeführt werden. Sie sind somit nicht mehr zu verantworten.
Für alle, die den Wandersteig durch die Seewand hinauf gehen möchten und auch für jeden Exkursionsleiter bedeutet das, dass das Begehen auf eigene Gefahr zwar erlaubt ist, dass bei Unfallen jedoch der jeweilige Wanderführer für Personenschäden verantwortlich gemacht wird.
Der Naturpark Bayer. Wald e.V. hatte deshalb beschlossen, anstelle der eigentlich im Jahresprogramm für den vergangenen Sonntag festgesetzte Seewandführung auf die sichere Route, den Fernwanderweg E6, den Goldsteig, auszuweichen.
Um den 27 Exkursionsteilnehmern auch auf dieser bekannteren Route Einblicke in den „geheimen Arber“ bieten zu können, hatte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer in ihrem Rucksack „Arberschätze“ mitgebracht, die sie der Gruppe nach und nach vorstellte.
Wenn man sich auf dem Goldsteig dem hinteren Teil des Großen Arbersees nähert, kann man zwei typische Seewandgeräusche deutlich wahrnehmen: Vogelgezwitscher und das Rauschen kleiner Bäche. Da im Arbergebiet das bedrohte und daher streng geschützte Auerhuhn lebt, hatte die Gebietsbetreuerin den Gipsabdruck eines Auerhuhnfußes ebenso wie den Fußabdrucks eines seiner natürlichen Fressfeinde, des Wildschweins, dabei. Anhand von mitgebrachtem Auerhahnkot zeigte sie, weswegen Wanderer sich im Winter an die Wege halten sollten, um keine Auerhühner aufzuschrecken: Auerhühner ernähren sich im Winter von Nadeln, die auch in der Losung noch deutlich zu erkennen sind. Da sie sehr nährstoffarm sind, verbrauchen Auerhühner bei plötzlichen Fluchtmanövern mehr Energie, als sie von den Nadeln erhalten können. Jede plötzliche Flucht kann deshalb tödlich sein.
Aber auch von einem anderen heimlichen Bewohner des Grenzkamms, dem Luchs, wusste Isabelle Auer einiges Interessantes zu berichten.
Obwohl inzwischen fast alle botanischen Besonderheiten verblüht sind, konnte die Gebietsbetreuerin anhand der am Wegesrand noch zu findenden Pflanzeneste einige Eiszeitrelikte „in natura“ zeigen. Mit Hilfe von Baumscheiben einer in Tallage gewachsener Fichte und einer Bergfichtenwald-Fichte zeigte sie, wie extrem klimatische Gegebenheiten und der Boden das Wachstum von Pflanzen bestimmen. Bäume, die im Tal gewachsen sind, besitzen um einiges breitere und häufig gleichmäßigere Jahresringe als in Hochlagen gewachsene Bäume. Da im Gebiet des Geigenbachs Klimabedingungen vorherrschen, die Bäume besonders gleichmäßig wachsen lassen, wächst hier wertvolles Klangholz.
Nach zwei Stunden hatten die Exkursionsteilnehmer viel Interessantes über den „König des Bayerischen Waldes“ und seine Bewohner erfahren. Auch auf scheinbar bekannteren Routen zum Arbergipfel gibt es immer wieder Neues zu entdecken.
2009.09.14 - Spezialisten unter sich – Botanische Besonderheiten am Kaitersberg
Im Rahmen des Arberprogramms bieten die beiden Naturparke Oberer Bayerischer Wald und Bayerischer Wald gemeinsam mit der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft und dem Landesbund für Vogelschutz Cham eine botanische Fachexkursion zu besonderen Pflanzengesellschaften am Kaitersberg an. Dabei werden Pflanzen vorgestellt, die oft für den Betrachter unscheinbar sind, aber mittlerweile extrem selten geworden sind. Den Erhalt dieser Pflanzen unterstütz der Landkreis Cham gemeinsam mit dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald und den Naturschutzbehörden im jährlichen Artenhilfsprogramm.
Am Sonntag, den 20. September, dem „Tag des Geotops“, dreht sich alles um die Pflanzen in den Felsen des Steinbühler Gesenkes. Neben der Vorstellung spezialisierter Gefäßpflanzen wird auch auf den Einfluss des Klimas auf Moose, Flechten und Farne sowie auf die naturverträgliche Ausübung von Freizeitaktivitäten im Fels eingegangen. Unter der Leitung von Martin Scheuerer und Dr. Oliver Dürrhammer kann man einen Einblick in die Besonderheiten der Felsvegetation am Kaitersberg bekommen.
Treffpunkt ist um 10 Uhr am Wanderparkplatz Hudlach bei Hohenwarth.
Gutes Schuhwerk und genügend Kondition für steiles Gelände sind erforderlich. Nähere Infos und Anmeldung zu den beiden Veranstaltungen beim Naturpark Oberer Bayerischer Wald (09971/78394) oder bei der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft (09404/640441).
2009.09.14 - Tag des Geotops und der Pulsschlag der Erde
Naturpark bietet Exkursion
Am Sonntag, den 20. September werden in ganz Deutschland viele Veranstaltungen zum Tag des Geotops angeboten. Geotope sind steinalte Boten der Erdgeschichte, wie beispielsweise bizarre Felsen, geheimnisvolle Höhlen oder Fundstellen seltener Mineralien. Hier kann man gleichsam den „Pulsschlag der Erde“ fühlen. Im Naturpark Bayerscher Wald steht dabei der Pfahl als Nationales Geotop im Mittelpunkt. Am Tag des Geotops werden Naturpark-Exkursionen zu den sagenumwobenen Felsen des Pfahls in Viechtach und in Freyung angeboten. Alle Interessierten sind herzlich zu den kostenlosen Wanderungen eingeladen. Das Quarzriff Großer Pfahl bei Viechtach und die Pfahlschieferfelsen in der Buchberger Leite zwischen Freyung und Ringelai sind in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen.
Der Bayerische Pfahl durchquert als uralter Riss das Grundgebirge des Bayerischen Waldes. Die nahezu 150 km lange Bruchlinie des Pfahls wurde im Jahr 2006 in die Liste der 77 schönsten Geotope Deutschlands aufgenommen. In der Landschaft zeigt sich dieses uralte „Kunstwerk der Natur“ in vielfältiger Form: Beeindruckend und spektakulär sind die hoch aufragenden, weißen Quarzfelsriffe oder die dunklen, mächtigen Pfahlschiefertürme. Manche Felsenzüge dienen auch als erhabene Warten für Burgen und Schlösser – wie bei der Burgruine Weißenstein am höchsten Punkt des Pfahls mit mehr als 750m Meereshöhe. In der Pfahlregion findet sich eine reichgestaltige Tier- und Pflanzenwelt, die in vielen Naturschutzgebieten bewahrt wird.
Treffpunkt in Freyung ist am 20. September um 13:30 Uhr beim Parkplatz am Freibad. In der Buchberger Leite zeigt sich ein beeindruckendes Zusammenspiel von Wasser, Wildnis und Felsen. Referent der Exkursion ist Elmar Hartl, Studiendirektor a.D. und Hobbygeologe. Der Wanderweg führt durch die wildromantische Schlucht zu den mächtigen Pfahlschiefertürmen und über eine neu instandgesetzte Hängebrücke bis nach Ringelai. Die Rückfahrt ist um 17:00 Uhr mit dem Bus von Ringelai nach Freyung. Anmeldung bis 18. September bei der Touristinfo Freyung unter 08551 – 588 150 oder unter touristinfo@freyung.de .
Treffpunkt in Viechtach ist am 20. September um 13:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85. Referent Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, lädt zu einer ca. zweistündigen, naturkundlichen Wanderung für Groß und Klein beim hoch aufragenden Quarzriff „Großer Pfahl“ ein. Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder der fast 100-jährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch kann man dabei erfahren. Am „Klopferplatz“ kann man selbst Quarzkristallen suchen – nur hier ist die Mitnahmen von Quarzkristallen im Naturschutzgebiet erlaubt. Eine Anmeldung für die Exkursion in Viechtach ist nicht erforderlich. Rückfragen unter 09942 – 1661 an die Touristinfo Viechtach.
2009.09.04 - Europäische Fledermausnacht am Silberberg: Einblicke in die unbekannte Welt der „Kleinen Schatten der Nacht“
Obwohl Fledermäuse wohl zu den faszinierendsten heimischen Tierarten gehören, wissen die meisten Menschen nur sehr wenig über sie. Viele glauben, dass sie mit den Mäusen verwandt sind, obwohl sie in Wirklichkeit biologisch zu den Fledertieren und nicht zu den Nagetieren gehören. Dank den in Film und Fernsehen verbreiteten Klischees bezeichnen sie manche als „Kleine Vampire.“ Fakt ist jedoch, dass alle europäischen Fledermäuse nur Insekten fressen.
Dass Fledermäuse daher nicht nur sehr faszinierende, sondern vor allem auch sehr nützliche Tiere sind, zeigte Diplom-Biologin und Fledermausexpertin Susanne Morgenroth den 78 Teilnehmern der vom Naturpark Bayerischer Wald, dem LBV und dem Silberbergwerk organisierten Veranstaltung zur „Europäischen Fledermausnacht“ im Bodenmaiser Silberberg.
Bereits auf der kurzen Wanderung von der Talstation der Silberbergbahn zum Barbarastollen an der Mittelstation zeigte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald den teilnehmenden Kinder spielerisch, wie sich Fledermäuse im Dunkeln bewegen und jagen können.
In ihrem anschließenden Vortrag im Barbarastollen erzählte Fledermausexpertin Susanne Morgenroth den aus ganz Niederbayern angereisten Exkursionsteilnehmern u.a., dass es weltweit über 900 Fledermausarten gibt und von den 22 in Bayern heimischen Fledermausarten 19 im Bayerischen Wald vorkommen. Elf davon überwintern in den 35 km langen Stollen des Silberbergwerks, dem größten Fledermauswinterquartier Mitteleuropas. Der „Hausherr“ des Silberbergwerks, Bergwerksleiter Martin Schreiner erklärte, dass der wirtschaftende Mensch hier also seit dem frühen Mittelalter unbeabsichtigt zum Fledermausschutz beiträgt.
Als Höhepunkt hatte die Fledermausexpertin des Naturparks drei lebende Fledermäuse mitgebracht, die von ihr zur Zeit gepflegt werden. Viele der Exkursionsteilnehmer konnten so zum ersten Mal lebende Fledermäuse aus der Nähe betrachten und beobachten.
Abschließend wies Susanne Morgenroth noch auf die Internethomepage des Naturpark-Fledermausprojekts hin. Unter www.fledermaus-bayern.de können alle Fledermausbegeisterten nicht nur weitere Informationen über das Projekt bekommen, sondern auch Bauanleitungen für Fledermauskästen herunterladen und so etwas aktiv zum Fledermausschutz beitragen.
Nach dem Vortrag wanderten die Exkursionsteilnehmer zur Gottesgabe, wo sie – ausgerüstet mit Bat-Detektoren und Taschenlampen - einige Fledermäuse beim spätsommerlichen Balzflug beobachten konnten.
2009.09.04 - Mythos See, Mythos Berg – Das Buch der Schöpfung lesen
Berge und Bergseen, die Natur allgemein, beeindrucken viele Menschen. Fürchteten sich noch im 19. Jahrhundert viele vor der Wildnis, so ist die Natur heute häufig Zufluchtsort, in dem die Menschen das Ursprüngliche suchen.
Für viele Naturvölker galt die „Mutter Erde“ als Gottheit, manchmal werden intensive Naturerlebnisse jedoch auch bei uns religiös – über die Konfessionsgrenzen hinweg - als die Begegnung mit Gottes Schöpfung empfunden.
Am Samstag, 12.09.09 ladet Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer daher zu einem abendlichen meditativen Spaziergang um den Großen Arbersee ein. Ältere und jüngere Texte, Bibelzitate aber auch die Ausschnitte aus Reden von Indianerhäuptlingen sollen die emotionale Seite der Arbeit und der Freizeit in und für die Natur in den Mittelpunkt stellen. Treffpunkt der zweistündigen Führung ist um 18:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee.
Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2009.09.04 - „Seewand-Ersatzexkursion“: Auf Entdeckungsreise zum Geheimen Arber
Eine Naturpark-Familienwanderung am Ende der Sommerferien
Seit diesem Frühjahr tritt der Borkenkäfer verstärkt auch in den Arberseewänden auf. Daher wurde im Juli bei einer Seewandbegehung mit Vertretern des Forstbetriebs Bodenmais, der Regierungen der Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz, der Unteren Naturschutzbehörde der Landkreise Cham und Regen sowie der beiden Naturparke beschlossen, den Forstbetrieb Bodenmais aus seiner Wegesicherungspflicht für die Arberseewand zu entlasten. Da in der steilen Seewand Forstarbeiten zu gefährlich sind, gilt der Kaisersteigabschnitt in der Seewand nun nicht mehr als offizieller Wanderweg. Wegemarkierungszeichen wurden entweder entfernt oder werden nicht erneuert. In neueren Wanderkarten wird der Weg nicht mehr eingezeichnet sein.
Der Naturpark Bayerischer Wald sowie alle verantwortungsbewussten Wanderführer haben daher beschlossen, keine Führungen durch die Arberseewand mehr anzubieten.
Um allen Arberbegeisterten dennoch die geheimen Seiten des Arbers zeigen zu können, bietet Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer am Sonntag, 13. September anstatt der im Naturpark-Jahresprogramm vorgesehenen Seewandexkursion eine Familienwanderung auf dem Goldsteig an. Auf der rund zweistündigen Wanderung vom Großen Arbersee zum Gipfelplateau werden die Teilnehmer erfahren, dass man spielerisch auch auf scheinbar bekannten Wanderrouten noch Neues entdecken kann. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Anmeldung bis Freitag, 11. September 16:00 Uhr unter Tel. 09922-802480.
Bitte bringen Sie eine kleine Brotzeit mit. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.
2009.08.31 - Falkenstein - Kirchweih zu Ehren des Hl. Franziskus
Gottesdienst um 11:30 Uhr mit Stadtpfarrer Prellinger
Die Kapelle auf dem Falkensteingipfel wurde vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Jahr 1987 errichtet. Der damalige Landwirtschaftsminister Hans Eisenmann kam persönlich zur Einweihungsfeier. Der damalige 1. Vorsitzende Emil Rimpler und der Kassenverwalter Eduard Gistl waren beide Motor in Sachen Errichtung einer Kapelle auf dem Falkensteingipfel. Ihnen zu Ehren wurden im Frühjahr 2006 zwei Gedenkbretter an der Kapelle angebracht.
Alljährlich am 1. Sonntag im September wird die Falkenstein-Kirchweih begangen. Die Kapelle ist dem Hl. Franziskus geweiht. Er gilt als Patron für Natur und Schöpfung. Zum Gottesdienst am Sonntag, 06.09.2009, um 11:30 Uhr an der Falkensteinkapelle (Neben dem Schutzhaus) ergeht daher herzliche Einladung. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Ludwigsthaler Kirchenchor. Für eine anschließende Bewirtung ist gesorgt.
Herzliche Einladung ergeht an die Bevölkerung zu einer Wanderung zur Falkensteinkirchweih. Um 08:45 Uhr und um 09:30 Uhr wird jeweils ein Bus von Zwieselerwaldhaus ab Parkplatz Schillerstraßl bis zur Ruckowitz-Kreuzung verkehren, am Nachmittag gibt es um 15:00 Uhr eine Rückfahrmöglichkeit.
2009.08.21 - Naturschutztag auf der Märchenwiese und am Kleinen Arbersee
Die Märchenwiese, ein ehemaliger Schachten zwischen Großem und Kleinem Arber, ist heute weitgehend von Heidelbeersträuchern bedeckt. Nur hin und wieder deuten die mit Borstgrasrasen bedeckten Stellen darauf hin, dass hier einst Rinder weideten. Doch auch ihr Name erinnert daran, dass sich hier früher Schachtenhirten beim Lagerfeuer Märchen, Geschichten und Sagen erzählten.
Ziel des Naturschutzes ist es, diese ehemaligen Schachten vor der Wiederbewaldung zu schützen: Die Artenvielfalt auf diesen offen Stellen ist zum einen größer ist als im dichten Forst, zum anderen profitiert vor allem das bedrohte Auerhuhn von lichteren Waldbeständen mit einem großen Nahrungsangebot.
Ziel des zweiten Arbernaturschutztages am letzten Mittwoch war es daher, die Märchenwiese von kleineren Fichten zu befreien.
Damit die 14 Kinder und Jugendlichen, die bei dieser Naturschutzaktion mithelfen wollten, bereits auf der Wanderung vom Brennes zur Märchenwiese spielerisch einiges über den Natur- und Artenschutz im Arbergebiet erfahren konnten, hatten sich die beiden Arbergebietsbetreuerinnen Caroline Stautner (Naturpark Oberer Bayerischer Wald) und Isabelle Auer (Naturpark Bayerischer Wald) ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm ausgedacht. Die Gruppe erfuhr spielerisch, wie Luchse jagen, fanden Borkenkäfer in einem Holzstoß am Wegrand und lernten, wie man den Buchdrucker vom Kupferstecher unterscheiden kann. Aber auch auf die Lebensweise der anderen Bewohner des Waldes – Rehe, Füchse, Wildschweine usw. - wurde spielend eingegangen.
An der Märchenwiese angekommen, erzählte Förster Herrmann Kastl vom Forstbetrieb Bodenmais den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen viel Spannendes über seine Aufgaben und erklärte ihnen, welchen Sinn das sogenannte „Fichtenzupfen“ für das „Ökosystem Wald“ hat. So informiert und motiviert, schaffte es die Gruppe, innerhalb kürzerster Zeit über 500 Jungfichten auszuzupfen.
Über die Chamer Hütte wanderte die jugendlichen Naturschützer zum Kleinen Arbersee, wo sie noch einiges über den Biber erfuhren. Als Dankeschön erhielt jeder Helfer am Ende dieses erlebnisreichen Tages von den beiden Arbergebietsbetreuerinnen wiederum die Arberverdienstmedaillie 2009 verliehen.
2009.08.20 - Naturpark fordert Wiederaufnahme des Bahnverkehrs
Mit der Wanderbahn zum weißen Quarzriff
Rund zwanzig Naturliebhaber aus Nah und Fern nahmen an der Naturpark-Veranstaltung „Vom Tal des schwarzen Regen - zum weißen Quarzriff am Großer Pfahl“ teil. Bis aus München reisten die Teilnehmer an fuhren mit der Wanderbahn von Gotteszell nach Viechtach.
Das meist unberührte Tal des „Schwarzen Regen“, durch das die Bahnstrecke führt, beeindruckte die Teilnehmer besonders. Der stellenweise schnell fließende Schwarze Regen ist mit seinem stein- und geröllreichen Flussbett im Bereich Gumpenried vom Zug aus schön zu sehen und diese Fahrt für die Teilnehmer ein Naturerlebnis.
Am Bahnhof in Viechtach begrüßte Heinrich Schmidt, 1. Vorsitzender des Naturparks, die Wanderfreunde. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern des Wanderbahn-Vereins, die auch diese Ausflugsbahnfahrt ehrenamtlich ermöglichten. Dabei forderte der Naturpark-Vorsitzende eine Wiederaufnahme des täglichen Bahnverkehrs auf dieser landschaftlich sehr reizvollen Strecke und versprach, das Führungsangebot des Naturparks noch stärker mit dem öffentlichen Personennahverkehr abzustimmen.
„Wir brauchen diese attraktive Bahnstrecke, um vor allem auch Familienurlauber in unsere schöne Region zu holen“, so Schmidt.
Nach der Begrüßung wanderten die Teilnehmer vom Stadtzentrum auf den Pfahl-Steig zum Großen Pfahl. Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher führte die Gruppe auf diesem reizvollen Wanderweg. Unterwegs im schattigen Riedbachtal säumten knorrige Hangwälder und beschauliche Bachwiesen den Weg. Am Naturweiher bei der Sporer Quetsch legten sie eine kleine Rast ein und konnten dabei auch Wasservögel beobachten. Vorbei am Schaubienenstand ging es entlang heckenreicher Streuobstwiesen zum weithin sichtbaren, hoch aufragenden Quarzriff am Großer Pfahl. Der Quarzfelszug ist nicht nur das landschaftliche Wahrzeichen von Viechtach, sondern als bayerisches und nationales Geotop ein erdgeschichtliches Naturdenkmal mit überregionaler Bedeutung. Erstaunt waren die Teilnehmer der Wandergruppe über das bunte Farbenspiel an manchen Felspartien. Grünlich leuchtenden Schwefelflechten überdauern neben blaugrauen Silikatfelsflechten auf den stellenweise rostrot überlaufenen Quarzfelsen. Die bizarren Pfahlkiefern wachsen wie Bonsaibäumchen in manchen Felsritzen. Matthias Rohrbacher berichtete auch über einige besondere Tierarten, die am Felsen vorkommen. Flugakrobaten wie die nachtaktiven Fledermäuse übertagen in den Ritzen und Spalten im Felsen. In den sogenannten „Wochenstuben“ bringen die Fledermausweibchen hier ihre Jungen zur Welt. Am Felsenfuß wartet im einem Fangtrichter der Ameisenlöwe auf seine Beute. Weiter wanderte die Gruppe zum bis zu 40 Meter tiefen Steinbruch und zu den heute restaurierten Steinbruchgebäuden. Diese Zeugnisse des Quarzabbaus wie Verladestation und Alte Schmiede informieren über die einhundertjährige Abbaugeschichte des Pfahls und geben Einblicke in das harte Leben der „Schudderschloger“. So wurden die Steinbrucharbeiter genannt, die in schwerster körperlicher Arbeit das sehr harte Quarzgestein abbauten. Zum Abschluss der Wanderung nahmen einige Teilnehmer als Andenken ein Quarzmineral am sogenannten „Klopferplatz“ mit – nur hier ist die Mitnahme der Quarze im Naturschutzgebiet erlaubt.
2009.08.19 - Der Böhmerwald und die Eiszeit: Geologische Exkursion zum Plöckensteiner See
Bereits seit mehreren Jahren bieten der Naturpark Bayerischer Wald und Fritz Pfaffl vom Naturkundlichen Kreis Bayerischer Wald eine gemeinsame Exkursion an. Letzten Sonntag stand mit dem Plöckensteiner See der südlichste Karsee auf dem Programm.
Nach einer ungefähr 1,5-stündigen Busfahrt erreichten die 35 Exkursionsteilnehmer Nova Pec, dem Ausgangpunkt ihrer zweistündigen Wanderung zum See. Eine erste Zwischenstation legte die Gruppe am Schwarzenberger Schwemmkanal ein. Hier betonte Fritz Pfaffl, dass dieser im Jahr 1791 unter der Leitung vom Forstmann Rosenauer von 3.000 Arbeitern erbaute Triftkanal zur Donau zur damaligen Zeit eine so herausragende technische Leistung war, dass er sogar zu einem der „Weltwunder“ gezählt wurde. Nur mit seiner Hilfe konnte die Kaiserstadt Wien ausreichend mit Holz versorgt werden.
Im Blockmeer der Seitenmoränen des einstigen Plöckensteingletschers erklärte der Geologe Pfaffl den Teilnehmern die Besonderheit des Plöckensteiner Sees: Mit einer Ausdehnung von 1,5 km² findet man hier die größte Blockmoräne im Böhmerwald. Auch die Moränenränder sind mit einer Höhe von 40 m höher als bei jedem anderen Böhmerwaldsee. Wie beim Stubenbacher See bestehen die Plöckenstein-Moränen aus großen Granitblöcken.
Am See ging Pfaffl auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Böhmerwaldkarseen ein: Mit einer Höhe von 288 Metern ist die Seewand des Plöckensteinsees um einiges niedriger als z.B. die Seewand des Großen Arbersees (416 m), durch die Vielzahl der Zuflüsse sowie durch seine Lage ist er jedoch kälter als andere Seen. Überliefert ist, dass die Wassertemperatur im Juli 1873 nur +4°C betrug. Da die Seewandwälder wegen des Borkenkäferbefalls den See im Sommer nicht mehr beschatten, aber auch wegen der Klimaerwärmung ist die Temperatur heute jedoch um einiges höher.
Bekannt ist der Plöckensteiner See auch aus Adalberts Stifters Roman „Der Hochwald“. Fritz Pfaffl schloss die Exkursion zum Moorsee am Fuße des Plöckensteins daher mit einem Stifter-Zitat, in dem der Dichter den See mit einem „schwarzen Teppich“ verglich. Der Geologe zeigte so, dass Dichtung und Naturwissenschaft manchmal eng miteinander zu tun haben.
2009.08.14 - Der spielerische Arber – auf den Arber mit Groß und Klein
Den „König des Bayerischen Waldes“ zu erklimmen, ist der Wunsch vieler Familien mit Kindern. Doch so eine Bergtour kann anstrengend sein, wenn zwischendurch nicht gespielt wird. Daher laden die beiden Naturparke Bayer. Wald und Oberer Bayer. Wald am Donnerstag, den 27. August besonders Familien dazu ein, mit Arbergebietsbetreuerin Caroline Staunter spielend und so fast mühelos auf den Gipfel des höchsten Bayerwaldberges zu wandern. Auf der dreistündigen Führung vom Brennes zum Gipfel werden die Teilnehmer darüber hinaus auch viel Spannendes über die Natur am Arber erfahren. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Brennesparkplatz. Denken Sie bitte an festes Schuhwerk und an eine Brotzeit.
Wer an dieser erlebnisreichen Führung interessiert ist, sollte sich bis Mittwoch, 26. August 12:00 Uhr beim Naturpark unter der Telefonnummer 09971-78384 anmelden.
2009.08.14 - Europäische Fledermausnacht – Fledermäuse „live“ am Silberberg
Fledermausexpertin Dipl. Biologin Susanne Morgenroth und Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayer. Wald bieten am Samstag, 29. August im Rahmen der Fledermausschutzaktion „Europäischen Fledermausnacht“ - eine dreistündige Führung am Silberbergwerk bei Bodenmais an. Nach einer kurzen Wanderung von der Talstation zum Silberbergwerk, auf der die Exkursionsteilnehmer spielerisch auf das Thema „Fledermaus“ eingestimmt werden, einer Einführung über die Geschichte des Silberbergwerks und einem Fledermausvortrag im Barbarastollen werden die Teilnehmer ihr neu gelerntes Wissen bei der anschließenden Fledermausbeobachtung mit Bat-Detektoren im Freien anwenden und vertiefen können. Der Treffpunkt ist beim Kassenhäuschen am Parkplatz des Silberberges (Talstation) um 20:00 Uhr.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte nehmen sie eine Taschenlampe mit und denken Sie außerdem an wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk.
Diese Führung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Naturparke Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Zwiesel) und des Naturparks Oberer Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Cham) sowie des LBV Regen.
2009.08.07 - Naturschutztag am Großen Arbersee – Ein Geschenk für den „König des Bayerischen Waldes“
Der Große Arber ist etwas Besonderes: Er ist nicht nur der schneesicherste Berg im Bayerischen Wald, sondern er beherbergt auch mehr „Naturschätze“ als viele andere Bayerwaldberge. Die Schönheit der Arberseen mit ihren Seewänden oder das Gipfelplateau mit seinen auch für den biologischen Laien manchmal fremdartig wirkenden Pflanzen, wie z.B. der Ungarische Enzian begeistern Bayerwaldler und Touristen. All diese Besonderheiten und Schönheiten können aber nur erhalten werden, wenn engagierte hauptamtliche und ehrenamtliche Naturschützer sich regelmäßig um den „König des Bayerischen Waldes“ kümmern.
Am letzten Mittwoch lud Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald alle Arber-Fans dazu ein, am ersten Arbernaturschutztag 2009 dem Berg etwas „zurückzugeben“, von dem, was er uns Menschen gibt:
Wegen der starken Regenfällen im Frühjahr hatte sich im hinteren Teil des Rundwegs um den Großen Arbersee große Wasserpfützen gebildet. Da viele Seebesucher den in Touristenführern als „leicht zu begehenden Weg“ mit Schuhen begehen, die zum Wandern gänzlich ungeeignet sind und die sie sich nicht schmutzig machen wollen, umkletterten viele diese Nassstelle. Dünne Baumstämme, die vor diesen Kletterpfaden gelegt wurden, wurden wieder zur Seite geschoben.
Eines der Ziele des Naturschutztages war daher, den Weg an dieser Stelle auszubessern und den Trampelpfad mit Baumstämmen so zu verbarrikadieren, dass die geschundene Natur sich wieder erholen kann.
Engagiert unterstützt wurde Isabelle Auer von Paul Hilgart, Ausbildungsleiter vom Forstbetrieb Bodenmais, seinen vier Azubis, Naturpark-Praktikant Gregoire Thauvin und einer langjährigen Arber-Exkursionsteilnehmerin. Nach einer zweistündigen Führung rund um den See, in der besprochen wurde, was man alles tun könne, um den Großen Arbersee vor den negativen Auswirkungen des Besucherstromes zu schützen, entwässerte diese „Naturschutztag-Kernmannschaft“ den am stärksten vernässten hinteren Wegteil. Unterstützt wurden sie dabei von zehn zufällig vorbeikommenden Seebesuchern, die auf ihrem Rundgang um den See spontan einen Eimer Schotter zur „Naturschutzbaustelle“ trugen. Auch diesen zufälligen Helfern verlieh die Arbergebietsbetreuerin wie auch den Mitgliedern der Naturschutztag-Kernmannschaft nach gemachter Arbeit die „Arberverdienstmedaillie 2009“. Dass aktive Naturschutzarbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch etwas für jeden einzelnen persönlich bringt, drückte ein „spontaner Helfer“ so aus: „Die „Ich-tu-was-für-den-Großen-Arber-Medaillie“ ist wohl das beste Souvenir, das man von einer Arberwanderung mitbringen kann.“
Am 19. August besteht wiederum die Möglichkeit, diese Arbermedaillie zu gewinnen. Alle Arberfans (speziell Kinder ab neun Jahren), die am zweiten Arbernaturschutztag mit den Arbergebietsbetreuerinnen Caroline Stautner und Isabelle Auer, teilnehmen wollen, sollten sich bis Montag, 11. August, 12 Uhr anmelden unter Tel. 09922 – 802480 oder Tel.: 09971 – 78384.
2009.08.07 - Wir tun was für den Großen Arber – Naturschutztag auf der Märchenwiese und am Kleinen Arbersee
Was können Arber-Fans alles tun, um dem Großen Arber zu helfen? Am Mittwoch, 19. August laden die beiden Arbergebietsbetreuerinnen Caroline Stautner (Naturpark Oberer Bayerischer Wald) und Isabelle Auer (Naturpark Bayerischer Wald) speziell alle naturschutzbegeisterten Kinder und Jugendlichen ab neun Jahren dazu ein, ein „Arber-Abenteuer“ zu erleben und dabei zu erfahren, dass aktiver Naturschutz Spaß macht. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Brennesparkplatz. Nach einem erlebnisreichen Tag erhalten alle Teilnehmer als kleines Dankeschön von den Arbergebietsbetreuerinnen die „Arbermedaille 2009“ verliehen. Gegen 16:00 Uhr sollten die Kinder und Jugendliche an der Mooshütte von ihren Eltern abgeholt werden.
Bitte bringt – wenn vorhanden – Arbeitshandschuhe, gutes Schuhwerk, eine Brotzeit und ausreichend Getränke mit. Wer sich am Naturschutztag beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Montag. 17.08.09 12:00 Uhr unter Tel.: 09922-802480 oder Tel.: 09971 - 78384 an.
2009.08.03 - Der Natur auf der Spur - wo sich Schlangen und Eidechsen wohlfühlen
Schlangen umgibt seit Jahrtausend ein Mythos. Leider ist er oft negativ besetzt.
Im Rahmen des Arberprogramms laden die beiden Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald und der Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Cham deshalb am Sonntag, den 9. August um 14 Uhr zu einer Exkursion zum Thema Schlangen ein. Ziel der Exkursion ist in diesem Jahr das Hecken und Rankengebiet bei Sommerau. Dort werden Lebensräume für Reptilien und Amphibien erhalten und verbessert.
Die Führung unter der Leitung von Markus Schmidberger (LBV) und Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner (Naturpark Oberer Bayerischer Wald) lädt dazu ein, diese verkannte Tiergruppe näher kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen.
Treffpunkt ist um 14 Uhr am Glashütten-Parkplatz in Lohberg. Vom Sportplatz Lohberg wandern die Teilnehmer in einer halben Stunde nach Sommerau. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis Donnerstag, den 6. August beim LBV in Nößwartling (09977/8227). Festes Schuhwerk wird empfohlen.
2009.08.03 - Mit dem Naturpark und dem Naturkundlichen Kreis zum Plöckensteiner See
Bereits seit mehreren Jahren bieten der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Naturkundliche Kreis e.V. eine gemeinsame Exkursion an. Mitte August geht es heuer noch einmal zu einem der acht Karseen des „Böhmerwaldes“. Am Sonntag, 16.08.09 führt Fritz Pfaffl alle Interessierten zum südlichsten eiszeitlichen See, dem Plöckensteiner See. Die Anreise erfolgt diesmal mit einem Bus. Treffpunkt ist am Busbahnhof Zwiesel um 10:00 Uhr. Nach einer 1,5-stündigen Busfahrt nach Nova Pec wandern die Teilnehmer entlang des Schwarzenberger Schwemmkanals zum See. Exkursionsteilnehmer aus dem südlichen Naturparkgebiet können in Mauth zusteigen.
Da erst nach der insgesamt vier- bis fünfstündigen Wanderung eine Einkehrmöglichkeit besteht, sollten die Exkursionteilnehmer ausreichend Getränke sowie eine Brotzeit mitbringen. Außerdem ist festes Schuhwerk erforderlich. Wegen der Busbestellung, ist eine verbindliche Anmeldung beim Naturpark Bayer. Wald e.V. unbedingt erforderlich bis Freitag, den 07.08.09 unter Tel.: 09922-802480. Bitte bei Anmeldung mitteilen, ob am Busbahnhof Zwiesel oder am Reschbachtalparkplatz am Ortseingang von Mauth (Ende der Nationalparkbasisstraße und Einstieg Dreikönigsloipe) zugestiegen wird. Die Fahrtkosten von ca. 15 € pro Person werden während der Busfahrt eingesammelt.
2009.07.24 - Biber, Fischotter& Co – Die heimlichen Bewohner des Naturschutzgebiets Kleiner Arbersee
Der Kleine Arbersee, entstanden nach der letzten Eiszeit, ist mit seinen drei schwimmenden Inseln eine Besonderheit im Bayerischen Wald. Deshalb laden die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald im Rahmen des gemeinsamen Arber-Veranstaltungsprogramms am Mittwoch, den 29. Juli 2009 um 11:00 Uhr zu einer Exkursion im Naturschutzgebiet „Kleiner Arbersee“ ein. Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer informiert über Einzigartigkeiten des Naturschutzgebietes und über die Überlebensstrategien seiner Bewohner.
Treffpunkt ist an der Holzbrücke direkt am Kleinen Arbersee. Der Rundgang um den See dauert etwa eine Stunde. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
2009.07.24 - Wir tun was für den Großen Arber – Naturschutztag am Großen Arbersee
Der Naturpark Bayerischer Wald veranstaltet diesen Sommer erstmals seine „Arber-Naturschutztage“, an denen kleine und große Arber-Fans erfahren können, was sie alles tun können, um dem „König des Bayerischen Waldes“ zu helfen. Die Hilfsmaßnahmen sind vielfältig: Sie reichen von „Baumstämmerücken“ und einfachen Wegeinstandsetzungsmaßnahmen bis zum Erstellen von naturverträglichen idyllischen Arberseefotos für Touristiker und Verlage. Eines ist allen jedoch gemeinsam: Sie machen Spaß. Am Mittwoch, dem 05.08.09 soll nach einer Führung mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer rund um den Großen Arbersee vor allem etwas gegen die Trampelpfade am Seeufer getan werden. Am Schluss erhalten alle Teilnehmer als kleines Dankeschön vom Naturpark die „Arbermedaille 2009“ verliehen. Der etwa vierstündige Naturschutztag beginnt um 11:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bitte bringen Sie – wenn vorhanden – Arbeitshandschuhe, gutes Schuhwerk und ausreichend Getränke mit. Wer sich am Naturschutztag beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Dienstag. 04.08.09 16:00 Uhr beim Naturpark unter Tel.: 09922-802480 an.
2009.07.24 -
Mit der Wanderbahn zum weißen Quarzriff –
Naturpark-Wanderung zum Großen Pfahl
Die Naturpark-Veranstaltung „Vom Tal des schwarzen Regen zum weißen Quarzriff Großer Pfahl“ findet am Sonntag, den 2. August statt. Große und kleine Naturliebhaber aus Nah und Fern können an einer Bahnfahrt durch das wildromantische Flusstal und einer naturkundlichen Wanderung zum Quarzriff Großer Pfahl teilnehmen. Eine Anreise mit der Waldbahn zum Bahnhof Gotteszell wird empfohlen. Mit der Wanderbahn ist hier die Abfahrt nach Viechtach um 11:35 Uhr. Treffpunkt in Viechtach ist um 12:30 Uhr an der Wandertafel am Bahnhof Viechtach. Die anschließende Wanderung zum Großen Pfahl dauert ca. 3,5 Stunden, so dass die Rückfahrt nach Gotteszell um 16:10 Uhr geplant ist. Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Wanderung mit dem Gebietsbetreuer des Naturparks, Matthias Rohrbacher, eingeladen. Brotzeit aus dem Rucksack wird empfohlen. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt. Die „Wanderbahn im Regental e.V.“ (www.wanderbahn.de) bietet für Teilnehmer einen Sonderpreis – insbesondere für Familien mit Kindern - an. Die Bahnstrecke führt durch das beeindruckende, oft unberührte Tal des „Schwarzen Regen“. Der schnell fließende, naturnahe Fluss liegt mit einem stein- und geröllreichen Bett in einem steilen Flusstal. Geheimnisvoll und bizarr zeigen sich die weiß schimmernden Felsenriffe des Pfahls ca. zwei Kilometer nordwestlich vom Viechtacher Stadtzentrum. Im „Alten Rathaus“ können sich Besucher in der Pfahl-Infostelle (www.pfahl.info) über dieses einmalige Naturphänomen informieren. Von hier aus führt der Pfahl-Steig durch beschauliche Bachtäler und heckenreiche Streuostwiesen zum Quarzfelsenriff. Im Naturschutzgebiet „Großer Pfahl“ bietet sich dem Wanderer ein Naturschauspiel von hoch aufragenden Felsenriffen, tiefen Quarzbrüchen, beweideten Pfahlheiden und licht durchfluteten Wäldern. Die Felsentürme aus Quarzgestein sind nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern beflügeln schon lange die Phantasie der Menschen. Nach alten Sagen sind die weißen Felsenzacken der oberirdische Kamm eines tief im Erdinnern ruhenden Drachens. Tatsächlich ist der Pfahl ein uralter Riss im Grundgebirge des Bayerischen Waldes. Gegen Ende des Erdaltertums drangen heiße wässrige Quarzlösungen in diese Spalten und Hohlräume ein und erstarrten in einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern zum weißen Quarzgestein. Im Laufe der Jahrmillionen wurde das umliegende weichere Gestein verwittert und abgetragen. Der sehr harte Pfahlquarz widerstand bis heute dem Zahn der Zeit. Besonders eindrucksvoll zeigt er sich in den Felsenriffen am Großen Pfahl, der als „Geotop Nummer eins“ die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler in Bayern anführt.
Rückfragen zur Veranstaltung am 2. August unter 09942 – 16 61.
2009.07.23 - Spielend auf den Großen Arber – Auf den Arber mit Groß und Klein
Eine Bergwanderung kann spannend, unanstrengend und sehr kurzweilig sein. Das erfuhren letzten Donnerstag die Teilnehmer einer Wanderung unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald. Bereits am frühen Vormittag hatten sich neun Kinder und deren Eltern am Brennesparkplatz getroffen, um spielend den höchsten Berg des Bayerischen Waldes zu erklimmen. Da diesmal fast nur Urlauber aus Norddeutschland sich eingefunden hatten, war es für die meisten von ihnen die erste richtige Bergtour in ihrem Leben. Nebenbei erfuhren sie aber auch spielend, dass man manchmal die eigentlich vertraut erscheinende Natur aus einer anderen Perspektive betrachten muss, um ihre Zusammenhänge zu begreifen.
Bei einigen Spielen, wie z.B. der „Blinden Raupe“ oder dem Spiel „Baumfreund“, bei dem man mit verbundenen Augen zu einem Baum geführt wird, ihn erfühlen muss und, nachdem man zum Ausgangspunkt zurückgekommen ist, sehend wiederfinden muss, lernten die Teilnehmer aber auch viel über sich selbst: Kinder fühlen sich, wenn sie mit verbundenen Augen durch den Wald geführt werden, bei natürlicheren Untergründen – Heidelbeersträuchern oder einem nadelbedeckten Waldboden – sicherer, als auf geschotterten Forstwegen. Erwachsene hingegen befürchten, mit zugebundenen Augen auf diesen unebenen Untergründen hinzufallen.
Der sogenannte „Spiegelgang“, bei dem Kinder und Erwachsene mit einem Spiegel auf der Nase den Wald aus einem anderen Blickwinkel betrachten, regte die großen und kleinen Wanderer dazu an, auch über schwierigere Themen wie etwa die Borkenkäferproblematik nachzudenken.
Dass im Wald die interessantesten „Spielzeuge“ quasi unbeachtet herumliegen, wurde den Teilnehmern beim abschließenden Geschicklichkeitsspiel, dem „Zapfenwerfen“, bei dem ein im Weg aufrecht hingestellter Fichtenzapfen aus einer Entfernung von mehreren Metern mit einem Fichtenzapfen getroffen werden muss, bewusst. Nach etwa drei kurzweiligen – trotz der Hitze unanstrengenden - Stunden hatte so die Gruppe spielerisch das Gipfelkreuz erreicht.
2009.07.17 - Der spielerische Arber – auf den Arber mit Groß und Klein
Der Naturpark Bayer. Wald lädt am Donnerstag, den 23. Juli besonders Familien dazu ein, mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer spielend auf den Großen Arber zu wandern. Auf der dreistündigen Führung zum Gipfel werden die Teilnehmer spielend und mit viel Spaß Wissenswertes über die Natur am Arber erfahren. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Brennesparkplatz. Denken Sie bitte an festes Schuhwerk und an eine Brotzeit.
Wer an dieser erlebnisreichen Führung interessiert ist, sollte sich bis Mittwoch, 22. Juli
16 Uhr beim Naturpark unter der Telefonnummer 09922-802480 anmelden.
2009.07.17 - Der NATUeRliche Arber: Rund um den Arbergipfel
Im Rahmen von BayernTour Natur laden die beiden Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald sowie der BN, Kreisgruppe Cham am Sonntag, 26. Juli 2009 zu einer Exkursion am Großen Arber ein. Im Mittelpunkt der Führung unter Leitung von Gebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald stehen die naturkundlichen Besonderheiten des Gipfelplateaus am Großen Arber.
Treffpunkt ist um 9.30 Uhr für die Teilnehmer, die zu Fuß zum Gipfel gehen wollen, und um 10.30 Uhr für diejenigen, die die Gondel benutzen möchten, bei der Talstation der Gondelbahn. Um 11.00 Uhr beginnt die 1,5-stündige Arbergipfelführung an der Arberkapelle (beim „Großen Seeriegel“). Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
2009.07.10 - Wenn Menschen und Natur sich treffen: Naturkundliches und Kurioses rund um den Großen Arbersee
Am Großen Arbersee können sowohl Einheimische als auch Touristen immer wieder Neues entdecken. Vergangenen Mittwoch konnte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald zehn Exkursionsteilnehmer den neuesten Bewohner des Sees, den Biber, vorstellen.
Seit Anfang Mai weisen nicht nur Fraßspuren am Bodenmaiser Ufer deutlich auf seine Lieblingsbeschäftigung hin. Unübersehbar sind seine beiden Biberburgen, die er unweit des Rundwegs angelegt hat. Biber haben hervorragend gelernt, mit der menschlichen Kultur umzugehen. Manchmal tun sie es auch in einer kurios erscheinenden Art und Weise, was die Gebietsbetreuerin den Exkursionsteilnehmern an einer sich vor wenigen Wochen zugetragenen Geschichte verdeutlichen konnte: Eine ausgebildete Biberexpertin aus Bayerisch Eisenstein entdeckte bei einem Spaziergang um den See bereits vom Weg aus, dass der Biber eine alte Tauchermaske in seine Burg eingebaut hatte. Diese hatten vor vielen Jahrzehnten Taucher, die die Schwimmenden Inseln erforschten, verloren. Ohne die Biberburg zu zerstören, baute die Biberexpertin das zweckentfremdete Taucherutensil aus. So konnte sie verhindern, dass unvorsichtige Seebesucher, die die Tauchermaske als kuriose Arbersee-Souvenir ansehen könnten, die Biberburg zerstören.
Welche Folgen die starken Regenfälle der letzten Wochen für den Naturschutz am Großen Arbersee haben, zeigte Isabelle Auer im hinteren Teil des Sees, am Fuße der Arberseewand: Da der Seerundwanderweg an dieser Stelle ständig nass ist, umklettern viele Besucher den von ihnen als
„schmutzige Gefahrenstelle“ empfundene nassen Teil des Weges. Leider ist vielen von ihnen nicht bewusst, dass sie damit der Natur, in der sie sich ja erholen wollen, schaden.
In diesem Zusammenhang wies die Gebietsbetreuerin auf die in diesem Jahr erstmalig veranstalteten Naturpark-Naturschutztage am 5. August und am 19. August hin. Hier werden die Teilnehmer u.a. aktiv dazu beitragen können, dass zumindest in diesem Bereich des Rundweges das „Trampelpfadproblem“ gelöst wird.
2009.07.10 - Schlangenwurz und Fieberklee – Spezialisten am Kleinen Arbersee
Die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald laden am Mittwoch, den 15. Juli zu einem Rundgang mit Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner am Kleinen Arbersee ein. Bei der etwa einstündigen Wanderung stehen die naturkundlichen Besonderheiten des Naturschutzgebietes von den „Schwimmenden Inseln“ über Schlangenwurz, Fieberklee, Biber und Luchs bis hin zu den Spuren des Gletschers im Mittelpunkt. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Holzbrücke direkt am Kleinen Arbersee. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2009.07.10 - Wald im Klimawandel – Nachhaltigkeit durch erneuerbare Energien
Vortrag in der Umweltstation Viechtach, Referent: Heinrich Schmidt
„Wald im Klimawandel - Nachhaltigkeit durch Erneuerbare Energien“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrags in der Umweltstation Viechtach, die vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Rahmen der Klimawoche Bayern angeboten wird. In dieser Aktionswoche finden eine Vielzahl von Veranstaltung zum Klimaschutz im ganz Bayern statt. Dabei wird auch auf Handlungsmöglichkeiten für den „klimabewussten Bürger“ eingegangen. Eine Veranstaltung der Umweltstation Viechtach zu diesem Thema ist am Donnerstag, den 16. Juli um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz Alle Interessierten sind herzlich zu diesem kostenlosen Vortrag eingeladen. Referent ist Diplom Forstingenieur Heinrich Schmidt, 1. Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald. In der reich bebilderten Präsentation wird über den zu erwartenden Klimawandel im Bayerischen Wald berichtet. Am Beispiel des Waldes werden die veränderten Wachstumsbedingungen und deren Folgen für die Waldentwicklung dargestellt. Dabei wird auf mögliche Vorsorgestrategien beispielsweise in der Waldverjüngung eingegangen. Thema der Veranstaltung ist auch der Einsatz von regenerativen Energien als ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Im waldreichen Gebieten wie dem Bayerischen Wald können die endlichen Energieträger Gas und Öl teilweise durch nachwachsendes Holz oder Grüngut ersetzt werden. Der Anteil lässt sich einhergehend mit Einsparungsmaßnahmen ständig steigern.
2009.07.10 - Biberexkursion mit dem Ilz - Betreuer
Treffpunkt Messerschmidtmühle
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Biberexkursion mit dem Ilz-Betreuer.
Treffpunkt ist am Sonntag, 19.07.2009 um 14:00 Uhr an der Messerschmidtmühle im Gemeindebereich von Perlesreut im Landkreis Freyung - Grafenau.
Referent ist Gebietsbetreuer Stefan Poost vom Naturpark Bayer. Wald e.V..
Gewandert wird flußabwärts zur Heiblmühle, dabei kann auch eine Biberburg besichtigt werden. Dies ist gerade auch für Kinder interessant.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk, zweckmäßiger Weise auch Gummistiefel, sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
2009.07.03 - Wenn Sagen und Geschichten lebendig werden: Naturpark-Sagenwanderung vom Brennes zum Arbergipfel
Als sich die Menschen Naturerscheinungen noch nicht wissenschaftlich erklären konnten, erfanden sie Geschichten, die sie z.B. abends am Lagerfeuer erzählten. Doch auch noch im von Massenmedien dominierten und wissenschaftsbetonten Zeitalter von heute faszinieren diese Sagen viele Menschen.
Auf der Sagenwanderung vom Brennes über den Kleinen Arbersee zum Arbergipfel mit den beiden Arbergebietsbetreuerinnen Isabelle Auer und Caroline Stautner von den beiden Naturparken Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald, begleitet von Wanderführer Sepp Altmann aus Eschlkam, wurde diese sagenhafte Seite des Arbers kürzlich wieder lebendig.
Am ersten Zwischenstopp, dem Kleinen Arbersee, erfuhren die fast 60 Exkursionsteilnehmer von den sagenhaften Gefahren, die vom Arbersee ausgehen könnten: Einst wurde ein Fischer, weil er gar zu gierig war, von den Fischen des Sees in die Tiefe gezogen und verspeist. Wirft man einen Stein in den See, so bricht innerhalb kürzerster Zeit ein heftiges Gewitter aus. Die wahre Geschichte, nach der Anfang der 90er Jahre ein Taucherteam im Kleinen Arbersee eine Handtasche mit 300 DM fand und mit Hilfe von beigelegten Kundenkarten die Besitzerin ausfindig machen konnte, zeigt, dass auch wahre Geschichten manchmal fast unglaublich sein können.
Dass die Menschen auch vielen Pflanzen „sagenhafte“ Eigenschaften zuschrieben, erzählten die beiden Gebietsbetreuerinnen nach diesem ersten „sagenhaften Halt“ auf dem Weg zur sogenannten „Märchenwiese“: So galt die Pestwurz früher als Mittel gegen die Pest. Auch dem Siebenstern werden wegen seiner magischen Anzahl von sieben Blütenblättern Zauberkräfte nachgesagt.
Bei der Überlieferung der Sagen spielten in früheren Jahrhunderten auch die Schachtenhirten eine wichtige Rolle: Beim abendlichen Lagerfeuer erzählten sie sich nicht nur diese Geschichten, sondern sie waren es, die auch neue „Arbergeschichten“ erfanden. Wie die Schachten entstanden sind, erklärte Isabelle Auer in Gestalt des Bauer Lorenz Ayden aus Klautzenbach.
An der sogenannten „Märchenwiese“ begegneten die Wanderer einer Schmugglerin, gespielt von Caroline Stautner, auf ihrer Flucht vor den Grenzern.
Am Arbergipfelplateau bildeten die Sage von der „Alten vom Arber“ und von den „Tränen des Arbers“ den Abschluss der diesjährigen Arbersagenwanderung.
2009.07.03 - Bekannt und doch so unbekannt: Das Naturschutzgebiet Großer Arbersee und das „Naturerlebnis Arberseewand“
Obwohl der Große Arbersee und seine Seewand nicht nur entstehungsgeschichtlich, sondern auch bei allen Besuchern des Großen Arbersees untrennbar miteinander verbunden sind, scheint es vielen doch, als würden hier zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinanderprallen: Auf der einen Seite der direkt an der Staatsstraße gelegene See, der jährlich von etwa einer halben Million Touristen und Einheimischen besucht wird. Auf der anderen Seite der „geheime Arber“, die steil aufragende Seewand, deren Urwald nur wenige Einheimische kennen.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald wird alle Interessierten nächste Woche zweimal auf völlig unterschiedlichen Routen durchs Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat „Großer Arbersee mit Seewand“ führen:
Am Mittwoch, 08.07.09 steht der See im Mittelpunkt: Isabelle Auer wird dabei nicht nur auf die naturkundlichen Besonderheiten, die viele Seebesucher leider häufig übersehen, eingehen, sondern auch vieles über den neuen Bewohner des Großen Arbersees, den Biber, erzählen. Treffpunkt dieser 1,5-stündigen Führung rund um den Großen Arbersee ist um 11:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee.
Am darauffolgenden Sonntag, 12.07.09 zeigt die Arbergebietsbetreuerin allen trittfesten Wanderern im Rahmen des bayernweiten Aktionsprogramms „Bayern Tour Natur“ den „geheimen Arber“, den Urwald in der Arberseewand. Treffpunkt der vierstündigen Führung vom Großen Arbersee durch die Arberseewand und die Windwurfflächen des Orkans Kyrill zum Arbergipfel ist wiederum vor der Gaststätte am Großen Arbersee, diesmal jedoch bereits um 10:00 Uhr.
Bei beiden Führungen ist festes Schuhwerk erforderlich. Bitte bringen Sie zur Arberseewandführung eine kleine Brotzeit und ausreichend zu trinken mit.
2009.07.03 - Sommerschnitt an alten Streuobstbäumen
- Praktische Fortbildung in der Umweltstation Viechtach
Die Umweltstation Viechtach bietet eine praktische Fortbildung über die Ökologie und Pflege alter Streuobstbestände an. „Alte Streuobstbäume schützen und nützen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die vom Kreis- und Ortsverband für Gartenbau und Landschaftspflege sowie dem Naturpark Bayerischer Wald angeboten wird. Dabei kann man umfassende Informationen zu diesem Thema und praktische Tipps zum Sommerschnitt an Bäumen erhalten. Referent ist Kreisfachberater Klaus Eder vom Landratsamt Regen. Treffpunkt ist am Freitag, den 10. Juli um 16:00 Uhr am Schaubienenstand beim Großen Pfahl unterhalb der Straße von Viechtach nach Tresdorf. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen, ca. zweistündigen Veranstaltung herzlich eingeladen.
Pfleglich genutzte Streuobstwiesen mit altem Baumbestand bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind auch wertvolle Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Durch richtige Pflege und Nutzung können die alten Baumbestände länger erhalten werden und liefern auch Obst für unterschiedlichste Verwendung.
2009.06.30 - Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. in Sankt Englmar
Neue Förderrichtlinie vorgestellt
Zur 42. Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. waren etwa 60 Bürgermeister, Vertreter von Mitgliedsgemeinden und geladene Ehrengäste im Gasthof Unterwirt erschienen.
Der erste Vorsitzende Heinrich Schmidt begrüßte die Vorstandsmitglieder und die Landräte der Mitgliedslandkreise sowie alle Ehrengäste und Mitglieder ganz herzlich. Sein Dank galt allen im „Naturpark-Geschehen“ Beteiligten für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. In seinem Jahresrückblick stellte er die sechs Infostellen und Infozentren des Naturpark Bayerischer Wald vor. Darüber hinaus nannte er beispielhaft einige Artenschutzprojekte sowie das Engagement im Bereich der Landschaftspflege. Schmidt stellt auch die drei im Naturpark tätigen Gebietsbetreuer und ihr Aufgabengebiet näher vor. Naturparke arbeiten für ländlich geprägte Regionen unter Einbeziehung des Menschen.
In seinem Geschäftsbericht informierte Geschäftsführer Hartwig Löfflmann über die Aktivitäten in den vier Aufgabenbereichen Erholung und Besucherlenkung, Naturschutz und Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung. Im Zusammenhang mit den Änderungen bei den Antragsformularen und der Naturparkförderrichtlinie verwies Löfflmann auf die Internetseite www.naturpark-bayer-wald.de. Dort kann man Verwendungsnachweis und Antragsformulare herunterladen und die neue Förderrichtlinie einsehen. Mit dieser ist man leider nicht zufrieden. Sie stellt keine wesentliche Verbesserung des bisherigen Zustandes dar.
Im Anschluss an den Kassenbericht bescheinigte Kassenprüfer Walter Vollmer eine ordnungsgemäße Kassenführung und schlug eine Entlastung von Schatzmeisterin und Vorstand vor. Diese erfolgte einstimmig. Auch der Haushaltsplan 2009 und die Satzungsänderung wurden einstimmig gebilligt.
In ihren Grußworten zeigten sich Landrat Alfred Reisinger und Bürgermeister Anton Piermeier von der Gemeinde Sankt Englmar erfreut darüber, dass die Jahreshauptversammlung des Naturparks in Sankt Englmar statt fand. Piermeier stellte den Ort kurz vor und bescheinigte, dass der Naturpark in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine feste Größe darstellt, über die man sehr froh ist.
2009.06.25 - Naturpark-Wanderung nach Weißenstein
- Drachen, Burgen und Heiden am Pfahl
An der Burgruine Weißenstein ca. zwei Kilometer oberhalb der Kreisstadt Regen schimmert bereits von weitem ein erhaben anmutendes, weißes Felsenriff. Hier erscheint der Pfahl als ein hoch aufragender Quarzfelsenzug. Mit mehr als 750 m Meereshöhe erreicht der nahezu 150 km lange Bayerische Pfahl bei den Burgmauern seinen höchsten Punkt. Nicht nur die mittelalterlichen Burgherren wussten den weitreichenden Ausblick auf dem Burgturm zu schätzen. Noch heute bietet sich von hier aus ein einmaliger Rundblick auf die Bergzüge des Bayer- und Böhmerwaldes.
Am Sonntag, den 5. Juli findet eine Führung mit dem Titel „Von Pfahldrachen, Pfahlburgen und Pfahlheide“ im Naturschutzgebiet bei der Burgruine Weißenstein statt. Um 11:15 Uhr wird eine geführte Wanderung vom Bahnhof Regen nach Weißenstein angeboten. In Weißenstein ist der Treffpunkt um 14:30 Uhr vor dem Kiosk unterhalb des Burgturms. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und die Stadt Regen laden Sie herzlich zu dieser naturkundlichen Führung für Groß und Klein ein. Dabei kann man Wissenswertes und Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt am Pfahl, Pfahlsage und –entstehung, Burggeschichte und den ehemals im Burgturm wohnenden Schriftsteller Siegfried von Vegesack erfahren. Die kostenlose Veranstaltung endet um ca. 17:00 Uhr wieder am Bahnhof Regen. Natur- und Landschaftsführer Herbert Mundl und Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, führen die Wandergruppe. Die An- und Abfahrtszeiten der Waldbahn werden bei der Veranstaltung berücksichtigt.
2009.06.25 - Klimaerwärmung beeinflusst auch Fledermäuse
Neue Arten wandern aus dem Süden ein
Fledermausbeobachtungen bitte an den Naturpark Bayerischer Wald Tel.: 09922-802480 melden
In den warmen Frühlings- und Sommernächten fliegen sie wieder, die Fledermäuse. Emsig suchen die harmlosen und nützlichen Tiere nach Mücken, Spinnen und Käfern, um sich nach dem langen Winterschlaf wieder so richtig den Bauch vollzuschlagen. Sie sind deshalb die besten natürlichen Insektenvertilgter. Jetzt ist auch die Zeit in der die trächtigen Weibchen zusammentreffen, um gemeinsam in einer Gruppe – der sogenannten Wochenstube - ihre Jungen zu bekommen. Jetzt sind die geschützten Tiere besonders anfällig gegen Störungen. Eventuelle Probleme – meistens mit den Hinterlassenschaften – können bei einem Gespräch mit dem „Fledermausbesitzer“ behoben werden. Fledermauskot eignet sich sogar als hervorragender Dünger im Garten.
Die Klimaerwärmung wirkt sich auch auf die Fledermäuse aus. Während einige wärmeliebende Arten von den wärmer werdenden Temperaturen profitieren, werden andere Arten verdrängt. Die Weißrandfledermaus, eine mediterrane Art, die sonst in den Dörfern Italiens und Spaniens vorkommt, hat sich jetzt schon in einigen Städten Südbayerns niedergelassen und dort die einheimische Zwergfledermaus vertrieben. Die Zwergfledermaus sucht nun nach neuen Quartieren und Jagdgebieten auf dem Land. Eventuell auch deshalb werden in den Dörfern des Bayerischen Waldes in letzter Zeit mehr Zwergfledermäuse beobachtet. Unter den Verlierern des Klimawandels könnte aber auch ein typischer „Waldler“ sein, die kälteharte Nordfledermaus. Diese besonders seltene Art hat ihre Verbreitung in den kälteren Regionen, fehlt aber in warmen Gebieten. „Wir beobachten bereits einige Veränderungen bei der Verbreitung der Arten und versuchen zu helfen, wo es geht, zum Beispiel mit der Anbringung von speziellen Fledermausquartieren, um die Konkurrenz zu entschärfen “ sagt die Fledermausexpertin Susanne Morgenroth, die sich im Auftrag des Naturparks Bayerischer Wald e.V. seit Jahren um die Fledermausvorkommen im Naturparkgebiet kümmert.
Die Fledermausschützer sind für ihre Arbeit dringend auf Meldungen von Fledermausvorkommen angewiesen. Wenn Sie mehrere Fledermäuse ausfliegend beobachtet haben, oder ein Quartier mit mehreren Fledermäusen kennen, melden Sie Ihre Beobachtung bitte dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. Tel: 09922 – 802480. Dort bekommen Sie auch die neue Fledermaus-Broschüre, in der Hilfsmaßnahmen für Fledermäuse nachzulesen sind. Auf der Naturparkwebsite: www.fledermaus-bayern.de gibt es neben einer Hotline auch sehr viel Wissenswertes zum Thema Fledermäuse.
2009.06.19 - Sagen und Geschichten auf alten Steigen um den Arber
Die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald laden gemeinsam mit der Gemeinde Eschlkam am Freitag, den 26. Juni 2009 im Rahmen der BayernTour Natur zu einer sagenhaften und naturkundlichen Wanderung vom Brennes über den Kleinen Arbersee zum Arbergipfel ein.
Sagen und Geschichten - wahre und weniger wahre - stehen im Mittelpunkt der etwa vierstündigen Wanderung mit den beiden Arbergebietsbetreuerinnen Caroline Stautner und Isabelle Auer sowie Wanderführer Sepp Altmann. Schwiarzer, Waldhirten und Kräuterweiber kommen zu Wort und erzählen von Besonderheiten und seltsamen Dingen im Arbergebiet.
Treffpunkt ist um 15:00 Uhr in Eschlkam und um 16:00 Uhr am Brennesparkplatz. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk, eine Taschenlampe und Getränke für unterwegs. Zu dieser Führung ist eine Anmeldung erforderlich bis Mittwoch, 24. Juni, 12:00 Uhr unter Tel.: 09971 / 78 384 oder Tel.: 09922 / 802480.
2009.06.19 - Großer Pfahl und Kulturlandschaft –
Naturpark-Fortbildung für Lehrer
Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Lehrer und Lehramtsanwärter aller Schularten über den Pfahl und die umgebende Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Regen veranstaltet wird. Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Viele Schulklassen nehmen hier jedes Jahr an Projekttagen oder Führungen zu Themen wie Pfahl, Wiese, Hecke, Wald, Insekten, Bach und Weiher teil. Die Lehrkräfte können sich bei der Fortbildung über ökologische, geologische und kulturhistorische Aspekte informieren sowie die Angebote der Umweltstation für Schulklassen kennen lernen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 25. Juni von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B 85. Referent ist Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher. Rückfragen und Anmeldung unter der Telefonnummer 09942 – 90 48 64.
Die Exkursion beginnt am „Großen Pfahl“ - Bayerns Geotop Nr. 1 - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein neu gestalteter Naturweiher den Weg.
2009.06.12 - Die „Stimmen des Waldes“ am Hirschenstein
„Vögel singen nicht nur zur Balzzeit, um den Vogelweibchen zu imponieren, sondern in erster Linie, um ihr Revier abzugrenzen. Selbst der vogelkundliche Laie kann diesen melodischen Gesang von Warnrufen unterscheiden“, so begrüßte vergangenen Sonntag Förster Peter Zach die 21 Teilnehmer einer wald- und vogelkundlichen Wanderung vom Grandsberg zum Gipfel des Hirschensteins. Gleich zu Beginn der dreistündigen Naturpark-Führung bestätigte dies der scharfe Warnruf eines Rotkehlchens den Exkursionsteilnehmern sehr deutlich.
Während das Rotkehlchen in der Rangliste der häufigsten heimischen Vogelarten an vierter Stelle steht, ist der Buchfink der zur Zeit häufigste heimische Vogel. Klar wurde den Teilnehmern bereits zu Beginn der Führung auch, weswegen sich Vogelkundler bei der Erstellung dieser Bestandslisten gut auf ihr Gehör verlassen müssen: Oft bekommt man im Wald Vögel nur dann zu Gesicht, wenn sie auffliegen. Vogelexperte Zach hatte deshalb vorsorglich ein Vogelbestimmungsbuch mitgebracht, mit dessen Hilfe er den Exkursionsteilnehmer auch alle nur gehörten Vogelarten zeigen konnte.
Dass man manchmal mit Hilfe der Vogelstimmen Rückschlüsse auf das Vorhandensein bestimmter Baumarten schließen kann, erklärte der Förster am Beispiel der Tannenmeise. Diese benötigen zumindest eine Baumgruppe aus Fichten oder Tannen, um innerhalb von Siedlungen leben zu können.
Neben diesen vogelkundlichen Wissen erhielten die Exkursionsteilnehmern jedoch auch viele Einblicke in das „System Wald“: Grundlage für den Erhalt des Artenreichtums im Wald insgesamt sei, so der Förster, eine möglichst naturnahe Bewirtschaftung des Forstes. Dazu gehöre z.B. auch, dass Holz nur auf vorher genau festgelegten Rückewegen aus dem Wald geschafft wird.
Durch diese vorausplanenden möglichst naturschonenden Bewirtschaftung werde verhindert, dass sich der Waldboden verdichtet. Innerhalb weniger Jahre können Rückewege so fast bis zur Unkenntlichkeit wieder zuwachsen, was nicht nur den Erholungssuchenden erfreue, sondern vor allem dem Lebensraum Wald und all seinen Bewohnern nütze.
2009.06.12 - Grenzenlose Artenvielfalt – Die Vogelwelt im Künischen Gebirge
Am Sonntag. 21.06.09 steht die einzigartige Vogelwelt der Wälder am Grenzkamm zwischen Bayern und Böhmen, dem Künischen Gebirge, im Mittelpunkt einer Führung, die die beiden Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald sowie der LBV, Kreisgruppe Regen, gemeinsam anbieten. Treffpunkt für die ca. zweistündige Exkursion mit Brennesförster und Ornithologe Fritz Reiter und Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist um 18:00 Uhr am Parkplatz Scheiben zwischen Lohberg und Brennes. Bitte bringen Sie – wenn vorhanden – ein Fernglas mit. Gutes Schuhwerk ist erforderlich. Zu dieser Führung ist eine Anmeldung erforderlich bis Freitag, 19. 06, 12:00 Uhr unter Tel.: 09971 / 78 384.
2009.06.05 - Die vielen Seiten des Großen Arbers
Manche Einheimische und Touristen bringen den Arbergipfel vor allem mit „Massentourismus“ in Verbindung. Dass aber nicht nur die Arberseen mit ihren Seewänden und das weniger bekannte Naturschutzgebiet Riesloch, sondern auch der Gipfel selbst viele botanische und geologische Eiszeitrelikte beherbergen, zeigte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald letzten Mittwoch den 29 Teilnehmern einer Führung rund um das Gipfelplateau.
Während das wohl markanteste botanische Eiszeitrelikt, der Ungarische Enzian, sich Dank des Wegegebots inzwischen sogar ausbreitet, ist manchen Besuchern leider nicht bewusst, dass auch an vielen Stellen der Felsriegel besonders geschützte Pflanzen wie etwa der Krause Rollfarn oder die Gamsbartbinse eine Nische gefunden haben. Andere Regeln, wie die Leinenpflicht im Gipfelbereich, schützen seltene bodenbrütende Vögel. Es sind dies z.B. die Alpenbraunelle oder der Bergpiper, die außerhalb der Alpen nur am Arber vorkommen.
Isabelle Auer ging neben diesen naturkundlichen Themen auch auf die kulturelle Bedeutung des „König des Bayerischen Waldes“ ein. Wichtige Zeugnisse geben hierfür die vielen Sagen, die sich um den Berg ranken.
Manche dieser Sagen, wie etwa die der Arberhexe, die Liebeskranken hilft, haben auch einen real – wissenschaftlich belegten - Hintergrund: So fanden etwa Soziologiestudenten der Universität Regensburg in einer Studie zum „Leben an der Grenze“ im Jahr 2007 heraus, dass die Einwohner am Fuße des Arbers besonders dann zum Gipfel wandern, wenn sie persönliche Probleme haben. Doch auch geologische Erscheinungen werden in diesen Sagen mystisch gedeutet: So erklärt
eine andere Geschichte die Entstehung der Arberseen damit, dass sie die „Tränen“ des Berges seien, der immer mitleidet, wenn es irgendeinem Menschen, der an seinem Fuße lebt, schlecht geht. „Folglich“, so schloss die Arbergebietsbetreuerin, „werden wir nicht mehr erleben, dass die Seen zu unseren Lebzeiten verlanden werden. Es sei den, alle Menschen werden plötzlich glücklich.“ „Doch auch aus wissenschaftlicher Sicht“, so die Geografin, „müsse man sich wohl keine Sorgen machen, dass wir die endgültige Verlandung der Seen noch sehen werden.“
2009.06.05 - Tag der Natur- und Landschaftsführer 2009 im Naturpark Bayerischer Wald auf dem Bogenberg
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen Fortbildungstag für zertifizierte Natur- und Landschaftsführer an.
Treffpunkt ist am Samstag, 13.06.2009 um 09:30 Uhr in der Naturpark - Infostelle im Bahnhof Bogen. Der Veranstaltungsraum befindet sich im Obergeschoss.
Bildungsreferent Hartwig Löfflmann bespricht mit den ausgebildeten Natur- und Landschaftsführern Organisatorisches und führt ab 10:30 durch die Infostellen. Nach einer Mittagspause im Gasthaus Weissbräu folgt ab ca. 12:30 Uhr eine botanische Wanderung über den Lippweg zum Bogenberg mit dem Referenten Heribert Kemmer vom Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen. Nach einer kurzen Pause führt Kreisheimatpfleger Hans Neueder durch das Kreismuseum am Bogenberg. Die Veranstaltung endet um ca. 17:00. Anmeldung ist bis spätestens Donnerstag, 11.06.09 bei der Naturpark-Geschäftsstelle 09922 / 80 24 80 nötig.
Bitte wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen.
2009.05.29 - Der (be)rauschende Arber: Wanderung durchs Naturschutzgebiet Riesloch
Besonders im Frühjahr, wenn die Bäche im Arbermassiv randvoll sind, zeigen die Rieslochfälle dem Wanderer besonders eindrucksvoll, welche Kraft das Wasser hat. Über Millionen von Jahren haben sich durch diese Naturgewalten die höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes gebildet. Da früher in den steilen Hängen der Schlucht Forstwirtschaft nur unter schwersten Bedingungen möglich war, blieb im Gebiet des heutigen Naturwaldreservats einer der letzten Urwaldbeständen mit einer vielfältigen Flora und Fauna erhalten.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet am Mittwoch, den 20. Mai eine naturthematische Wanderung zu den Besonderheiten der Rieslochschlucht an. Treffpunkt der 1,5-stündigen Führung ist um 11:00 Uhr beim Wanderparkplatz Riesloch am Rundwanderweg Nr. 2 in Bodenmais.
Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert.
2009.05.29 - Der NATUeRliche Arber: Rund um den Arbergipfel
Der Große Arber ist vor allem bekannt als „Skiberg“. Dass er aber auch eine einzigartige Flora und Fauna beherbergt, wissen die wenigsten seiner Besucher. Deshalb lädt der Naturpark Bayer. Wald am Mittwoch, den 03.06.09 um 11:00 Uhr zu einer Führung auf dem Arbergipfelplateau unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ein. Treffpunkt ist an der Arberkapelle am Arbergipfel (beim sogenannten Großen Seeriegel). Beim etwa 1,5-stündigen Rundgang auf dem Gipfelplatau stehen nicht nur naturthematische Themen und die „sagenhafte“ Seite des Arbers, sondern auch aktuelle Fragen, wie z.B. die heutige Situation des Berges im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Tourismus im Mittelpunkt. Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2009.05.29 - Jeden Dienstag Führung
am Großen Pfahl und im Schaubienenstand
Fortbildung für Vermieter und Touristiker erfolgreich
„Der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautete der Titel einer Fortbildung für Vermieter und Touristiker aus der Region, die vom Naturpark in der Umweltstation Viechtach angeboten wurde. Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer beim Naturpark, führte die Teilnehmer in das Außengelände der Umweltstation am Großen Pfahl und in das angrenzende Riedbachtal. Eingangs wies er die Teilnehmer darauf hin, das ab Pfingsten jeweils Dienstags eine Führung am Großen Pfahl um 15:00 Uhr und anschließend eine Vorführung im Schaubienenstand um 16:30 Uhr kostenlos angeboten wird. Rückfragen und Anmeldung unter 09942 – 1661.
Wenige Schritte vom Treffpunkt beim Parkplatz an der B85 entfernt, kam die Gruppe zum hoch aufragenden, weiß schimmernden Quarzriff Großer Pfahl. Dieses einzigartige Naturdenkmal ist als „Bayerns Geotop Nummer 1“ ausgezeichnet. „ Das ist das Besondere an manchen Naturdenkmälern im Bayerischen Wald“, freut sich Matthias Rohrbacher. „Man geht ein paar Meter weg von der Straße und schon steht man vor einer beeindruckenden Kulisse fast mitten in der Natur.“ Der Bayerische Wald zieht jährlich zahlreiche Urlauber an, die gerade die Vielfalt und Schönheit der Region entdecken möchten. Die zweistündige Veranstaltung am Großen Pfahl zeigte eindrucksvoll, welche einzigartigen Naturdenkmäler der Bayerische Wald für Touristen zu bieten hat. Die Teilnehmer wurden informiert über die Entstehung des insgesamt 150 km langen Pfahls, seine Tier- und Pflanzenwelt sowie über Sagen und Mythen, die sich um den mehr als 270 Millionen Jahre alten „Felsen“ ranken. Sie konnten auch einiges über die jüngere Geschichte des Viechtacher Pfahls erfahren. Anfang des 20. Jahrhunderts begann man mit dem Quarzabbau zur Gewinnung von Schotter, der zum Straßenbau verwendet wurde. Mitte der 90er Jahre wurden die Schottergruben stillgelegt und bieten heute Tieren und Pflanzen, wie der Gelbbauchunke und der Ringelnatter einen idyllischen Lebensraum. Weiter wanderte die Gruppen in das Riedbachtal mit seinen heckenreichen Streuobstwiesen, wo gerade eine Waldschafherde weidete. Diese alte Haustierrasse eignet sich auch gut zur Pflege von Heiden wie am Großen Pfahl. Aufkommender Gehölzbewuchs wird von ihnen teilweise verbissen, so dass die Heide nicht komplett zuwächst, brach fällt und verbuscht. Den Besuchern wurde ebenso ein kleiner Einblick in das weitere Außengelände der Umweltstation Viechtach geboten. Ein Schaubienenstand und ein neu angelegter Weiher geben Groß und Klein die Möglichkeit Natur hautnah zu erleben. An vielen Lehrpfadtafeln kann man sich über die Natur in den Wiesen, Bächen und Hecken informieren. „In der Natur hängt alles zusammen und voneinander ab und dies wollen wir auch vermitteln.“, berichtet Matthias Rohrbacher über dieses zentrale Anliegen der Umweltstation Viechtach.
2009.05.22 - Skispringen, Elektrizitätsgewinnung und nahezu unberührte Natur
Unter den Naturschutzgebieten rund um den Großen Arber ist das Riesloch nicht nur das kleinste, sondern auch das unbekannteste. Warum es aber nicht nur in der Bodenmaiser Geschichte eine wichtige Rolle spielte, sondern vor allem auch für Botaniker ein Eldorado darstellt, erfuhren vergangenen Mittwoch die rund 40 Teilnehmer einer Naturpark-Exkursion.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer zeigte diesen Bedeutungswandel gleich zu Beginn der Führung am Beispiel der ehemaligen Naturskisprungschanze am Rande des Naturschutzgebiets. Erbaut im Jahr 1947, war sie bereits nach wenigen Jahren Austragungsort von internationalen Skisprungwettbewerben. Kann man die Anlaufspur mit dem Schanzentisch sowie die ehemalige Form der Skisprungarena noch heute relativ gut erkennen, so ist es für den Riesloch-Wanderer doch fast unvorstellbar, dass diese Skispringen in den 50er Jahren bis zu 12.000 Zuschauer hatten.
Diese sportlichen Großereignisse fanden in unmittelbarer Nähe zu einer fast unberührten Natur, zum im Jahr 1939 errichteten Naturschutzgebiet Riesloch statt.
Wissenschaftler vermuten, dass eine sogenannte „geologische Störung“, also Risse in der Erdkruste, bewirkten, dass sich die Wassermassen des Arberbachs, des Wildbachs und des Riesbachs hier auf einer Länge von nur 1,6 km etwa 260 m in die besonders harten Arber - Paragneise quasi einfräsen konnten. Auch glatt geschliffene Steine im Bachbett zeigen neben den Wasserfällen selbst jedem Wanderer eindrucksvoll, welche Kraft dieses Wasser hat.
Das Riesloch-Kraftwerk am unteren Wasserfall ist ein Zeichen dafür, wie die Bodenmaiser bereits vor 100 Jahren diese Wasserkraft nutzten, um ihren Energiebedarf zu decken.
Noch heute ist das Rieslochkraftwerk in Betrieb. Um die natürliche Fließdynamik möglichst nicht zu beeinträchtigen, ist die Ablaufmenge des E-Werks jedoch genau festgelegt.
Die Arbergebietsbetreuerin zeigte den Exkursionsteilnehmern jedoch auch die anderen Schätze des Rieslochs: Bekannt ist das Gebiet nicht nur für seinen Totholzreichtum, was die Lebensgrundlage vieler besonders geschützter Tiere darstellt, sondern vor allem für seine Vielfalt an Moosen.
So kann auch der botanische Laie auf seiner Wanderung durchs Riesloch an manchen Stellen auf engstem Raum sieben verschiedene Moosarten unterscheiden.
Sogenannte „botanische Eiszeitrelikte“, wie das besonders geschützten Bergglöckchen, sind auch in der Rieslochschlucht Zeugen der einstigen Vergletscherung des Arbergebiets.
Und so ist heute die fast unberührte Natur der wahre Schatz des Rieslochs – für Einheimische und Touristen.
2009.05.22 - „Kleine Schatten“ in der Nacht
abendliche Fledermausexkursion in der Umweltstation Viechtach
Eine abendliche Fledermausexkursion im Außengelände der Umweltstation Viechtach bieten der Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Regen und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. an. Die Wanderung am Großen Pfahl und im Riedbachtal wird von Susanne Morgenroth geführt, die als Fledermausexpertin und Biologin bestens mit den heimischen Fledermäusen und deren Lebensweise vertraut ist. Treffpunkt ist am Freitag, den 29. Mai um 21:00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85. Alle großen und kleinen Naturliebhaber sind herzlich zu dieser kostenlosen, ca. zweistündigen Abendwanderung mit dem Titel „Kleine Schatten in der Nacht“ eingeladen. Bitte Taschenlampe mitbringen. Wer einen eigenen Fledermausdetektor hat, bitte auch mitbringen. Fledermäuse werden überwiegend in der Dämmerung und Nacht aktiv und jagen im Fluge nach Insekten. Als Jagdrevier nutzen sie auch gerne kleine Weiher wie im Steinbruch am Großen Pfahl oder im Riedbachtal. Ähnlich einem Radar orientieren sie sich mit Echoortung und Ultraschall. Mit einem Fledermausdetektor, der auch bei dieser Wanderung zur Verfügung steht, kann man ihre normalerweise für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Rufe hören. Tagsüber verstecken sie sich in Höhlen alter Bäume oder auch in Felsritzen und Spalten wie am Großen Pfahl.
2009.05.20 - Naturbegeisterung, Umweltbildung und Selbsterfahrung
Commerzbank-„Praktikanten für die Umwelt“ zu Gast bei ihrem Geldgeber
Das Projekt „Praktikum für die Umwelt“, das von der Commerzbank und EUROPARC Deutschland unterstützt wird, jährt sich heuer bereits zum 20. Mal. Damit bekommen erneut etwa 50 Studenten aus ganz Deutschland und dem Ausland die Möglichkeit, in einer Vielzahl nationaler Schutzgebiete Erfahrungen im Bereich Naturschutzarbeit und Umweltbildung zu sammeln und den Uni-Alltag gegen ein Praxissemester in der Natur zu tauschen. Im Jahr 2007 wurde das Projekt durch die UNESCO gewürdigt und im Rahmen der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet.
In diesem Jahr haben fünf Praktikantinnen und ein Praktikant den Weg in den Bayerischen Wald gefunden, um den National- und Naturpark Bayerischer Wald tatkräftig zu unterstützen.
Hauptaufgaben der Praktikanten ist die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in den beiden Großschutzgebieten.
Kürzlich empfing die Commerzbankfiliale Passau die diesjährigen „Praktikanten für die Umwelt“ aus dem National- und Naturpark Bayerischer Wald. Diese berichteten Filialleiterin Marianne Reischl, die das Projekt schon seit Jahren engagiert betreut, und ihrem Stellvertreter Sven Dost begeistert von ihren ersten Erfahrungen in ihren Großschutzgebieten.
Diese Arbeit kann sich sehr unterschiedlich gestalten: So sind die beiden Praktikantinnen des Naturparks vor allem mit der Durchführung von Projekttagen an Grundschulen mit den Themen Wiese, Hecke, Wald und Wasser beschäftigt, während die Arbeit der Nationalpark-Praktikanten Führungen für Groß und Klein sowie Naturerlebnistage im Waldspielgelände, Jugendwaldheim Wessely Haus sowie im Wildnis-Camp am Falkenstein beinhaltet.
Die Gründe, dieses Praktikum zu absolvieren, sind vielfältig. Für die meisten ist es eine willkommene Möglichkeit, das Pflichtpraktikum im Rahmen ihres Studiums zu erfüllen, einige nutzen es aber auch zur (Neu-)Orientierung im Studium oder Beruf.
Allen gemein ist jedoch ein großes Ziel: Kindern und Erwachsenen die Faszination Natur mit allen Sinnen erfahren zu lassen und ihnen ihre Schönheit und damit auch die Notwendigkeit diese zu schützen aufzuzeigen.
Dieser Aufgabe standen bisher alle Jahrgänge des Praktikums für die Umwelt der letzten 20 Jahre gegenüber, dieses Jahr jedoch bemerkte Frau Reischl: „Diesmal haben wir besonders motivierte und begeisterte Praktikanten. Ich bin überrascht, wie viel sie schon nach den ersten zwei Wochen von ihrer Arbeit zu berichten haben.“ Arbergebiets- und Praktikantenbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald, die vor zwei Jahren noch selbst „Praktikantin für die Umwelt“ beim Naturpark war, pflichtete ihr bei: „Ihnen ist die Freude an der Arbeit förmlich ins Gesicht geschrieben. Ich hoffe, dass ihr auch nach Ende eures Praktikums am Ball bleiben werdet.“
2009.05.18 - Bekannt und doch so unbekannt: Der Große Arbersee erwacht aus seinem Winterschlaf
Ende April bis Mitte Mai jeden Jahres lässt sich am Großen Arbersee besonders eindrucksvoll erleben, wie die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht: Das Rauschen und der täglich vielstimmiger werdende Vogelgesang in der Seewand zählen wohl zu den markantesten Frühjahrsboten im Arbergebiet.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. erklärte auf einem Rundgang um den Großen Arbersee den 33 Teilnehmern nicht nur die Entstehung des Sees und seiner Seewand, sondern ging vor allem auf die unscheinbareren Frühlingsboten ein: Die Weiße Pestwurz ist die bekannteste und im Bayerischen Wald neben der Sumpfdotterblume am meisten verbreitete Frühjahrsblume. Besonders geschützt ist jedoch das Bergglöckchen. Sein Verbreitungsgebiet reicht zwar von den Pyrenäen über die Alpen bis zu den Kalkalpen. In Deutschland kommt es jedoch nur im Bayerischen Wald und im Isarwinkel vor.
Isabelle Auer gewährte den Exkursionsteilnehmern neben diesen naturkundlichen Informationen auch Einblicke in die Naturschutzarbeit am Großen Arbersee: Um zu verhindern, dass neue Trampelpfade entstehen, werden quer liegende Bäume, die den Weg blockieren, zersägt. Da der natürliche Kreislauf von Werden und Vergehen nicht gestört werden soll, werden diese Baumteile jedoch nicht abtransportiert. Sie können so als Keimbeete für eine neue Baumgeneration dienen.
Einige dieser Baumstämme werden jedoch auf die bereits bestehenden Trampelpfade gerückt. Sie sollen die Besucher davon abhalten, die Wege zu verlassen und so unwissentlich die Flora und Fauna des Naturschutzgebiets zu schädigen oder gar zu zerstören.
Dass selbst Arbersee-Kenner bei dieser Naturpark-Exkursion etwas Neues über das Naturschutzgebiet erfahren hatten, bestätigte ein Exkursionsteilnehmer am Ende der 1,5-stündigen Führung: „Ab und zu führe ich selbst Bustouristen um den See. Ich wusste daher schon einiges über das Gebiet. Trotzdem habe ich heute viel Interessantes und Spannendes über den Großen Arbersee dazugelernt.“
2009.05.18 - Vogelkundliche Wanderung mit Beate Seidl beim Naturpark
Treffpunkt Ilz – Infostelle Schloss Fürsteneck
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine vogelkundliche Wanderung im Ilztal an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 24.05.2009 um 06:00 Uhr am Schlossparkplatz Fürsteneck. Von dort wird zur etwa zwei- bis dreistündigen Exkursion an Ilz und Wolfsteiner Ohe gestartet. Referenten sind Beate Seidl und Gebietsbetreuer Stefan Poost.
Die Ilz ist eine der letzten Wildfluss – Landschaften der Bundesrepublik Deutschland und schlängelt sich vom Rachelgebiet bis zur Mündung in die Donau nach Passau quer durch den Bayerischen Wald. Seit Oktober 2008 gibt es die Infostelle des Naturparks mit einer Dauerausstellung zum Thema Lebensraum Ilz. Die Ilz – Infostelle in Fürsteneck ist idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in die zwei „Ilz – Landkreise“ Freyung-Grafenau und Passau.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Bitte Fernglas mitbringen.
2009.05.17 - Neue Hängebrücke in der Buchberger Leite über die Wolfsteiner Ohe eingeweiht
Gemeinde Ringelai und Naturpark luden zu Festakt und Wanderung
Die Gemeinde Ringelai und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatten zur Einweihung des neuen Hängestegs über die Wolfsteiner Ohe in der Buchberger Leite geladen. Etwa 180 Interessierte waren zu Festakt und Exkursion gekommen.
Bürgermeister Max Köberl von der Gemeinde Ringelai begrüßte die Ehrengäste an der Hängebrücke, namentlich die Bürgermeisterkollegen aus Hohenau und Freyung sowie den ersten Naturparkvorsitzenden Heinrich Schmidt. Zwei Alphornbläser umrahmten die Zeremonie. Die Gemeinde Ringelai hat mit Fördermitteln der Europäischen Union und Naturparkfördermitteln den Hängesteg in sicherer Weise neu errichtet. Zum Festakt waren etwa hundert Interessierte gekommen. Pfarrer Josef Wagmann segnete zum Schluss den neu gebauten Hängesteg. Weitere achtzig Interessierte fanden sich zur Exkursion von Ringelai nach Freyung ein. Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher führte sie, unterstützt von seinem Kollegen Stefan Poost, durch die Buchberger Leite aufwärts nach Freyung. Verschiedene Informationstafeln unter anderem eine zum Geotop Buchberger Leite geben Auskunft über die Schluchtwälder und die Besonderheiten entlang der Wolfsteiner Ohe in diesem Bereich. Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt in Ringelai.
Gerade zur Schneeschmelze im Frühjahr führt die Wolfsteiner Ohe viel Wasser und bietet ein besonderes Erlebnis für alle Wanderer. Wer von Freyung nach Ringelai wandert, kann einmal am Tag mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückfahren oder ein Anrufsammeltaxi nutzen. Weiter Informationen gibt es über die Touristinfos Freyung und Ringelai.
2009.05.12 - Der (be)rauschende Arber: Wanderung durchs Naturschutzgebiet Riesloch
Besonders im Frühjahr, wenn die Bäche im Arbermassiv randvoll sind, zeigen die Rieslochfälle dem Wanderer besonders eindrucksvoll, welche Kraft das Wasser hat. Über Millionen von Jahren haben sich durch diese Naturgewalten die höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes gebildet. Da früher in den steilen Hängen der Schlucht Forstwirtschaft nur unter schwersten Bedingungen möglich war, blieb im Gebiet des heutigen Naturwaldreservats einer der letzten Urwaldbeständen mit einer vielfältigen Flora und Fauna erhalten.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bietet am Mittwoch, den 20. Mai eine naturthematische Wanderung zu den Besonderheiten der Rieslochschlucht an. Treffpunkt der 1,5-stündigen Führung ist um 11:00 Uhr beim Wanderparkplatz Riesloch am Rundwanderweg Nr. 2 in Bodenmais.
Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert.
2009.05.12 - Großer Pfahl und Kulturlandschaft –
Naturpark-Fortbildung für Vermieter und Touristiker
Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Aspekte wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände, Schutzgebote usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, den 19. Mai von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B 85. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64.
Die Exkursion beginnt am „Großen Pfahl“ - Bayerns Geotop Nr. 1 - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben.
Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein neu gestalteter Naturweiher mit einer Eisvogelwand den Weg.
2009.05.12 - Gemeinsame Botanik- Exkursion von Naturpark und Landschaftspflegeverband zum Bogenberg
Heribert Kemmer zeigt Pflanzenwelt der Trockenhänge
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landschaftspflegeverband Straubing - Bogen hatten zu einer gemeinsamen Botanik - Exkursion über den Lippweg zum Bogenberg geladen. Die Donauachse ist eine bedeutende Wanderachse für Pflanzen und Tiere aus dem Balkangebiet. Der Donaurandbruch mit Welchenberg, Helmberg, Buchberg und Bogenberg beherbergt bedeutende Lebensräume für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten. Bei dieser gemeinsamen Exkursion stand die Botanik im Mittelpunkt. Heribert Kemmer berichtete, dass vor etwa zwanzig Jahren größere Entbuschungsmaßnahmen stattgefunden haben. Diese dienen dazu um auch den weniger schattliebenden Arten eine Existenz zu ermöglichen. Die Böden haben eine geringe Humusauflage. Nur angepasste Spezialisten können sich dort halten. Die typische Waldvegetation ist der Eichen-Hainbuchen-Wald. Vor etwa vierzig Jahren war der Südwestteil noch wesentlich offener. Kemmer stellte eine Reihe von Gebüscharten wie zum Beispiel Weißdorn, Schlehe und Hartriegel vor. Danach widmete man sich mehr den blühenden, krautigen Arten. Die typischen Frühjahrsblüher, wie zum Beispiel die Küchenschelle waren bereits verblüht, beobachtet werden konnten gut die Arten des Frühsommers. Auch verschieden Farne, wie zum Beispiel der Braunstielige Streifenfarn ließen sich gut zeigen. Mehr als fünfzig Arten konnte man an diesem Nachmittag entdecken. Zum Schluss bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. beim Referenten Heribert Kemmer, den Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes und bei den Teilnehmern.
2009.05.08 - Bekannt und doch so unbekannt: Der Große Arbersee erwacht aus seinem Winterschlaf
Der Große Arbersee gehört wegen seiner Schönheit zu den bekanntesten Ausflugszielen im Bayerischen Wald. Doch seine naturkundliche Besonderheiten werden häufig übersehen. Am Mittwoch, den 13. 05. 09 bietet die Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald daher eine naturthematische Wanderung rund um den Großen Arbersee an. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bei der ca. 1,5-stündigen Führung rund um den Großen Arbersee steht besonders das Naturschutzgebiet der Arberseewand im Rampenlicht: Es wird sowohl Wissenswertes über die Entstehung und die Geologie des Gebietes, als auch über die Tier- und Pflanzenwelt erläutert.
Aber auch die „sagenhafte“ Seite des Sees wird bei dieser Wanderung nicht zu kurz kommen.
2009.05.08 - Einweihung Hängebrücke Buchberger Leite
geführte Wanderung durch die Wildbachklamm
Die Buchberger Leite ist eine der beeindruckensten Schluchtlandschaften Bayerns. Sprudelnde Bäche, steile Felsriegel und urwüchsige Wälder prägen dieses Naturschauspiel von Wasser und Wildnis. Ein acht Kilometer langer Themenwanderweg „Mensch und Natur in der Buchberger Leite“ lädt zu einer spannenden Wanderung ein. Zwischen Freyung und Ringelai kann man den Reiz der wildromantischen Schlucht erleben und sich über die Wildbachklamm informieren. Ein besonderes Wandererlebnis bietet dabei die Hängebrücke über die Wolfsteiner Ohe ca. 1 km bachaufwärts von Ringelai. Die Gemeinde Ringelai hat mit Naturpark-Fördermitteln und mit Fördermitteln der EU die Brücke neu gebaut und damit eine bereits baufällige, alte Seilbrücke ersetzt. Der Naturpark Bayerischer Wald und die Gemeinde Ringelai laden alle Interessierten herzlich zur Einweihung der Hängebrücke und einer anschließenden geführten Wanderung nach Freyung ein.
Treffpunkt ist am Sonntag, den 17. Mai um 12:20 Uhr am Parkplatz beim Sportplatz Ringelai. Nach einer kurzen Wanderung zur Hängebrücke erfolgt eine Einweihung mit Grußworten und eine kirchliche Segnung. Wer nur bei der anschließenden Wanderung nach Freyung teilnehmen kann, trifft sich um 13:30 Uhr am Parkplatz beim Sportplatz Ringelai. Die Exkursion durch die Buchberger Leite dauert ca. drei Stunden. Die Wandergruppen werden von zwei Gebietsbetreuern des Naturparks geführt. Ankunft in Freyung und Rückfahrt mit dem Bus nach Ringelai ist um ca. 17:00 Uhr geplant. Rückfragen unter 08555 – 961413.
In der Leite erwartet die Wanderer ein beeindruckendes Zusammenspiel von Wasser, Wälder und Felsen. Urwaldreste überdauern in moos- und farnreichen Schluchten. Alte und mächtige Baumindividuen finden sich in den steilen und unzugänglichen Schluchteinschnitten. Der Reichtum an Wasser lässt auch viele Blütenpflanzen wie Lungen- und Milzkraut, Pestwurz, Eisenhut oder Gemswurz gedeihen. Die sagenumwobenen Felsen des Bayerischen Pfahls zwingen die Wolfsteiner Ohe in ihr geröllreiches Bett. Im Lauf der Jahrtausende hat sich die Ohe wie ein Sägeblatt bis zu 100 m tief in die Landschaft eingeschnitten. Die Felswände in der Schlucht bieten dem Wanderer einen spannenden Blick in die Jahrmillionen alte Erdgeschichte des Bayerischen Waldes. Auch aus diesem Grund ist die Buchberger Leite mit ihren dunklen Pfahlschieferfelsen mit dem Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ ausgezeichnet. Alte Triftmauern und Kanäle, bei denen das Wasser scheinbar bergauf fließt, zeugen vom menschlichen Wirken.
2009.05.08 - Vogelkundliche Wanderung in die Isarmündung
Naturpark unterwegs mit Frater Ludwig in Niederalteich
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Vogel - Exkursion in Deggendorf an.
Treffpunkt ist am Samstag, 16.05.2009 um 08:00 Uhr in Fischerdorf am Gasthof Georgenhof. Der geprüfte Natur- und Landschaftsführer Frater Ludwig Schwingenschlögl von der Abtei Niederalteich wird die Exkursion leiten. Er wird die Vogelfauna der Isarmündung etwas näher vorstellen.
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bitte Ferngläser mitbringen.
2009.04.30 - Der Naturpark Bayerischer Wald bietet Botanik-Wanderung zum Bogenberg
Gemeinsame Exkursion mit dem Landschaftspflegeverband
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Straubing – Bogen eine botanische Wanderung zum Bogenberg an.
Referent ist Heribert Kemmer, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes. Treffpunkt ist am Freitag, 08.05.2009 um 15:00 Uhr am Rathaus Bogen. Von dort aus wird über den Lippweg zum Bogenberg spaziert und die Pflanzenwelt der trockenen Hänge des Bogenberges näher erkundet.
Zur etwa 2,5 – stündigen Veranstaltung sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen. Bitte wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.
2009.04.30 - Botanikexkursion mit Gerhard Nagl in der Gundelau bei Niederalteich
Gemeinsame Exkursion von Naturpark, BN und LBV im Landkreis Deggendorf
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte im Rahmen seines Jahresbildungsprogramms 2009 zu einer botanischen Wanderung in die Donauaue eingeladen. Gerhard Nagl führte die Veranstaltungsteilnehmer in die Wiesenbereiche südlich von Niederalteich. Anschließend konnte man eindrucksvoll auch die letzten verbliebenen Hartholzauwälder im Frühjahr erleben. Der Donauabschnitt zwischen Straubing und Bogen ist auf den obersten tausend Flusskilometern das längste unverbaute Stück. Die Donauauen bei Niederalteich sind besonders artenreich und interessant.
Trotz des Donaudammes nimmt das Hinterland am Grundwasserstrom der Donau teil. Eine große Vielfalt von Pflanzenarten, die zum Teil sehr stark bedroht sind, lassen sich hier noch vorfinden. Etwa fünfzig Pflanzenarten konnte man im Laufe des Nachmittags kennen lernen. Nebenbei ließ sich in den Wäldern der Kuckuck mit seinen Rufen hören und ein Schwarzspecht an den dicken Eichen sehen.
Nach etwa drei stunden Wanderung bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten und den Teilnehmern und lud zu den weiteren Bildungsveranstaltungen im Rahmen des Jahresprogramms ein.
2009.04.24 - Botanische Frühjahrswanderung mit Karel Kleyn beim Naturpark
Treffpunkt Ilz – Infostelle Schloss Fürsteneck
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine weitere botanische Frühjahrswanderung im Ilztal an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 03.05.2009 um 14:00 Uhr am Schlossparkplatz Fürsteneck. Die Exkursionsleitung liegt beim Gebietsbetreuer Stefan Poost, Referent ist Karel Kleyn.
Die Exkursion führt von Schloss Fürsteneck aus hinunter über den Burgberg zur Wolfsteiner Ohe und dann zur Ilz. Von dort weg geht es die Ilz aufwärts Richtung Schrottenbaummühle.
Die Ilz ist eine der letzten Wildfluss – Landschaften der Bundesrepublik Deutschland und schlängelt sich vom Rachelgebiet bis zur Mündung in die Donau nach Passau quer durch den Bayerischen Wald. Seit Oktober 2008 gibt es die Infostelle des Naturparks mit einer Dauerausstellung zum Thema Lebensraum Ilz. Die Ilz – Infostelle in Fürsteneck ist idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in die zwei „Ilz – Landkreise“ Freyung-Grafenau und Passau.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur etwa 2- 2,5-stündigen Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
2009.04.20 - „Auf den Spuren des Eisvogel“
Exkursion zur Vogelwelt des Riedbachtales
Eine abendliche Vogelstimmenwanderung im Riedbachtal bietet der Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Regen und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. an. Die Wanderung wird von Förster Fritz Reiter geführt, der als Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Treffpunkt der zweistündigen Exkursion der Umweltstation Viechtach ist am Samstag, den 25. April um 17:30 Uhr am Parkplatz unterhalb der Sporer-Quetsch am Beginn des Radweges von Viechtach nach Tresdorf. Im Riedbachtal findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den knorrigen Hangwäldern, weiträumigen Naturweihern, heckenreichen Streuobstwiesen und beschaulichen Bachwiesen lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Vogelstimmenwanderung für Groß und Klein herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64 an die Umweltstation Viechtach. Mit etwas Glück kann man bei der Exkursion auch den am Riedbach heimischen Eisvogel - der Vogel des Jahres 2009 - hören. Während seines pfeilschnellen Fluges lässt er einen hohen Ruf – ähnlich einem klirrenden „tjiih“ – ertönen. Der Eisvogel, der auch „fliegender Edelstein“ oder „Kolibri Europas“ genannt wird, zeigt ein überwältigendes Farbenspiel mit Blau- und Türkistönen im Gefieder.
2009.04.20 - Botanische Frühjahrswanderung in die Gundelau bei Niederalteich
Naturpark –Veranstaltung mit Gerhard Nagl
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit den BN- und LBV- Kreisgruppen Deggendorf eine botanische Frühjahrswanderung in die Gundelau bei Niederalteich im Landkreis Deggendorf an.
Treffpunkt ist am Freitag, 24.04.2009 um 15:00 Uhr am Parkplatz vor der Basilika und Gemeindeverwaltung. Gerhard Nagl wird die Veranstaltung leiten. Im Verlauf des Nachmittags kann man die Auenlandschaft im Frühling erleben. Die ersten Frühjahrsblüher sind da und die Schlüsselblumen bilden bunte Farbtupfer in den Wiesen.
Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos.
2009.04.09 - „Tunnel und Tippi“ in der Umweltstation Viechtach
Naturpark-Seminar über Gestalten mit Weiden
Am letzten Samstag konnten die Teilnehmer des Naturpark-Seminars „Gestalten mit Weiden als lebendes Baumaterial“ selbst aktiv tätig werden. Ein natürliches Weiden-Zelt mit Erlengerüst und ein kleines Weiden-Iglu aus Haselbögen bauten man dabei am Naturweiher im Riedbachtal im Außengelände der Umweltstation Viechtach. Unter fachkundiger Anleitung von Karin Kirchner, Dipl.Ing.(FH) Landschaftspflege, konstruierte man erst ein stabiles Gerüst mit schweren Stangen, im zweiten Schritt wurden Weidenruten eingeflochten. Karin Kirchner, die bereits einige Spiel- und Erlebnisbereiche geplant und gestaltet hat, gab viele wertvolle Tipps zum Umgang mit den natürlichen Baumaterialien.
Die in die Erde gedrückten Weidenstangen wurzeln im Boden und begrünen im Lauf der Zeit das Stangengerüst. Das wachsende Weiden-Zelt ist nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern kann in Zukunft auch gerne von Groß und Klein als Spiel-, Versteck- und Beobachtungsplatz genützt werden. Erle, Hasel und Weide eignen sich auch zum Bauen von Zäunen und Tunnels, selbst kleine kreative Kunstwerke wie Boote oder Tiergestalten lassen sich damit erstellen. „Die grünen Bauwerke fügen sich harmonisch in die Naturerlebnisbereiche bei den Sporer-Weihern ein und können auch langfristig für die Umweltbildung an der Umweltstation Viechtach genutzt werden“, freute sich der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt. Als Leiter der Umweltstation Viechtach hob er das Engagement der Seminar-Teilnehmer hervor, die in ihrer Freizeit ein Weiden-Zelt und -Iglu bauten. Nach dem Motto „Viele Hände bald ein Ende“ schufen sie die tragenden Teile der Konstruktion, so dass in nächster Zeit die natürlichen Bauwerke bald fertig gestellt werden können. Der Vorsitzende bedankte sich bei Matthias Rohrbacher für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieses Umweltbildungsprojekts.
2009.04.06 - Vogelfotografien mit dem Teleobjektiv
Ing. Ivan Dudacek präsentiert Fotoausstellung im Grenzbahnhof Eisenstein
Zur Eröffnung der Fotoausstellung von Ivan Dudacek konnte der 1. Naturpark-Vorsitzende Heinrich Schmidt eine Reihe von interessierten Besuchern begrüßen. Für die Übersetzung ins Tschechische sorgte Vladimir Mares von der Nationalparkverwaltung Šumava. In der Laudatio ging Bildungsreferent Hartwig Löfflmann näher auf den Fotografen Dudacek ein. Er hatte das Fotografieren von seinem Vater schon von Kindesbeinen an gelernt. Für ihn war es jedoch immer nur Hobby, das er als Autodidakt betrieb. Er hatte zunächst Flugzeuge fotografiert, da er selbst Flugzeugpilot war und in der Regierungsstaffel flog. Unter anderem transportierte er auch den Präsidenten Vaclav Havel. Danach widmete er sich mehr der Vogelfotografie. Er fotografiert nur freilebende heimische Tiere. Etwa 50 Fotos sind im Grenzbahnhof Eisenstein während der üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9:30 bis 16:30 Uhr zu sehen. Mit seiner Technik und seinen raffinierten Methoden Vögel besser beobachten und fotografieren zu können, faszinierte er die Zuhörer. Es dient ihm das Tarnnetz ebenso als Hilfsmittel wie das Anlocken durch Vogelstimmen oder durch Futter. Für scheue Arten wechselt er auch gerne seine Ausrüstung. An Geduld mangelt es ihm nicht, da kann es schon vorkommen dass ein gutes Foto vier Jahre auf sich warten lässt. Dudacek wohnt in Kladno, etwa 30 Kilometer westlich von Prag. Seine Ausstellung ist bis zum 12. Oktober im Grenzbahnhof zu sehen.
2009.04.03 - Vom (K)Altbau zum Sonnenhaus
Umweltstation Viechtach informiert in der Pfahlinfostelle
Zum Solartag 2009 des Naturpark Bayerischer Wald e.V. konnte der 1. Vorsitzende Heinrich Schmidt im alten Rathaus in Viechtach eine Reihe Interessierter begrüßen. Die Veranstaltung fand gemeinsam mit dem Arbeitskreis Energie und Verkehr des Landkreises Regen statt, für den Dr. Paul Kestel als Sprecher ein kurzes Grußwort hielt. Danach waren die Referenten an der Reihe. Der Architekt Georg Dasch, der gleichzeitig erster Vorsitzender des Sonnehaus Institutes e.V. ist, informierte über die Möglichkeiten zur Energieeinsparung im Alt- und Neubau.
Georg Dasch ging in seinem Vortrag auf die neuesten Studien ein, die sich mit der Verfügbarkeit von Öl, Gas und Atom beschäftigen. Danach ging es auch um den Energiebedarf der kommenden Jahre. Gesicherte Prognosen gehen davon aus, dass etwa ab 2013 die nächste Wirtschaftskrise auf Grund der Energieknappheit eintreffen wird. Dasch zeigte dann Möglichkeiten des Energiesparens in Alt- und Neubauten auf. Die Sonnenenergie steht nachhaltig zur Verfügung und belastet künftige Generationen nicht. Das System von Sonnenhäusern setzt auf große, steilgestellte Solaranlagen, die die Energie in großen Pufferspeichern für sonnenlose Tage speichern. Zusammen mit einer effektiven Wärmedämmung kann man hohe solare Deckungsgrade bis 80-90% problemlos erreichen. Das auch eine 100%-Deckung möglich ist beweist das Naturpark-Informationshaus in Zwiesel.
Für den geringen restlichen Energiebedarf kann man regenerative Heizquellen, zum Beispiel in Form von Stückholz, Pellets oder Hackschnitzeln verwenden.
Anschließend gab es vom Energieberater Dipl.-Ing. Wolfgang Hilz Informationen zu Heizungs- und Solartechnik, so wie zur Energieberatung und Förderung.
Die Teilnehmer nutzten auch die Gelegenheiten zu Fragen und ganz spezieller Beratung.
2009.04.03 - Kleinode und Lebensadern
Naturpark-Seminar über Bäche und Weiher
Rund dreißig Interessierte hatten sich zum Naturpark-Seminar „Weiher und Bäche als Kleinode und Lebensadern der Landschaft“ in der Umweltstation Viechtach eingefunden. Heinrich Schmidt, Leiter der Umweltstation und erster Naturparkvorsitzender, begrüßte die teilweise auch beruflich in der Gewässerpflege tätigen Teilnehmer. Der besondere Wert der Weiher und Bäche für Landschaft und Erholung sowie Natur- und Artenschutz stand im Blickfeld dieses Seminars. Praktische Tipps zur Gestaltung und Pflege von Kleingewässer wurden ebenso gegeben. Dr. Albin Schramm, Abteilungsleiter beim Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, berichtete über „Ökologie, Nutzung und Unterhaltung von Kleingewässern“. Naturnahe und saubere Bäche sind ökologische Kleinode und bieten am und im Wasser vielfältige Lebensräume. Sand- und Kiesbänke, Flach- und Steilufer sowie ein bachgleitender Auwald sind wichtig für Tierarten wie Wasseramsel, Bachforelle oder Fischotter. Bäche mit einer geschiebereichen Sohle, einem vielfältigen Ufer mit naturnahem Auwald können auch Hochwasser gut dämpfen und zurückhalten. Gewässereinengung und -begradigung sowie Flächenversiegelung können dagegen zu ausgeprägten Hochwasserereignissen beitragen, die eine deutliche Seiten- und Tiefenerosion der Bäche bedingen. „Gewässer sind wie Menschen. Sie brauchen Platz. Wenn sie zu sehr eingeengt werden, brechen sie aus.“ Schildert der Referent anschaulich den Zusammenhang zwischen natürlicher Gewässerstruktur und Hochwasserschäden. Landschaftsarchitekt Georg Kestel berichtete in dem zweiten Vortrag über „Wert und Gestaltung von Stillgewässern“. Die nur zeitweise Wasser führenden Tümpel trocken während des Sommers manchmal aus. Fisch- oder Klärteiche sind von der menschlichen Nutzung geprägt. Weiher sind dagegen meist naturnah gestaltet, Erholungsraum für den Menschen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen wie dem Eisvogel oder der Sibirischen Schwertlilie. Bei Neuanlage von Gewässern sind vielfältige und sehr flache Ufer besonders wichtig, um je nach Wassertiefe Schwimmblatt-, Röhricht-, Seggen- und Sumpfzonen entstehen zu lassen. „Gewässerröhrichte reinigen und verbessern die Wasserqualität.“ Schildert der Referent den besonderen Wert der Röhrichtzone für Stillgewässer. Meist wandern die Pflanzen von selbst ein, so dass oft nur eine Initialpflanzung an einzelnen Punkten erforderlich ist. Bei Amphibienweihern und –tümpeln ist ein Fischbesatz nicht hilfreich, da Fische den Laich der Frösche, Unken und Molche fressen. Zum Abschluss des Seminars nahmen die Teilnehmer an einer kleinen Exkursion zu dem neu gestalteten Naturweiher bei der Sporer-Quetsch und dem angrenzenden Riedbach teil. Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, berichtete über den Umbau der ehemaligen Absetzteiche zu einem reich strukturierten Naturweiher. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von der eigens gestalteten Eisvogelwand
2009.04.03 - Wenzel Chabr stellt Bau des Spitzbergtunnels beim Naturpark vor
Gut besuchte Veranstaltung im Grenzbahnhof
Naturpark Bayerischer Wald e.V. und Eisensteiner Club hatten gemeinsam zu einem Vortrag mit Wenzel Chabr in den Grenzbahnhof geladen. Der Fotograph Wenzel Chabr stellte den Bau der Eisenbahnstrecke nach Klattau und im Speziellen den Bau des Spitzbergtunnels bei Böhmisch Eisenstein vor.
Mit 1748 m war es der längste Tunnel der österreichischen Monarchie, bzw. ist es jetzt der längste Eisenbahntunnel der Tschechischen Republik. Dieser, auf 840 m über dem Meer gelegene Tunnel wurde, wie die Eisenbahnstrecke Bayerisch Eisenstein – Plattling, zunächst zweigleisig geplant.
Über 600 Arbeiter arbeiteten damals im Tunnel. Mit einfachsten Werkzeugen musste man zur Sache gehen. Es gab auch Unfälle mit Todesfolge. Zwei Schächte wurden senkrecht in den Berg getrieben und von dort aus an sechs Stellen gleichzeitig gearbeitet. Die Arbeiter kamen damals aus allen Teilen der K & K-Monarchie. Tiroler waren ebenso dabei wie Italiener, Arbeiter aus Bosnien, Herzegowina und Dalmatien. Der im Jahr 1874 begonnene Tunnel wurde dann 1877 in Betreib genommen und 1878 ganz fertig gestellt.
2009.03.27 - „Vom Zaun bis zum Zelt“
Naturpark-Seminar über Gestalten mit Weiden
Das Naturpark-Seminar „Gestalten mit Weiden als lebendes Baumaterial“ findet am Samstag, den 4. April in der Umweltstation Viechtach statt. Die Veranstaltung bietet Theorie und Praxis mit einem kurzen Vortrag und einer praktischen Anleitung, bei dem die Teilnehmer selbst Weidenbauten wie Tunnel, Zaun, Zelt oder Iglu erstellen. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr in der Pfahl-Infostelle im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz. Vormittags steht ein bebilderter Vortrag über das Gestalten mit diesem natürlichen Baumaterial an. Karin Kirchner, Diplom Ingenieurin (FH) Landespflege, berichtet über ihre Erfahrungen bei der Anlage von Spiel- und Erlebnisbereichen mit Weiden. Die Referentin geht dabei auch auf Fragen wie geeignetes Gehölzgut, Standorte und Böden sowie die weitere Pflege und Unterhaltung der Weidenbauten ein. Nach der Mittagspause können die Teilnehmer bei den Naturweihern im Außengelände der Umweltstation Viechtach selbst Hand anlegen und unter fachkundiger Anleitung von Karin Kirchner kleine Weidenbauwerke erstellen. Die Referentin gibt dabei auch praktische Tipps zum Gestalten mit Weiden im eigenen Garten. Die im Seminar gebauten Weidenelemente sollen als Spiel- und Erlebnisobjekt für Kinder und Jugendliche auf Dauer erhalten werden. Ende der Veranstaltung ist um spätestens 17:00 Uhr geplant. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen. Bitte geeignete Arbeitskleidung und eine kleine Gartenschere mitbringen. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl für den Praxisteil wird um Anmeldung unter der Telefonnummer 09942 – 904864 bei der Umweltstation Viechtach gebeten.
2009.03.27 - Vogelfotografien mit dem Teleobjektiv
Sonderausstellungs-Eröffnung mit Ivan Dudacek im Grenzbahnhof
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. eröffnet im Grenzbahnhof Eisenstein eine Sonderausstellung von Ing. Ivan Dudacek. Er zeigt Vogelfotografien, die mit dem Teleobjektiv erstellt worden sind. Beginn ist am Freitag, 03.04.2009 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Grenzbahnhof Eisenstein. Nach Begrüßung und Eröffnung erfolgt eine Führung durch seine Ausstellung. Er bringt außerdem Postkarten und einen Bildband mit. Die Ausstellung ist bis Herbst 2009 zu besichtigen.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19:11 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 21:40 Uhr ist gut möglich.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eintritt frei.
2009.03.27 - Botanische Frühjahrswanderung mit Dr. Linhard beim Naturpark
Treffpunkt Ilz – Infostelle Schloss Fürsteneck
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine botanische Frühjahrswanderung im Ilztal an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 05.04.2009 um 14:30 Uhr am Schlossparkplatz Fürsteneck. Nach einer kurzen Einführung durch den Gebietsbetreuer Stefan Poost in der Ilz – Infostelle, wird zu einer etwa 2 – stündigen Exkursion gestartet. Im Ilztal beginnt der Frühling und präsentiert eine abwechslungsreiche Pflanzen- und Tierwelt.
Referent ist Dr. Helmut Linhard. Die Ilz ist eine der letzten Wildfluss – Landschaften der Bundesrepublik Deutschland und schlängelt sich vom Rachelgebiet bis zur Mündung in die Donau nach Passau quer durch den Bayerischen Wald. Seit Oktober 2008 gibt es die Infostelle des Naturparks mit einer Dauerausstellung zum Thema Lebensraum Ilz. Die Ilz – Infostelle in Fürsteneck ist idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in die zwei „Ilz – Landkreise“ Freyung-Grafenau und Passau.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
2009.03.20 - Den Arber neu erleben –
Erste naturkundliche Nordic Walking Tour des Naturparks Bayerischer Wald
Immer mehr Menschen sind vom Ausdauersport Nordic Walking begeistert: Nicht nur, weil man mit dem richtigen Stockeinsatz bis zu 90 % der Muskeln trainiert und gleichzeitig die Gelenke um 30 % entlastet, sondern vor allem, weil Nordic Walking hervorragend zum Stressabbau geeignet ist. Das Glücksgefühl, das jeder NordicWalking-Fan kennt, wird gerade beim „Naturerwachen“ im Frühjahr und am Berg besonders intensiv erlebt.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer zeigt auf der ersten naturkundlichen Nordic Walking Tour des Naturparks, dass die Trendsportart nicht nur, wie es der Experte für nordische Sportarten, Peter Schlickenrieder ausdrückt, „die pure Lust am Leben“ ist, sondern dass man bei einer Nordic Walking Tour auch viel über die Natur erfahren kann.
Treffpunkt der etwa vierstündigen Nordic Walking Tour zur Grafhütte und zurück ist am Sonntag, den 29.03.09 um 10:00 Uhr im Infozentrum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein. Auf die Teilnehmer, die gerne umweltfreundlich mit der Waldbahn anreisen, Ankunft 10:11 Uhr, wird gewartet. Die Rückfahrt ist nach Ende der Veranstaltung stündlich um „10 Minuten nach Halb“ möglich. Die Teilnehmer sollten ihre eigenen Stöcke mitbringen. Bequemes, wettergerechtes Schuhwerk wird empfohlen.
2009.03.20 -
Kleinode und Lebensadern
Naturpark-Seminar über Bäche und Weiher
Das Seminar „Weiher und Bäche als Kleinode und Lebensadern der Landschaft“ findet am Donnerstag, den 26. März in der Umweltstation Viechtach statt. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr in der Pfahl-Infostelle im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz. Vormittags stehen zwei Vorträge zu Weihern und Bächen mit einer anschließenden Diskussion auf dem Programm. Dr. Albin Schramm, Abteilungsleiter beim Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, berichtet über „Ökologie, Nutzung und Funktion von Kleingewässern“. Georg Kestel, Landschaftsarchitekt, hält einen Vortrag über „Wert und Gestaltung von Kleingewässern“. Nach der Mittagspause rundet eine kleine Exkursion von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr mit Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, die Veranstaltung ab. Ziel sind die neu gestalteten Tümpel und Weiher bei der Sporerquetsch und der angrenzende Riedbach als ein typischer Mittelgebirgsbach. Treffpunkt für die Exkursion ist der Parkplatz am Beginn des Radweges unterhalb der Sporerquetsch. Alle beruflich und privat Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist unter der Telefonnummer 09942 – 90 48 64 erwünscht.
In diesem Seminar können sich die Teilnehmer über die Bedeutung und Pflege von Kleingewässern in der Landschaft informieren. Der besondere Wert der Weiher und Bäche für Landschaft und Erholung sowie Natur- und Artenschutz stehen im Blickfeld. Dabei wird auch auf wasserrechtliche Rahmenbedingungen und ökologische Nutzung eingegangen. Praktische Tipps zur Gestaltung und Pflege von Kleingewässer kann man bei der Veranstaltung ebenso erhalten, die auch dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dienen soll.
2009.03.20 - Der Eisvogel – Vogel des Jahres 2009
Bebilderter Vortrag in der Umweltstation Viechtach
In dem bebilderten Vortrag „Der Eisvogel“ berichtete Dr. Christian Stierstorfer über den Vogel des Jahres 2009. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landesbund für Vogelschutz hatten dazu in die Umweltstation in der Pfahl-Infostelle im Viechtacher Alten Rathaus eingeladen. Der Eisvogel – der auch „fliegender Edelstein“ oder „Kolibri Europas“ genannt wird – zeigt ein überwältigendes Farbenspiel mit Blau- und Türkistönen im Gefieder. Während des pfeilschnellen Fluges über dem Wasser kann man seinen hohen Ruf – ähnlich einem klirrenden „tjiih“ – hören. Wie ein Speer taucht er im Sturzflug kopfüber mit dem langen und kräftigen Schnabel in das Wasser. Er erbeutet dabei meist kleine Fische aber auch Frösche, Kaulquappen oder Insekten. Der Eisvogel brütet bis zu dreimal im Jahr und so können mehr als zwanzig Junge aus den Eiern eines Brutpaares schlüpfen. Davon überlebt jedoch nur ein kleiner Teil das erste Lebensjahr. Gerade strenge Winter fordern viele Opfer. Die Jungvögel suchen nach ihrer Vertreibung aus dem elterlichen Revier nach geeigneten Lebensräumen. Eisvögel benötigen ruhig fließende oder stehende, klare Gewässer mit einem ausreichenden Nahrungsangebot. Für ihre Stoßtauchjagden brauchen sie Ansitzwarten an den Ufern, von diesen Bäumen und Büschen können sie ihre Beute erspähen. Oft mangelt es auch an geeigneten Brutwänden, wo sie ihre bis zu 90 cm langen Brutröhren bauen können. Die Eisvögel suchen für das Brutgeschäft nach bewuchsfreien Steilwänden, die gerade nach einem Hochwasser durch die natürliche Schaffenskraft des Wassers am Ufer immer wieder neu entstehen. In unserer Landschaft sind diese naturnahen Gewässer mit kleinen Steilwänden, Schotter- und Kiesbänken nicht mehr so häufig anzutreffen. Bachbegradigungen und Uferbefestigungen wirken sich hier auch negativ für den Eisvogel aus. Im Anschluss an den Vortrag wurde eine kleine Ausstellung und eine Broschüre vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) über den Eisvogel präsentiert. Diese Ausstellung kann noch bis nach Ostern im Alten Rathaus in Viechtach besichtigt werden.
2009.03.20 - Bebildeter Vortrag im Grenzbahnhof Eisenstein zum Bau des Spitzbergtunnels
Wenzel Chabr vom Eisensteiner Club beim Naturpark
Im Grenzbahnhof Eisenstein bietet der Naturpark Bayerischer Wald e.V. zusammen mit dem Eisensteiner Club einen bebilderten Vortrag an. Das Thema ist der Bau des Spitzbergtunnels bei Böhmisch Eisenstein (Zelezna Ruda).
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 27.03.09 um 19:30 Uhr im Veranstaltungsraum des Grenzbahnhofes. Der Fotograf Wenzel Chabr zeigt historisch Fotos, Skizzen und gibt Hintergrundinformationen. Es gibt auch Bilder von Festivitäten und von historischen Lokomotiven. Die Veranstaltung wird zweisprachig abgehalten.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19:11 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 21:40 Uhr ist gut möglich.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eintritt frei.
Am Samstag, 28.03.2009 findet eine weitere Veranstaltung des Eisensteiner Clubs im Hotel Ostry statt. Es spielt die Kapelle Böhmerwald zum Tanz auf. Auch hierzu ergeht herzliche Einladung.
2009.03.13 - Umweltstation Viechtach bietet Energie-Nachmittag in Pfahlinfostelle Viechtach
Im Rahmen des Programms der Umweltstation Viechtach bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen Vortragsnachmittag zum Thema Energieeinsparung und solares Bauen an.
Treffpunkt ist am Samstag, 21.03.2009 um 13:30 Uhr in der Pfahlinfostelle im alten Rathaus Viechtach (Stadtplatz 1).
Die Referenten sind Architekt Georg Dasch, der 1. Vorsitzende des Sonnenhaus – Institutes und Planer des Naturpark – Informationshauses in Zwiesel. Der zweite Referent ist Dipl. Ing. Wolfgang Hilz aus Zwiesel.
Im ersten Referat ab 13:30 Uhr geht Georg Dasch mit dem Thema „Möglichkeiten zur Energie – Einsparung im Alt- und Neubau“ auf die aktuelle Problematik der Endlichkeit der fossilen Energieträger ein.
Nach einer kleinen Pause um 15:00 Uhr startet Dipl. Ing. Wolfgang Hilz um 15:15 Uhr mit dem Thema „Informationen zu Heizungs- und Solartechnik“. Er spricht auch über Energieberatung und Fördermöglichkeiten. Die Veranstaltung bietet ausreichend Gelegenheit für Fragen und endet ca. 17:00 Uhr.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
2009.03.06 - Naturpark – Veranstaltung in der Pfahlinfostelle Viechtach
Der Eisvogel - der Vogel des Jahres 2009
Im Rahmen des Programms der Umweltstation Viechtach bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. zusammen mit der LBV - Kreisgruppe Regen einen bebilderten Vortrag zum Eisvogel, dem Vogel des Jahres 2009 an.
Es wird auch eine kleine Ausstellung präsentiert.
Treffpunkt ist am Freitag, 13.03.2009 um 19:30 Uhr in der Pfahlinfostelle im alten Rathaus Viechtach (Stadtplatz 1).
Referent ist Dr. Christian Stierstorfer von der LBV – Bezirksgeschäftsstelle Niederbayern. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
2009.03.06 - Jahresprogramm für Umweltstation Viechtach vorgestellt
Naturpark setzt sich vermehrt für Umweltbildung ein
Mit einem umfangreichen und interessanten Jahresprogramm für die Umweltstation Viechtach steigt der Naturpark Bayerischer Wald verstärkt in die Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. Dabei wurden schon im Vorfeld viele Vereine und Verbände eingebunden, um gemeinsam Veranstaltungen unter dem Dach der Umweltstation anzubieten: Der Imkereiverein Viechtach, der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz, der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und der Tourismusverband Viechtacher Land koordinieren hier ihre Aktivitäten. Das vorgestellte Jahresprogramm informiert über die angebotenen Veranstaltungen in diesem Jahr.
„Die Umweltbildung hat für uns einen hohen Stellenwert und soll weiter ausgebaut werden“, so der Vorsitzende des Naturparks Heinrich Schmidt.
Mit Exkursionen, Führungen und Projekttagen sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Umweltthemen sensibilisiert werden. Das Außengelände der Umweltstation im Umfeld des Großen Pfahls bietet dazu vielfältige Möglichkeiten. Nach dem Motto „Der Natur auf der Spur“ kann man auf den Streuobstwiesen, Beobachtungsständen und Naturweihern die Natur erkunden. Bei der geplanten Vogelstimmenwanderung am 25. April spürt man beispielsweise dem Eisvogel als dem Vogel des Jahres 2009 nach oder befasst sich bei einer abendlichen Exkursion am 29. Mai mit dem Thema „Kleine Schatten in der Nacht – heimische Fledermäuse“. Mit vielfältigen Bildungsangeboten wendet man sich sowohl an Einheimische als auch an Urlauber, große und kleine Naturfreunde sind herzlich eingeladen. Neben dem Naturerlebnis ist die Information ein wichtiges Anliegen. Für Schulklassen und Gruppen werden Führungen und Projekttage zu Themen wie Pfahl, Wiese, Hecke, Bach oder Weiher angeboten. Ab dem Frühjahr stehen regelmäßige Führungen am Großen Pfahl und im Schaubienenstand auf dem Programm. Wenn keine Schulferien sind, trifft sich die Kindergruppe „Die Pfahldrachen“ einmal wöchentlich zu einer Gruppenstunde.
Bei Vorträgen, Ausstellungen und Seminaren können sich Interessierte über Themen wie Klimaschutz, Energieeinsparung, Landschaftspflege, Geologie oder Umwelttechnik informieren. Die fachkundigen Referenten bieten den Teilnehmern praxisnahe Beratung und Aufklärung, auch zur privaten und beruflichen Fortbildung. Beim Seminar „Vom (K)Altbau zum Sonnenhaus“ am 21. März berichten ein erfahrener Architekt und ein Energieberater über Möglichkeiten der Energieeinsparung in den eigenen vier Wänden. Das Seminar „Weiher und Bäche als Kleinode und Lebensadern der Landschaft“ am 26. März befasst sich mit Ökologie, Nutzung, Wert und Gestaltung von Kleingewässern. Praxisnahe Informationen sind eine wichtige Leitlinie bei den Veranstaltungen. Beim Seminar „Gestalten mit Weiden als lebendes Baumaterial“ am 4. April kann man beim Bau eines Weidenzeltes selbst tätig werden. Die Fortbildung „Großer Pfahl und Kulturlandschaft - der grüne Mantel des weißen Quarzriffes“ am 19. Mai wendet sich speziell an Vermieter und Touristiker sowie am 25. Juni an Lehrkräfte.
„Die Fort- und Weiterbildung von Multiplikatoren ist auch ein Schwerpunkt unserer Umweltbildungsarbeit und uns ein besonderes Anliegen“, so Heinrich Schmidt als Leiter der Umweltstation.
Das Jahresprogramm 2009 für die Umweltstation Viechtach, in dem noch viele weitere Angebote enthalten sind, kann über die Pfahl-Infostelle im Alten Rathaus angefordert werden (bitte Rückporto beilegen). Alle Interessierten sind zu den kostenlosen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64.
2009.03.04 - Veranstaltungsauftakt in der Ilz-Infostelle im Schloss Fürsteneck
Vorstellung des Naturparks im Bild
Im Oktober 2008 wurde für den Landkreis Freyung-Grafenau im Schloss Fürsteneck die Ilz-Infostelle des Naturpark Bayerischer Wald e.V. eröffnet. Damit besteht nun die Möglichkeit, Naturpark-Vortragsveranstaltungen in der eigenen Infostelle durchzuführen.
Zur Auftaktveranstaltung am vergangenen Freitag konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann etwa 15 Leute im Nebenzimmer der Schlossgaststätte begrüßen. In einem reich bebilderten Vortrag wurde das Naturparkgebiet von der Donau beginnend über das Ilztal bis in den Inneren Bayerischen Wald und bis hin zu den Hochlagen vorgestellt. Die typische Tier- und Pflanzenausstattung des Bayerischen Waldes konnte in dem etwa eineinhalbstündigen Referat näher erläutert werden. Bildungsreferent Hartwig Löfflmann ging gleichzeitig auf die vier klassischen Aufgabenbereiche des Naturparks ein. Der Bereich Erholung und Besucherlenkung ist gleichsam die älteste „Naturparkdisziplin“. Seit Ende der 80er Jahre laufen gezielt auch Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekte ab. In den 90er Jahren wurde dann auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ein großer Schwerpunkt gelegt. Mit etwa 20 Zeitungsredaktionen und Radioredaktionen ist man regelmäßig in Kontakt. Sechs Infostellen und Infozentren gibt es in den vier Naturparklandkreisen Regen, Freyung-Grafenau und Deggendorf sowie Straubing-Bogen nördlich der Donau mittlerweile. Zusammen mit etwa 15 Infopavillons und 40 Naturerlebnispfaden will man so möglichst viele Landnutzer und Erholungssuchende erreichen und zu naturverträglichem Verhalten animieren. Die über Jahrhunderte gewachsene, bäuerlich geprägte Kulturlandschaft des Bayerischen Waldes zu erhalten, ist das erklärte Ziel des Naturparks.
Zum Schluss bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann bei den Teilnehmern unter anderem beim anwesenden Bürgermeister Heinz Binder für das Interesse und die Unterstützung des Naturparks.
2009.02.20 - Naturpark – Vortrag in Ilz - Infostelle Schloss Fürsteneck
Der Naturpark Bayerischer Wald im Bild
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen bebilderten Vortrag in der Ilz - Infostelle im Schloss Fürsteneck an.
Treffpunkt ist am Freitag, 27.02.2009 um 19:30 Uhr im Nebenraum der Schlossgaststätte im Schloss Fürsteneck.
Referent ist Hartwig Löfflmann, der Bildungsreferent des Naturpark Bayerischer Wald e.V. Es wird das Naturparkgebiet mit seinen verschiedenen Lebensräumen näher vorgestellt. Daneben werden die Naturparkaufgaben erläutert und an Beispielen einige Naturparkprojekte vorgestellt.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei
2009.02.19 - Erleben... und Leben lassen - Schneeschuhwanderung im Arbergebiet
Die beiden Naturparke Oberer Bayerischer Wald und Bayerischer Wald laden am Sonntag, den 1. März im Rahmen des Arberprogramms zu einer geführten Schneeschuhwanderung ein.
Ziel dieser naturverträglichen Schneeschuhwanderung unter der Führung von Gebietsbetreuerin Caroline Stautner ist das Erleben der Natur im Winter, ohne empfindliche Tierarten unnötig zu stören. Neben dem Genuss der herrlichen Winterlandschaft stehen bei dieser Wanderung daher auch die Pflanzen und Tiere des Arbergebietes und ihre Überwinterungsstrategien auf dem Programm.
Treffpunkt ist um 9 Uhr am Wanderparkplatz Sommerau/ Reißbrücke. Die Strecke führt voraussichtlich über den Goldsteig zum Kleinen Arbersee und über die Mooshütte wieder zurück. Die Wanderung dauert ca. 4 Stunden. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung, stabile, am besten wasserdichte Schuhe und Getränke für unterwegs. Wanderstöcke oder Skistöcke sind vorteilhaft. Für das Ausleihen der Schneeschuhe fällt ein Unkostenbeitrag von 5 € an. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.
Anmeldung bitte bis Mittwoch, den 25.02.09 unter 09971/78-384 beim Naturpark Oberer Bayerischer Wald.
2009.02.19 - Sensationeller Fledermausfund im Rotkot-Stollen
Die bislang in Niederbayern als verschollen und ausgestorben geglaubte „Kleine Hufeisennase“ ist im Rotkot-Stollen bei Zwiesel wiederentdeckt worden. Dies ist der erste Lebendfund dieser bundesweit vom
Die Mitarbeiter der Naturschutzbehörde am Landratsamt Regen und die Biologin und Fledermausexpertin Susanne Morgenroth staunten nicht schlecht als bei der jährlichen Fledermauszählung im Rotkot-Stollen plötzlich eine Fledermaus von der Decke hing, die an einen halb zusammengeklappten Regenschirm erinnerte. Fest in Ihre Flughäute eingehüllt, hielt eine Kleine Hufeisennase dort ihren Winterschlaf. „ Wir konnten unser Glück gar nicht richtig fassen“ freut sich Susanne Morgenroth, „bisher wurde in ganz Niederbayern nur ein einziges, mumifiziertes Exemplar dieser Art gefunden“.
Die Kleine Hufeisennase galt in Niederbayern bislang als verschollene oder sogar als ausgestorbene Fledermausart. Nur in einigen naturnahen Gebieten Tschechiens und in Oberbayern konnten noch wenige dieser europaweit streng geschützten Säugetiere nachgewiesen werden. Fast alle unserer heimischen Fledermausarten sind in ihrem Bestand gefährdet und gerade die Kleine Hufeisennase, die noch im 19. Jahrhundert als bayernweit häufige Art galt, erlitt einen besonders dramatischen Niedergang. „Das unterstreicht die große Bedeutung, die der Rotkot-Stollen für den Schutz der bedrohten Fledermäuse hat“ bekräftigt die Fledermausexpertin.
Neben der Kleinen Hufeisennase kommen regelmäßig bis zu 9 weitere Fledermausarten im Rotkot-Stollen vor, darunter sogar Gruppen vom Großen Mausohr, oder die Bechsteinfledermaus - Fledermausarten, für deren Erhaltung Bayern eine besondere Verantwortung trägt. Richtige „Waldler“ wie die Nord- und die Mopsfledermaus, europaweit sehr seltene Fledermausarten, haben ebenfalls im Stollen am Rotkot Unterschlupf gefunden. Nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer wird der Stollen als Tagesquartier von den Fledermäusen genutzt. „Die Kontrolle des Rotkot-Stollens benötigt sehr viel Vorsicht und Erfahrung, denn die Tiere hängen in den engen Gängen völlig ungeschützt auf Augenhöhe an den Wänden. Die immer wieder diskutierte touristische Nutzung des Stollens ist mit dem Schutz der vom Aussterben bedrohten Tiere und somit auch mit den geltenden nationalen und internationalen artenschutzrechtlichen Regelungen nicht vereinbar“, betont die Biologin.
2009.02.19 - Mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Baikalsee
Bebilderter Reisebericht von Bürgermeister Thomas Müller im Naturpark-Infozentrum
Zum Naturparkvortrag „mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Baikalsee“ von Bürgermeister Müller waren 68 Leute in den Veranstaltungsraum des Grenzbahnhofes Eisenstein gekommen. Damit war der Veranstaltungsraum bis auf den letzten Platz besetzt. In seinem bebilderten Vortrag berichtete der 3. Naturparkvorsitzende Thomas Müller über seine dreiwöchige Reise im Mai 2008 als Assistent der Reiseleiterin Laura Schlothauer von Nürnberg über Moskau nach Irkuzk am Baikalsee und zurück. Die umweltverträgliche Reise ohne Flugzeug führte über 5.000 km weit mit der Eisenbahn. Reiseeindrücke gab es aus Moskau, vom Ural und dann vom Baikalsee. Der größte Süßwassersee der Erde beherbergt 20 Prozent des Süßwasser der Erde. Mit 8° Celsius ist er zum Baden zu kalt. Viele Arten gibt es nur dort, wie beispielsweise die Baikalseerobbe. Der Fettfisch der zu einem Drittel aus Fett besteht, dient der Robbe als Nahrungsgrundlage. Dieser Fisch wird aber nicht gefangen. Neben einem Besuch der Insel Olchon mit dem Schiff, standen Wanderungen und Exkursionen, sowie ein Lagerfeuerabend auf dem Programm. Mit 636 Kilometer ist der Baikalsee so lange wie die Strecke von Nürnberg nach Hamburg. 336 Flüsse münden in den Baikalsee, nur ein Fluss verlässt ihn. Bisweilen gibt es auch Stürme auf dem Binnensee. Interessantes konnte man bei der Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn über Land und Leute und die Kultur erfahren. Meist gab es dazu am Nachmittag in der Bahn Informationen, während am Vormittag die Gelegenheit zum Russisch lernen gegeben war.
In dem klaren See konnte man 40 Meter in die Tiefe schauen. Mit 1.600 Metern ist er der tiefste See der Welt, er erreicht überall Trinkwasserqualität. Müller ging auch auf die Buriaten ein, eine Naturreligion, die es dort noch gibt. Nach kurzweiligen zwei Stunden bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten Thomas Müller und bei den Teilnehmern.
2009.02.13 - Tipps zum Energiesparen im Haushalt
Professor Keller von der Hochschule Deggendorf referierte im Naturparkhaus
Zur gemeinsamen Veranstaltung der Arbeitsgruppe Energie und Verkehr und des Naturpark Bayerischer Wald e.V. konnte Hartwig Löfflmann 44 Teilnehmer im Naturparkhaus begrüßen. Prof. Dr. Ing. Günter Keller von der Hochschule Deggendorf referierte zum Thema Energiesparen in Haushalten. Er ging zunächst auf den Welt-Primärenergieverbrauch und dann auf die Daten in Deutschland ein. In den letzten dreißig Jahren hat sich der Weltenergieverbrauch aufgrund des Bevölkerungsanstiegs und des Anwachsens des Lebensstandards verdoppelt. Deutschland stellt nur ein Prozent der Weltbevölkerung verbraucht aber ein Zwanzigstel der weltweit verbrauchten Energie. Pro Kopf werden in privaten Haushalten etwa 1.000 KW Stunden Strom verbrauch. Eigentlich täuscht aber diese Zahl. Rechnet man alle Stromverbrauche zusammen, also beispielsweise den Strom für Straßenbeleuchtungen usw., dann sind es mehr als 7.000 KW Stunden pro Kopf und Jahr. Der Welt - Durchschnittsverbrauch beträgt etwa 300 Watt pro Person und Tag. In Deutschland liegt dieser Verbrauch bei etwa 800 Watt, in Äthiopien derzeit bei nur 4 Watt. Der Großteil der Bevölkerung ist ohne Strom und Wasser und nur 15 Prozent der Bevölkerung hat überhaupt Strom, meist für Licht am Abend. Wir in Deutschland verbrauchen das 200fache eines Afrikaners. Dabei ist die körperliche Dauerleistung eines Menschen mit 70 Watt relativ gering. All dies Informationen sollten uns schwer zu denken geben und zur Änderung unseres Verhaltens anregen. Möglichkeiten haben wir in unserem Alltag viele, wenn wir dass nur wollen, so Professor Keller. Anhand einer Fülle von Einzelmaßnahmen zeigte er auf, dass man ohne Komfortverlust seinen Stromverbrauch auf ein Viertel herunterdrücken kann. Weil Strom die teuerste Energieform ist, wirkt sich das auch auf den Geldbeutel positiv aus. Viele Tipps zur Energieeinsparung kann man heute über Internetseiten holen. Zunächst ist der Einsatz verbrauchsarmer Geräte wichtig. Besonders beim Kühlen und Gefrieren aber auch beim Wäsche waschen und trocknen wird sehr viel Strom verbraucht. Sogenannte „Sparprogramme“ mit halben Füllungen verbrauchen aber meist noch zwei Drittel der Energie. Das heißt, es ist besser einen Geschirrspüler oder eine Waschmaschine erst ganz gefüllt laufen zu lassen. Kühl- und Gefriergeräte sollen nicht in warmen Räumen stehen. Jedes Grad Raumtemperatur - Absenkung spart etwa sechs Prozent der Energie. Geschirrspüler und Waschmaschine sollten nach Möglichkeit an Warmwasserleitungen, die von Solaranlagen gespeist werden, angeschlossen werden. Wer eine Gefriertruhe besitzt, soll im Kühlschrank auf das Gefrierfach verzichten. Damit kann das Kühlen wesentlich effektiver und energiesparender erfolgen. Beim Bügeln lohnt es sich die Wäsche vorher vorzusortieren. Wäsche, für die hohe Temperatur benötigt wird soll separat von der mit niederen Temperaturen erledigt werden. Beim Ofen sind Induktionsherde sparsamer als beispielsweise das Glaskeramik Kochfeld und dies ist wiederum sparsamer als die alte Kochplatte. Bereits beim Benutzen eines Deckels auf dem Topf kann man zwei Drittel Energie einsparen. Die Restwärmenutzung, das heißt das rechtzeitige Abschalten des Herdes, ist ebenso wichtig. Für kleine Mengen ist der Wasserkocher am effektivsten. Was sich auf der Kochstelle zubereiten lässt, ist mit weniger Energieaufwand verbunden, als beispielsweise der Backofen. Das Vorheizen dort ist meist nutzlos. Bei den Leuchtmitteln sollte man unbedingt Energiesparlampen verwenden. Das häufige ein- und ausschalten, machte früheren Energiesparleuchten zu schaffen, ist heute aber kein Problem mehr. Halogenlampen sind keine Energiesparlampen. Deckenfluter oder indirekte Beleuchtung soll man vermeiden. Helle Wände reflektieren etwa 80 Prozent des Lichts, dunkle Farben nur etwa zehn Prozent. Die Zukunft wird bei den LEDs liegen. Leider haben moderne Plasmafernseher oft den sechsfachen Energiebedarf, was sich in 15 Jahren Betriebszeit auf 1.000 Euro Stromkosten mehr summieren kann. Bei Bürogeräten soll man auf „Scheinausverluste“ achten. Obwohl man glaubt, dass man abgeschaltet hat, läuft manchmal im Hintergrund irgendwo ein Trafo oder eine versteckte Stromaufnahme. Deswegen soll man mit Steckerleisten ganz ausschalten. Die Standby Verluste bei allen Geräten kosten je Watt etwa 1,75 Euro im Jahr. Auch bei den Pumpen lässt sich mit energiesparenden Varianten sehr viel Geld sparen. Zum Schluss ermunterte Professor Keller die Teilnehmer alles auf Verpackungskartons und bei Werbespots kritisch zu hinterfragen, hier wird manchmal auch zweifelhaft informiert. Energiesparen muss man „wollen“, so Prof. Keller. Ganz wichtig ist zusätzlich zu allen Energiesparaktivitäten auch der Einsatz von regenerativen Energien in der Zukunft.
2009.02.12 - Heilkräuter des Mittelalters –
Bebilderter Vortrag in der Umweltstation Viechtach
Im bebilderten Vortrag „Heilkräuter der Burgen und Klöster“ berichtete Elisabeth Schröder über mittelalterliche Gärten und deren Gestaltung. Rund dreißig Interessierte hatten sich im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz zu dieser Veranstaltung der Umweltstation Viechtach eingefunden, die vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. angeboten wurde. Elisabeth Schröder, Landschaftsarchitektin (FH), stellte die Kloster-, Burg- und Bauerngärten des Mittelalters vor und ging dabei auch auf typische Pflanzengruppen ein. Nutz-, Zier-, Zauber- und Heilpflanzen fanden sich in diesen Gärten wieder. Die Nutzpflanzen dienten als Nahrung wie das Bohnengemüse, zum Färben wie der Holunder oder zum Waschen wie das Seifenkraut. Manche dieser Arten finden sich heute noch in der freien Natur wie beispielsweise der seltene Färberginster in den kargen Heiden am Pfahl. Die Zierpflanzen spielten im Mittelalter meist eine untergeordnete Rolle. Einige Arten fanden als Altarschmuck Verwendung. Rose, Mohn und Lilie galten damals als Symbol für die Muttergottes. Andere Arten wie Fliegenpilz oder Farn sprach man sogar eine magische Wirkung zu. Als Glücks-, Liebes- oder Orakelpflanzen sollten sie einem Zauber dienen: „Mit der Hauswurz in den Mauerritzen eines Hauses glaubte man einen starken Beschützer vor Unheil zu haben.“ Berichtete die Referentin über die mittelalterlichen Vorstellungen. Der eigentliche Kräutergarten mit seinen Gewürz- und Heilkräutern war ein zentraler Bestandteil vieler mittelalterlichen Gärten. Die Kräuter fanden in der Küche Verwendung und das Wissen über ihre medizinische Wirksamkeit wurde von Generation zu Generation weitergeben. Nach der damaligen Idee der „Signaturlehre“ weisen die äußeren Merkmale der Pflanzen wie z.B. Blattform auf ihre mögliche Heilkraft hin. Die lungenförmigen Blätter des Lungenkrautes helfen danach gegen Beschwerden mit der Lunge, ähnliches gilt für das Leberblümchen oder Milzkraut. Die Heilpflanzen wurden nach der „Vier-Säfte-Theorie“ in „Heiß, Kalt, Trocken oder Feucht“ eingeteilt. Eine Krankheit war dann mit dem jeweiligen gegenteiligen Wirkstoff zu behandeln. Diese wichtige Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin findet sich auch in den Kräuterbüchern der heiligen Hildegard von Bingen, die die Heilkunde des Mittelalters stark geprägt hat. „Die heilende Kraft vieler altbewährter Kräuter wie Kamille, Salbei oder Ringelblume wird auch heute wieder verstärkt geschätzt.“ Schloss die Referentin ihren reich bebilderten Vortrag. Zum Abschluss wies Matthias Rohrbacher von der Umweltstation Viechtach auf weitere Veranstaltungen im „grünen“ Bereich“ der Landschaftspflege hin: Seminare zum „natürlichen Bauen mit Weiden“ und zu „Bächen und Weihern als Kleinode in der Landschaft“ werden im Frühjahr angeboten.
2009.02.06 - Die Besonderheiten des Arbergebiets in Theorie und Praxis
Gleich zwei Mal stand vergangenes Wochenende der Arber im Mittelpunkt von Naturpark-Veranstaltungen: Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer nahm am Freitag im Infozentrum Grenzbahnhof die 19 Zuhörer ihres Vortrags über „Besonderheiten im Arbergebiet“ mit auf eine „Bilderreise“ durch das Arbergebiet.
Dass der Arber nicht nur für die Menschen von heute, sondern schon vor über tausend Jahren etwas Besonderes war, kann man sogar aus dem Namen des Berges herleiten: Wissenschaftler vermuten, dass die Menschen im Frühmittelalter den Berg „haduwith“ nannten, was wörtlich übersetzt „Kampfheiligtum“ bedeutet. Sie hatten das Gipfelplateau mit Steinriegeln als Kultstätte erwählt, da bereits sie die Geomorphologie des Arbers als einzigartig im Bayerischen Wald ansahen.
Isabelle Auer betonte, dass andererseits selbst der wirtschaftende Mensch etwas Einzigartiges schaffen konnte: Die Schwimmenden Inseln am Großen und am Kleinen Arbersee. Diese entstanden, als sich beim Aufstauen der beiden Seen Ende des 19. Jahrhunderts Moorfilze vom Grund des Sees lösten.
Die ursprünglich drei Arberseen sind Zeugen der letzten Eiszeit. Welche botanischen Eizeitrelikte im Arbergebiet überdauert haben und wann man sie im Jahresverlauf am Arber entdecken kann, veranschaulichte die Arbergebietsbetreuerin bei ihrer bebilderten „Wanderung durch die Jahreszeiten“. Dank der Besucherlenkung kann man heute am Gipfelplateau im Sommer beispielsweise den Ungarischen Enzian, den Krausen Rollfarn, den Alpenflach-Bärlapp, den Zerbrechlicher Blasenfarn oder das Felsen-Straußgras wieder entdecken.
Dass der Arber auch etwas Besonderes im Hinblick auf sein Klima darstellt, erläuterte die Gebietsbetreuerin und Geografin am Vergleich des Arbers mit dem 37 Meter höheren Feldberg im Südschwarzwald, dem höchsten „Mittelgebirgsberg“ Deutschlands: Obwohl die Jahresmitteltemperaturen bei beiden Bergen mit 2,7°C (Arber) und 3,0°C (Feldberg) in etwa gleich sind, ist die Schneedeckendauer beim Feldberg fast 100 Tage kürzer als beim Arber. Der Jahresniederschlag am Feldberg ist mit rund 1900 mm jedoch um rund 500 mm höher als beim „König des Bayerischen Waldes“. Dies zeigt, dass im Gegensatz zum Feldberg, dessen Klima noch vom Atlantik beeinflusst wird, der „raue“ Arber mit seinem kalten „Böhmischen Wind“ bereits subkontinental beeinflusst ist.
Typisch für den Arber ist auch, dass sich die Wetterverhältnisse mit zunehmender Höhe sprunghaft verändern können. Wenn – wie bei der Naturpark-Schneeschuhwanderung mit Isabelle Auer am letzten Sonntag – nur der unmittelbare Gipfelbereich in einer Wolke eingehüllt ist und wenn an dieser ausgesetzten Stelle der böhmische Wind heftig bläst, kann die Natur am Arber besonders intensiv erfahren werden. Dies erlebten die 22 Schneeschuhwanderer hautnah, und lernten dabei auch, dass der normalerweise eigentliche Reiz des Schneeschuhgehens, das „Querfeldeingehen“, in weiten Teilen des Arbergebiets vor allem das bedrohten Auerhuhn stört. Da es im Winter nur nährstoffarme Nadeln frisst, kann jede panikartige Flucht, jedes Aufschrecken durch Schneeschuhwanderer und Skitourengeher dem Auerhuhn sehr schaden. Um das Auerhuhn zu schützen, sollten Wintersportler, die den Arbergipfel besteigen wollen, sich also entweder an die Loipen oder an den für das Auerhuhn ungefährlichen und somit naturverträglichen Wanderweg E6, den Goldsteig halten.
2009.02.06 - Luchs-Monitoring mit Hilfe automatischer Kameras
Seit kurzem stehen sie wieder: Fotofallen zur Erfassung von Luchsen
Das Luchsprojekt Bayern setzt erneut Fotofallen ein, um mehr über die Verbreitung und Anzahl der heimlichen Waldkatzen im Bayerischen Wald zu erfahren. Von Ende Januar bis Anfang April stehen in den Landkreisen Regen, Cham, Deggendorf und Straubing-Bogen auf einer Fläche von rund 800 Quadratkilometern 90 dieser automatischen Kameras.
Auf das individuell einzigartige Fleckenmuster der Luchse haben es die Forscher dabei abgesehen. Daher sind beidseitige Bilder wichtig, weil dies die Identifizierung wesentlich erleichtert, sollte derselbe Luchs auch an einem anderen Standort fotografiert werden. Die Fotofallen stehen daher immer doppelt, links und rechts von Wanderwegen oder Forststraßen, an 45 ausgewählten Stellen zwischen Bad Kötzting, Zwiesel, Viechtach, Regen, Sankt Englmar und Lalling.
Unter der Projektleitung von Sybille Wölfl führt Markus Schwaiger zusammen mit dem Diplomanden Julian Sandrini von der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg die Untersuchung durch. Sie machen es sich dabei zunutze, dass Luchse mehr oder weniger regelmäßig vom Menschen angelegte Wege nutzen, auf denen auch sie sich bequemer fortbewegen können.
Die Ergebnisse aus dem vergangenen Winter, die der Bodenmaiser Markus Schwaiger in seiner Diplomarbeit erzielte, waren ermutigend. Er zeigte, dass sich Luchse auch in Gebieten, in denen man nur sehr wenig über die Anwesenheit dieser Tiere weiß, fotografieren lassen. Damals wurden vier verschiedene Luchse zwischen Zwiesel und Deggendorf erfasst. Wie viele Luchse sich aber genau zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und der Donau aufhalten ist nach wie vor unklar.
„Wir haben die Größe des Untersuchungsgebiets nun verdoppelt, um einen repräsentativen Anteil der Luchspopulation des Bayerischen Waldes erfassen zu können“, erläutert Sybille Wölfl. „Da das mittelfristige Ziel eine Bestandsschätzung der Luchse im Bayerischen Wald ist, macht es nur Sinn, auf größtmöglicher Fläche nach diesen großen Katzen zu suchen.“ Und diese Fläche ist riesig. Aber auch Luchse haben riesige Wohngebiete. Luchsmännchen etwa besitzen Reviergrößen von bis zu 500 km². Innerhalb dieser Fläche bewegen sich meist nicht mehr als zwei oder drei Weibchen.
Markus Schwaiger und Julian Sandrini wissen daher am Abend, was sie geleistet haben, wenn sie von den Fotofallen-Kontrollen zurückkommen, auch wenn die 45 Standorte nur alle 7 bis 14 Tage aufgesucht werden, um beispielsweise Batterien oder Filme zu wechseln. Gut, dass sie die Unterstützung der Revierpächter haben. „Wie auch im letzten Jahr erfolgt eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der lokalen Jägerschaft“, freut sich Schwaiger. „Sie helfen uns auch schon mal bei der Kontrolle und sind sehr interessiert daran, welche Wildtiere wir dieses Jahr ablichten können.“
Finanziert wird das Luchs-Monitoring, das vornehmlich auf der Fläche des Naturparks Bayerischer Wald durchgeführt wird, vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. Auch der Landesjagdverband begrüßt dieses Projekt und hat in einem Rundschreiben alle betroffenen Kreisgruppen um Unterstützung gebeten.
Weitere Informationen zum Fotofalleneinsatz des Luchsprojekts sowie über einzelne Ergebnisse erhalten sie unter www.luchsprojekt.de.
2009.01.30 - Heilkräuter der Burgen und Klöster - Mittelalterliche Gärten und deren Gestaltung
Naturparkveranstaltung in der Umweltstation Viechtach
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 und im Rahmen des Programms der Umweltstation Viechtach bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen bebilderten Vortrag zum Thema „Heilkräuter der Burgen und Klöster – Mittelalterliche Gärten und deren Gestaltung“ an.
Treffpunkt ist am Donnerstag, 05.02.2009 um 19:30 Uhr in der Pfahlinfostelle im alten Rathaus Viechtach (Stadtplatz 1).
Referentin ist Dipl. Ing. (FH) Landschaftsarchitektin Elisabeth Schröder aus Regen.
Sie stellt die historische Entwicklung der Gärten und typische Pflanzengruppen vor. Es gibt Informationen, nach welchen Kriterien Pflanzen ausgewählt wurden und zur Gestaltung der Gärten.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2009.01.30 - Vortrag Energieeinsparung in Haushalten
Prof. Dr. –Ing. Günter Keller von der FH Deggendorf zu Gast im Naturparkhaus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2009 findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3) eine Veranstaltung zum Thema „Energieeinsparung in Haushalten“ statt.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 06.02.2009 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Sonnenhauses.
Professor Dr. Ing. Günter Keller von der FH Deggendorf geht auf die Energiesituation heute ein. Danach wird der elektrische Energieverbrauch in Haushalten näher beleuchtet. In einem weiteren Schritt geht es darum Möglichkeiten der Energieeinsparung aufzuzeigen und Perspektiven für die künftige Energieversorgung zu entwickeln.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Energie und Verkehr“ des Landkreises Regen statt.
2009.01.23 - Naturkundliche Besonderheiten im Arbergebiet:
Vortrag im Grenzbahnhof und naturverträgliche Schneeschuhwanderung zum Arbergipfel
Der Naturpark Bayerischer Wald startet mit einem Bildervortrag im Naturpark-Infozentrum Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein und einer Schneeschuhwanderung vom Großen Arbersee zum Arbergipfel sein diesjähriges Arberprogramm und das Jahresbildungsprogramm 2009.
Gebietsbetreuerin Isabelle Auer zeigt am Freitag, 30. Januar um 19.30 Uhr im Grenzbahnhof in einem etwa 1,5-stündigen Bildervortrag die naturkundlichen Besonderheiten im Arbergebiet. Dabei nimmt sie die Zuhörer auf eine „virtuelle Reise“ durch die Naturschutzgebiete und auf eine „Bildreise“ durch die Jahreszeiten am Arber mit. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich. Sie findet zweisprachig statt.
Mit etwas Glück können am darauffolgenden Sonntag, 1. Februar, die Teilnehmer einer Schneeschuhwanderung mit der Arbergebietsbetreuerin zum Arbergipfel eine dieser naturkundlichen Besonderheiten des Arbers, die Arbermandl, „real“ sehen. Das Ziel dieser exemplarischen Schneeschuhwanderung ist es aber auch, zu zeigen, wie man intensiv die Natur am Arber im Winter erleben kann, ohne empfindliche Tierarten unnötig zu stören. Treffpunkt zu der 4- bis 5-stündigen Exkursion, die besonders für sportlich aktive Wanderer geeignet ist, ist um 10 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Die Strecke führt über den Fernwanderweg Goldsteig zum Gipfel des Großen Arbers und wieder zurück. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung, stabile, am besten wasserdichte Schuhe und Getränke für unterwegs. Wanderstöcke oder Skistöcke sind vorteilhaft. Für das Ausleihen der Schneeschuhe fällt ein Unkostenbeitrag ca. 10 € an.
2009.01.23 - Jahrestreffen in der Umweltstation Viechtach –
Umweltbildung für alle
Umweltbildung für alle Altersgruppen anzubieten, ist das Ziel der im Jahr 2008 offiziell anerkannten Umweltstation Viechtach, die vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. getragen und durch das Bayerische Umweltministerium gefördert wird. „Nur was man kennen und lieben gelernt hat, ist einem auch schützens- und erhaltenswert!“ - nach diesem Motto ist gerade bei Kindern und Jugendlichen ein Erleben und Erfahren von Natur besonders wichtig. Damit kann eine Wertschätzung und Achtung der Umwelt entwickelt werden. Neben dem Naturerleben ist die Vermittlung von Natur- und Umweltwissen ein wichtiger Baustein. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen wie Vorträgen, Seminaren, Führungen und Projekttagen soll dies erreicht werden. Privat oder beruflich Interessierte können sich dabei auch über Themen wie Energieeinsparung, Klimaschutz, natürliche Baumaterialien oder Landschaftspflege informieren und beraten lassen.
Die Räumlichkeiten der Umweltstation mit Büro, Ausstellungen und Vortragsraum sind der Pfahl-Infostelle im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz angegliedert. Vertreter der im Viechtacher Raum in der Umweltbildung tätigen Vereine, Verbände und Institutionen haben sich hier zu einem Erfahrungsaustausch getroffen. Heinrich Schmidt wies als 1.Vorsitzender des Naturparks und Leiter der Umweltstation darauf hin: „Als Ziel wollen wir eine nachhaltige Umweltinformation und -bildung anbieten und dabei Umweltbewusstsein und Handlungskompetenz fördern. Umweltstationen stellen eine Diskussionsplattform für aktuelle regionale und überregionale Umweltfragen dar.“ Bei dem Treffen wurden auch zukünftige Aktivitäten und Projekte abgestimmt und ein Programm für das laufende Jahr vorbereitet. Mit dem „Großen Pfahl“ als Besuchermagneten verfügt das Außengelände der Umweltstation Viechtach über ein überregional bekanntes Naturdenkmal. Im angrenzenden Riedbachtal laden heckenreiche Streuobstwiesen, weiträumige Naturweiher und knorrige Hangwälder zu einem besonderen Naturerlebnis ein. Ein Schaubienenstand im Obstgarten und der gerade im Bau befindliche Beobachtungsstand an den Weihern bieten hier vielfältige Möglichkeiten der Naturinformation und Naherholung.
2009.01.21 - Neues Bildungsprogramm 2009 im Naturpark Bayerischer Wald
zusätzlicher Flyer zeigt alle Infostellen des Naturparks auf einen Blick
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. stellt derzeit sein Jahresbildungsprogramm 2009 mit allen Veranstaltungen, Exkursionen und Sonderausstellungen vor. Derzeit läuft der Versand der Flyer an alle Mitglieder, Mitgliedsgemeinden, Touristinformationen, Verkehrsämter und Banken, dort kann man sich die Faltblätter kostenlos abholen. Der Flyer wurde aus Kostengründen in diesem Jahr etwas abgespeckt, damit sich beim Versand auch die Portokosten reduzieren. Wer sich das Programm über die Naturpark – Geschäftsstelle zuschicken lässt, muss das Rückporto beilegen.
Naturpark-Mitglieder bekommen das Bildungsprogramm automatisch zugesandt. Dies ist ein Grund mehr, den gemeinnützigen Verein Naturpark Bayerischer Wald mit einem Jahresbeitrag von nur 11.- € in seinen weiten Tätigkeitsfeldern in den vier Mitgliedslandkreisen auch finanziell zu unterstützen. Aufnahmeanträge gibt es in der Geschäftsstelle bzw. im Internet unter www.naturpark-bayer-wald.de .
Die Verteilung erfolgt auch an Schulen, Pfarrämter und eine Reihe weiterer Bildungseinrichtungen, sowie Museen, Jugendherbergen und Mitglieder.
Weil der Flyer nur noch die wichtigsten Informationen bietet, kommt den Presseankündigungen und der Darstellung im Internet eine wichtigere Bedeutung zu. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bittet daher alle Interessierten entsprechend auch die Tagespresse zu beachten, oder sich über die Internetseite www.naturpark-bayer-wald.de zu informieren.
Das Bildungsprogramm gibt Informationen zu Veranstaltungen im Sonnenhaus in Zwiesel, im grenzüberschreitenden Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein sowie der Pfahlinfostelle in Viechtach, der Naturpark-Infostelle Würzingerhaus in Außernzell und in der Naturpark – Infostelle im Bahnhof Bogen.
Erstmals finden in diesem Jahr auch Veranstaltungen in der neuen Ilz-Infostelle in Schloss Fürsteneck im Landkreis Freyung-Grafenau statt. Die wichtigsten Veranstaltungen der neu anerkannten Umweltstation Viechtach, für die der Naturpark die Trägerschaft übernommen hat, findet man auch in diesem Flyer. Für die Umweltstation Viechtach wird jedoch im Frühjahr auch noch ein separater Flyer erstellt.
Die Aktivitäten der Schutzgebietsbetreuer in der Pfahlregion, im Arbergebiet und im Einzugsgebiet der Ilz werden ebenfalls dargestellt. Der Tag der Natur- und Landschaftsführer findet heuer am „Tag der Artenvielfalt“, am 13. Juni 2009 auf dem Bogenberg statt.
Beibehalten wird auch wieder der Tag des Geotops Ende September in der Pfahlregion, speziell bei Viechtach und in der Buchberger Leite. Die Sonderveranstaltungen in der Arberregion finden wieder zusammen mit dem Nachbar-Naturpark Oberer Bayerischer Wald statt.
Die Projekttage für Schulklassen richten sich speziell wieder an Lehrkräfte und bieten die Themen Wiese, Wasser, Wald, Hecke usw. an. Neben Informationen zum Pfahl und zur Ilz sowie zum Arber kann man auch über die Tierarten Luchs, Auerhuhn und Fledermäuse mehr kennen lernen.
Sonderausstellungen gibt es im Infozentrum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein zum Thema Vogelfotografie mit dem tschechischen Fotografen Ivan Dudacek und eine zweite Ausstellung im Herbst mit Marie-Luise Freimuth und Kalina Swetlinski zum Thema Mensch und Natur. Dabei werden Ölgemälde präsentiert.
Die im Bildungsprogramm für den Freitag, 23.01.2009 in Viechtach angekündigte Vortragsveranstaltung „Wald im Klimawandel“ wird erst am Donnerstag, 16. Juli 2009 in der Pfahlinfostelle in Viechtach im Rahmen der Bayerischen Klimawoche abgehalten.
Mit der Fertigstellung der Ilz-Infostelle im Schloss Fürsteneck verfügt der Naturpark über ein flächendeckendes Infostellen-Angebot in allen Landkreisen. Aus diesem Grund wurde erstmals ein Flyer erstellt, in dem alle Infozentren mit ihren thematischen Schwerpunkten, den Adressen und Öffnungszeiten zusammengestellt sind. Der Flyer wird derzeit ebenfalls verteilt. Gerade Vermieter können so den interessierten Gästen Ausflugstipps besser and die Hand geben.
2008.27.25 - Biber und Co am Kleinen Arbersee
Die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald laden am Mittwoch, den 30. Juli zu einem Rundgang mit Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner am Kleinen Arbersee ein. Bei der etwa einstündigen Wanderung stehen die naturkundlichen Besonderheiten des Naturschutzgebietes von den „Schwimmenden Inseln“ über Schlangenwurz, Biber und Luchs bis hin zu den Spuren des Gletschers im Mittelpunkt. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Holzbrücke direkt am Kleinen Arbersee. Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2008.10.31 - Von Wasserfällen, Moos und Totholz
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer führte 60 Wanderer vom Riesloch zum Hochfall
Etwa 60 Exkursionsteilnehmer, darunter auch einige Tagesausflügler aus Passau, Landshut und Kehlheim, nutzten das letzte Oktoberwochenende, um im Rahmen einer vierstündigen Naturpark-Exkursion von den Rieslochfällen zum Hochfall zu wandern. Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer verkürzte die Wanderung von den höchsten Wasserfällen zu den zweithöchsten Wasserfällen, indem sie den Teilnehmern viel Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt des Arbergebiets erzählte.
Passend zum Naturschutzgebiet Riesloch stand diesmal die „Gewalt des Wassers“ im Mittelpunkt. Dort, wo das eigentlich sehr harte Gestein des Bayerischen Waldes kleinere Spalten und Risse hat, also entlang von sogenannten „geologischen Störungszonen“, kann sich das Wasser leichter in das Gestein „fressen“. Da beim harten Paragneis des Arbergebiets die Tiefenerosion stärker ist, als der Hangabtrag, entstand das V-förmige Tal der Rieslochschlucht.
Typisch für Bergbäche wie den Riesbach ist neben der niedrigen Wassertemperatur vor allem die hohe Fließgeschwindigkeit. Eindrucksvolle Zeugen der Gewalt des Wassers sind sowohl im Riesloch als auch beim Hochfall glatt geschliffene Steine und Strudellöcher.
In Schluchtwälder wie dem Naturwaldreservat Riesloch sind die Wuchsbedingungen sehr kleinstruktuiert und vielfältig. Hier findet man Pflanzen, die an die hohe Luftfeuchtigkeit und die oft schattigen Verhältnisse angepasst sind. Der Moosreichtum des Rieslochs - besonders auffällig sind die breitblättrigen Lebermoose – ist unter Botanikern in ganz Bayern bekannt.
Aber auch zum Thema „Totholz“ konnte die Arbergebietsbetreuerin vieles – für einige Exkursionsteilnehmer Überraschendes – erzählen: Bäume, die umstürzen, brauchen etwa 30 Jahre, um zu verrotten. Entgegen der Vermutung vieler Laien vermodert ein Stamm schneller, wenn er nicht entrindet wird, da holzzersetzende Pilze, wie der Zunderschwamm, immer an der Rinde ansetzen.
Am Naturdenkmal Hochfall konnten die Wanderer schließlich alles, was sie im Riesloch über die Gewalt des Wassers gelernt hatten, wieder entdecken: Strudellöcher, glatt geschliffene Steine und Gesteinsausschürfungen an den Ufern, die ganzjährig eine Vorstellung von den Wassermassen geben, die besonders im Frühjahr den Arber herunterrauschen.
Zum Schluss der letzten Naturpark-Wanderung im Arbergebiet in diesem Jahr kündigte die Gebietsbetreuerin den Teilnehmern bereits die ersten beiden nächsten Naturpark-Veranstaltungen rund um den Arber an, einen Vortrag zu Besonderheiten im Arbergebiet am Freitag, dem 30. Januar im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein sowie die nächste Schneeschuhwanderung am Sonntag, 1. Februar 2009.
2008.10.31 - Wasserkraft-Stromerzeugung mit einer Staudruckmaschine vorgestellt
Vortragsabend im Naturparkhaus in Zwiesel
Zur gemeinsamen Veranstaltung von Naturpark und Arbeitskreis Energie konnten Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und Willi Baumgartner vom Arbeitskreis Energie knapp 50 Leute im Naturparkhaus begrüßen. Die Veranstaltung weckte sehr großes Interesse. Die Teilnehmer waren aus dem Bereich Erlangen, aus dem Rottal und auch aus den Landkreisen Schwandorf und Passau gekommen.
Willi Baumgartner zitierte aus einer Studie des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Dort wird von einer Steigerbarkeit der Wasserkraft in Bayern um etwa 10 Prozent ausgegangen. Weltweit wird derzeit mehr Strom mit Wasserkraft erzeugt, als mit allen 500 Atomkraftwerken zusammen.
Hartwig Löfflmann warf in seiner Einführung die Frage auf, ob regenerativ erzeugter Strom mittels Wasserkraft und das Thema Naturschutz und Gewässerdurchgängigkeit vernünftig vereinbar sind.
Die Staudruckmaschine des Österreichers Brinnich, der leider im letzen Jahr verstorben ist, möchte die sohlnahe Durchgängigkeit von Gewässern mit der Wasserkraft in Einklang bringen.
Als Staudruckmaschine kann man sich vereinfacht ein Wasserrad vorstellen, das verkleidet ist und ein besondere Schaufelanordnung besitzt. Nicht der Strömungsdruck des Wassers sondern der Staudruck zwischen Oberwasser und Unterwasser wird hier zur Stromerzeugung genutzt. Die Staudruckmaschine (SDM) wird vor allem bei geringen Fallhöhen in Flusskraftwerken verwendet. Sie besetzt eher die Nische für kleinere Kraftwerke. Neben den beiden Referenten Christoph Hermesmeier und Dieter Pressentin konnte auch Herr Hoch von der Fischereifachberatung Niederbayern als Diskussionspartner begrüßt werden.
Die beiden Referent stellten die ökologischen Vorteile der Staudruckmaschine heraus. Das Gewässer bleibt sohlnahe durchgängig. Fische, Sedimente und Geschiebe kann flussabwärts transportiert werden. Die Maschine arbeitet sehr langsam, eine Fischaufstiegshilfe ist darüber hinaus ebenfalls vorgesehen. Ein durchgehender Querverbau des Gewässers ist nicht notwendig, man kann auch mehrere solcher Einheiten nebeneinander stellen. Die Firma ÖWATEC arbeitet derzeit an maschinenbaulichen Verbesserungen. Zwei Versuchsanlagen sind bereits gelaufen und haben das Funktionieren des Grundprinzips bestätigt. Derzeit ist an der Lippe in Paderborn eine erste Anlage in Bau, die Fertigstellung wird 2009 sein.
Hermesmeier und Pressentin gingen besonders darauf ein, dass es in Deutschland derzeit 55.000 Querbauwerke in Gewässern gibt. Es stellt sich grundsätzlich immer die Frage soll man diese Wasserkraftanlagen abreißen oder optimieren. Hier wird es wichtig sein, einen vernünftigen Weg zwischen der Erzeugung regenerativer Energien, die das Klima schont, und dem Natur- und Gewässerschutz zu finden. Verschieden Problemkreise wurden in der anschließenden Diskussion aufgegriffen. Es ging zum Beispiel um die Frage, was wird mit Fischen sein, die beispielsweise größer als einen Meter werden? Werden größere Geschiebemengen in Mittel- und Hochgebirgen nicht die Schaufeln zu sehr abnutzen?
Die Staudruckmaschine wird voraussichtlich ebenfalls 30 bis 40 Jahre lang ähnlich wie ein Wassergrad laufen, jedoch bei deutlich besserer Leistung. ÖWATEC rechnet in Sachen Wirtschaftlichkeit von Kosten zwischen 3.000 und 3.500 Euro pro KW installierter Leistung. Die Investition gegenüber Turbinen dürfte etwa 30 Prozent geringer sein.
Im Anschluss an das erste Referat berichtete Dipl. Ing. Christoph Pfeffer aus Regen über praktische Erfahrungen aus eigenen Anlagen. Nur durch Optimierungen am bestehenden Standort sind seiner Meinung nach Steigerungen zwischen 30 und 200 Prozent leicht möglich.
Dabei lässt sich durch Optimierungen oft mehr Strom erzeugen und zusätzlich auch mehr Restwasser abgeben. Beide Seiten, sowohl die Stromerzeugung als auch die Natur können durch Optimierungen ihren Nutzen haben. Er appellierte an Kraftwerksbetreiber bei Verlängerungsgenehmigungen nicht einfach ihren „Zettel abzugeben“ sondern Anlagen sachkundig überplanen zu lassen. Bei zu großdimensionierten Anlagen kann man sich wirtschaftlich ruinieren, bei zu klein Dimensionierten wird unnötig Potenzial verschenkt. Künftig wird auch mit der Klimaänderung eine veränderte Wasserabgabe an Flüssen ein Thema sein.
Die letzten Teilnehmer diskutierten bis 23.30 Uhr und das zeigte, dass das Thema Energie ein sehr wichtiges für die Zukunft sein wird. Wer sich näher über die SDM informieren will, kann die Internetseite www.ÖWATEC.de nutzen.
2008.10.20 - Ilz-Infostelle im Schloss Fürsteneck wird eröffnet
Auch der Landkreis Freyung-Grafenau ist nun mit einer Naturpark-Infostelle ausgestattet
Am Sonntag 19.10.2008 um 13:00 Uhr wird die Naturpark-Infostelle für den Landkreis Freyung-Grafenau eröffnet. Im Schloss Fürsteneck entstand im vergangenen Jahr die neue Ilz-Infostelle. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte als Träger zusammen mit der Gemeinde Fürsteneck und dem Landkreis Freyung-Grafenau die neue Infostelle realisiert. Unterstützt wurde der Naturpark dabei vom Wasserwirtschaftsamt und dem Bezirk Niederbayern sowie der Marktgemeinde Perlesreut. Nachdem vor etwa zehn Jahren die ersten Gemeinden und danach der Landkreis Freyung-Grafenau selbst zum Naturpark beigetreten waren, war klar, dass irgendwann auch eine eigene Infostelle für den Landkreis folgen wird. Die Verantwortlichen hatten sich dann auf den Standort Fürsteneck im Ilztal geeinigt. Mit der Idee eine Infostelle im alten Schloss Fürsteneck zu errichten, versuchte man von 2005 an bei der Regierung von Niederbayern und dem Bayerischen Umweltministerium Geld einzuwerben. Das Konzept für die interaktive Ausstellung sollte sich am Slogan „Schwarze Perle“, wie die Ilz oft genannt wurde orientieren. Die Ilz ist eine der letzten Wildflusslandschaften der Bundesrepublik.
Die reichhaltige Artenausstattung bei Tieren und Pflanzen sowie die Flussperlmuschel sind hauptsächliches Ausstellungsthema. Erfreulicher Weise stellt der Schlosseigentümer Dr. Adrian Forster das Gebäude für 20 Jahre kostenlos zur Verfügung. Mit einem Gesamtetat von 258.000 € konnten die ca. 100 m² Räumlichkeiten zeitgemäß saniert und mit einer interaktiven Ausstellung ausgestattet werden. Diese wurde über das Grafikbüro Mautner in Grafenau zusammen mit dem Naturpark entwickelt. Ein enormer Zeitdruck war dadurch entstanden, dass das Förderprogramm der Europäischen Union, die das Vorhaben über den europäischen Regionalfonds EFRE im Rahmen des Ziel 2 Programms Bayern unterstützt, zum 31.Dezember 2008 ausläuft.
Zur Eröffnung sind Regierungspräsident Heinz Grunwald und Vertreter des Bayerischen Umweltministeriums sowie alle politischen Mandatsträger geladen. Die Infostelle ist von nun an auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Montag jeweils von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr (Dienstag Ruhetag). Von der Ilz-Infostelle aus kann man verschiedene Touren sowohl Ilz aufwärts als auch Ilz abwärts unternehmen. Fürsteneck liegt ideal für die zwei Landkreise Freyung-Grafenau und Passau etwa in der Mitte des 68 km langen Flusslaufes Ilz.
Der Maler und Künstler Josef Fruth wirkt über Jahrzehnte in der „alten Wache“. Dort hatte er Künstleratelier und Wohnung. Das Atelier, das gegenüber der Naturpark – Infostelle liegt, wird an diesem Nachmittag ausnahmsweise für einen halben Tag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Künftig hat der Gebietsbetreuer für die Ilz, Stefan Poost, in der Naturpark-Infostelle im Schloss seinen Dienstsitz und wird, soweit er nicht gerade im Außendienst oder mit Gruppen unterwegs ist, für Fragen der Besucher zur Verfügung stehen.
Zur Eröffnungsfeier ergeht an alle Interessierten herzliche Einladung.
2008.10.20 - Ölgemälde und Holzreliefschnitte beim Naturpark im Grenzbahnhof
Sonderausstellung bis März 2009
Zur Eröffnung der Sonderausstellung Ölgemälde und Holzreliefschnitte im Grenzbahnhof Eisenstein konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann den 2. Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein Alois Friedl und seine Frau sowie eine Reihe interessierter Gäste ganz herzlich begrüßen. Für die Übersetzung der zweisprachigen Veranstaltung sorgte die Dipl.-Forstingenieur Vladimir Mares von der Nationalparkverwaltung Sumava, der den Naturpark seit Jahren im Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein unterstützt. Hartwig Löfflmann bedankte sich bei Jan Bosek und Josef Protiva für die gelungene Ausstellung.
Bürgermeister Alois Friedl zeigte sich in seinem Grußwort ebenfalls erfreut über die Aktivitäten im Grenzbahnhof und die Werke der beiden tschechischen Künstler.
In seiner Laudatio ging Bildungsreferent Hartwig Löfflmann auf die beiden Ausstellungen näher ein. Jan Bosek ist 1943 in Klatovy geboren worden und besuchte dort das Gymnasium. Die Anmeldung in der Kunstschule blieb ohne Erfolg, auf Grund der damals politischen Probleme. Beruflich konnte sich Jan Bosek dann als Kulturreferent bei der Stadt Klatovy etablieren. Mittlerweile ist er in Ruhestand. Sein ganzes Interesse galt der Holzplastik und dem Holzschnitt über einen Zeitraum von 40 Jahren weg. Weitere Hobbies waren Naturbeobachtung, Hundeforschung und Jagdwesen. In der Ausstellung im Grenzbahnhof ist er mit 60 Holzreliefschnitten aus Buchenholz vertreten. Die Motive entstammen überwiegend der Natur.
Josef Protiva zeigt 9 Ölgemälde und zweimal 10 Federzeichnungen im Grenzbahnhof. Er wurde 1948 geboren und besuchte ebenfalls das Gymnasium in Klatovy. Er war als Künstler Autodidakt und startet mit etwa 15 Jahren als Landschaftsmaler. Seine Motive waren Naturmotive und Baudenkmäler. Neben Ölgemälden macht er gerne Aquarelle aber auch Federzeichnungen mit Tusche. Er arbeitete im Kulturzentrum Klatovy. Seine Interessen galten eben der Malerei und ebenfalls der Natur. Darüber hinaus widmete er sich seinem Garten und ganz speziell auch dem Thema Alpinpflanzen.
Nach einem Rundgang durch die Ausstellung gab es eine kleine Bewirtung. Die Sonderausstellung ist bis 16. März 2009 während der üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 09:30 bis 16:30 Uhr im Veranstaltungsraum des Grenzbahnhof Eisenstein zu sehen.
2008.10.17 - Vom Riesloch zum Hochfall
Im Rahmen des Jahresprogramm 2008 des Naturpark Bayerischer Wald e.V. bietet Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer am Sonntag, 26. Oktober die letzte geführte Wanderung im Arbergebiet an. In der drei- bis vierstündigen naturthematischen Exkursion wird man von den höchsten Wasserfällen, den Rieslochfällen, zum zweithöchsten Wasserfall des Bayerischen Waldes, dem Hochfall bei Bodenmais, wandern. Dabei wird die Gebietsbetreuerin viel Interessantes über das Naturschutzgebiet Riesloch, das Naturdenkmal Hochfall sowie über die Pflanzen und Tierwelt des Arbermassivs erzählen.
Treffpunkt ist – anders als im Naturpark-Jahresprogramm angekündigt – erst um 9:30 Uhr am Rieslochparkplatz am Wanderweg „grüne 2“ in Bodenmais.
Festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2008.10.17 - Wo Wandern auch bei Nebel Spaß macht
Erste Zweitageswanderung der beiden Naturparke
Bei Nebel und Nieselregen – also bei typischem Novemberwetter – trafen sich letzten Mittwoch elf Wanderer am Parkplatz Zwieslerwaldhaus zur ersten Zweitageswanderung der beiden Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald. Geplant und organisiert hatten die Tour vom Eck zum Falkenstein die beiden Arbergebietsbetreuerinnen Isabelle Auer und Caroline Stautner.
Gemeinsam fuhr man mit dem Bus zum Eck, dem Ausgangspunkt der ersten Etappe der Acht-Tausender-Tour zum Gipfel des Großen Arbers.
Trotz des relativ raschen Wandertempos, das Dank der Fitness aller Wanderer möglich war, ließen es sich die beiden Gebietsbetreuerinnen nicht nehmen, hin und wieder etwas über die Natur des Bayerischen Waldes aber auch über die Kulturgeschichte des Gebirgszuges zu erzählen. So führte Caroline Stautner die Gruppe zu einer im Wald versteckten ehemalige Quarzgrube, die heute als Winterquartier für Fledermäuse aber auch als „Geheimtipp“ unter Mineraliensammlern gilt.
Für jeden Bayerwaldler gehören Heidelbeeren einfach zu einem Wald dazu. Isabelle Auer erklärte jedoch, dass Heidelbeeren – sogenannte „Säureanzeiger“ - nur dort wachsen, wo der Boden sauer ist. Gedeihen sie in Nadelwaldgebieten wie dem Bayerischen Wald oder dem Schwarzwald, wo das Ausgangsgestein sauer ist, hervorragend, so fehlen sie in Kalkgebieten, wie z.B. den Kalkalpen.
Bei der Mittagspause am Reischflecksattel und auf der Heugstatt erzählten die Gebietsbetreuerinnen von der einst so wichtigen Bedeutung der Schachten, vom Leben der Schachtenhirten, aber auch, warum man heute versucht, alte Schachtenflächen vor der Wiederbewaldung zu schützen.
Nach sechs sehr kurzweiligen Stunden erreichte man so das Arberschutzhaus, wo die Gruppe übernachtete. Da es sich am Spätnachmittag etwas aufgeklart hatte, genoss man zuvor bei einem abendlichen Gipfelrundgang die Aussicht auf Bayerisch Eisenstein und Bodenmais.
Wie am ersten Tag, so kam die Wandergruppe trotz Regens und verschlammter Wanderwege auch am zweiten Tag so schnell voran, dass man bereits vor Mittag das Schwellhäusl erreichte, wo man nicht nur auf eine „gelungene Premiere“, der ersten Naturpark-Zweitagestour - anstieß, sondern für die letzte – besonders verregnete - Etappe zum Zwieslerwaldhaus stärken konnte.
Zur Verabschiedung am Zwieslerwaldhaus-Parkplatz hatte sich Isabelle Auer diesmal etwas Besonderes einfallen lassen: Als Anerkennung und zur Erinnerung an die erste Zweitageswanderung der beiden Naturparke bekamen die Wanderer die bronzene Wandernadel der Gemeinde Bayerisch Eisenstein verliehen.
2008.10.17 - Tag der Natur- und Landschaftsführer am Forchenhügel
Weiterbildung für bisher ausgebildete in der Naturpark – Infostelle Würzingerhaus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 findet in der Naturpark – Infostelle Würzingerhaus in Außernzell ein Fortbildungstag für ausgebildete Natur- und Landschaftsführer statt.
Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 26.10.2008 um 9.30 Uhr in der Naturpark-Infostelle Würzingerhaus in Außernzell. Außernzell erreicht man von Eging, Schöllnach oder über die Autobahn von Iggensbach aus. Das Würzingerhaus, das größte, dominante Gebäude im Ortsmittelpunkt ist zunächst Tagungsort. Dort werden die bisher am Naturpark ausgebildeten Natur- und Landschaftsführer organisatorische Dinge besprechen. Der Nachdruck des Flyers steht an und die Möglichkeit des Interneteintrages auf die Naturparkseite. Daneben bleibt Platz für Erfahrungsaustausch.
Anschließend führt Bildungsreferent Hartwig Löfflmann durch die Infostelle. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der im historischen Stil errichteten Gaststätte wird Dr. Josef Heringer aus Laufen den „Hauptpart“ des Tages übernehmen. Er arbeitet mit den Teilnehmern zum Thema Motivation, Grundorientierung, Sinnhaftigkeit und „Ganzheitliches Erleben“. Der Nachmittag findet nach einer kurzen Einführung draußen am Forchenhügel entlang des neu errichteten Naturlehrpfades statt.
Die Veranstaltung ist kostenlos und findet bei jeder Witterung statt. Eingeladen sind die ausgebildeten Natur- und Landschaftsführer, aber auch alle, die in diesem Bereich tätig werden wollen. Wer sich noch nicht angemeldet hat, muss dies aus organisatorischen Gründen bis Donnerstag, 23.10.08 um 12:00 beim Naturpark Telefon 09922 / 80 24 80 vornehmen.
2008.10.17 -
Staudruckmaschine - Vortrag im Naturpark – Informationshaus zusammen mit dem Arbeitskreis Energie
Neue Technologie zur ökologischen Verbesserung an Wehren
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 findet im Naturpark- Informationshaus an der B11 - Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3) ein Vortragsabend in Sachen Wasserkraft statt.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 24.10.2008 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Sonnenhauses.
„Das von Adolf Brinnich entwickelte Prinzip der Staudruckmaschine (SDM) vereinigt Ökologie und Ökonomie im Bereich der kleinen Wasserkraft.
Die SDM gewährleistet die sohlnahe Durchgängigkeit für Fische und andere Kleinlebewesen, öffnet Flüsse an vorhandenen Querbauwerden und erfüllt damit die Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten ökologischen Zustand der Gewässer fordert.
Mit der SDM steht erstmalig eine Wasserkraft - Technologie zur Verfügung, die nicht nur hilft, umweltfreundlichen Strom zu produzieren, sondern auch gleichzeitig Flüsse zu renaturieren“, so heißt es auf der Internetseite von www.OEWATEC.de
Naturpark und Arbeitskreis Energie laden zum gemeinsamen Vortragsabend. Referenten sind Dipl. Ing. Christoph Pfeffer und die beiden Geschäftsführer von OEWATEC Christoph Hermesmeier und Dieter Pressentin.
An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, der Eintritt ist frei.
2008.10.14 - Kultur und Brauchtum im Naturpark
Kreisheimatpfleger Hans Neueder referiert im Bahnhof Bogen
In der Naturpark- Infostelle im Bahnhof Bogen konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. neben einer Reihe von Interessierten den Referenten Hans Neueder begrüßen. Dieser zeigte nach einer kurzen Einführung zwei Filme die Brauchtum und Lebensweisen von der Donau zum Wald zeigten. In einem ersten Film von Paul Enghofer aus dem Jahr 1962 mit dem Titel „Durch Gäu und Wald“ machte der Filmautor einen Streifzug entlang des Donautals bis hin zu den Höhen des Vorderen Bayerischen Waldes. Dabei kam die Bogener Kerzenwahlfahrt, das Englmari - Suchen, die Klöster im Donauraum aber auch beispielsweise die Burgruine Falkenfels und das Straubinger Volksfest mit dem Trachtenzug vor.
In einem zweiten Film von Johann Leopold Urban mit dem Titel „Vom Gäu in den Wald“ wurde der Landschaftsraum hin bis zu den Hochlagen des Bayerischen Waldes vertieft. Johann Leopold Urban, der Filmemacher stammte aus einem Fotogeschäft aus Straubing und hatte in Berlin eine Ausbildung zum Kameramann absolviert. Der 1933 entstandene Film musste der damaligen Zensur vorgelegt werden. Der Film wurde in Straubing nur noch in Fragmenten gefunden, die vom Bundesarchiv in Koblenz rekonstruiert und wieder zusammengefügt wurden. Der früher eine Stunde umfassende Film zeigt heute drei Teile mit insgesamt etwa 50 Minuten. Es sind eine Donaufahrt von Weltenburg bis Obernzell, die Naturschönheiten und der Brauchtum des Bayerischen Waldes sowie die Bereiche Wintersport, Industrie und bäuerliches Handwerk enthalten. Einzigartige Szenen sind in dem Film festgehalten. Es wird beispielsweise ein Pferdehandel auf dem Straubinger Markt gezeigt. Das Flachsbrechen aber auch die Urwälder am Falkenstein und die Schachtenhirten. Das Skispringen auf der Schanze in Grafenau kommt ebenso vor wie die Glasfachschule in Zwiesel oder Bilder von der Holztrift am Fällenrechen. Das Holzdrahthobeln und die Granitindustrie und auch die Fachschule für „Schnitzer“ wurden in kurzen Passagen abgehandelt.
Beide Filme liefen ohne Ton, sodass der Kreisheimatpfleger Hans Neueder die Gelegenheit hatte, die Szenen aus seiner Sicht zu kommentieren.
Am Ende des etwa 1,5 - stündigen Vortragsabends bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten und bei den Teilnehmern fürs Kommen.
2008.10.10 - Ilz-Infostelle ab Sonntag, 19.10.08 für die Öffentlichkeit zugänglich
Naturpark Bayerischer Wald e.V. lädt zum Tag der Offenen Tür
Die Naturpark-Infostelle für den Landkreis Freyung-Grafenau im Schloss Fürsteneck wird in diesen Tagen fertig gestellt. Am Sonntag, 19.10.2008 um 13:00 Uhr findet ein kurzer Festakt zur Eröffnung statt. Neben den geladenen Gästen ist auch die Gesamtbevölkerung ganz herzlich zur Eröffnungsveranstaltung und zum nachfolgenden „Tag der Offenen Tür“ eingeladen. Erstmals wird die Naturpark-Infostelle mit dem Schwerpunktthema Ilz und Flussperlmuschel der Öffentlichkeit präsentiert.
Gleichzeitig wird an diesem Nachmittag auch das ehemalige Künstleratelier von Josef Fruth in der Alten Wache im Schloss Fürsteneck zugänglich sein. Der Förderkreis Josef Fruth hält an diesem Sonntag auch seine Jahresversammlung ab.
Die Hauptförderung für die Infostelle kam von der Europäischen Union über den Europäischen Regionalfonds EFRE im Rahmen des Ziel 2 Programms Bayern.
Die Infostelle ist künftig von Mittwoch bis Montag und an Feiertagen jeweils von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr (Dienstag Ruhetag) geöffnet.
Zur Eröffnungsfeier ergeht an alle Interessierten herzliche Einladung.
2008.10.10 - Ausstellungseröffnung im Grenzbahnhof Eisenstein
Josef Protiva und Jan Bosek präsentieren beim Naturpark
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 lädt der Naturpark Bayerischer Wald e.V. zu einer Ausstellungseröffnung in den Grenzbahnhof Eisenstein ein. Beginn ist am Freitag, 17.10.2008 um 19:30 Uhr im Infozentrum Grenzbahnhof in Eisenstein.
Josef Protiva und Jan Bosek zeigen Ölgemälde und Holzreliefschnitte. Zu diesen Holzreliefarbeiten wurde überwiegend Buchenholz verwendet. Die Werke der beiden aus Nordböhmen stammenden Aussteller sind bis März 2009 im Veranstaltungsraum des Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein während der üblichen Öffnungszeiten zugänglich.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19:11 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 21:40 Uhr ist gut möglich.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eintritt frei.
2008.10.02 - Durch den Urwald zum Arberteppich
Im Rahmen des bayernweiten Aktionsprogramms „Bayern Tour Natur“ führte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald letzten Sonntag 45 Teilnehmer einer Naturpark-Exkursion vom Großen Arbersee über die Seewand zum Gipfelplateau. Für viele der größtenteils einheimischen Wanderer war es die erste Tour durch eines der letzten „Urwaldgebiete“ des Bayerischen Waldes.
Bereits beim „Eintritt“ in den Seewand- oder Kaisersteig wurde besonders deutlich, dass das Naturschutzgebiet mit Recht oft als „Wilde Schönheit“ bezeichnet wird. Stürzt ein Baum so um, dass er den Weg blockiert, wird er zersägt, so dass nur der Teil, der auf dem Weg liegt, zur Seite geschafft werden muss. Dadurch wird verhindert, dass zusätzliche Trampelpfade entstehen. Der liegende Stamm dient dann als „Keimbett“ für neues Leben: Dort, wo z.B. Gräser oder Heidelbeersträucher den Waldboden bedecken, haben es Baumkeimlinge ohne solch ein erhöhtes „Keimbeet“ oft schwer. Im Kampf um Sonnenlicht unterliegen sie größeren Pflanzen. Nach etwa 30 Jahren erinnern dann nur die Stelzenwurzeln des jungen Baums daran, dass er sein Leben quasi dem Tod eines anderen Baumes verdankt. Sein ehemaliges Keimbeet, der liegende Baumstamm, ist verrottet.
Aber auch die ständig tropfenden Felsen faszinierten die Wanderer. Isabelle Auer regten sie immer wieder an, die Gruppe auch auf die unterschiedlichsten Moos- und Farnarten, also die eher unscheinbaren und trotzdem die Seewand so prägenden „Bewohner“ des Gebiets hinzuweisen.
Dass die Wanderer für die zwei Stunden, in denen sie die Seewand durchwanderten, viel über die Natur und Naturschutzarbeit in der Arberseewand erfahren hatten, und sich dabei sogar wie „in einer anderen Welt“, gefühlt hatten, bestätigte ein Exkursionsteilnehmer am Arbergipfel, dem Ziel der Führung folgendermaßen: „Die Einsamkeit und Wildnis der Seewand und der Besucherandrang am Gipfel stehen schon in einem starken Gegensatz zueinander. Trotzdem ist die Natur hier oben auch immer etwas ganz Besonderes, nicht nur jetzt im Herbst, wenn der Gipfel sich rotbraun färbt.“
2008.10.02 - Kultur und Brauchtum um den Bogenberg
Vortrag und Filmvorführung in der Naturpark - Infostelle Bahnhof Bogen
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen Vortrag und eine Filmvorführung durch Hans Neueder, den Kreisheimatpfleger des Landkreises Straubing – Bogen an.
Treffpunkt ist am Freitag, 10.10.2008 um 19:30 Uhr in der Naturpark - Infostelle im Bahnhof Bogen, nicht wie versehentlich im Programm abgedruckt erst um 20:30 Uhr. Der Veranstaltungsraum befindet sich im Obergeschoss.
Das Thema „Kultur und Brauchtum um den Bogenberg" wird in einer kurzen Einführung behandelt. Anschließend wird der Film "Der Bayerische Wald" vorgestellt, der 1933 entstanden ist. Der damals wohl nie gezeigte Film ist eine Rarität ersten Ranges, die der Straubinger Fotograf und Filmemacher Johann Leopold Urban hergestellt hat und die erst seit kurzem in bearbeiteter Form vorliegt.
In drei Teilen behandelt der Film eine "Donaufahrt von Weltenburg nach Obernzell", die "Naturschönheiten und das Brauchtum im Bayerischen Wald" und den "Wintersport, Industrie und Handwerk im Bayerischen Wald". Der Vergleich "damals-heute" macht die gewaltige Entwicklung in unserem Raum deutlich.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
2008.09.19 - Abenteuerliches vom Arber
„Der rote Teppich des frühherbstlichen Arbergipfels“. Unter diesem Motto stand letzten Mittwoch die von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer geleitete Exkursion rund um das Arbergipfelplateau. Von dem frühherbstlichen roten Teppich bekamen die Teilnehmer jedoch nicht viel zu sehen. Vielmehr bot sich der Gruppe von Hartgesottenen ein vorwinterliches Bild. In der Nacht zuvor war auf dem Gipfelplateau der erste Schnee des Winters gefallen und hatte den König des Bayerischen Waldes mit einer dünnen Puderzuckerschicht überzogen. So bot sich den Teilnehmern ein faszinierendes Bild von vereisten Bäumen und Pflanzen, und hier und da war der Schnee auch noch vereinzelt liegengeblieben.
Die winterlichen Umstände hielten Isabelle Auer aber nicht davon ab, den interessierten Teilnehmern Wissenschaftliches und Literarisches rund um den höchsten Punkt des Bayerischen Waldes zu berichten. Am Kleinen Seeriegel, von dem aus sich dem Besucher ein gutes Panorama über den Kleinen Arbersee bietet, berichtete sie von der „Beinahe-Mordgeschichte“ am Kleinen Arbersee. Zu Beginn der 1990er Jahre fanden Taucher, die zu Forschungszwecken den Grund des Sees erkundschafteten, im Morast eine Geldbörse. Da ihnen der Sauerstoff ausging mussten sie an die Oberfläche zurückkehren und konnten die Umgebung nicht nach weiteren Fundstücken absuchen. Als sie die Geldbörse am Ufer öffneten, stellten sie zu ihrem Erstaunen fest, dass darin 300 DM gut erhaltenes Bargeld, sowie diverse Kundenkarten enthalten waren. Dank des Namen auf Bank- und Kundekarten konnten sie die Besitzerin der Geldbörse ausfindig machen. Diese meldete sich auf Anhieb am Telefon, womit den Tauchern ein Stein vom Herzen fiel. Die Frau konnte den Tauchern auch berichten, wie sie ihre Geldbörse verloren hatte: Zu Beginn der 1980er Jahre war sie mit Freundinnen in einem Ruderboot auf dem Kleine Arbersee unterwegs. Da sich die Damen im Boot nicht sehr geschickt anstellten, kenterte das Boot und die drei Damen fielen in den See, wobei die Geldbörse verloren ging. Die Frauen wurden gerettet. Nach der Bootsfahrt hatte man geplant, noch Glas einzukaufen. Da aber nur eine von Ihnen eine Handtasche mitgenommen hatte, gaben ihr die anderen beiden ihr Geld, damit sie es aufbewahren konnte. Aus dem Einkaufsbummel wurde nach dem Unfall dann jedoch nichts mehr.
Die Teilnehmer der Exkursion konnten also erleichtert aufatmen. Isabelle Auer führte die durchfrorenen Teilnehmer zuletzt noch bis zum Gipfelkreuz, an dem sie die erste winterliche Führung dieses Jahres beendete.
2008.09.19 - In zwei Tagen vom Eck zum Falkenstein
Die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald bieten Mitte Oktober ihre erste Zweitageswanderung an. Die Leitung liegt bei den beiden Arbergebietsbetreuerinnen Isabelle Auer und Caroline Stautner.
Treffpunkt für die Zweitagestour, die bei jedem Wetter stattfindet, ist am Mittwoch, 15. Oktober um 9:00 Uhr im Zwieslerwaldhaus. Mit dem Bus geht es dann zum Ausgangspunkt der Tour, zum Eck.
Von dort aus wird man mit einer reinen Gehzeit von sechs Stunden (keine Einkehrmöglichkeit unterwegs) zum Gipfel des Großen Arbers wandern. Nach einer Gipfelführung bei Sonnenuntergang wird man im Arberschutzhaus übernachten. Gestärkt von einem reichhaltigen Frühstücksbuffet geht es am nächsten Tag weiter über Bayerisch Eisenstein, Schwellhäusl, Zwieslerwaldhaus und den Steinbachfällen hinauf zum Großen Falkenstein. Nach einer Rast am Falkenstein geht es über den Ruckowitzschachten zurück nach Zwieselerwaldhaus. Die Tour endet am Donnerstag, 16. Oktober gegen 18 Uhr im Zwieslerwaldhaus. Da diese Etappe etwa zehn Stunden dauern wird, ist die Exkursion nur für ausdauernde Wanderer zu empfehlen.
Da die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis zum Freitag, 26. September, 16:00 Uhr erforderlich unter Tel. 09922-802480. Die Unkosten für Übernachtung und Transfer müssen selbst getragen werden.
Am ersten Tag bestehen erst am Zielpunkt der Etappe, dem Arbergipfel, Einkehrmöglichkeiten. Deshalb sollte man sich neben wetterfester Kleidung und festem Schuhwerk auch eine Brotzeit mitnehmen.
2008.09.12 - Der Arbergipfel im Herbst
Für viele Wanderer ist es im Frühherbst auf dem Arbergipfel am schönsten: „Arberteppich“ nennen es einige, wenn die Heidelbeerensträucher sich verfärben und die Hänge rund um das Gipfelplateau rotbraun werden.
Dass die Natur am Arbergipfel aber auch sonst viele Besonderheiten aufweist, wird Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bei einer 1,5stündigen Führung rund um das Gipfelplateau am Mittwoch, 17. September zeigen.
Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Arberkapelle am Gipfelplateau. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
2008.09.12 - Tag des Geotops
Naturpark-Wanderung am Quarzriff „Großer Pfahl“
Am kommenden Wochenende werden in ganz Deutschland viele Veranstaltungen zum „Tag des Geotops“ angeboten. Geotope sind steinalte Boten der Erdgeschichte, wie beispielsweise bizarre Felsen, geheimnisvolle Höhlen oder Fundstellen seltener Mineralien. Hier kann man gleichsam den „Pulsschlag der Erde“ fühlen. Das Quarzriff „Großer Pfahl“ bei Viechtach führt als „Bayerns Geotop Nummer eins“ die Bestenliste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler in Bayern an.
Im Naturschutzgebiet „Großer Pfahl“ findet sich eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt. Wie „Bonsaibäume“ wachsen uralte und knorrige Pfahlkiefern fast auf dem nackten Felsen. Grünlich schimmernd überzieht die Schwefelflechte manche feuchtere Felswände der hoch aufragenden Quarzriffe. In einem Fangtrichter am Felsenfuß wartet der Ameisenlöwe auf seine Beute. Wechselwarme Reptilien wie die prächtig schimmernde Zauneidechse oder die schlanke, völlig ungiftige Schlingnatter bevorzugen die sonnen- und steinreiche Südseite der Felsen. Jahrhunderte lang wurde das Umfeld der Felszüge als meist gemeinschaftliches „Weideland“ genutzt. So entstand eine artenreiche „Pfahlheide“, die gerade zur herbstlichen Wanderzeit ein buntes Farbenspiel mit dem purpurrosa blühenden Heidekraut oder der gelben Blutwurz bietet.
Pfahl-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald lädt anlässlich des „Tags der Geotope“ zu einer zweistündigen naturkundlichen Wanderung am Quarzriff „Großer Pfahl“ ein. Dabei kann man Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder fast 100-jährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch erfahren. Für große und kleine Naturfreunde ist dabei einiges geboten: Spielerisch kann man den Pfahl mit der Pfahlsage kennen lernen oder mit Lupen auf dem eigens eingerichteten Klopferplatz nach Bergkristallen suchen.
Treffpunkt in Viechtach ist am Sonntag, den 21.September um 13:30 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B85.
2008.09.08 - Luchsprojekt des Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Luchs-Nachrichten berichten über Fotofallenmonitoring
Die aktuelle Ausgabe der Luchs-Nachrichten widmet sich dem im vergangenen Winter durchgeführten Fotofallen - Monitoring. Ziel, Methode und eingesetzte Technik werden vorgestellt und darüber hinaus wird über die spannenden Ergebnisse berichtet.
Der Naturpark hatte mit automatischen Kameras, die über Bewegungsmelder auslösen, in zwei Referenzgebieten im Bayerischen Wald Daten erhoben und ausgewertet. Viele Tierarten ließen sich damit fotografieren, darunter auch vier Luchse.
Die Luchs-Nachrichten werden zunehmend auch zum Forum für andere so genannte Große Beutegreifer. Nach mehreren Berichten zum Wolf in Mitteleuropa wird diesmal die Situation des Bären in der Schweiz beleuchtet.
Zu beziehen sind die Luchs-Nachrichten über den Naturpark Bayerischer Wald e.V., Tel. 09922-802480 oder naturpark-bayer-wald@t-online.de oder über newsletter@luchsprojekt.de.
Die digitale Ausgabe steht zum Herunterladen auf der Website des Luchsprojekts www.luchsprojekt.de unter InfoMaterial zur Verfügung.
2008.09.03 - Europäische Fledermausnacht am Silberberg
Gemeinsame Exkursion von Naturpark und LBV gut besucht
Bereits zum zwölften Mal fanden am letzten Samstag in ganz Europa Aktionen zur „Europäischen Fledermausnacht“ statt. Auch der Naturpark Bayerischer Wald beteiligte sich in Zusammenarbeit mit dem LBV Regen mit einer Veranstaltung am Bodenmaiser Silberberg daran. Über 100 Naturbegeisterte aus dem ganzen Bayerischen Wald waren nach Bodenmais gekommen, um sich von Naturpark-Fledermausexpertin Susanne Morgenroth in die faszinierende und den meisten Menschen relativ unbekannte Welt der „kleinen Schatten der Nacht“ einführen zu lassen. Dabei ging die Wildbiologin, die als Pionierin in der Fledermausforschung im Bayerischen Wald gilt, nicht nur über Aussehen und Lebensweise der Insektenjäger ein, sondern erklärte, wie jeder einzelne sich für den Erhalt dieser bedrohten Tierart einsetzen kann.
Als Höhepunkt ihres Vortrags hatte die Fledermausexpertin zwei - nicht mehr flugfähige - lebende Fledermäuse mitgebracht, die in freier Wildbahn nicht überlebensfähig wären.
Theoretisch so auf die Fledermausbeobachtung vorbereitet, konnten die Exkursionsteilnehmer an der „Gottesgabe“ ihr neu gelerntes Wissen gleich anwenden: Mit Hilfe von drei Detektoren, wurden die Ultraschalltöne, die den Fledermäusen zur Orientierung dienen, hörbar gemacht. Die vielen Fledermäuse, die sich zeitweise eine regelrechte „Balzjagd“ lieferten, begeisterten nicht nur die Exkursionsteilnehmer, sondern sie verdeutlichten auch, dass die Stollen im Silberberg wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und der konstanten Temperatur von 5° Celsius optimale Bedingungen für diese geschützten Tiere bieten.
Am Schluss fasste ein Besucher aus Passau das zusammen, was viele meinten: „Für die Europäische Fledermausnacht am Silberberg lohnte sich auch dieses Jahr wiederum die weiteste Anfahrt.“
Weitere Informationen über das Fledermaus-Projekt des Naturparks Bayerischer Wald e.V. finden Sie unter: http://www.fledermus-bayern.de
2008.09.02 - Natur und Geschichten rund um dem Arbergipfel
Die beiden Arbergebietsbetreuerinnen Caroline Stautner (Naturparke Oberer Bayerischer Wald) und Isabelle Auer (Naturpark Bayerischer Wald) bieten am Mittwoch, 10 September eine gemeinsame Führung rund um das Gipfelplateau an. Dabei werden sie nicht nur über die Entstehung des Berges und auf seine besondere Naturschönheiten eingehen. Schwerpunkt der etwa 1,5stündigen Führung wird diesmal die „sagenhafte“ Seite des Berges sein. Aber auch unglaubliche - wahre Geschichten – rund um den „König des Bayerischen Waldes“ werden zur Sprache kommen.
Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Arberkapelle am Gipfelplateau. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
2008.08.22 - Natur erleben am Großen Arber
Die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald laden nächste Woche gleich zu zwei Führungen am Arber ein:
Am Mittwoch 27. August findet ein spannender Naturerlebnis-Spaziergang mit Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald rund um den Kleinen Arbersee statt. Treffpunkt ist um 11 Uhr bei der Brücke am Auslauf des Kleinen Arbersees.
Unter dem Motto „Auf den Arber mit Groß und Klein“ leitet Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald am Donnerstag, 28 August eine Arberwanderung speziell für Familien. Im Verlauf der ca. 3 stündigen Wanderung zum Gipfel sind viele Spiele eingeplant, so dass die Zeit im Nu vergeht und der Arbergipfel so ganz nebenbei erklommen wird. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Brennesparkplatz. Die Führung ist eine Aktion der beiden Naturparke Bayerscher Wald und Oberer Bayerischer Wald.
Information/ Anmeldung für die Familienwanderung bis Dienstag, 26.08.08, 12:00 Uhr unter 09971 / 78 394 oder 09922 / 80 24 80.
Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Bitte die Brotzeit nicht vergessen! Die Wanderung endet am Arbergipfel.
2008.08.22 - Umweltstaatssekretär Dr. Marcel Huber trägt sich in das „Goldene Buch“ von Bayer. Eisenstein ein
Naturpark informiert über Sanierung des Grenzbahnhofes
Auf Einladung von Bürgermeister Thomas Müller aus Bayerisch Eisenstein hin, der gleichzeitig 3. Vorsitzender des Naturpark Bayerischer Wald e.V. ist, kam Umweltstaatssekretär Dr. Marcel Huber mit seiner Frau nach Bayerisch Eisenstein und besuchte den Grenzbahnhof und das Bayerisch - Böhmische Informationszentrum für Natur- und Nationalparke.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Müller und den 1. Naturparkvorsitzenden Heinrich Schmidt, erfolgte eine Rundgang durch den historischen Grenzbahnhof, beginnend in der grenzüberschreitend errichteten Eingangshalle. Geschäftsführer Hartwig Löfflmann stellte der von Landrat Heinz Wölfl begleiteten Gruppe das bisherige Infozentrum mit seiner Ausstellung kurz vor. Ein weiterer, ausführlicher Gesprächspunkt waren die geplanten Aktivitäten im grenzüberschreitende erbauten Bahnhof aus der Zeit des Königreichs Bayern und der K & K – Donaumonarchie. Der Naturpark beabsichtigt dort nach der ökologisch modellhaften Gebäudesanierung Ausstellungen zu präsentieren und die historischen Räume der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Anziehungspunkte sollen vor allem das Europäische Fledermauszentrum in den Kellergewölben und eine Modelleisenbahn im Dachgeschoss sowie eine Ausstellung zum Thema „Eisenbahn und Mobilität sein.“
Dr. Marcel Huber zeigte sich beeindruckt von der Größe und Repräsentativität des grenzüberschreitenden Bahnhofsgebäudes und begrüßte die Absicht des Naturpark Bayerischer Wald e.V. das historische Gebäude beispielhaft und als Modellprojekt sanieren zu wollen. Er sicherte seine Unterstützung zu. Der Naturpark ist gerade dabei, ein Finanzierungskonzept mit den Förderstellen abzusprechen und möchte den Förderantrag für INTERREG VI – Förderung spätestens zum Jahreswechsel eingereicht haben.
2008.08.19 - Wo sich Schlangen und Eidechsen wohlfühlen
Schlangen umgibt seit Jahrtausenden ein Mythos. Leider ist er oft negativ besetzt. Am Sonntag, 24. August bieten LBV-Geschäftsstellenleiter und Wildhüter Markus Schmidberger und Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald eine 1,5stündige Exkursion zum Thema „Schlangen und Eidechsen im Arbergebiet“ an. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz Mooshütte. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk. Die Führung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist jedoch bis Freitag, 22. August beim LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling erforderlich unter Tel. 09977/8227
Diese Führung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Naturparke Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Zwiesel) und des Naturparks Oberer Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Cham) sowie der LBV Kreisgruppe Cham.
2008.08.19 - Europäische Fledermausnacht – Eine Fledermausführung im Silberberg
Fledermausexpertin Susanne Morgenroth und Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayer. Wald bieten am Samstag, 30 August - in der „Europäischen Fledermausnacht“ - eine dreistündige Führung am Silberbergwerk bei Bodenmais an. Nach einer „geschichtlichen Wanderung“ zum Silberbergwerk und einem einführenden Fledermausvortrag im Barbarastollen werden die Teilnehmer ihr neu gelerntes Wissen bei der anschließenden Fledermausbeobachtung im Freien vertiefen können. Der Treffpunkt ist beim Kassenhäuschen am Parkplatz des Silberberges (Talstation) um 19.30 Uhr.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte nehmen sie eine Taschenlampe mit und denken Sie außerdem an wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk.
Diese Führung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Naturparke Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Zwiesel) und des Naturparks Oberer Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Cham) sowie des LBV Regen.
2008.08.18 - Führung mit Gebietsbetreuerin Caroline Stautner am Arbergipfel
Am Mittwoch, den 20.08.08 um 11:00 Uhr bietet Arbergebietsbetreuerin Caroline Stautner vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald eine etwa eineinhalbstündige Führung „Rund um den Arbergipfel“ an. Dabei wird sie naturkundliche Besonderheiten, Geschichtliches und Wissenswertes zum Gipfelmassiv des Großen Arbers und zur näheren Arberregion erläutern. Auch wird man typische und besondere Pflanzen, die ausschließlich am Arbergipfel vorkommen zu sehen bekommen.
Treffpunkt ist an der Arberkapelle am Arbergipfel. Die Führung ist kostenlos. Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk.
Diese Führung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Naturparke Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Zwiesel) und Oberer Bayerischer Wald e.V. (Geschäftstelle Cham).
2008.08.14 - Der Große Arbersee: Naturschutz und Tourismus im Clinch?
Neben dem Arbergipfelplateau ist der Große Arbersee das am meisten besuchte Ausflugsziel im Bayerischen Wald. Eine bei einem Projekttag zum Thema „Naturschutz und Tourismus“ gemachte Umfrage unter Seebesuchern zeigte jedoch, dass nur wenige wissen, dass sie sich in einem Naturschutzgebiet befinden. Absperrungen werden überschritten, um das Wollgras oder die Gelbe Teichrose zu photographieren. Weitere Trampelpfade entstehen dort, wo sich auf dem Weg Pfützen bilden, da die Spaziergänger nicht durch den Schmutz waten wollen.
Enten werden von nichtwissenden Tierliebhabern gefüttert, ohne zu ahnen, dass sie damit dem See schaden.
Neben diesen negativen Auswirkungen des Massentourismus zeigte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald den 35 Teilnehmern einer zweistündigen Führung rund um den Großen Arbersee jedoch vor allem, warum der See als einer der schönsten Naturschutzgebiete Mitteleuropas gilt: Der See vor allem bekannt für seine Seewand und den ein bis drei Meter dicken „Schwimmenden Inseln“. Sie sind in dieser Form entstanden, als sich mit dem Aufstauen des Sees Moorflächen – in erster Linie Torfmoose – vom Grund des Sees lösten. Anders als am Kleinen Arbersee, wo zwei Inseln sich noch frei auf der Wasserfläche bewegen, sind sie am Großen Arbersee fest am Grund verankert. Rauschbeeren, Sonnentau, aber auch schon vereinzelt Bäume wachsen darauf.
Den Exkursionsteilnehmern wurde so deutlich, dass Naturschutzregeln, auch wenn sie von manchen Erholungssuchenden als Einschränkung empfunden werden, neben Pflanzen und Tieren vor allem auch den Menschen nutzen. Nur in einer intakten Natur kann das „Naturwesen Mensch“ sich erholen. Und nur wenn sich die Menschen von heute an die Naturschutzregeln halten, können auch die Menschen von morgen die Natur genießen.
2008.08.14 - Naturpark und Naturkundlicher Kreis am Teufelssee im Böhmerwald
Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Naturkundliche Kreis Bayerischer Wald e.V. führten unter der Leitung von Fritz Pfaffl eine gemeinsame Wanderung zum Teufelssee im Böhmerwald durch. An mehreren stellen erläuterte der Referent auf anschauliche Art und Weise die Entstehung von Gletschern und deren Wirkung auf das Grenzgebirge.
Der Teufelssee im Böhmerwald liegt gemeinsam mit dem Schwarzen See in einem 175 ha großen Naturschutzgebiet, das schon 1911 errichtet wurde. Der Böhmische Seewand-Berg, 1343 m hoch und das Seegelände liegen in den weicheren Glimmerschiefern und Glimmergneisen des Künischen Gebirges. Der Teufelssee liegt in 1030 m Höhe, hat eine maximale Tiefe von 36,5 m und ist mit 10,3 ha Wasserfläche der zweitgrößte See des Gebietes und auch der sauerste See des Hohen Böhmerwaldes. Er ist der einige Eiszeitsee auf der böhmischen Seite des Gebirges, der durch den Seebach sein Wasser nach Bayern der Donau zufließen lässt. Sein Wasservolumen wurde mit ca. 1,4 Mio. m³ errechnet.
In der Seewand sind die Glimmerschieferfelsen“ mit Schrammen und Kritzer vom Gletscherschiff herrührend bedeckt, weil Glimmerschiefer weicher als Granit und Gneis sind. Deswegen sind der Teufelssee und der Schwarze See auch tiefer als beispielsweise die Arberseen oder der Rachelsee. Die Gletscher konnten das härtere Gestein nicht so ausarbeiten. In der Seewand gibt es noch Überreste einer arktisch-alpinen Flora.
Parallel zum Seeufer erstrecken sich linkerhand drei Seitenmoränenwalle. Die Endmoränen, die der Gletscher geschaffen hat, verlaufen bis 200 m See abwärts.
Der Seebach hat sich in der Vergangenheit deutlich mehrere Meter tief eingeschnitten. Die rechte Seitenmoräne, dem benachbarten Schwarzen See zu, ist ein deutlich breiterer Moränenkamm, der in zwei Parallelzüge zerlegt wird.
2008.08.11 - Auf den Arber mit Groß und Klein
Gebietsbetreuerin Isabelle Auer führte 15 Wanderer „spielend“ auf den Großen Arber
Das wichtigste Ziel der Umweltpädagogen vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. ist es, Menschen für die Natur zu begeistern. Dass nicht nur Kinder sondern auch noch Erwachsene spielerisch besonders gerne und leicht etwas über die Natur erfahren, zeigte sich bei einer Arberführung, die Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer letzten Donnerstag anbot.
Gleich zu Beginn der Wanderung vom Brennesparkplatz über den Schmugglerweg zum Gipfelplateau erlebten die 15 Teilnehmer, wie interessant es sein kann, wenn man den Wald, wie beim so genannten „Spiegelgang“, aus einer anderen Perspektive betrachtet: Ein auf der Nase gehaltener Taschenspiegel spiegelt hier nicht nur Baumwipfel und Waldboden wider, sondern er kann auch Gegenstände verzerren. Vertrautes, wie z.B. die eigenen Füße, wirkt plötzlich fremd.
Viel Vertrauen und etwas Mut war beim nächsten Spiel, der „Baumfreundsuche“ gefordert.
Eltern, aber auch ältere Geschwister, führten ihren „Spielpartner“, der die Augen verbunden hatte, zu dem Baum, den sie ihm jeweils als „Baumfreund“ geben wollten. Der „neue Freund“ Baum wurde blind ertastet. Besonderheiten, wie Astlöcher, konnten so erfühlt werden. Jeder Teilnehmer schaffte es am Schluss des Spieles – wieder sehend – seinen Baum zu finden.
Einig war sich die Gruppe jedoch bei der Wahl ihres Lieblingsspieles, des Zapfenschießens. Alle Kinder, von der dreijährigen Lisi bis zur elfjährigen Johanna, aber auch alle Erwachsenen – selbst die, die ohne Kinder gekommen waren, - setzten sich mit Feuereifer für ihre Mannschaft ein. Den in etwa zwei Metern aufgestellten Fichtenzapfen mit dem eigenen Zapfen zu treffen, war dabei eher Nebensache.
Bei der Wanderung über den Schmugglersteig stellte sich heraus, dass Kinder auf dem „Spielplatz Natur“ häufig gar keine Erwachsenen brauchen, um „Naturspiele“ zu erfinden: Auf dem steinigen Weg, der manchen Erwachsenen sogar gefährlich erscheint, versuchte ein Teil der Kinder, von Stein zu Stein zu springen, ohne den Boden dazwischen zu berühren.
Nach dreistündiger Wanderung erreichten alle ihr Ziel, das Arbergipfelplateau. Für viele war es die erste Gipfelbesteigung, nicht nur für die dreijährige Lisi.
2008.08.11 - Mensch und Natur am Arbergipfel
Das Arbergipfelplateau galt schon immer als besonderer Ort. Wegen seiner vier Felsengipfel, die fast genau nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet zu sein scheinen, war er bereits vor der Christianisierung ein Kultort. Auch sein Name weist auf seine wichtige Stellung in der Mythologie des Bayerischen Waldes hin: Die althochdeutsche Form, aus der sich durch Lautverschiebungen schließlich der heutige Name „Arber“ entwickelte, bedeutete soviel wie „Kampfheiligtum“.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald zeigte letzten Mittwoch den 15 Teilnehmer einer Gipfelführung, dass der Arber – trotz seiner Verbauung – darüber hinaus noch immer voll von botanischen und geologischen Besonderheiten ist. Diesmal interessierten sich die Exkursionsteilnehmer vor allem für den zur Zeit blühende dunkellila Ungarische Enzian. Hauptverbreitungsgebiete der bis zu einen halben Meter hohen Pflanze sind die Ostalpen, die Karpaten und Siebenbürgen. Im Gegensatz zu vielen anderen botanischen Raritäten – wie z.B. der Krause Rollfarn – ist der Ungarische Enzian am Arber ungefährdet.
Am Beispiel der Radartürme und des Sendemasten verdeutlichte die Gebietsbetreuerin, wie im Gipfelbereich des „Königs des Bayerischen Waldes“ die unterschiedlichsten Interessen aufeinanderprallen: Wünschen sich die Vertreter des Naturschutzes schon seit langem den Rückbau in besonders diesem Bereich des Gipfels, so verhindern dies Rechte des Militärs bzw. wirtschaftliche Gründe.
Nach der einstündigen Führung rund um das Gipfelplateau hatten die Exkursionsteilnehmer so nicht nur viel über die Natur und Kulturgeschichte des Arbers erfahren, sondern auch einen Einblick in die behördliche Naturschutzarbeit erhalten.
2008.08.07 - Der Fischotter an der Ilz
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 veranstaltete der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Exkursion zum Thema Fischotter an der Ilz. Naturpark Gebietsbetreuer Stefan Poost erläuterte den gut 25 Teilnehmern unter anderem die Biologie und Lebensweise des Fischotters, sowie die Ausbreitung in den letzten 20 Jahren. Natürlich wurden auch die Probleme mit Teichbesitzern und Fischern nicht außen vor gelassen, Hilfsmaßnahmen mittels Abwehrzaun oder Elektrozaun wurden diskutiert. Auch wenn sich der scheue und nachtaktive Wassermarder nicht sehen ließ, waren die Besucher doch von seiner Anwesenheit im Ilzgebiet zu überzeugen. Nach fast drei Stunden Wanderung wurde am Parkplatz anhand eines Fischotter- und Biberpräparates den Teilnehmern noch ein Blick auf die unterschiedlichen Wasserbewohner vermittelt. Vor allem die langen und ständig nachwachsenden Zähne des Pflanzenfressers Biber beeindruckte sowohl Kinder, als auch Erwachsene und der Unterschied zum Raubtiergebiß des Fischotters konnte deutlich gesehen werden.
2008.08.07 - Der Große Arbersee – ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit
Am Mittwoch, den 13. August bietet die Arber-Gebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald eine naturthematische Wanderung rund um den Großen Arbersee an. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Im Mittelpunkt der ca. 1,5-stündigen Führung steht besonders die Entstehung des Sees. Außerdem wird Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt erläutert werden. Aber auch die Rolle des Naturschutzgebietes heute im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Tourismus soll behandelt werden.
Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2008.08.01 - Spuren der Eiszeit auf dem Arbergipfel
Der Naturpark Bayer. Wald lädt am Mittwoch, den 06.08.08 um 11:00 Uhr zu einer Führung auf dem Arbergipfelplateau unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ein. Treffpunkt ist an der Arberkapelle am Arbergipfel (beim sogenannten Großen Seeriegel). Beim etwa einstündigen Rundgang auf dem Gipfelplateau stehen diesmal die Spuren der Eiszeit im Vordergrund. Doch auch die „sagenhafte“ Seite des Arbers und aktuelle Fragen, wie z.B. die heutige Situation des Berges im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Tourismus, sollen bei dieser Naturpark-Exkursion nicht zu kurz kommen.
Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2008.08.01 - Spielend auf den Großen Arber
Zum Beginn der Schulferien in Bayern lädt der Naturpark Bayer. Wald e.V. am Donnerstag, den 7. August besonders Familien dazu ein, mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer spielend auf den Großen Arber zu wandern. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Brennes - Parkplatz. Auf der dreistündigen Führung über den Schmugglerweg zum Gipfel werden die Teilnehmer spielend und mit viel Spaß Wissenswertes über die Natur am Arber erfahren. Der Weg ist für Kinderwägen leider nicht geeignet. Denken Sie bitte an festes Schuhwerk und an eine Brotzeit.
Wer an dieser erlebnisreichen Führung interessiert ist, sollte sich bis Mittwoch, 12:00 Uhr beim Naturpark unter der Telefonnummer 09922-80 24 80 anmelden.
2008.08.01 - Der Teufelssee im Böhmerwald
Naturpark – Exkursion vom Grenzbahnhof aus
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 bieten der Naturpark Bayer. Wald e.V. Und der Naturkundliche Kreis Bayerischer Wald eine gemeinsame Führung an.
Diese glazialmorphologisch-klimatologische Exkursion zum Eiszeitsee Teufelssee im Böhmerwald (CZ) wird unter der Fachführung von Fritz Pfaffl aus Zwiesel durchgeführt.
Treffpunkt ist am Sonntag, 10.08.2008 um 13.30 Uhr am Grenzbahnhof Bayer. Eisenstein zur Weiterfahrt zum Parkplatz am Spitzberg/Špicak an der Straße von Zelezna Ruda nach Nyrsko gelegen. Von dort erfolgt die Wanderung zum Teufelssee/Certovo jezero.
Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 13:11 Uhr). Auch die Rückfahrt ist gut möglich.
Der Teufelssee liegt in einem im Jahr 1911 errichteten Naturschutzgebiet, das innerhalb des tschechischen Landschaftsschutzgebiets Šumava liegt. Der Teufelssee ist der einzige böhmische Eiszeitsee, dessen Wasser der Donau zufließt.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.
2008.07.25 - Der neue Naturparkvorstand wurde einstimmig gewählt
Jahreshauptversammlung 2008 in Eppenschlag
Die 41. Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. fand in der Gemeinde Eppenschlag im Landkreis Freyung-Grafenau statt. Der 1. Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt begrüßte den gastgebenden Bürgermeister Karl Reith so wie die beiden Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Helmut Brunner und Eike Hallitzky. Sein besonderer Gruß galt auch den Landräten Heinz Wölfl und Christian Bernreiter sowie den stellvertretenden Landräten Helmut Behringer und Josef Laumer sowie allen Mitgliedern. Heinrich Schmidt bedankte sich auch bei der Regierung von Niederbayern, namentlich Herrn Dr. Franz Leibl, sowie der Presse für das Kommen. Schmidt zeigte sich erfreut, dass zur Versammlung sehr viele Mitglieder gekommen waren.
Im Rahmen einer Powerpoint - Präsentation blickte Heinrich Schmidt auf das vergangene Geschäftsjahr und auf die vergangene 3 Jahre der letzten Wahlperiode im Naturparkverein zurück. Der Naturpark realisierte etwa 50 Projekte in den Bereichen Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und Besucherlenkung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Regionalentwicklung. Nach wie vor ist die finanzielle Situation der Naturparke in Bayern. Aus diesem Grund wurde im Dezember 2007 mit einer Resolution die Erstellung einer neuen Förderrichtlinie angemahnt. Der Protest zeigte dahingehend Erfolg, dass im Juli 2008 nun zu einem Gespräch nach München geladen wurde und Ideen für die Ausgestaltung und Überarbeitung der neuen Förderrichtlinie abgefragt wurden.
Heinrich Schmidt bedankte sich ausdrücklich bei Umweltminister Dr. Otmar Bernhard, der sich für die Belange des Naturparks sehr aufgeschlossen gezeigt hatte, und letztendlich die Finanzierung für die Ilz-Infostelle in Fürsteneck und die Anerkennung des Naturparks als Umweltstation ermöglicht hatte. Mit der Eröffnung der Naturpark-Infostelle im Schloss Fürsteneck am 19. Oktober 2008 kann der Naturpark Bayerischer Wald e. V. ein flächendeckendes Infostellennetz in allen Landkreisen aufweisen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird derzeit auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, vor allem in touristischer Hinsicht und im Naturschutzbereich im Grenzbahnhof Eisenstein gelegt. Dort wird ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept erarbeitet um den historischen Bahnhof restaurieren und mit Leben füllen zu können.
In seinem Grußwort stellt Bürgermeister Karl Reith kurz seine Gemeinde Eppenschlag vor. Stellvertretender Landrat Helmut Behringer ging auf den Werdegang des Naturparks ein und stellte fest, das der Naturpark mittlerweile unumstritten ist. MdL Helmut Brunner stellte das Engagement des Naturparks gerade auch auf dem Bildungs- und Erholungsbereich heraus. MdL Eike Hallitzky kommentierte aus seiner Sicht als Mitglied des Haushaltsausschusses die derzeitigen Bemühungen zur Überarbeitung der Naturparkförderrichtlinie. Er begrüßte es, dass in diese Frage nun Bewegung gekommen ist.
Geschäftsführer Hartwig Löfflmann beleuchtete das vergangene Geschäftsjahr und erläuterte die aus fördertechnischen Gründen notwendig gewordene Satzungsänderung. Die neue Satzung wurde einstimmig beschlossen. Die Neuwahl des Vorstandes mit den zwei Rechnungsprüfern auf 3 Jahre erfolgte ebenfalls einstimmig. Die drei Vorsitzenden Heinrich Schmidt, Heinrich Lobmeier und Thomas Müller wurden in ihrem Amt auf weitere 3 Jahre bestätigt. Als Kassenprüfer wurden Anton Bernreiter aus Zwiesel und Walter Vollmer aus Bayerisch Eisenstein gewählt. Der Vorsitzende dankte Sparkassendirektor Josef Wagner für sein langjähriges Engagement, nach dem dieser künftig nicht mehr zur Verfügung stand.
Haushaltsnachweis und Haushaltsplan wurden ebenfalls einstimmig gebilligt.
Zum Schluss bedankte sich Naturschutzvorsitzender Heinrich Schmidt bei allen Anwesenden für die gute Zusammenarbeit das ganze Jahr hindurch. Er schloss die Versammlung um 15:30 Uhr und bat um eine weiterhin gute Zusammenarbeit zum Wohle der Region.
2008.07.25 - Mit der Wanderbahn zum weißen Quarzriff –
Naturpark-Wanderung zum Großen Pfahl
Die Naturpark-Veranstaltung „Vom Tal des schwarzen Regen zum weißen Quarzriff Großer Pfahl“ findet am Sonntag, den 3. August statt. Große und kleine Naturliebhaber aus Nah und Fern können an einer Bahnfahrt durch das wildromantische Flusstal und einer naturkundlicher Wanderung zum Quarzriff Großer Pfahl teilnehmen. Eine Anreise mit der Waldbahn zum Bahnhof Gotteszell wird empfohlen. Mit der Wanderbahn ist hier die Abfahrt nach Viechtach um 11:35 Uhr. Treffpunkt in Viechtach ist um 12:30 Uhr an der Wandertafel am Bahnhof Viechtach. Die anschließende Wanderung zum Großen Pfahl dauert ca. 3,5 Stunden. Die Rückfahrt nach Gotteszell ist um 16:10 Uhr geplant. Alle Interessierten sind ganz herzlich zu dieser Wanderung mit dem Gebietsbetreuer des Naturparks, Matthias Rohrbacher, eingeladen. Brotzeit aus dem Rucksack wird empfohlen. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt. Die Wanderbahn im Regental e.V. (www.wanderbahn.de) bietet für Teilnehmer einen Sonderpreis an, insbesondere für Familien mit Kindern. Die Bahnstrecke gilt als eine der schönsten Bayerns und führt durch das beeindruckende, oft unberührte Tal des „Schwarzen Regen“. Geheimnisvoll und bizarr zeigen sich die weiß schimmernden Felsenriffe des Pfahls ca. zwei Kilometer nordwestlich vom Viechtacher Stadtzentrum. Im „Alten Rathaus“ können sich Besucher in der Pfahl-Infostelle (www.pfahl.info) über dieses einmalige Naturphänomen informieren. Von hier aus führt der Pfahl-Steig durch beschauliche Bachtäler und heckenreichen Streuobstwiesen zum Quarzfelsenzug. Im Naturschutzgebiet „Großer Pfahl“ bietet sich dem Wanderer ein Naturschauspiel von hoch aufragenden Felsenriffen, tiefen Quarzbrüchen, beweideten Pfahlheiden und licht durchfluteten Wäldern. Die Felsentürme aus Quarzgestein sind nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern beflügeln schon lange die Phantasie der Menschen. Nach alten Sagen sind die weißen Felsenzacken der oberirdische Kamm eines tief im Erdinnern ruhenden Drachens. Tatsächlich ist der Pfahl ein uralter Riss im Grundgebirge des Bayerischen Waldes. Gegen Ende des Erdaltertums drangen heiße wässrige Quarzlösungen in diese Spalten und Hohlräume ein und erstarrten in einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern zum weißen Quarzgestein. Im Laufe der Jahrmillionen wurde das umliegende weichere Gestein verwittert und abgetragen. Der sehr harte Pfahlquarz widerstand bis heute dem Zahn der Zeit. Besonders eindrucksvoll zeigt er sich in den Felsenriffen am Großen Pfahl, der als „Geotop Nummer eins“ die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler in Bayern anführt.
Rückfragen zur Veranstaltung am 3. August unter 09942 – 16 61.
2008.07.18 - Von Baumgeschichten, Auerhühnern und der Arberhexe
Gebietsbetreuerin Isabelle Auer führte etwa 50 Wanderer durch die Arberseewand
Im Rahmen der Arberführungen des Naturparks Bayerischer Wald gelten die Exkursionen durch die Arberseewand bereits seit Jahren als absoluter Höhepunkt. Die Arberseewand ist nicht nur geographisch interessant, da sie wie der Große Arbersee Zeugin der letzten Eiszeit ist. Sie ist vor allem ein Naturparadies. Die ständig feuchte steile Bergflanke ist von vielen, z.T. seltenen Moosarten bedeckt. Das Vogelgezwitscher erscheint hier lauter. Bäume, die in der Seewand dicker als anderswo im Bayerischen Wald sind, zeigen, dass hier der Mensch seit Jahrhunderten nicht mehr in die Natur eingegriffen hat.
Der Wandersteig durch die Seewand gilt jedoch als gefährlich. Häufig auftretender Nebel führt dazu, dass sich Wanderer in der steil abfallenden Wand verirren.
Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald bot daher letzten Mittwoch eine Führung vom Großen Arbersee über die Arberseewand zum Gipfel an.
Dass Zeugen der Erdgeschichte im Vergleich zur Seewand manchmal unspektakulär sind, zeigte die Gebietsbetreuerin den etwa 50 Exkursionsteilnehmern bereits zu Beginn der Führung: Fast unmerklich überquert der Wanderer auf dem Seewandzubringerweg zwei Seitenmoränen.
Neben Wissenswertem über die Geologie und Botanik des Gebiets erzählte Isabelle Auer dieses Mal bei besonders markanten Bäumen sogenannte „Baumgeschichten“. An einem umgestürzten Baum, auf dem bereits neue Fichten wachsen, zeigte sie, wie in der Natur vermeintlich Totes immer Grundlage für neues Leben ist. Einen trotz der rauen Verhältnissen etwa ein Meter dicker Baumstumpf schätzen die Teilnehmer auf ein Alter von etwa 600 Jahren, „geboren“ wurde der Baum also bereits um das Jahr 1400, z.B. vor der Entdeckung Amerikas, vor der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, lange vor dem Dreißigjährigen Krieg.
In die Gegenwart zurückgerufen wurde die Gruppe wieder bei der Wanderung durch die Windwurfflächen oberhalb der Seewand, die durch den Orkan Kyrill im Januar letzten Jahres entstanden sind. Hier erklärte Auer, wie das Auerhuhn von den so neu entstandenen Freiflächen profitiert. Umgestürzte Wurzelteller dienen z.B. nicht nur als Versteck, sondern auch als Huderplätze.
Vor dem letzten Anstieg machte die Gruppe noch einmal vor einem bizarr geformten Baumstumpf halt, der für manche Wanderer die Form eines Entenkopfes hat. Andere, die im Gegensatz zur den Bodenmaiser Riegel nicht als „Richard-Wagner-Kopf“, sondern in ihm den Kopf der sagenhaften Arberhexe sehen, deuten ihn als ersten Vorboten auf die Hexe. Isabelle Auer nahm dies zum Anlass, die dreistündige Führung mit der Sage von der Arberhexe abzuschließen: Noch heute gilt die Arberhexe unter den Woidlern als „gute Fee“: Menschen, die Liebeskummer haben, sollen daher möglichst bei Vollmond um Mitternacht zum Gipfel wandern und der Hexe ihr Leid klagen. Beim Abstieg wird ihnen dann die Hexe in unterschiedlichen Gestalten erscheinen: Als Reh, als Farn oder als besonders schöner Stein. Nach dem Abstieg wird der Hilfesuchende vom Liebeskummer geheilt sein. Die Gebietsbetreuerin überließ es am Ende jedoch den Teilnehmern, ob sie sich von dieser sagenhaften Arberhexe oder von dem Naturerlebnis Arberseewand gestärkt fühlten. Dass viele der Wanderer sich für die Führung extra einen Urlaubstag genommen hatten, zeigte wiederum deutlich, dass das Naturerlebnis Arberseewand nicht nur Urlauber sondern vor allem auch Einheimische noch immer fasziniert.
2008.07.18 - Ein Naturschutzgebiet im Rampenlicht- der Kleine Arbersee
Die Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald laden am Mittwoch, den 23. Juli zu einem Rundgang mit Gebietsbetreuerin Caroline Stautner am Kleinen Arbersee ein. Bei der etwa einstündigen Wanderung stehen die naturkundlichen Besonderheiten des Naturschutzgebietes von den „Schwimmenden Inseln“ über Schlangenwurz, Biber und Luchs bis hin zu den Spuren des Gletschers im Mittelpunkt. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Holzbrücke direkt am Kleinen Arbersee. Bitte denken Sie an stabiles Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2008.07.11 - Durch die Seewand auf den Großen Arber
Die „Wilde Schönheit“ Arberseewand steht im Mittelpunkt der nächsten Arberexkursion unter Leitung von Arber - Gebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald. Auf der etwa 3,5 stündigen Wanderung durch die Arberseewand am Mittwoch, 16. Juli, die nur für trittfeste Wanderer geeignet ist, wird Wissenswertes zur Entstehung dieses Gebietes und über die Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Dadurch wird die Einzigartigkeit dieses Naturschutzgebietes verdeutlich.
Bei der anschließenden Wanderung durch die Windwurfflächen unterhalb des Arbergipfels soll gezeigt werden, wie etwa die Auerhühner vom Orkan Kyrill profitieren. Nach einer kurzen Rast am Gipfel besteht die Möglichkeit, zusammen mit der Gebietsbetreuerin über den Fernwanderweg wieder zurück zum Großen Arbersee zu wandern.
Treffpunkt ist um 09:00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee.
Besonders wichtig bei dieser Exkursion sind nicht nur festes Schuhwerk sondern auch Trittsicherheit.
Eine Anmeldung zu dieser Exkursion ist nicht erforderlich.
2008.07.11 - Der Fischotter an der Ilz
Naturpark –Veranstaltung mit Ilz -Gebietsbetreuer Stefan Poost
Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2008 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine naturkundliche Exkursion an der Ilz an.
Treffpunkt ist am Sonntag, 20.07.2008 um 14:00 Uhr an der Schrottenbaummühle. Gebietsbetreuer Stefan Poost wird die Veranstaltung leiten. Es gibt dabei Wissenswertes zum Fischotter und zu seiner Lebensweise, zu Gefährdungen und Schutzmaßnahmen, aber auch interessante Naturinformationen zum Ilztal.
Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos.
2008.07.10 - Das Auerhuhn im Bayerischen Wald
Lange Zeit galt das Auerhuhn als „vom Aussterben bedroht“. Erste Auswilderungsprojekte, die sich auf den Lamer Winkel beschränkten, starteten 1982. Seit dem Jahr 1985 versuchte der Nationalpark mit Zucht- und Auswilderungsprojekten, die Auerhühner im ganzen Grenzkamm wieder heimisch zu machen. Unterstützt wurde er dabei von 1987 an durch die „Schutzgemeinschaft Auerwild“. Die staatlichen Forstämter der Region beteiligen sich seit Ende der 80er Jahre aktiv an den Auswilderungsprojekten.
Den historischen Auerhuhnbestand zu dokumentieren, potentielle Lebensräume mit Hilfe von Luftbildanalyse zu ermitteln, aber auch den aktuellen Auerhuhnbestand im Naturpark- und speziell im Arbergebiet festzuhalten, war letztes Jahr das Ziel eines Naturpark-Projektes in Zusammenarbeit mit der Regierung von Niederbayern.
Den Exkursionsteilnehmern Aussehen, Lebensweise und Lebensraum dieses Waldbewohners zu zeigen, war letzten Sonntag das Ziel einer Naturpark-Exkursion mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer.
Bereits am Parkplatz Schareben entdeckten die etwa zehn Exkursionsteilnehmer dicht neben dem Rundwanderweg ein ausgestopftes Auerhuhnpärchen. So konnten die Teilnehmer sich zuerst an Hand der Präparate mit dem Aussehen vertraut machen.
Isabelle Auer betonte, dass eine reale Auerhuhnsichtung der Naturschutzidee widersprechen würde: Auerhühner sind sehr schreckhaft. Sie leiden weniger unter Dauerbelastung wie z.B. Straßenlärm, sondern schrecken bei unvorhergesehenen Situationen auf. Wanderer, die im Auerwildschutzgebiet die markierten Wanderwege verlassen, können die Auerhühner zu panikartiger Flucht verleiten. Besonders im Winter, wenn sich das Auerhuhn von nährstoffarmen Nadeln ernähren muss, kann das zum Tod des Tieres führen. Daher hielt sich die Gruppe auch bei dieser Führung an den häufig begangenen Rundwanderweg.
Deutlich wurde, dass das Auerhuhn von großen Sturmereignissen, wie etwa dem Orkan Kyrill im Januar letzten Jahres, erheblich profitierte. Hauptverbreitung der Vögel sind alte, lichte Nadelholzwälder mit einer reichhaltigen Zwergstrauch-Vegetation, wie z.B. der Heidelbeere. Umgestürzte Baumteller dienen nicht nur als Deckung, sondern schaffen auch neue Huderplätze zur Gefiederpflege und liefern Magensteinchen, die zur Verdauung notwendig sind.
Da nur der Auerhahn zur Balzzeit, also im Mai, zu hören ist, waren die Teilnehmer überrascht, als sie oberhalb einer Windwurffläche den scharrenden Ruf eines Auerhahns vernehmen konnten. Wie sich jedoch bald herausstellte, kam er jedoch vom Tonband.
Alle Exkursionsteilnehmer waren sich am Ende der dreistündigen Exkursion darin einig, dass man sogar froh war, nicht ein lebendiges Auerhuhn gesehen zu haben. Ein Auerhuhn aufzuschrecken, hätte schließlich dem Naturschutzgedanken der Exkursion widersprochen. Denn auch so hatte man einiges über diesen Bayerwaldbewohner, das Wappentier des Naturparks Bayerischer Wald e.V., erfahren
2008.07.10 - Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V.
Mitglieder treffen sich in Eppenschlag beim „Oberen Wirt“
Am Donnerstag, 24.07.2008 um 14:00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. im Gasthaus zum „Oberen Wirt“ in Eppenschlag Landkreis Freyung – Grafenau statt. Zur 41. Mitgliederversammlung treffen sich die Vertreter von 89 Gemeinden aus den vier Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf, sowie alle Privatmitglieder und Verbände und Vereine. Turnusgemäß wird bei der Auswahl des Ortes für die Jahresversammlung durch die vier Mitgliedslandkreise gewechselt.
Die Tagesordnung umfasst die üblichen Regularien, wie den Geschäftsbericht, Kassenbericht 2007 und Haushaltsplanung 2008. Weil verschiedene förderrechtliche Dinge in der Satzung geregelt werden müssen, wurde mit der Einladung die geplante Satzungsänderung mitverschickt. Hier ist ein Mitgliedervotum erforderlich. Es finden turnusgemäß Neuwahlen statt. Der 1. Vorsitzende Heinrich Schmidt wird sich mit seinen Stellvertretern Heinrich Lobmeier und Thomas Müller zur Wiederwahl stellen.
Es gibt auch Informationen zur neu entstehenden Infostelle des Naturparks im Schloss Fürsteneck mit dem Schwerpunktthema Ilztal.
Die Einladung geht nicht nur an Vereinsmitglieder, sondern auch an alle Interessierten, sowie an alle Pressevertreter. Die Versammlung wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen.
2008.07.10 - Praktikanten für die Umwelt“: Unterwegs im Auftrag der Natur – unterstützt von der Commerzbank
„Praktikanten für die Umwelt“ von Naturpark und Nationalpark Bayerischer Wald besuchten ihren Geldgeber
Seit 19 Jahren unterstützt die Commerzbank zusammen mit Europarc Deutschland das Projekt „Praktikum für die Umwelt“. Jedes Jahr erhalten so etwa 50 Studenten die Gelegenheit, in einem deutschen Nationalpark, Naturpark oder Biosphärenreservat ein bezahltes Praktikum zu absolvieren und so Erfahrungen in der Naturschutzarbeit und in der Umweltbildung zu sammeln. Dieses Engagement der Commerzbank für die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung wurde letztes Jahr von der UNESCO-Kommission honoriert, indem das Projekt „Praktikum für die Umwelt“ als offizielles Dekadeprojekt ausgezeichnet wurde.
Kürzlich besuchten vier Nationalparkpraktikanten und die beiden Naturpark Praktikantinnen zusammen mit der Praktikantenbetreuerin Isabelle Auer (Naturpark Bayer. Wald) und Thomas Michler (Nationalpark Bayerischer Wald in Vertretung für Nationalpark-Praktikantenbetreuer Lukas Laux) ihren Sponsor, die Commerzbank in Passau. Bereits bei einer kurzen Vorstellungsrunde zu Beginn des Gesprächs mit Filialleiterin Marianne Reischl und ihrem Stellvertreter Sven Dost zeigte sich, dass die diesjährigen Praktikanten nicht nur „grüne Fächer“, wie z.B. Biologie, Geographie oder Forstwissenschaften studieren, sondern dass selbst Informatikstudenten ein Praktikum für die Umwelt absolvieren können.
Die Gründe, warum sich die jungen Leute für dieses Praktikum entschieden haben, sind vielfältig. Die einen sehen es als Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Naturschutzarbeit zu bekommen und somit als Entscheidungshilfe für die spätere Berufswahl. Andere, deren Berufswunsch bereits konkreter ist, sehen das Praktikum als einen weiterer Schritt hin zum Traumberuf. Allen Praktikanten gemeinsam ist jedoch der Spaß am Arbeiten in der Natur und am Umgang mit Menschen.
Darüber hinaus berichteten die Praktikanten von ihren Aufgaben in den beiden Großschutzgebieten: Die beiden Naturpark-Praktikantinnen erzählten der Filialleiterin Marianne Reischl, dass einer ihrer Hauptaufgaben die Durchführung von Projekttagen ist. Bei diesem „Unterricht im Grünen“ bringen die beiden Praktikantinnen Grundschülern jeder Altersstufe die Lebensräume Wiese, Hecke, Wald und Wasser näher. Auch bei den Nationalpark-Praktikanten steht die Umweltbildung im Vordergrund. Sie erzählten der Filialleiterin Frau Reischl, dass sie nicht nur Führungen durch den Nationalpark leiten, sondern auch Naturerlebnistage vorbereiten und sie selbständig durchführen.
Abschließend bedankte sich Nationalpark-Praktikant Pavel im Namen aller Praktikanten bei Frau Reischl für das Engagement der Commerzbank: „Es ist ein Geschenk, in einer noch so unberührten Natur arbeiten zu können.“
„Manchen ist dieses Geschenk nicht bewusst“, betonte Arbergebiets- und Praktikantenbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark: „Immer wieder springen Bewerber kurz vor Beginn des Praktikums ab. So vertun sie nicht nur die Chancen, die ihnen das Praktikum für die Umwelt bietet, sondern sie blockieren auch Praktikumstellen für ihre Mitbewerber.“ Dass ein „Praktikum für die Umwelt“ nicht nur zur Persönlichkeitsentwicklung sondern tatsächlich auch zu einem festen Arbeitsvertrag führen kann, wurde den diesjährigen Praktikanten am Beispiel ihrer beiden Begleiter gezeigt. Sowohl Thomas Michler als auch Isabelle Auer absolvierten letztes Jahr im Nationalpark bzw. im Naturpark Bayer. Wald ein „Praktikum für die Umwelt“. Für sie sich ihr Engagement als Praktikant aber auch in der Zeit nach ihrem Praktikum auch beruflich gelohnt.
2008.07.08 - Von Wollgras und Wurzelkrallen
Der Große Arbersee ist neben dem Arbergipfel einer der „touristischen Brennpunkte“ im Bayerischen Wald. Kenner zählen das Naturschutzgebiet „Großer Arbersee mit Seewand“ jedoch zu einem der schönsten Naturschutzgebiete Mitteleuropas. Den Grund erfuhren am Mittwoch 25 Teilnehmer einer Naturparkführung mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer.
Die Natur am Fuße der Arberseewand stand diesmal im Mittelpunkt der Führung. So wies die Gebietsbeteuerin die Gruppe auf zwei Pflanzenarten hin, die dem Besucher im hinteren Teil des Sees zur Zeit besonders auffallen. Schon von Weitem sieht man auf den Schwimmenden Inseln das hell leuchtende Wollgras.
Die Holzbalken, die Bootsfahrer vom Ufer fernhalten sollen, schützen im Sommer vor allem die Gelbe Teichrose. Beide Pflanzen, betonte Isabelle Auer, könne man auch sehr gut vom markierten Weg aus erkennen und fotographieren.
Am Fuße der Seewand erfuhren die Exkursionteilnehmer auch, dass die Natur manchmal die Phantasie anregen kann. Ähnelt die eine bizzare Wurzelformation einer „Wurzelbrille“, so wurden andere von den Wanderern als „Wurzelzopf“ oder „Wurzelschlange“ bezeichnet.
Besonders häufig konnten bei Fichten jedoch „Wurzelkrallen“ entdeckt werden, die z.B. Steine umklammern. Die Fichte kann in nassen Böden nicht sehr tief wurzeln. Auch die Buche mag keine „nassen Füße“, aber auch keine Spätfröste. Sie kann dagegen mehr Wärme und Trockenheit vertragen. Das wird ihr im Zuge der Klimaerwärmung bessere Überlebenschancen bieten.
Die Führung zeigte, wie faszinierend das Gesamtsystem „Natur“ ist. Eine Exkursionsteilnehmerin fasste nach der fast zweis